SpruchZ: Spruchverfahren Recht & Praxis
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Freitag, 13. Februar 2026
Klöckner & Co SE: Vorstand und Aufsichtsrat der Klöckner & Co SE empfehlen die Annahme des öffentlichen Übernahmeangebots von Worthington Steel
- Veröffentlichung der gemeinsamen begründeten Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat
- Beide Gremien halten den Angebotspreis von 11,00 € je Aktie für attraktiv, fair und angemessen
- Angebotspreis entspricht Prämie von ca. 98 % auf den unbeeinflussten volumengewichteten Drei-Monats-Durchschnittskurs der Aktie am 5. Dezember 2025
- Annahmefrist endet am 12. März 2026
- Klöckner & Co soll weiterhin unabhängig durch den aktuellen Vorstand geführt werden; keine Standortschließungen oder Entlassungen geplant
Düsseldorf, 13. Februar 2026 – Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Klöckner & Co SE („Klöckner & Co“) haben heute ihre gemeinsame begründete Stellungnahme zum freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot der Worthington Steel GmbH, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Worthington Steel, Inc. (zusammen, „Worthington Steel“), veröffentlicht. Nach sorgfältiger Prüfung der Angebotsunterlage sind der Vorstand und der Aufsichtsrat von Klöckner & Co unabhängig voneinander zu der Überzeugung gelangt, dass das Angebot im besten Interesse der Gesellschaft und ihrer Stakeholder ist. Bei der Beurteilung der finanziellen Angemessenheit haben der Vorstand und der Aufsichtsrat auch die Stellungnahmen ihrer jeweiligen Finanzberater Goldman Sachs Bank Europe SE (für den Vorstand) und Deutsche Bank (für den Aufsichtsrat) berücksichtigt.
Vorstand und Aufsichtsrat von Klöckner & Co begrüßen das Angebot und empfehlen den Klöckner & Co-Aktionären, das Angebot von Worthington Steel anzunehmen und ihre Aktien anzudienen. Die Mitglieder des Vorstands werden sämtliche von ihnen gehaltenen Aktien in das Angebot einliefern. Zudem hat die SWOCTEM GmbH, die größte Aktionärin von Klöckner & Co, nach Bekanntgabe der Bieterin ihre gesamte Beteiligung von rund 41,53 % an Klöckner & Co bereits in das Angebot eingebracht.
Attraktive Prämie für Klöckner & Co-Aktionäre
Worthington Steel bietet den Aktionären von Klöckner & Co je Aktie 11,00 € in bar. Der Angebotspreis entspricht einer Prämie von ca. 81 % auf den Schlusskurs der Klöckner & Co-Aktie am 5. Dezember 2025, dem letzten Tag, bevor die Verhandlungen zu einem öffentlichen Übernahmeangebot durch Worthington Steel öffentlich bekannt gemacht wurden, und von ca. 98 % auf Basis des unbeeinflussten volumengewichteten Drei-Monats-Durchschnittskurses der Klöckner-Aktie bis zum 5. Dezember 2025. Vorstand und Aufsichtsrat halten den gebotenen Angebotspreis für attraktiv, fair und angemessen.
Annahmefrist endet am 12. März 2026
Worthington Steel hat die Angebotsunterlage am 5. Februar 2026 veröffentlicht. Die Annahmefrist endet voraussichtlich am 12. März 2026, um 24:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main). Klöckner & Co-Aktionäre können das Übernahmeangebot von Worthington Steel über ihre Depotbank annehmen und ihre Aktien in das Angebot andienen. Die von Worthington Steel herausgegebene Angebotsunterlage sowie weiterführende Informationen wurden unter www.strong-for-good.com veröffentlicht.
Strategische Bedeutung des Zusammenschlusses
Die am 15. Januar 2026 unterzeichnete Zusammenschlussvereinbarung zwischen Klöckner & Co und Worthington Steel legt die wesentlichen Eckpunkte des geplanten Unternehmenszusammenschlusses fest. Ziel der Vereinbarung ist es, durch die komplementäre Ausrichtung beider Unternehmen die Basis für nachhaltiges Wachstum zu schaffen und die Marktpräsenz in Europa und Nordamerika zu erweitern. Im Rahmen der Partnerschaft unterstützt Worthington Steel die Strategie von Klöckner & Co, sich auf höherwertige Produkte und Services zu konzentrieren und bekennt sich zur langfristigen Entwicklung des Konzerns.
Vorstand und Aufsichtsrat stützen ihre Empfehlung insbesondere auf folgende Aspekte:
Das Angebot ist Teil eines Gesamtplans zur Förderung einer langfristigen, nachhaltigen strategischen Partnerschaft und Wertsteigerung für Klöckner & Co.
- Worthington Steel strebt ein gemeinsames Integrationskonzept an und beabsichtigt, Klöckner & Co weiterhin unabhängig und im Rahmen des deutschen Rechts durch den aktuellen Vorstand führen zu lassen.
- Die Kapital- und Finanzstruktur von Klöckner & Co soll unverändert bleiben; im Falle von Kontrollwechsel-bedingten Kündigungen bei Finanzierungsvereinbarungen wird Worthington Steel ausreichende Mittel zur Refinanzierung bereitstellen.
- Der Sitz des Unternehmens für das europäische Geschäft soll weiterhin in Düsseldorf bleiben; Schließungen von Standorten oder Anlagen sind nicht vorgesehen.
- Worthington Steel beabsichtigt keine Entlassungen oder nachteilige Änderungen bei Arbeitsbedingungen, Tarifverträgen oder Betriebsräten vorzunehmen.
- Die Zusammensetzung des Vorstands bleibt unverändert; der Vorstand genießt das volle Vertrauen des Aufsichtsrats.
- Die Größe des Aufsichtsrats bleibt ebenfalls bestehen; Worthington Steel wird nach Vollzug des Angebots als strategischer Partner angemessen vertreten sein.
Weitere Konditionen des Angebots
Das Angebot steht unter dem Vorbehalt einer Mindestannahmeschwelle von 65 % aller ausstehenden Aktien der Klöckner & Co SE und den üblichen regulatorischen Genehmigungen, einschließlich der kartellrechtlichen Freigabe.
Nach Vollzug des Angebots und abhängig von der Annahmequote beabsichtigt Worthington Steel, sofern das Unternehmen nicht mindestens 90 % des Grundkapitals an Klöckner & Co hält, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit Klöckner & Co als abhängiges Unternehmen abzuschließen, beziehungsweise – bei einer Beteiligung von mindestens 90 % – einen Squeeze-out durchzuführen, soweit dies jeweils wirtschaftlich und betrieblich zweckmäßig ist. Darüber hinaus wird Worthington Steel nach Abschluss des Angebots prüfen, ob ein Delisting der Klöckner & Co-Aktien vom regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse veranlasst werden soll.
