Aktuelle Informationen zu Spruchverfahren bei Squeeze-out-Fällen, Organverträgen und Fusionen sowie zu Übernahmeangeboten, StaRUG-Enteignungen und Delisting-Fällen
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Dienstag, 5. Mai 2026
PEH Wertpapier AG: Barabfindung im Rahmen des verschmelzungsrechtlichen Squeeze-outs auf EUR 20,23 festgelegt
Frankfurt am Main (04.05.2026/16:15 UTC+2)
Die PEH Wertpapier AG gibt bekannt, dass sie dem Vorstand der capsensixx AG heute ein konkretisiertes Verlangen nach § 62 Abs. 1 und Abs. 5 UmwG i.V.m. §§ 327a ff. AktG zur Einberufung der Hauptversammlung der capsensixx AG zur Beschlussfassung über die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der capsensixx AG auf die PEH Wertpapier AG gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung übermittelt hat.
Die PEH Wertpapier AG hält derzeit nach Abzug der von der capsensixx AG gehaltenen eigenen Aktien gemäß § 62 Abs. 1 Satz 2 UmwG rund 92,83 % des Grundkapitals der capsensixx AG und ist damit deren Hauptaktionärin im Sinne von § 62 Abs. 5 UmwG. Die PEH Wertpapier AG hat die Barabfindung auf einen Betrag in Höhe von EUR 20,23 je Aktie der capsensixx AG festgelegt. Der gerichtlich bestellte sachverständige Prüfer hat bereits in Aussicht gestellt, dass er nach derzeitigem Stand die Angemessenheit der festgelegten Barabfindung bestätigen wird.
Der Abschluss und die notarielle Beurkundung des Verschmelzungsvertrags zwischen der capsensixx AG und der PEH Wertpapier AG wird voraussichtlich am 08.05.2026 stattfinden. Auf der Hauptversammlung der capsensixx AG, die voraussichtlich am 19. Juni 2026 stattfinden wird, soll die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der capsensixx AG auf die PEH Wertpapier AG gegen eine Barabfindung von EUR 20,23 je Aktie beschlossen werden.
Das Wirksamwerden des verschmelzungsrechtlichen Squeeze-out hängt von dem zustimmenden Beschluss der Hauptversammlung der capsensixx AG ab sowie der Eintragung des Übertragungsbeschlusses und der Verschmelzung in das Handelsregister am Sitz der capsensixx AG sowie der Eintragung der Verschmelzung in das Handelsregister am Sitz der PEH Wertpapier AG. Eine Zustimmungspflicht der Hauptversammlung der PEH Wertpapier AG bestünde nur dann, wenn nach § 62 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 S. 1 UmwG Aktionäre der PEH Wertpapier AG, deren Anteile zusammen 5 % des Grundkapitals erreichen, die Einberufung einer Hauptversammlung verlangen würden.
Commerzbank Aktiengesellschaft: Commerzbank nimmt Veröffentlichung der Angebotsunterlage der UniCredit zur Kenntnis
Corporate News
- UniCredit veröffentlicht Angebotsunterlage zu unveränderten Konditionen: 0,485 UniCredit-Aktien je Commerzbank-Aktie, entsprechend rund 31,07 Euro je Aktie auf Basis des UniCredit-Schlusskurses von 64,06 Euro vom 4. Mai 2026
- Implizierter Angebotspreis entspricht einem Abschlag von 8,7 % auf Commerzbank-Schlusskurs des Vortages von 34,02 Euro
- Vorstand und Aufsichtsrat werden die Angebotsunterlage prüfen und gemäß § 27 WpÜG ihre begründete Stellungnahme veröffentlichen
- Commerzbank präsentiert am 8. Mai 2026 Quartalsergebnisse und Strategie-Update bis 2030
Die Commerzbank AG nimmt die heute veröffentlichte Angebotsunterlage der UniCredit S.p.A. im Rahmen ihres unabgestimmten Übernahmeangebots zur Kenntnis.
Das Angebot entspricht den am 16. März 2026 angekündigten Konditionen: UniCredit bietet 0,485 neue UniCredit-Aktien je Commerzbank-Aktie, was auf Basis des UniCredit-Schlusskurses von 64,06 Euro vom 4. Mai 2026, dem Vortag der Angebotsveröffentlichung, einem Preis von rund 31,07 Euro entspricht. Damit entspricht der implizierte Angebotspreis einem Abschlag von 8,7 % auf den Commerzbank-Schlusskurs des Vortages von 34,02 Euro.
Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank werden die Angebotsunterlage sorgfältig prüfen und ihre begründete Stellungnahme gemäß § 27 WpÜG innerhalb der gesetzlichen Frist veröffentlichen.
Am 8. Mai wird die Commerzbank ihre Quartalsergebnisse sowie ein Strategie-Update mit aktualisierten Finanzzielen bis 2030 vorstellen.
Angebotsunterlage der UniCredit S.p.A. für Commerzbank-Aktien veröffentlicht
Die angekündigte Angebotsunterlage für Aktien der COMMERZBANK AG ist heute (5. Mai 2026) veröffentlicht worden, nachdem gestern die außerordentliche Hauptversammlung der UniCredit S.p.A. der dafür erforderlichen Kapitalerhöhung zugestimmt hatte. Sie kann auf der Webseite der Bieterin heruntergeladen werden:
https://www.unicreditgroup.eu/de/investors/unicredit-unlimited-next-phase.html
Freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot der UniCredit S.p.A. für Commerzbank-Aktien
UniCredit S.p.A.
gemäß § 10 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. §§ 29 Abs. 1, 34
des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG)
Bieter:
UniCredit S.p.A.