Die gemeinsame begründete Stellungnahme des Vorstands und des Aufsichtsrats von Klöckner & Co zum freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot von Worthington Steel ist auf der Website von Klöckner & Co verfügbar sowie kostenlos erhältlich bei der Klöckner & Co SE, Investor Relations, Peter-Müller-Straße 24, 40468 Düsseldorf.
Wichtige Information
Die Entscheidung über die Annahme oder Nichtannahme des Angebots sollte jeder Klöckner & Co-Aktionär unter Würdigung der Gesamtumstände, seiner individuellen Verhältnisse und seiner persönlichen Einschätzungen über die zukünftige Entwicklung des Werts und des Börsenpreises der Klöckner & Co-Aktien selbst treffen.
Diese Pressemitteilung stellt keine Ergänzung, Erläuterung oder Zusammenfassung der gemeinsamen Begründeten Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 27 WpÜG dar. Den Aktionären wird empfohlen, vor ihrer Entscheidung, ob sie das Übernahmeangebot annehmen oder nicht, die Angebotsunterlage, die begründete Stellungnahme sowie alle sonstigen im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot stehenden Bekanntmachungen vollständig zu lesen. Die Bedingungen und weitere das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot betreffende Bestimmungen sind der Angebotsunterlage zu entnehmen. Diese Pressemitteilung dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine Aufforderung zum Verkauf noch ein Angebot zum Kauf von Wertpapieren der Klöckner & Co SE dar.
Soweit in diesem Dokument in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten sind, stellen diese keine Tatsachen dar und sind durch die Worte "werden", "erwarten", "glauben", "schätzen", "beabsichtigen", "anstreben", "davon ausgehen" und ähnliche Wendungen gekennzeichnet. Diese Aussagen bringen Absichten, Ansichten oder gegenwärtige Erwartungen und Annahmen der Klöckner & Co SE zum Ausdruck. Zukunftsgerichtete Aussagen unterliegen Risiken und Ungewissheiten, die meist nur schwer vorherzusagen sind und gewöhnlich nicht im Einflussbereich der Klöckner & Co SE liegen. Diese Erwartungen und in die Zukunft gerichteten Aussagen könnten sich als unzutreffend erweisen und die tatsächlichen Entwicklungen können erheblich von in die Zukunft gerichteten Aussagen abweichen. Die Klöckner & Co SE übernimmt keine Pflicht, die in die Zukunft gerichteten Aussagen hinsichtlich tatsächlicher Entwicklungen oder Ereignisse, Rahmenbedingungen, Annahmen oder sonstiger Faktoren zu aktualisieren.
Über Klöckner & Co:
Klöckner & Co ist heute einer der größten produzentenunabhängigen Metallverarbeiter und eines der führenden Service-Center-Unternehmen. Mit einem Distributions- und Servicenetz von rund 110 Lager- und Anarbeitungsstandorten, vor allem in Nordamerika und der DACH-Region, bedient Klöckner & Co über 60.000 Kunden. Aktuell beschäftigt der Konzern mehr als 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2024 erwirtschaftete Klöckner & Co einen Umsatz von rund 6,6 Mrd. €. Mit einer konsequenten Umsetzung der Unternehmensstrategie strebt Klöckner & Co an, eines der führenden Service-Center- und Metallverarbeitungsunternehmen in Nordamerika und Europa zu werden. Im Fokus stehen dabei die weitere gezielte Expansion des Service-Center- und höherwertigen Geschäfts, die Diversifizierung des Produkt- und Serviceportfolios sowie die Integration weiterer CO2-reduzierter Lösungen unter der Dachmarke Nexigen®.
Die Aktien der Klöckner & Co SE sind an der Frankfurter Wertpapierbörse zum Handel im Regulierten Markt mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) zugelassen. Die Klöckner & Co-Aktie ist im SDAX® -Index der Deutschen Börse gelistet.
ISIN: DE000KC01000; WKN: KC0100; Common Code: 025808576
Donnerstag, 12. Februar 2026
Ungewöhnliche Kursentwicklung bei der DF Deutsche Forfait AG
VIB Vermögen AG mit erfolgreicher außerordentlicher Hauptversammlung
Neuburg a. d. Donau, 12. Februar 2026. Die außerordentliche Hauptversammlung der VIB Vermögen AG („VIB“), die heute virtuell stattfand, hat den Beschlussvorschlägen des Aufsichtsrats und Vorstands mit großen Mehrheiten zugestimmt. Insgesamt waren dabei 88,55 % des stimmberechtigten Grundkapitals der VIB vertreten.
Unter Tagesordnungspunkt 1 wurde dem Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen der DIC Real Estate Investments GmbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien und der VIB Vermögen AG zugestimmt.
Unter Tagesordnungspunkt 2 wurde die Verkleinerung des Aufsichtsrats und eine entsprechende Satzungsänderung beschlossen.
Die detaillierten Abstimmungsergebnisse der Hauptversammlung und weitere Unterlagen werden unter https://vib-ag.de/investor-relations veröffentlicht.
Maffei GmbH & Co. KGaA: Maffei Management GmbH, Vollzug des freiwilligen Erwerbsangebots (Tauschangebot) der Maffei Management GmbH: Jeweils 7 Aktien der Regio AG gegen 1 Aktie der Maffei GmbH & Co. KGaA aus dem Bestand der Maffei Management GmbH
Anstehende Spruchverfahren und Strukturmaßnahmen
Die Rechtsanwaltskanzlei ARENDTS ANWÄLTE vertritt und berät voraussichtlich Minderheitsaktionäre insbesondere bei folgenden anstehenden aktienrechtlichen Spruchverfahren bzw. Strukturmaßnahmen:
- artnet AG: erfolgreiches Übernahme- und Delistingangebot der Leonardo Art Holdings GmbH (Beowolff Capital), nunmehr aktienrechtlicher Squeeze-out zu EUR 11,16 je Aktie, Eintragung im Handelsregister am 23. Januar 2026 (Fristende: 23. April 2026)
- APONTIS PHARMA AG: erfolgreiches Übernahmeangebot, verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out zugunsten der Zentiva AG, Hauptversammlung am 29. Juli 2025, Eintragung durch Anfechtungsklage verzögert, am 13. November 2025 in das Handelsregister der übernehmenden Gesellschaft eingetragen (Fristende: 13. Februar 2026)
- CECONOMY AG: Delisting geplant
- centrotherm international AG: verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out zugunsten der Centrotherm AcquiCo AG
- Covestro AG: erfolgreiches Übernahmeangebot von XRG (bisher: Adnoc) zu EUR 62,- je Covestro-Aktie, nunmehr 95-%-Schwelle überschritten, XRG fordert aktienrechtlichen Squeeze-out
- Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA): erfolgreiches Übernahmeangebot der Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft SE, Tochtergesellschaft der MSC Mediterranean Shipping Company S.A., nunmehr Squeeze-out gefordert, Hauptversammlung voraussichtlich am 11. Juni 2026
- HORNBACH Baumarkt AG: Die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA hat ihren Anteil auf 95,3 % erhöht, folgt Squeeze-out?
- KATEK SE: Squeeze-out zugunsten der Kontron Acquisition GmbH zu EUR 18,12 je Aktie, ao. Hauptversammlung am 30. Dezember 2025
- Klöckner & Co SE: Übernahmeangebot der Worthington Steel für Aktien der Klöckner & Co SE für EUR 11,- je Aktie
- NanoFocus AG: aktienrechtlicher Squeeze-out zugunsten der Carl Mahr Holding GmbH zu EUR 1,76 je Aktie, Eintragung im Handelsregister am 22. Dezember 2025 (Fristende: 23. März 2026)
- Nexus AG: erfolgreiches Übernahmeangebot der Project Neptune Bidco GmbH (TA), nunmehr Squeeze-out zu EUR 70,- je Aktie, Eintragung im Handelsregister am 24. November 2025 (Fristende: 24. Februar 2026)
- OTRS AG: Squeeze-out zugunsten der Optimus BidCo AG, eine Akquisitionsgesellschaft der EasyVista SAS, Hauptversammlung am 12. November 2025
PharmaSGP Holding SE: Delisting-Vereinbarung mit FUTRUE GmbH, Delisting, verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out, am 9. Dezember 2025 im Handelsregister eingetragen (Fristende: 9. März 2026)
Pulsion Medical Systems SE: Squeeze-out zugunsten der MAQUET Medical Systems AG (Tochtergesellschaft der Getinge AB) zu EUR 20,57, Hauptversammlung am 17. Oktober 2025, Eintragung im Handelsregister am 19. November 2025 (Fristende: 19. Februar 2026)
Tele Columbus AG: Squeeze-out zugunsten der Kublai GmbH
- VIB Vermögen AG: Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der DIC Real Estate Investments GmbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien als herrschendem und der VIB als beherrschtem Unternehmen, ao. Hauptversammlung am 12. Februar 2026
Mittwoch, 11. Februar 2026
Commerzbank Aktiengesellschaft: Wachstumsziel für 2025 übertroffen: Commerzbank mit operativem Rekordergebnis
- Operatives Ergebnis im Geschäftsjahr 2025 um 18 % auf 4,5 Mrd. Euro gesteigert
- Nettoergebnis bei 2,6 Mrd. Euro – trotz Restrukturierungsaufwendungen von 562 Mio. Euro
- Erträge um 10 % auf 12,2 Mrd. Euro erhöht – Firmenkunden-Kreditvolumen um 10 % gesteigert
- Provisionsüberschuss wie angestrebt deutlich um 7 % auf 4 Mrd. Euro gewachsen
- Zinsüberschuss trotz gesunkener Leitzinsen mit 8,2 Mrd. Euro nahezu auf hohem Niveau des Vorjahres
- Cost-Income-Ratio um 2 Prozentpunkte auf Jahresziel von 57 % verbessert
- Stabiles Risikoergebnis von minus 722 Mio. Euro – NPE-Ratio unverändert bei 1,1 %
- Nettoeigenkapitalrendite mit 8,7 % deutlich über Ziel – vor Restrukturierungsaufwendungen bei 10,0 %
- Kapitalrückgabe für 2025 um knapp 1 Mrd. Euro auf 2,7 Mrd. Euro erhöht – deutlich erhöhte Dividende von 1,10 Euro je Aktie (2024: 0,65 Euro) geplant
- Ausblick 2026: Nettoergebnis über ursprünglichem Ziel von 3,2 Mrd. Euro erwartet
Die Commerzbank hat im Geschäftsjahr 2025 das beste Operative Ergebnis in ihrer Geschichte erzielt: Im Vergleich zum Vorjahr stieg es um 18 % auf 4,5 Mrd. Euro. Das Nettoergebnis belief sich auf 2,6 Mrd. Euro und liegt damit über dem angestrebten Ziel von 2,5 Mrd. Euro – trotz Restrukturierungsaufwendungen für die Transformation der Bank in Höhe von insgesamt 562 Mio. Euro. Bereinigt um diese Restrukturierungsaufwendungen erhöhte sich das Nettoergebnis um rund 13 % auf einen Rekordwert von 3 Mrd. Euro. Grundlage für diese starke Performance waren vor allem die um 10 % höheren Erträge. Dazu trugen maßgeblich die starke Entwicklung des Provisionsüberschusses und das sehr gute Abschneiden der polnischen Tochtergesellschaft mBank bei. Ebenso lag der Zinsüberschuss trotz deutlich gesunkener Leitzinsen nahezu stabil auf Vorjahresniveau. Das Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland profitierte vor allem von einem Anstieg des Wertpapiergeschäfts um rund 11 %. Im Segment Firmenkunden erhöhte sich das Kreditvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 10 %. Das Risikoergebnis lag in einem wirtschaftlich weiterhin herausfordernden Umfeld mit minus 722 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Ihre Cost-Income-Ratio hat die Bank um weitere 2 Prozentpunkte auf 57 % verbessert.
„Wir haben unsere ehrgeizigen Wachstumsziele für 2025 nicht nur erreicht, sondern an vielen Stellen sogar übertroffen. Und unser Aktienkurs hat sich mehr als verdoppelt. Das zeigt: Die Commerzbank spielt heute in einer anderen Liga“, sagte Bettina Orlopp, Vorstandsvorsitzende der Commerzbank. „Wir sind überzeugt, dass wir in den kommenden Jahren noch viel Potenzial heben können.“
Im ersten Jahr der Umsetzung der Strategie „Momentum“ wurden wichtige Weichen für die Transformation der Bank gestellt. Ihr Geschäftsmodell richtet die Bank noch stärker an ihren Kundinnen und Kunden aus, um noch mehr Wert für sie zu schaffen. Das Segment Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland legte mit seinem weiterentwickelten Betreuungsmodell im Oktober 2025 die Grundlage für weiteres Wachstum. Durch die Neuausrichtung schafft die Bank mehr Zeit für die qualifizierte Beratung ihrer Kundinnen und Kunden und stärkt zudem die Filialen.
Den Einsatz von Anwendungen, die auf künstlicher Intelligenz (KI) basieren, hat die Bank deutlich ausgeweitet. Damit werden nicht nur erste Produktivitätssteigerungen realisiert, sondern auch das Kundenerlebnis und die Unterstützung der Mitarbeitenden verbessert. Im Kunden- und Beratungscenter führt die Commerzbank derzeit einen neuen digitalen und KI-basierten Assistenten ein, der die Effizienz und Qualität der Beratungsleistung erhöht. Dieser „Agent Assist“ entlastet Beraterinnen und Berater von administrativen Tätigkeiten. Kundengespräche werden in Echtzeit zusammengefasst, und basierend auf Wissensdatenbanken werden rasch passende Lösungen vorgeschlagen. Zudem steht mehr als 30.000 Mitarbeitenden der Commerzbank im In- und Ausland der Chatbot „cobaGPT“ zur Verfügung. Er macht den Arbeitsalltag leichter und steigert die Produktivität.