Piazza Gae Aulenti 3, Tower A
20154 Mailand, Italien
eingetragen im Handelsregister von Mailand, Monza-Brianza und Lodi (Registro delle Imprese di Milano, Monza-Brianza e Lodi) unter der Registernummer 00348170101
ISIN: IT0005239360
Zielgesellschaft:
COMMERZBANK Aktiengesellschaft
Kaiserstraße 16
60311 Frankfurt am Main
eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter HRB 32000
ISIN: DE000CBK1001
UniCredit S.p.A. (UniCredit oder die Bieterin) hat am 16. März 2026 entschieden, den Aktionären der
COMMERZBANK Aktiengesellschaft (Commerzbank) im Wege eines freiwilligen öffentlichen
Übernahmeangebots in Gestalt eines Tauschangebots (das Angebot) anzubieten, sämtliche auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Commerzbank mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der Commerzbank von EUR 1,00 je Aktie (ISIN: DE000CBK1001) (Commerzbank-Aktien) zu erwerben. Das Grundkapital der Commerzbank beträgt zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung EUR 1.127.496.195,00 und ist eingeteilt in 1.127.496.195 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die Commerzbank-Aktien sind zum Handel am regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) zugelassen.
UniCredit ist bereits die größte Aktionärin der Commerzbank und hält unmittelbar eine Beteiligung in Höhe von ca. 26,02 % am Grundkapital der Commerzbank. Darüber hinaus hält UniCredit Total Return Swaps (TRS) bezogen auf Commerzbank-Aktien in Höhe von weiteren ca. 3,97% des Grundkapitals der Commerzbank.
Das Grundkapital der Bieterin beträgt zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung EUR 21.509.089.303 und ist eingeteilt in 1.507.953.015 nennwertlose Aktien. Die Aktien der Bieterin sind an der Euronext Mailand, einem von der Borsa Italiana organisierten und betriebenen regulierten Markt, am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard) sowie an der Warschauer Wertpapierbörse (Giełda Papierów Wartościowych w Warszawie S.A.) zum Handel zugelassen.
Vorbehaltlich der Angebotsbedingungen in der Angebotsunterlage beabsichtigt die Bieterin, die nach deutschem Recht vorgeschriebene Mindestgegenleistung anzubieten, die von der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht endgültig festgelegt wird und die nach Erwartung der Bieterin voraussichtlich 0,485 neue Stammaktien von UniCredit (UniCredit-Angebotsaktien) für jede angediente Commerzbank-Aktie betragen wird. Die UniCredit-Angebotsaktien sollen im Wege einer den Aktionären der Commerzbank vorbehaltenen Kapitalerhöhung ausgegeben werden und durch die Einbringung der im Rahmen des Angebots angedienten Commerzbank-Aktien in UniCredit gezeichnet und eingezahlt werden (Kapitalerhöhung).
Um den Umtausch von Commerzbank-Aktien in UniCredit-Angebotsaktien zu ermöglichen, wird der
Verwaltungsrat von UniCredit eine außerordentliche Hauptversammlung von UniCredit einberufen, die spätestens am 4. Mai 2026 stattfinden soll, um den Verwaltungsrat gemäß Artikel 2443 des italienischen Zivilgesetzbuches (Codice civile) zu ermächtigen, die Kapitalerhöhung umzusetzen.
Der Vollzug des Angebots wird unter bestimmten Bedingungen stehen, die in der Angebotsunterlage näher spezifiziert werden. Diese umfassen Freigaben nach den jeweiligen Fusions- und Investitionskontrollgesetzen sowie der Drittstaatensubventionskontrolle der EU, aufsichtsrechtliche Freigaben (einschließlich, aber nicht beschränkt auf die Freigabe durch die Europäische Zentralbank und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht in Deutschland) sowie weitere übliche Angebotsbedingungen.
Die Bieterin behält sich ferner vor, soweit rechtlich zulässig, die endgültigen Bedingungen und Bestimmungen des Angebots anzupassen und von den hier dargestellten Bedingungen und anderen wesentlichen Parametern abzuweichen, einschließlich durch das Vorsehen zusätzlicher Bedingungen.
Die Angebotsunterlage und weitere das Angebot betreffende Mitteilungen werden im Internet unter
https://www.unicreditgroup.eu/de/investors/unicredit-unlimited-next-phase.html veröffentlicht werden.
Wichtige Information zum Angebot:
Diese Mitteilung ist weder ein Angebot zum Verkauf oder Kauf noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Verkauf oder Kauf von Commerzbank-Aktien. Die endgültigen Bedingungen des Angebots und weitere das Angebot betreffende Bestimmungen werden nach Gestattung der Veröffentlichung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht in der Angebotsunterlage veröffentlicht. Investoren und Aktionären der Commerzbank wird dringend empfohlen, die Angebotsunterlage sowie alle sonstigen im Zusammenhang mit dem Angebot stehenden Dokumente zu lesen, sobald diese veröffentlicht worden sind, da sie wichtige Informationen enthalten werden.
Vorbehaltlich der in der Angebotsunterlage beschriebenen Ausnahmen sowie gegebenenfalls von den jeweiligen Aufsichtsbehörden zu erteilenden Ausnahmegenehmigungen wird weder mittelbar noch unmittelbar ein Angebot in jenen Rechtsordnungen unterbreitet werden, in denen dies einen Verstoß nach dem jeweiligen nationalen Recht darstellen würde.
Das Angebot unterliegt ausschließlich den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland. Jede Vereinbarung, die infolge der Annahme des Angebots zustande kommt, unterliegt ausschließlich den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland und ist entsprechend diesen Gesetzen auszulegen.
Die Bieterin und/oder mit der Bieterin gemeinsam handelnde Personen im Sinne des § 2 Abs. 5 WpÜG können während der Laufzeit des Angebots Commerzbank-Aktien in anderer Weise als im Rahmen des Angebots über die Börse oder außerbörslich erwerben oder entsprechende Erwerbsvereinbarungen abschließen, sofern dies nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika (Vereinigte Staaten) erfolgt, im Einklang mit den anwendbaren deutschen Rechtsvorschriften, insbesondere dem WpÜG, steht und die Angebotsgegenleistung gegebenenfalls auf einen außerhalb des Angebots gezahlten höheren Erwerbspreis erhöht werden muss. Informationen über entsprechende Erwerbe oder Erwerbsvereinbarungen werden gemäß § 23 Abs. 2 WpÜG veröffentlicht. Entsprechende Informationen werden sowohl in deutscher Sprache als auch in Form einer unverbindlichen englischen Übersetzung auf der Internetseite der Bieterin unter https://www.unicreditgroup.eu/de/investors/unicredit-unlimited-next-phase.html veröffentlicht.