Das selbst entwickelte Tool „Fraud AI“ hilft, betrügerische Aktivitäten automatisiert zu erkennen und schneller darauf zu reagieren, wodurch Verluste für die Bank effektiv reduziert werden. Gleichzeitig trägt das Tool zur Einhaltung regulatorischer Anforderungen bei. Auch im Bereich der Kundenüberprüfung zur Geldwäscheprävention („Know Your Customer“, KYC) optimiert und automatisiert die Commerzbank ihre Prozesse. Dies gewährleistet eine effiziente Anwendung neuer Vorschriften und minimiert Kosten.
Nutzerinnen und Nutzer der Commerzbank-Banking-App können seit April vergangenen Jahres ebenfalls KI-Funktionen für ihre Bankgeschäfte nutzen. Mit der virtuellen Assistentin „Ava“ hat die Commerzbank als eine der ersten Banken eine Kundenanwendung eingeführt, die generative KI und Avatar-Technologie miteinander verbindet. Ava hilft bei Serviceanliegen und Kontoverwaltung und beantwortet Fragen zu Commerzbank-Produkten.
Diese KI-Anwendungen plant die Bank im laufenden Geschäftsjahr weiter auszubauen. Zusätzlich sollen neue generative KI-Anwendungsfälle wie etwa die Erstellung von Verträgen eingeführt werden. Dabei wird auch die Pilotierung agentischer KI gemeinsam mit strategischen Partnern vorangetrieben.
Personal: Hohe Teilnahmequote bei Mitarbeiteraktienprogramm
Die Bank hat ihr Mitarbeiteraktienprogramm in der AG Deutschland und an den internationalen Standorten im vierten Quartal 2025 erfolgreich eingeführt. Rund 90 % der berechtigten Mitarbeitenden nahmen an dem Programm teil. Die Bank plant, das Programm im zweiten Quartal 2026 fortzusetzen. Ziel ist es, die Belegschaft noch stärker am Erfolg der Bank zu beteiligen.
Bei der Umsetzung ihrer personalwirtschaftlichen Ziele kommt die Commerzbank weiterhin sehr gut voran. Für den Stellenabbau setzt die Bank auf bewährte Sozialplaninstrumente, insbesondere Altersteilzeit und Vorruhestand. Ein vorgezogenes freiwilliges Altersteilzeit-Programm mit einer Zusatzprämie stieß bereits auf positive Resonanz. Auch die anderen Sozialplaninstrumente werden rege nachgefragt.
Geschäftsentwicklung: Provisionsüberschuss erreicht Wachstumsziel von 7 %
Die Commerzbank steigerte ihre Erträge im Geschäftsjahr 2025 um rund 10 % auf 12.171 Mio. Euro (2024: 11.106 Mio. Euro). Mit einem Wachstum von 7 % auf 4.029 Mio. Euro trug dazu maßgeblich der Provisionsüberschuss bei (2024: 3.762 Mio. Euro). Den Zinsüberschuss hielt die Bank trotz gesunkener Leitzinsen mit 8.226 Mio. Euro nahezu auf dem hohen Niveau des Vorjahres (2024: 8.331 Mio. Euro). Auch die deutlich gesunkene Vorsorge für Rechtsrisiken bei Fremdwährungskrediten in Polen wirkte sich sehr positiv auf die Ertragsentwicklung aus.
Die Gesamtkosten der Bank lagen im Geschäftsjahr 2025 bei 6.940 Mio. Euro (2024: 6.526 Mio. Euro). Dahinter steht ein Anstieg des Verwaltungsaufwands um rund 7 % auf 6.666 Mio. Euro (2024: 6.244 Mio. Euro). Dabei wirkten sich maßgeblich zwei Sondereffekte aus: Zum einen führte der Anstieg des Aktienkurses zu einer im Vergleich zum Vorjahr rund 90 Mio. Euro höheren Bewertung der aktienbasierten variablen Vergütung. Zum anderen trug eine vorgezogene Abschreibung auf den erworbenen Kundenstamm der Aquila Capital Investmentgesellschaft (ACI) in Höhe von 117 Mio. Euro zu den erhöhten Kosten bei. Die ACI sieht sich aktuell in einzelnen Märkten schwierigen Rahmenbedingungen gegenüber. Insbesondere Vorhaben im Bereich der erneuerbaren Energien, die noch in einer frühen Realisierungsphase sind, stehen vor makroökonomischen Herausforderungen. Ohne diese Einmalaufwände belief sich der Kostenanstieg auf rund 3 % im Vergleich zum Vorjahr. Dieser resultierte vor allem aus allgemeinen Gehaltserhöhungen, Investitionen und dem Personalaufbau im Zusammenhang mit Shoring- und Sourcing-Aktivitäten der Bank. Bei der polnischen Tochter mBank führten die anhaltenden Wachstumsinvestitionen zu einem Kostenanstieg. Aktives Kostenmanagement sowie der leichte Rückgang der Pflichtbeiträge auf 274 Mio. Euro (2024: 283 Mio. Euro) konnten den Kostenanstieg im Konzern jedoch teilweise ausgleichen. Ihre Cost-Income-Ratio verbesserte die Commerzbank wie angestrebt um 2 Prozentpunkte auf 57 % im Gesamtjahr (2024: 59 %).
Das Risikoergebnis lag trotz des weiterhin herausfordernden Marktumfeldes mit minus 722 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres (2024: minus 743 Mio. Euro). Enthalten sind Anpassungen von Methoden und Modellen aufgrund makroökonomischer Risiken sowie eine turnusgemäße Neukalibrierung ausgewählter Risikoparameter. Nach Auflösung des Sekundäreffekte-Top-Level-Adjustments (TLA) im zweiten Quartal 2025 umfasst die Risikovorsorge zur Abdeckung von Unsicherheiten durch makroökonomische Entwicklungen und Novel Risks wie Klima- und Umweltrisiken weiterhin Overlays von 147 Mio. Euro. Die Non-Performing-Exposure-Quote (NPE-Quote) betrug zum Jahresende 1,1 %, was die Resilienz des Kreditbuches der Bank belegt (2024: 1,1 %).
Ihr Operatives Ergebnis steigerte die Commerzbank um 18 % auf den Rekordwert von 4.509 Mio. Euro (2024: 3.837 Mio. Euro). Das Konzernergebnis nach Steuern und Minderheiten belief sich auf 2.625 Mio. Euro (2024: 2.677 Mio. Euro). Für die Transformation der Bank fielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 562 Mio. Euro an, die zum Großteil im zweiten Quartal gebucht wurden. Ohne diesen Sonderaufwand hätte die Commerzbank ihr Nettoergebnis um rund 13 % auf 3.010 Mio. Euro gesteigert.