Für Aktionäre der Commerzbank mit Wohnsitz, Sitz oder gewöhnlichem Aufenthalt außerhalb der
Bundesrepublik Deutschland können sich Schwierigkeiten bei der Durchsetzung von Rechten und Ansprüchen ergeben, die nach einem anderen Recht als dem Recht des Landes entstehen, in dem sie ihren Wohnsitz, Sitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben. Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Commerzbank ihren Sitz in der Bundesrepublik Deutschland hat und einige oder alle Führungskräfte und Organmitglieder der Commerzbank möglicherweise ihren Wohnsitz in einem anderen Land haben als demjenigen, in dem der jeweilige Aktionär seinen Wohnsitz, Sitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat. Aktionäre der Commerzbank sind möglicherweise nicht in der Lage, ein ausländisches Unternehmen oder dessen Führungskräfte oder Organmitglieder vor einem Gericht in dem Land, in dem der jeweilige Aktionär seinen Wohnsitz, Sitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat, aufgrund von Verstößen gegen Gesetze dieses Landes zu verklagen. Des Weiteren können sich Schwierigkeiten ergeben, ein ausländisches Unternehmen und dessen verbundene Unternehmen zu zwingen, sich einem Gerichtsurteil zu unterwerfen, das in dem Land ergangen ist, in dem der jeweilige Aktionär seinen Wohnsitz, Sitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat.
Hinweis für Aktionäre der Commerzbank in den Vereinigten Staaten
Das Angebot unterliegt ausschließlich den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland, die sich von den Offenlegungs-, Verfahrens- und Einreichungspflichten der US-Übernahmeangebotsregeln gemäß dem US-Wertpapierhandelsgesetz von 1934 in seiner jeweils gültigen Fassung (US Securities Exchange Act of 1934 – Exchange Act) für Übernahmeangebote für die Wertpapiere inländischer US-Gesellschaften unterscheiden. Das Angebot wird in Übereinstimmung mit den anwendbaren US-Gesetzen und -Vorschriften, einschließlich Section 14(e) und Regulation 14E des Exchange Act erfolgen.
Die UniCredit-Angebotsaktien werden nicht gemäß dem US-Wertpapiergesetz von 1933 in seiner jeweils gültigen Fassung (US Securities Act of 1933 – Securities Act) registriert und die UniCredit-Angebotsaktien dürfen nicht innerhalb oder in die Vereinigten Staaten angeboten, verkauft oder geliefert werden, es sei denn, dies erfolgt gemäß einer anwendbaren Ausnahme des Securities Act oder im Rahmen einer Transaktion, die dem Securities Act nicht unterliegt.
Weder das Angebot noch diese Mitteilung wurden von der Börsenaufsichtsbehörde der Vereinigten Staaten (Securities and Exchange Commission), einer staatlichen Wertpapieraufsichtsbehörde in den Vereinigten Staaten oder einer anderen Regulierungsbehörde der Vereinigten Staaten genehmigt oder missbilligt, noch haben solche Behörden die Angemessenheit oder die Vorzüge des Angebots genehmigt oder missbilligt oder darüber geurteilt oder festgestellt, ob die in dieser Mitteilung enthaltenen Informationen angemessen, genau oder vollständig sind. Jede gegenteilige Behauptung stellt in den Vereinigten Staaten eine Straftat dar.
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Mitteilung enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen stellen keine Tatsachen dar und sind durch Worte wie „erwarten“, „glauben“, „schätzen“, „beabsichtigen“, „anstreben“, „davon ausgehen“ oder ähnliche Wörter gekennzeichnet. Diese Aussagen bringen unsere Absichten, Ansichten oder gegenwärtigen Erwartungen im Hinblick auf mögliche zukünftige Ereignisse zum Ausdruck, z.B. hinsichtlich der möglichen Folgen des Angebots für die Commerzbank und die Aktionäre der Commerzbank oder zukünftige Finanzergebnisse der Commerzbank.
Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen beruhen auf gegenwärtigen Planungen, Schätzungen und Prognosen, die wir nach bestem Wissen vorgenommen haben, treffen aber keine Aussage über ihre zukünftige Richtigkeit. In die Zukunft gerichtete Aussagen unterliegen Risiken und Ungewissheiten, die meist nur schwer vorherzusagen sind und regelmäßig nicht in unserem Einflussbereich liegen. Die in dieser Mitteilung enthaltenen in die Zukunft gerichteten Aussagen könnten sich als unzutreffend herausstellen und zukünftige Ereignisse und Entwicklungen könnten erheblich von den in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen abweichen.
UniCredit stellt die Informationen in dieser Mitteilung zum heutigen Datum zur Verfügung und übernimmt keinerlei Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen, die in dieser Mitteilung enthalten sind, aufgrund neuer Informationen, zukünftiger Ereignisse oder aus anderen Gründen zu aktualisieren.
Mailand, den 16. März 2026
UniCredit S.p.A.
Verwaltungsrat
Montag, 4. Mai 2026
Geplante Übernahme der Commerzbank: Hauptversammlung der UniCredit stimmt Kapitalerhöhung zu
Mitte März hatte die UniCredit angekündigt, sie wolle je Commerzbank-Aktie 0,485 neue Unicredit-Aktien bieten. Das entsprach zum Zeitpunkt der Ankündigung umgerechnet einem Preis von 30,80 Euro pro Commerzbank-Aktie oder einem Aufschlag von vier Prozent zum Schlusskurs vom 13. März. Allerdings notierten Commerzbank-Aktien zuletzt deutlich höher, um die 35 Euro. UniCredit-Chef Andrea Orcel hat sich offen gehalten, die Offerte nachzubessern.