Die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) lag zum Stichtag 31. Dezember 2025 bei 14,7 % (Q3 2025: 14,7 %; Q4 2024: 15,1 %). Der Abstand zur regulatorischen Mindestanforderung (MDA-Schwelle) von derzeit rund 10,4 % betrug damit 438 Basispunkte. Die Nettoeigenkapitalrendite (Net RoTE) der Bank belief sich im Gesamtjahr auf 8,7 % (2024: 9,2 %). Vor Restrukturierungsaufwendungen beträgt sie 10,0 %. Damit hat die Bank ihr selbstgestecktes Profitabilitätsziel übertroffen und den höchsten Net RoTE seit der Finanzkrise erzielt.
Auf Basis ihrer starken Ergebnisse wird die Commerzbank für das Geschäftsjahr 2025 insgesamt rund 2,7 Mrd. Euro und damit 100 % ihres Nettoergebnisses vor Restrukturierungsaufwendungen und nach Abzug von Additional-Tier-1-(AT-1-)Kupons an ihre Aktionärinnen und Aktionäre zurückgeben. Das ist fast 1 Mrd. Euro mehr als im Vorjahr. Die Kapitalrückgabe setzt sich aus zwei Aktienrückkäufen sowie einer Dividendenzahlung zusammen. Neben dem im Dezember 2025 abgeschlossenen Aktienrückkauf über rund 1 Mrd. Euro hat der Vorstand einen weiteren Rückkauf über bis zu 540 Mio. Euro beschlossen. Dieser startet nach der Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2025 und soll spätestens bis zum 26. März 2026 abgeschlossen sein. Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, der Hauptversammlung eine auf 1,10 Euro (2024: 0,65 Euro) erhöhte Dividende je Aktie vorzuschlagen. Für die Jahre 2022 bis 2025 wird die Bank damit in Summe rund 5,8 Mrd. Euro an ihre Aktionärinnen und Aktionäre zurückgeben.
„Die geplante Erhöhung der Dividende auf 1,10 Euro je Aktie und unsere umfangreichen Aktienrückkäufe zeigen, dass wir nachhaltig Wert für unsere Investorinnen und Investoren schaffen“, sagte Finanzvorstand Carsten Schmitt. „Wir wollen den Anteil der Dividende an der Kapitalrückgabe in Zukunft weiter steigern und die Commerzbank somit auch als attraktiven Dividendentitel fest am Markt etablieren.“
Entwicklung der Segmente: Kreditvolumen bei Firmenkunden deutlich erhöht
Das Firmenkundensegment erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr Erträge in Höhe von 4.865 Mio. Euro (2024: 4.973 Mio. Euro). Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um rund 5 % auf 1.421 Mio. Euro (2024: 1.355 Mio. Euro). Das Segment profitierte von einer sehr guten Entwicklung im Kredit- und Garantiegeschäft, insbesondere bei Konsortialkrediten. Das Kreditvolumen wuchs im Durchschnitt des vierten Quartals deutlich um 10 % auf 115 Mrd. Euro (Q4 2024: 104 Mrd. Euro). Der Zinsüberschuss legte um rund 8 % zu, auf 2.498 Mio. Euro (2024: 2.312 Mio. Euro). Diesem Zuwachs stand jedoch ein Rückgang im Fair-Value-Ergebnis aufgrund von Bewertungseffekten bei Derivaten gegenüber. Begünstigt durch ein niedrigeres Risikoergebnis lag das Operative Ergebnis des Firmenkundensegments mit 2.151 Mio. Euro nahezu auf dem hohen Niveau des Vorjahres (2024: 2.174 Mio. Euro).
Im Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland steigerte die Bank ihre Erträge im Geschäftsjahr um rund 4 % auf 4.607 Mio. Euro (2024: 4.433 Mio. Euro). Der Anstieg kam zu großen Teilen aus dem Provisionsüberschuss, der um 7 % auf 2.101 Mio. Euro wuchs (2024: 1.963 Mio. Euro). Treiber der guten Performance war das starke Wertpapiergeschäft, dessen Erträge um rund 11 % zulegten. Von der Volatilität an den Aktienmärkten profitierte insbesondere das Brokerage-Geschäft der comdirect, deren Kundinnen und Kunden besonders viel handelten. Das Wertpapiervolumen profitierte von der positiven Marktentwicklung und erhöhte sich per Ende Dezember 2025 auf 266 Mrd. Euro (Ende 2024: 243 Mrd. Euro). Im Zahlungsverkehr trug das neue Preismodell für das Girokonto zum Ertragsanstieg bei. In einem wettbewerbsintensiven Umfeld stiegen die Einlagen von Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland dank attraktiver Sonderaktionen im Durchschnitt des vierten Quartals deutlich auf 179 Mrd. Euro (Q4 2024: 173 Mrd. Euro). Das Kreditvolumen blieb stabil bei durchschnittlich 125 Mrd. Euro (Q4 2024: 125 Mrd. Euro), wovon 96 Mrd. Euro auf Baufinanzierungen entfielen (Q4 2024: 96 Mrd. Euro). Der Zinsüberschuss im Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland stieg trotz gesunkener Leitzinsen auf 2.417 Mio. Euro (2024: 2.378 Mio. Euro). Dabei wirkten sich die positive Entwicklung in der Baufinanzierung und die steigenden Beiträge aus dem Replikationsportfolio aus. Das Operative Ergebnis lag mit 1.276 Mio. Euro unter dem Vorjahr (2024: 1.355 Mio. Euro). Gründe dafür sind ein im Vergleich zum Vorjahr höheres Risikoergebnis sowie die vorgezogene Abschreibung auf den erworbenen Kundenstamm der ACI.
Die polnische Tochter mBank steigerte ihre Erträge im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich um 37 % auf 2.329 Mio. Euro (2024: 1.702 Mio. Euro). Dabei profitierte sie vor allem von der deutlich gesunkenen Vorsorge für Rechtsrisiken aus Fremdwährungskrediten, die sich im Vergleich zum Vorjahr auf 483 Mio. Euro halbierte (2024: 1.002 Mio. Euro). Ein weiterer Wachstumstreiber war der Provisionsüberschuss, der durch starke transaktionsbasierte Geschäftstätigkeiten, insbesondere im Zahlungsverkehr, sowie Sondereffekte im Zusammenhang mit Partnerschaften um 13 % auf 536 Mio. Euro zulegte (2024: 472 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss lag aufgrund deutlich gesunkener Leitzinsen mit 2.296 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahres (2024: 2.382 Mio. Euro). Dennoch blieb das Einlagen- und Kreditgeschäft dank gestiegener Volumen robust. Zusätzlich wirkten Erträge aus Zinsabsicherungsinstrumenten, die im Fair-Value-Ergebnis abgebildet werden, kompensierend. Insgesamt steuerte die polnische Tochtergesellschaft 1.050 Mio. Euro zum Operativen Ergebnis des Konzerns bei; 75 % mehr als im Vorjahr (2024: 599 Mio. Euro).
Ausblick 2026: Nettoergebnis über ursprünglichem Ziel von 3,2 Mrd. Euro erwartet
Im laufenden Geschäftsjahr erwartet die Commerzbank ein Nettoergebnis über dem ursprünglichen Ziel ihrer „Momentum“-Strategie von 3,2 Mrd. Euro. Die Grundlage des verbesserten Gewinnausblicks ist unter anderem die von rund 8,4 Mrd. Euro auf rund 8,5 Mrd. Euro erhöhte Prognose für den Zinsüberschuss. Für den Provisionsüberschuss wird abermals ein Wachstum von rund 7 % angestrebt. Die Bank wird ihr striktes Kostenmanagement auch im Jahr 2026 fortsetzen und plant angesichts der angehobenen Ertragserwartungen mit einer Cost-Income-Ratio von rund 54 %. Dies sind 2 Prozentpunkte weniger als das ursprüngliche Ziel von 56 %. Das Risikoergebnis wird bei rund 850 Mio. Euro erwartet. Die CET-1-Quote erwartet die Commerzbank nach der geplanten Kapitalrückgabe an die Aktionärinnen und Aktionäre zum Jahresende bei mehr als 14 %. Für die Nettoeigenkapitalrendite strebt sie einen Wert von mehr als 11,2 % an.
Die Kapitalrückgabe an die Aktionärinnen und Aktionäre soll weiterhin kontinuierlich steigen. Für das Geschäftsjahr 2026 strebt die Bank an, 100 % des Nettoergebnisses nach Abzug von AT-1-Kuponzahlungen an ihre Aktionärinnen und Aktionäre zurückzugeben. Auch für die nachfolgenden Jahre 2027 und 2028 plant die Commerzbank eine entsprechende Ausschüttungsquote von 100 % – abhängig von der erfolgreichen Umsetzung der Strategie, dem makroökonomischen Umfeld sowie der Zustimmung von Europäischer Zentralbank und Finanzagentur zu entsprechenden Aktienrückkäufen.
Zudem bekräftigt die Commerzbank ihre Finanzziele für das Jahr 2028 im Rahmen der Umsetzung ihrer Strategie „Momentum“: eine Nettoeigenkapitalrendite von 15 %, eine Cost-Income-Ratio von 50 %, eine harte Kernkapitalquote von 13,5 % sowie ein Nettoergebnis in Höhe von 4,2 Mrd. Euro.
Übersicht über wesentliche Finanzkennzahlen
| in Mio. Euro | 2025 | 2024 | 2025 vs. 2024 (in %) |
Q4 2025 |
Q4 2024 |
Q4 2025 vs. Q4 2024 (in %) |
Q3 2025 |
| Zinsüberschuss | 8.226 | 8.331 | – 1,3 | 2.049 | 2.080 | – 1,5 | 2.044 |
| Provisionsüberschuss | 4.029 | 3.762 | + 7,1 | 1.029 | 976 | + 5,4 | 985 |
| Fair-Value-Ergebnis1 | 14 | – 170 | 74 | 47 | + 56,1 | – 35 | |
| Sonstige Erträge | – 98 | – 817 | + 88,0 | – 11 | – 148 | + 92,6 | – 55 |
| Erträge | 12.171 | 11.106 | + 9,6 | 3.141 | 2.956 | + 6,3 | 2.939 |
| Erträge ohne Sondereffekte | 12.283 | 11.160 | + 10,1 | 3.132 | 2.874 | + 9,0 | 2.940 |
| Risikoergebnis | – 722 | – 743 | + 2,9 | – 207 | – 214 | + 3,1 | – 215 |
| Verwaltungsaufwendungen | 6.666 | 6.244 | + 6,8 | 1.809 | 1.693 | + 6,8 | 1.624 |
| Pflichtbeiträge | 274 | 283 | – 3,1 | 59 | 53 | + 11,2 | 53 |
| Operatives Ergebnis | 4.509 | 3.837 | + 17,5 | 1.067 | 996 | + 7,2 | 1.047 |
| Restrukturierungsaufwendungen | 562 | 3 | - | 9 | 20 | ||
| Ergebnis vor Steuern | 3.947 | 3.833 | + 3,0 | 1.059 | 996 | + 6,3 | 1.027 |
| Steuern | 1.089 | 989 | + 10,1 | 259 | 181 | + 42,6 | 375 |
| Minderheiten | 234 | 168 | + 39,2 | 63 | 64 | – 2,7 | 61 |
| Konzernergebnis2 | 2.625 | 2.677 | – 1,9 | 737 | 750 | – 1,7 | 591 |
| Cost-Income-Ratio im operativen Geschäft inkl. Pflichtbeiträgen (%) | 57,0 | 58,8 | 59,4 | 59,1 | 57,1 | ||
| Operativer RoTE (%) | 13,9 | 12,3 | 13,4 | 12,5 | 13,0 | ||
| Netto-RoTE (%) | 8,7 | 9,2 | 10,1 | 10,1 | 7,8 | ||
| Netto-RoTE (%) vor Restrukturierungsaufwendungen | 10,0 | 9,2 | |||||
| Netto-RoE (%) | 8,3 | 8,8 | 9,6 | 9,7 | 7,4 | ||
| CET-1-Quote (%) | 14,7 | 15,1 | 14,7 | 15,1 | 14,7 | ||
| Leverage Ratio | 4,3 | 4,8 | 4,3 | 4,8 | 4,3 | ||
| Bilanzsumme (Mrd. Euro) | 590 | 555 | 590 | 555 | 593 |
1 Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
2 Den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbares Konzernergebnis.
Die in dieser Pressemitteilung enthaltenen Zahlen für das Jahr 2025 sind vorläufig und untestiert.
Die Veranstaltungen des Tages im Überblick:
- 09.00 Uhr MEZ: Onlinetelefonkonferenz für Analystinnen und Analysten zu den Geschäftszahlen
(„listen-only“, in englischer Sprache) - 10.30 Uhr MEZ: Hybride Bilanzpressekonferenz für Journalistinnen und Journalisten zu den Geschäftszahlen des Jahres 2025 (in deutscher Sprache)
Commerzbank Aktiengesellschaft: Aktienrückkauf
Bekanntmachung nach Art. 5 Abs. 1 lit. a) der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und Art. 2 Abs. 1 der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 2016/1052 / Aktienrückkaufprogramm 2026/I / Aktienrückkauf Mitarbeiteraktien 2026/I
Frankfurt am Main, 11. Februar 2026
Nach Erhalt der regulatorischen Zustimmungen hat der Vorstand der Commerzbank AG am 10. Februar 2026 beschlossen, einen Aktienrückkauf zu einem Gesamtkaufpreis (mit Erwerbsnebenkosten) von bis zu EUR 540 Mio. ("Aktienrückkaufprogramm 2026/I") vorzunehmen (vgl. Ad hoc-Mitteilung vom 10. Februar 2026). Zweck des Aktienrückkaufprogramms 2026/I ist die Verringerung des Grundkapitals der Commerzbank AG. Die im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms 2026/I zurückgekauften Aktien der Commerzbank AG werden daher eingezogen.