Hauptversammlung der Hamburger Hafen und Logistik Aktiengesellschaft zum Squeeze-out am 11. Juni 2026
Die Beschlussvorlage hierzu lautet:
"Die auf den Namen lautenden Stückaktien der übrigen Aktionäre der Hamburger Hafen und Logistik Aktiengesellschaft (Minderheitsaktionäre) werden gemäß dem Verfahren zum Ausschluss von Minderheitsaktionären (§§ 327a ff. Aktiengesetz) gegen Gewährung einer von der Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft SE mit Sitz in Hamburg, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 183205 (Hauptaktionärin), zu zahlenden angemessenen Barabfindung in Höhe von 21,16 € für je eine auf den Namen lautende A-Aktie und in Höhe von 40,31 € für je eine auf den Namen lautende S-Aktie auf die Hauptaktionärin übertragen."
Von der Einberufung der Hauptversammlung an sind die folgenden Unterlagen über die Internetseite der Gesellschaft zugänglich:
- Der Entwurf des Übertragungsbeschlusses,
- die Jahresabschlüsse der Gesellschaft, die Konzernabschlüsse sowie die zusammengefassten Lageberichte des Konzerns für die Geschäftsjahre 2023, 2024 und 2025,
- der Übertragungsbericht der PoH mit seinen Anlagen (einschließlich des Bewertungsgutachtens der ValueTrust Financial Advisors Deutschland GmbH sowie der Gewährleistungserklärung der Commerzbank AG) und
- der Prüfungsbericht der gerichtlich bestellten ADKL über die sachverständige Prüfung der Angemessenheit der festgesetzten Barabfindung.
Semperit AG Holding: Äußerungen von Vorstand und Aufsichtsrat zum B&C-Übernahmeangebot veröffentlicht
Wien, 4. Mai 2026 – In seiner heute veröffentlichten Äußerung geht der Vorstand der Semperit AG Holding auf die aus seiner Sicht wesentlichen Argumente ein, die bei der Beurteilung des freiwilligen Übernahmeangebots der B&C Holding Österreich GmbH für oder gegen eine Annahme des Angebots sprechen. Ziel ist es, den Aktionär:innen einen Orientierungsrahmen für ihre individuelle Entscheidungsfindung zu bieten. Von einer abschließenden Empfehlung zur Annahme oder Nichtannahme des Angebots sieht der Vorstand ab. Der Aufsichtsrat schließt sich dieser Äußerung an.
Zu den Aspekten für eine Annahmeentscheidung zählen unter anderem, dass mit dem Angebotspreis von EUR 15,00 je Aktie eine Prämie von 25,2 % auf den unbeeinflussten Schlusskurs vom 17. März 2026 (vor Ankündigung des Angebots) realisiert werden kann. Zudem liegt der Angebotspreis über den historischen Durchschnittskursen und ermöglicht eine Veräußerung der Aktien unabhängig von der aktuellen Marktliquidität.
Gegen die Annahme des Angebots spricht unter anderem, dass der Angebotspreis unter dem Buchwert je Aktie von EUR 20,20 je Aktie sowie unter den aktuellen Analystenschätzungen von bis zu EUR 22,00 je Aktie liegt und damit nicht das volle mittel- bis langfristige Wertsteigerungspotenzial widerspiegelt. Zudem verzichten Aktionär:innen bei Annahme des Angebots auf mögliche zukünftige Ertragschancen.
Die Beurteilung, ob das Angebot für eine Aktionär:in vorteilhaft ist, hängt zudem von der individuellen Situation ab, insbesondere vom jeweiligen Anschaffungspreis, Anlagehorizont, Liquiditätsbedarf sowie von steuerlichen Erwägungen. Darüber hinaus sind die künftige Entwicklung der Gesellschaft, die Entwicklung des allgemeinen Kapitalmarktumfelds sowie sonstige externe Einflussfaktoren zu berücksichtigen. Der Vorstand und der Aufsichtsrat empfehlen Aktionär:innen daher, vor einer Entscheidung auch ihre individuellen steuerlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse angemessen zu berücksichtigen und bei Bedarf fachkundigen Rat einzuholen.
Weitere Details zum Übernahmeangebot der B&C Österreich GmbH wie auch die vollständigen Äußerungen von Vorstand und Aufsichtsrat finden Sie unter https://www.semperitgroup.com/de/investor-relations/uebernahmeangebot/
Freitag, 1. Mai 2026
Anstehende Spruchverfahren und Strukturmaßnahmen
Die Rechtsanwaltskanzlei ARENDTS ANWÄLTE vertritt und berät voraussichtlich Minderheitsaktionäre insbesondere bei folgenden anstehenden aktienrechtlichen Spruchverfahren bzw. Strukturmaßnahmen:
- capsensixx AG: PEH Wertpapier AG fordert verschmelzungsrechtlichen Squeeze-out
- CECONOMY AG: Delisting geplant
- centrotherm international AG: verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out zugunsten der Centrotherm AcquiCo AG, Hauptversammlung am 30. Juni 2026
- Commerzbank AG: Übernahmeangebot der UniCredit
- Covestro AG: erfolgreiches Übernahmeangebot von XRG (bisher: Adnoc) zu EUR 62,- je Covestro-Aktie, XRG fordert aktienrechtlichen Squeeze-out zu EUR 59,46, Hauptversammlung am 19. Mai 2026
- Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA): erfolgreiches Übernahmeangebot der Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft SE, Tochtergesellschaft der MSC Mediterranean Shipping Company S.A., Squeeze-out zu EUR 21,16 je Aktie, Hauptversammlung am 11. Juni 2026
- HORNBACH Baumarkt AG: Die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA hat ihren Anteil auf 95,3 % erhöht, folgt Squeeze-out?