Zuzüglich dazu hat der Vorstand der Commerzbank AG nach Erhalt der regulatorischen Zustimmungen ebenfalls am 10. Februar 2026 beschlossen, eigene Aktien zu einem Gesamtkaufpreis (mit Erwerbsnebenkosten) von bis zu EUR 1 Mio. zu erwerben, um sie Mitarbeitenden im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms anzubieten („Aktienrückkauf Mitarbeiteraktien 2026/I“).
Der Rückkauf der eigenen Aktien (ISIN: DE000CBK1001) über den Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse und ggf. zusätzlich über die multilateralen Handelssysteme Cboe, Turquoise und Aquis innerhalb der Europäischen Union beginnt am 12. Februar 2026 und erfolgt innerhalb des Zeitraums bis spätestens zum 26. März 2026.
Das Aktienrückkaufprogramm 2026/I und der Aktienrückkauf Mitarbeiteraktien 2026/I werden auf der Grundlage der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung der Commerzbank AG vom 15. Mai 2025 durchgeführt. Danach ist die Commerzbank AG gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 14. Mai 2030 eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Ermächtigung bestehenden Grundkapitals oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Commerzbank AG zu erwerben. Gemäß dieser Ermächtigung können derzeit bis zu Stück 81.776.929 Aktien zurückgekauft werden. Beim Erwerb der Aktien der Commerzbank AG über die Börse und die multilateralen Handelssysteme darf der gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise der Commerzbank-Aktie im Xetra-Handel bzw. in einem vergleichbaren Nachfolgesystem an der Frankfurter Wertpapierbörse) an den dem jeweiligen Erwerb vorangehenden drei Handelstagen um nicht mehr als 10% überschreiten und um nicht mehr als 20% unterschreiten.
Der Erwerb eigener Aktien im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms 2026/I und des Aktienrückkaufs Mitarbeiteraktien 2026/I erfolgt unter Beauftragung eines Kreditinstituts, wobei das Kreditinstitut die erworbenen Aktien an die Commerzbank AG weiterverkauft. Es ist vorgesehen, dass das beauftragte Kreditinstitut seine Entscheidungen über den Zeitpunkt des Erwerbs von Aktien der Commerzbank AG entsprechend Art. 4 Abs. 2 lit. b) der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 der Kommission vom 8. März 2016 („Delegierte Verordnung (EU) 2016/1052“) unabhängig und unbeeinflusst von der Commerzbank AG trifft. Die Commerzbank AG wird insoweit keinen Einfluss auf die Entscheidungen des Kreditinstituts nehmen.
Die Commerzbank AG wird den Erwerb im Einklang mit Art. 5 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 sowie den Bestimmungen der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 und auf Grundlage der zuvor genannten Ermächtigung der Hauptversammlung der Commerzbank AG vom 15. Mai 2025 durchführen. Das mit dem Erwerb von Aktien der Commerzbank AG beauftragte Kreditinstitut wurde von der Commerzbank AG entsprechend verpflichtet.
Die Aktien der Commerzbank AG werden zu Marktpreisen im Einklang mit den Handelsbedingungen gemäß Art. 3 der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 erworben. Insbesondere werden die Aktien der Commerzbank AG nicht zu einem Kurs erworben, der über dem des letzten unabhängig getätigten Abschlusses oder (sollte dieser höher sein) über dem des derzeit höchsten unabhängigen Angebots auf dem Handelsplatz, auf dem der Kauf stattfindet, liegt. Darüber hinaus wird die Commerzbank AG an einem Handelstag nicht mehr als 25% des durchschnittlichen täglichen Aktienumsatzes auf dem Handelsplatz, auf dem der Kauf erfolgt, erwerben. Der durchschnittliche tägliche Aktienumsatz wird berechnet auf Basis des durchschnittlichen täglichen Handelsvolumens während der 20 Börsentage vor dem jeweiligen Kauftermin.
Das Aktienrückkaufprogramm 2026/I bzw. der Aktienrückkauf Mitarbeiteraktien 2026/I können, soweit erforderlich und rechtlich zulässig, jederzeit ausgesetzt und auch wieder aufgenommen werden.
Informationen zu den mit dem Aktienrückkaufprogramm 2026/I bzw. dem Aktienrückkauf Mitarbeiteraktien 2026/I zusammenhängenden Geschäften werden spätestens am Ende des siebten Handelstages nach dem Tag der Ausführung solcher Geschäfte gemäß Art. 2 Abs. 3 der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 angemessen bekanntgegeben. Darüber hinaus wird die Commerzbank AG die bekanntgegebenen Geschäfte auf ihrer Website im Bereich "Investor Relations" (www.investor-relations.commerzbank.com) veröffentlichen und dafür sorgen, dass die Informationen ab dem Tag der Bekanntgabe mindestens fünf Jahre öffentlich zugänglich bleiben.
All for One Group SE: beschließt öffentliches Aktienrückkaufangebot für bis zu 2,3 % des Grundkapitals und schlägt Hauptversammlung eine geänderte Verwendung des Bilanzgewinns vor
Filderstadt, 10. Februar 2026 - Der Vorstand der All for One Group SE hat heute mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, den Aktionären der Gesellschaft ein öffentliches Aktienrückkaufangebot für bis zu 115.000 auf den Namen lautende Stückaktien der All for One Group SE (ISIN DE0005110001) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils EUR 3,00 je Aktie und von insgesamt bis zu EUR 4.439.000,00 zu unterbreiten. Dies entspricht einem Anteil von bis zu 2,3 % des derzeitigen Grundkapitals der Gesellschaft von EUR 14.946.000,00.
Der Erwerb soll im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Aktienrückkaufangebots gegen Zahlung einer Geldleistung von EUR 38,60 je Aktie erfolgen (ohne Erwerbsnebenkosten). Aktionäre können Aktien zum Rückkauf in der Zeit vom 18. Februar 2026, 00:00 Uhr bis 4. März 2026, 24:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) einreichen. Das Rückkaufangebot kann von der Gesellschaft, soweit erforderlich und rechtlich zulässig, jederzeit angepasst, verlängert, ausgesetzt und auch wiederaufgenommen werden. Die rückgekauften Aktien können für alle gesetzlichen Verwendungsoptionen wie die Einziehung, die Verwendung zur Finanzierung von Unternehmensübernahmen und auch für Mitarbeiterbeteiligungsprogramme verwendet werden.
Sofern im Rahmen des Rückkaufangebots mehr als 115.000 Aktien zum Rückkauf eingereicht werden, werden die Annahmeerklärungen verhältnismäßig berücksichtigt, wobei Angebote mit Stückzahlen bis zu 100 Aktien bevorrechtigt angenommen werden.