- KATEK SE: Squeeze-out zugunsten der Kontron Acquisition GmbH zu EUR 18,12 je Aktie, Eintragung am 6. März 2026 (Fristende am 8. Juni 2026)
- Klöckner & Co SE: erfolgreiches Übernahmeangebot, Worthington Steel will Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abschließen
- OTRS AG: Squeeze-out zugunsten der Optimus BidCo AG, eine Akquisitionsgesellschaft der EasyVista SAS, Hauptversammlung am 12. November 2025, Eintragung im Handelsregister am 23. Februar 2026 (Fristende: 25. Mai 2026)
Tele Columbus AG: Squeeze-out zugunsten der Kublai GmbH
- VIB Vermögen AG: Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der DIC Real Estate Investments GmbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien als herrschendem und der VIB als beherrschtem Unternehmen, ao. Hauptversammlung am 12. Februar 2026, Eintragung durch Anfechtungsklage verzögert
Donnerstag, 30. April 2026
Spruchverfahren zum Squeeze-out bei der VTG Aktiengesellschaft: Verhandlung über die Beschwerden vor dem OLG am 27. Mai 2026
von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG
In dem Spruchverfahren zu dem Ausschluss der Minderheitsaktionäre bei dem Waggonvermieter VTG Aktiengesellschaft hatte das LG Hamburg mit Beschluss vom 21. Dezember 2023 die Barabfindung deutlich von EUR 88,11 auf EUR 102,37 angehoben (+ 16,18 %).
Gegen diese
erstinstanzliche Entscheidung wurden sowohl von der Antragsgegnerin wie auch von Antragstellerseite Beschwerden
einlegen. Das Hanseatische Oberlandesgericht (OLG Hamburg) hat Termin zur Verhandlung auf Mittwoch, den 27. Mai 2026, 11:00 Uhr, bestimmt.
Rolle, T. u.a. ./. Warwick Holding GmbH
electrovac AG mit erfolgreichem Börsengang
- Handelsstart im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard)
- Erster Kurs EUR 7,50 (Ausgabepreis: EUR 7,80)
- Aktuelle Marktkapitalisierung von rund EUR 120 Mio.
- Kapitalmarktzugang als Basis für Wachstumsstrategie
Salzweg, 30. April 2026 – Die electrovac AG (“electrovac” oder die “electrovac Gruppe”, ISIN DE000A420ZL4), ein Spezialist für hermetische Glas-Metall-Gehäuse zum Schutz sicherheits- und systemkritischer Elektronik, notiert seit heute im Regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse. Die electrovac-Aktie startete mit einem ersten Kurs von EUR 7,50 in den Handel. Die aktuelle Marktkapitalisierung entspricht damit rund EUR 120 Mio.
Dieter Thumfart, CEO von electrovac: „Nach intensiven Monaten freuen wir uns, dass die electrovac-Aktie seit heute in Frankfurt an der Börse gehandelt wird. Mit dem erfolgreichen IPO haben wir einen neuen Meilenstein in der über 75-jährigen Firmengeschichte gesetzt und die strategischen sowie finanziellen Voraussetzungen für die Fortschreibung unseres Wachstumskurses geschaffen. Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung hat bereits begonnen und der Zugang zum Kapitalmarkt bietet optimale Voraussetzungen, um unsere Marktanteile und technologische Spitzenposition bei Glas-Metall-Gehäusen für die Bereiche Personal Safety und Aerospace & Defense weiter auszubauen.“Im Rahmen des Börsengangs wurden insgesamt 4.416.000 Aktien platziert. Das Angebot umfasste 3.840.000 neue Aktien aus einer Barkapitalerhöhung sowie 576.000 bestehende Aktien im Zusammenhang mit einer Mehrzuteilungsoption (Greenshoe). Unter der Annahme einer vollständigen Ausübung dieser Option beläuft sich das Gesamtplatzierungsvolumen auf ca. EUR 34,4 Mio. Mit dem Bruttoemissionserlös von rund EUR 30 Mio. wird electrovac insbesondere die Fertigungskapazitäten in Asien ausbauen und mit einem lokalen Standort den Zugang zum US-Defense-Markt schaffen. Der Streubesitz der Gesellschaft wird bei vollständiger Ausübung der Greenshoe-Option rund 28 % betragen und verteilt sich breit auf europäische institutionelle Investoren und Privatanleger.
Im Zusammenhang mit dem Angebot fungierten die BankM AG und die B. Metzler seel. Sohn & Co. Aktiengesellschaft („Metzler Bank“) gemeinsam als Joint Global Coordinator and Joint Bookrunner.
Mittwoch, 29. April 2026
VARTA: Gutachten sieht Verfassungswidrigkeit des StaRUG
IVA Newsletter Nr. 04 / April 2026
Addiko Bank: RBI & NLB kündigen freiwillige Übernahmeangebote an
Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat den Aktionären von Addiko einen Barpreis von EUR 23,05 je Addiko-Aktie (cum Dividende 2025) offeriert. Der Angebotspreis entspricht dem volumengewichteten durchschnittlichen Aktienkurs der letzten sechs Monate, zuzüglich eines Zuschlags. Das Angebot soll aufschiebenden Bedingungen unterliegen, unter anderem einer Mindestannahmeschwelle von mehr als 75%. Die RBI beabsichtigt darüber hinaus, mit der Alta Group d.o.o. (Serbien), einer Aktionärin der Addiko, eine Vereinbarung abzuschließen, die unter anderem den geplanten Verkauf (der „Carve-Out“) diverser Tochterbanken durch die Addiko Bank AG vorbehaltlich des erfolgreichen Abschlusses des Angebots vorsieht. Der Verkaufspreis des Carve-Outs wird zumindest dem Verkehrswert der zu veräußernden Tochtergesellschaften entsprechen.
Kurz
danach wurde von der slowenischen Bank Nova Ljubljanska banka (NLB)
ebenfalls ein Übernahmeangebot angekündigt. Der Angebotspreis soll hier
EUR 29 je Addiko-Aktie betragen. Die Bank war mit einem deutlich
niedrigeren Angebot 2024 an der selbstgesetzten Mindestannahmeschwelle
von 75% gescheitert. Weitere Konditionen für das aktuelle Angebot sind
noch nicht bekannt. Insbesondere ist fraglich, ob wiederholt an der
Schwelle festgehalten wird.
Der IVA empfiehlt daher zunächst die konkreten Angebotsunterlagen, Stellungnahmen des Managements und gesetzlichen Fristen abzuwarten.
IVA Newsletter Nr. 04 / April 2026
IVA: Relaunch der Plattform www.hauptversammlung.at
Mit Ende März hat der Interessenverband für Anleger IVA mit weiteren Kooperationspartnern, die Neuaufstellung der Hauptversammlungsplattform www.hauptversammlung.at übernommen. Die Website ist Österreichs zentraler Informationspunkt für aktive Hauptversammlungsbesucher. Neben den wichtigsten gesetzlichen Informationen über die Hauptversammlung, erleichtert die Plattform auch die Teilnahme. Weitere Ergänzungen sind in Planung. Der IVA dankt an dieser Stelle allen, die an der Entwicklung mitgeholfen haben und deren Nutzung unterstützen.
IVA Newsletter Nr. 04 / April 2026
UniCredit S.p.A.: Bafin untersagt unzulässige Werbung
Die Bafin hat gegenüber der UniCredit S.p.A. angeordnet, unsachliche Werbung im Zusammenhang mit dem Übernahmeverfahren der Commerzbank AG zu unterlassen.
Die UniCredit S.p.A. hatte als Bieterin im Übernahmeverfahren Werbeanzeigen in reißerischer und unsachlicher Aufmachung in den sozialen Medien veröffentlicht. Diese enthielten Mutmaßungen zur wirtschaftlichen Lage der Commerzbank AG. Die Anzeigen waren innerhalb der gesamten Europäischen Union abrufbar. Inzwischen sind sie jedoch nicht mehr aktiv. Mit dieser Anordnung macht die Bafin von ihren Befugnissen aus § 28 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes Gebrauch. Sie begegnet damit Missständen im laufenden Übernahmeverfahren und schafft darüber hinaus Klarheit über die Grenzen von zulässiger Werbung im Zusammenhang mit Übernahmeangeboten.
Zum Hintergrund:
Die Bafin beaufsichtigt Übernahmeprozesse und öffentliche Angebote nach den Vorschriften des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG). Dabei wirkt sie Missständen entgegen, die eine ordnungsgemäße Durchführung des Verfahrens beeinträchtigen oder erhebliche Nachteile für den Wertpapiermarkt bewirken können. Sie kann Anordnungen treffen, die geeignet und erforderlich sind, um diese Missstände zu beseitigen oder zu verhindern.
Gemäß § 28 WpÜG ist die Bafin dazu ermächtigt, bestimmte Arten von Werbung im Zusammenhang mit öffentlichen Angeboten zum Erwerb von Wertpapieren zu untersagen, sofern dadurch Missstände entstehen können. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn eine korrekte und sachliche Information der Marktteilnehmer nicht mehr sichergestellt scheint. Unsachliche Äußerungen, die Verbreitung irreführender Analysen und Prognosen sowie Werbung, die mehr auf die Suggestivkraft der Aussagen als auf deren wirtschaftlichen Kern abstellt, sind in Übernahmeverfahren nicht erlaubt. Die Anordnung der Bafin kann sich auf die Beseitigung bereits eingetretener Missstände sowie auf die Verhinderung künftiger Missstände durch Werbemaßnahmen beziehen.
Die Vorschrift soll sicherstellen, dass Anlegerinnen und Anleger nicht durch unklare oder irreführende Werbung getäuscht werden. Alle Marktteilnehmende müssen gleichen und fairen Zugang zu korrekten Informationen haben.
Bei vorsätzlicher oder fahrlässiger Zuwiderhandlung gegen die Anordnung droht dem Unternehmen ein Bußgeld.
Die Maßnahme der Bafin ist sofort vollziehbar, aber noch nicht bestandskräftig. Deren Veröffentlichung erfolgt nach den Regeln des § 44 WpÜG.
Quelle: Bafin
Aktuelle Squeeze-out-Kandidaten
von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG
- Dahlbusch AG: minimaler Streubesitz (knapp über 3.000 Aktien)
- DATAGROUP SE: Investorenvereinbarung mit KKR, erfolgreiches öffentliches Erwerbsangebot von KKR
- DEAG Deutsche Entertainment AG: Delisting
- Deutsche Real Estate AG (ehemals Geestemünder Verwaltungs- und Grundstücks AG): geringer Streubesitz
- Deutsche Wohnen SE: erfolgreiche Übernahme, Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (BuG)
- DMG MORI Aktiengesellschaft: Spruchverfahren zum BuG, geringer Streubesitz
- DVS Technology AG (früher: Diskus Werke AG): geringer Streubesitz, Kündigung der Einbeziehung in den Freiverkehr
- Gelsenwasser AG: Streubesitz < 10 %
- GSW Immobilien AG: geringer Streubesitz, Delisting-Erwerbsangebot
- H&R GmbH & Co. KGaA: Übernahmeangebot
- HanseYachts AG: Delisting
- HÖVELRAT Holding AG (früher NORDAKTIENBANK AG): geringer Streubesitz
- MeVis Medical Solutions AG: BuG
- MME MOVIEMENT AG: delistet, geringer Streubesitz
- Pilkington Deutschland AG: geringer Streubesitz
- Rocket Internet SE: Delisting, Übernahmeangebot
- SEVEN PRINCIPLES AG: Streubesitz 4 %
- Studio Babelsberg AG: Erwerb Mehrheitsbeteiligung, BuG
- STEICO SE: Mehrheitsbeteiligung der Kingspan Group PLC, Großaktionär Kingspan hat seinen Anteil von 51 % auf 61,1 % aufgestockt, Spekulation über Delisting
- STEMMER IMAGING AG: erfolgreiches Übernahmeangebot, Investorenvereinbarung mit der Ventrifossa BidCo AG/MiddleGround, nunmehr Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag
- ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft: minimaler Streubesitz
- Westag AG (früher: WESTAG & GETALIT AG): geringer Streubesitz, Rückkaufangebot
- ZEAG Energy AG: sehr geringer Streubesitz
Die Liste ist nicht abschließend und beruht auf einer subjektiven Einschätzung. Über Anregungen und weitere "Nominierungen" freuen wir uns.
(unverbindlich, keine Anlage- oder Rechtsberatung)
Weitere Informationen: kanzlei@anlageanwalt.de
Dienstag, 28. April 2026
HEUKING: Downlisting vom Regulierten Markt in das KMU-Wachstumssegment Scale ohne Delisting-Erwerbsangebot
Ein Fachbeitrag von Dr. Anne de Boer, LL.M. (RSA)
Börsen-Zeitung: Wird das Delisting künftig schwieriger?
https://www.boersen-zeitung.de/recht-kapitalmarkt/wird-das-delisting-kuenftig-schwieriger
Allerthal-Werke AG: Wirtschaftliches Eigenkapital je Allerthal-Aktie zum 31. März 2026
Das wirtschaftliche Eigenkapital je Allerthal-Aktie (anteiliges handelsrechtliches Eigenkapital zzgl. Kursreserven im Wertpapierbestand des Anlage- und Umlaufvermögens) beträgt zum 31. März 2026 (ungeprüft) 27,63 Euro (27,64 Euro am 31. Dezember 2025). Dies entspricht nahezu dem gleichen Wert gegenüber dem Jahresultimo.
Die größten Wertpapierpositionen im Anlagevermögen waren zum Stichtag nach Kurswert – ohne Berücksichtigung der Beteiligung von 89,7% an der Tochtergesellschaft Esterer AG – Aktien von Centrotherm AG, Covestro AG, Centiel AG (vormals: HT5 AG), Smartbroker Holding AG sowie Wacker Neuson SE.
Das gesamte Andienungsvolumen verblieb per Saldo zum 31. März 2026 unverändert bei 28,1 Mio. Euro (28,1 Mio. Euro am 31. Dezember 2025).
Köln, 28.04.2026
Allerthal-Werke AG
Der Vorstand
Spruchverfahren zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der früheren ADVA Optical Networking SE (jetzt: Adtran Networks SE): Verhandlungstermin auf den 9. September 2026 verschoben
von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L-HSG
In dem seit drei Jahren laufenden Spruchverfahren zu dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der früheren ADVA Optical Networking SE (jetzt: Adtran Networks SE) hat das LG Meiningen den zuletzt auf den 3. Juni 2026 bestimmten Verhandlungstermin wegen Verhinderung des Sachverständigen WP/StB Dipl.-Kfm. Wolfram Wagner auf Mittwoch, den 9. September 2026, 10:00 Uhr, verlegt. Der Sachverständige soll seine ergänzende sachverständige Stellungnahme bis zum 10. Juli 2026 vorlegen.
LG Meiningen, Az. HK O 3/23Langhorst, C. u.a. ./. Adtran Holdings, Inc.
62 Antragsteller
gemeinsamer Vertreter: RA Gerd Lenuzza, 99092 Erfurt
Verfahrensbevollmächtigte der Antragsgegnerin:
Rechtsanwälte Gleiss Lutz Gootz Hirsch PartmbB, 70173 Stuttgart (RA Dr. Dirk Wasmann)
Anfechtungsklage gegen Hauptversammlungsbeschluss der VIB Vermögen AG zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag
Gemäß § 246 Abs. 4 Satz 1 AktG geben wir bekannt, dass ein Aktionär Anfechtungsklage (§ 246 AktG) gegen den Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 12. Februar 2026 zu dem Tagesordnungspunkt (TOP) 1 „Beschlussfassung über die Zustimmung zum Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen der DIC Real Estate Investments GmbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien und der VIB Vermögen AG“ erhoben hat. Das Gericht hat das schriftliche Vorverfahren angeordnet. Ein Termin zur mündlichen Verhandlung wurde noch nicht bestimmt; er wird gesondert bekannt gegeben.
Quelle: Bundesanzeiger vom 28. April 2026
Branicks Group AG verschiebt Veröffentlichung des Jahres- und Konzernabschlusses 2025 angesichts anhaltender Verhandlungen über die Refinanzierung der 2026 fällig werdenden Finanzverbindlichkeiten
Frankfurt am Main, 28. April 2026. Vor dem Hintergrund noch anhaltender Verhandlungen über vorliegende Term Sheets hinsichtlich der Refinanzierung ihrer im Jahr 2026 fällig werdenden Finanzverbindlichkeiten mit den Schuldscheindarlehensgebern und Anleihegläubigern der Branicks Group AG, ISIN: DE000A1X3XX4 („Branicks“), hat der Vorstand der Branicks heute auf Grundlage der Gespräche mit dem Abschlussprüfer beschlossen, die Veröffentlichung des Jahres- und Konzernabschlusses 2025 bis zum erwarteten Abschluss der Verhandlungen mit den Finanzgebern zu verschieben. Die Gesellschaft erwartet, den geprüften Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2025 bis zum 30. Juni 2026 zu veröffentlichen.
Montag, 27. April 2026
Anfechtungsklage gegen Hauptversammlungsbeschlüsse der LS INVEST AG
Quelle: Bundesanzeiger vom 23. April 2026
electrovac AG setzt endgültigen Angebotspreis für den Börsengang auf EUR 7,80 je Aktie fest
Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014
Salzweg (Deutschland), 27. April 2026 – Die electrovac AG („Gesellschaft“), ein Spezialist für hermetische Glas-Metall-Gehäuse zum Schutz sicherheits- und systemkritischer Elektronik, hat den endgültigen Angebotspreis für den Börsengang auf EUR 7,80 je Aktie festgelegt.
Insgesamt wurden im Rahmen des Angebots 4.416.000 Aktien der Gesellschaft platziert, bestehend aus 3.840.000 neuen Aktien aus einer Barkapitalerhöhung (die „Neuen Aktien“), sowie 576.000 bestehende Aktien aus dem Bestand der Electrovac Holding AG im Zusammenhang mit einer Mehrzuteilungsoption (die „Mehrzuteilungsaktien“, und zusammen mit den Neuen Aktien die „Angebotsaktien“).Das Gesamtplatzierungsvolumen beläuft sich auf EUR 34,4 Mio. unter
der Annahme einer vollständigen Ausübung der Greenshoe-Option. Die
geplante Kapitalerhöhung wurde vollumfänglich platziert und der
Gesellschaft fließt damit ein Bruttoemissionserlös in Höhe von rund EUR
30,0 Mio. für den Ausbau der internationalen Produktionskapazitäten zu.
Auf Basis des endgültigen Angebotspreises wird sich die
Marktkapitalisierung der Gesellschaft auf ca. EUR 125 Mio. belaufen.
Der Streubesitz der Gesellschaft wird bei vollständiger Ausübung der Greenshoe-Option rund 28 % betragen. Der Handel der Aktien der Gesellschaft am regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse wird voraussichtlich am 30. April 2026 unter dem Handelssymbol „EVAC“ und der ISIN DE000A420ZL4 aufgenommen. Die Lieferung der Angebotsaktien gegen Zahlung des Angebotspreises wird voraussichtlich am 30. April 2026 erfolgen.
BankM AG und B. Metzler seel. Sohn & Co. Aktiengesellschaft fungierten als Joint Global Coordinators im Zusammenhang mit dem Angebot.
Die Gesamtzuteilung für Privatanleger, die Zeichnungsaufträge über DirectPlace® oder das Zeichnungstool auf der Webseite der Gesellschaft platziert haben, beträgt ca. 400.000 Angebotsaktien. Zeichnungsaufträge von Privatanlegern wurden vollumfänglich zugeteilt, wobei Aufträge unter 100 Aktien bei DirectPlace® und unter 250 Aktien beim Zeichnungstool nicht bedient wurden. Die am 7. Juni 2000 von der Börsensachverständigenkommission veröffentlichten „Grundsätze für die Zuteilung von Aktienemissionen an Privatanleger“ wurden beachtet.
Der Vorstand
Salzweg, den 27. April 2026
Freitag, 24. April 2026
Brockhaus Technologies AG: Vorbereitung von Maßnahmen zur Rückführung von Erlösen aus dem Verkauf der Bikeleasing-Gruppe an die Aktionäre; Verschiebung der ordentlichen Hauptversammlung 2026
Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014
Frankfurt am Main, 24. April 2026
Der Vorstand der Brockhaus Technologies AG (BKHT, ISIN: DE000A2GSU42,
„Brockhaus Technologies“ oder „Gesellschaft“) erwartet weiterhin den
Vollzug des Verkaufs der Bikeleasing-Gruppe im ersten Halbjahr 2026. Der
Vorstand prüft in diesem Zusammenhang in enger Abstimmung mit dem
Aufsichtsrat eine Kombination verschiedener Maßnahmen, um nach dem
Vollzug und bei Vorliegen der jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen
einen überwiegenden Teil des erwarteten Nettoerlöses aus diesem Verkauf
möglichst zeitnah an die Aktionäre zurückzuführen.
Dies umfasst etwaige Maßnahmen, die eine Beschlussfassung der
Hauptversammlung erfordern. Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand mit
Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, die ursprünglich für den
11. Juni 2026 vorgesehene ordentliche Hauptversammlung auf den 19.
August 2026 zu verschieben.
Anstehende Spruchverfahren und Strukturmaßnahmen
Die Rechtsanwaltskanzlei ARENDTS ANWÄLTE vertritt und berät voraussichtlich Minderheitsaktionäre insbesondere bei folgenden anstehenden aktienrechtlichen Spruchverfahren bzw. Strukturmaßnahmen:
- capsensixx AG: PEH Wertpapier AG fordert verschmelzungsrechtlichen Squeeze-out
- CECONOMY AG: Delisting geplant
- centrotherm international AG: verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out zugunsten der Centrotherm AcquiCo AG, Hauptversammlung am 30. Juni 2026
- Commerzbank AG: Übernahmeangebot der UniCredit
- Covestro AG: erfolgreiches Übernahmeangebot von XRG (bisher: Adnoc) zu EUR 62,- je Covestro-Aktie, XRG fordert aktienrechtlichen Squeeze-out zu EUR 59,46, Hauptversammlung am 19. Mai 2026
- Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA): erfolgreiches Übernahmeangebot der Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft SE, Tochtergesellschaft der MSC Mediterranean Shipping Company S.A., Squeeze-out zu EUR 21,16 je Aktie, Hauptversammlung am 11. Juni 2026
- HORNBACH Baumarkt AG: Die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA hat ihren Anteil auf 95,3 % erhöht, folgt Squeeze-out?
- KATEK SE: Squeeze-out zugunsten der Kontron Acquisition GmbH zu EUR 18,12 je Aktie, Eintragung am 6. März 2026 (Fristende am 8. Juni 2026)
- Klöckner & Co SE: erfolgreiches Übernahmeangebot, Worthington Steel will Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abschließen
- OTRS AG: Squeeze-out zugunsten der Optimus BidCo AG, eine Akquisitionsgesellschaft der EasyVista SAS, Hauptversammlung am 12. November 2025, Eintragung im Handelsregister am 23. Februar 2026 (Fristende: 25. Mai 2026)
Tele Columbus AG: Squeeze-out zugunsten der Kublai GmbH
- VIB Vermögen AG: Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der DIC Real Estate Investments GmbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien als herrschendem und der VIB als beherrschtem Unternehmen, ao. Hauptversammlung am 12. Februar 2026