Die weiteren Einzelheiten des freiwilligen Rückkaufangebots sind in der Angebotsunterlage enthalten, die in den kommenden Tagen, voraussichtlich am 17. Februar 2026, auf der Internetseite der Gesellschaft (https://www.all-for-one.com/de/company/investoren/aktie/aktienruckkaufprogramme/) und im Bundesanzeiger (www.bundesanzeiger.de) veröffentlicht werden wird.
Vor dem Hintergrund des freiwilligen Rückkaufangebots hat der Vorstand der All for One Group SE heute mit Zustimmung des Aufsichtsrats ferner beschlossen, das aktuelle Aktienrückkaufprogramm 2025, in dessen Rahmen bis zu insgesamt 100.000 eigene Aktien (dies entspricht bis zu ca. 2% des derzeitigen Grundkapitals) zu einem Gesamtkaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) von maximal EUR 7 Mio. bis zum 6. Juli 2026 über die Börse zurückgekauft werden, zunächst auszusetzen.
In diesem Zusammenhang hat der Vorstand der All for One Group SE zudem heute beschlossen, seinen Vorschlag für den Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres vom 1. Oktober 2024 bis zum 30. September 2025 in Höhe von EUR 49.278.851,90 zu ändern. Der Aufsichtsrat unterstützt diesen Vorschlag.
Die Ausschüttung einer Dividende von EUR 1,20 je dividendenberechtigter Stückaktie soll unverändert bleiben. Der darüberhinausgehende Bilanzgewinn soll nunmehr nicht vollständig auf neue Rechnung vorgetragen werden. Vielmehr werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vorschlagen, einen Betrag in Höhe von EUR 20.000.000,00 in die Gewinnrücklagen einzustellen. Der angepasste Gewinnverwendungsvorschlag berücksichtigt weiterhin, dass die Gesellschaft eigene Aktien hält, die nicht dividendenberechtigt sind. Sollte sich die Zahl der dividendenberechtigten Aktien zwischen dem heutigen Tag und dem Tag der Hauptversammlung ändern, wird in der Hauptversammlung ein angepasster Vorschlag zur Gewinnverwendung zur Abstimmung gestellt, der unverändert eine Dividende von EUR 1,20 pro dividendenberechtigter Stückaktie für das abgelaufene Geschäftsjahr vorsehen wird. In diesem Fall wird der Gewinnvortrag wie folgt entsprechend angepasst: Sofern sich die Zahl der dividendenberechtigten Stückaktien und damit die Dividendensumme erhöht, vermindert sich der auf neue Rechnung vorzutragende Betrag entsprechend.
Mit dem Vorschlag, einen Teil des Bilanzgewinns in die Gewinnrücklagen einzustellen, soll sichergestellt werden, dass der Gesellschaft auch künftig in ausreichendem Umfang ausschüttungsfähiges und nicht gebundenes Vermögen zur Verfügung steht, um Aktien der Gesellschaft von ihren Aktionären zu erwerben. Das kann sowohl eine etwaige Fortführung des ausgesetzten Aktienrückkaufprogramms 2025, in dessen Rahmen weitere Aktien über die Börse zurückgekauft werden könnten, als auch die Durchführung weiterer künftiger Rückkaufangebote betreffen.
Dienstag, 10. Februar 2026
Gerresheimer AG: Gerresheimer verschiebt Veröffentlichung von Jahres- und Konzernabschluss 2025 und initiiert Verkauf von Centor Inc.
Corporate News
- Vom Unternehmen eingeleitete noch laufende Untersuchungen erfordern mehr Zeit für die Aufstellung und Abschlussprüfung
- Verkauf der US-Tochter Centor zur Optimierung der Kapital- und Finanzierungsstruktur noch in diesem Jahr
- Transformationsprogramm erfolgreich gestartet
- Ausblick 2026: Umsatz von 2,3 - 2,4 Mrd. Euro und moderat positiver Free Cashflow erwartet
Düsseldorf, 10. Februar 2026. Gerresheimer, innovativer System- und Lösungsanbieter und globaler Partner für die Pharma-, Biotech- und Kosmetikbranche, verschiebt die Veröffentlichung des Jahres- und des Konzernabschlusses 2025. Ein neuer Veröffentlichungstermin wird in Absprache mit dem Abschlussprüfer festgelegt werden. Gerresheimer hat aufgrund interner Hinweise in Abstimmung mit dem Abschlussprüfer weitere Untersuchungen durch eine zweite Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Erfassung von Umsatzerlösen und Bilanzierung in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 beauftragt. Damit will das Unternehmen sicherstellen, dass die Vorjahreszahlen, unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der Untersuchung einer unabhängigen Rechtsanwaltskanzlei im Zusammenhang mit dem laufenden BaFin-Verfahren, umfassend korrigiert werden und der Jahres- und der Konzernabschluss 2025 den qualitativen Ansprüchen vollumfänglich gerecht werden. Da die Untersuchungen derzeit noch andauern, besteht ein höherer zeitlicher Bedarf für die Erstellung und Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses 2025 einschließlich der Korrektur der Vorjahreszahlen. Um die Kapital- und Finanzierungsstruktur zu optimieren, hat Gerresheimer den Verkauf der US-Tochter Centor Inc. initiiert. Centor ist ein führender Anbieter von Verpackungssystemen für die Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente in den USA. Für den Verkauf wurde die Investmentbank Morgan Stanley & Co. International plc mandatiert. Parallel dazu treibt Gerresheimer die Umsetzung des umfassenden Transformationsprogramms gto voran, um das Unternehmen zurück auf einen profitablen Wachstumskurs zu führen. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Gerresheimer einen Umsatz von rund 2,3 bis 2,4 Mrd. Euro Umsatz, eine Adjusted EBITDA-Marge von rund 18 bis 19 % und einen moderat positiven Free Cashflow.
„Als neu formiertes Vorstandsteam wollen wir sicherstellen, dass der
Jahres- und der Konzernabschluss 2025 unseren Ansprüchen an Qualität,
Konformität und Transparenz vollumfänglich entspricht“, so Wolf Lehmann,
CFO der Gerresheimer AG. „Aufgrund der noch laufenden Untersuchungen
dauert der Prozess länger als erwartet. Wir arbeiten die bislang
identifizierten Sachverhalte aus den Untersuchungen strukturiert und in
enger Abstimmung mit dem Abschlussprüfer auf.“
„Der Fokus auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren
Kunden und die konsequente Umsetzung unseres Transformationsprogramms
werden Gerresheimer zurück in die Erfolgsspur bringen“, so Uwe Röhrhoff,
CEO der Gerresheimer AG. „Die Optimierung unserer Kapital- und
Finanzierungsstruktur durch den geplanten Verkauf von Centor verschafft
uns die Möglichkeit, erforderliche Maßnahmen umzusetzen und damit das
vorhandene Potenzial unseres Unternehmens zu heben.“
Untersuchungen dauern an
Gerresheimer hat aufgrund interner Hinweise in Abstimmung mit dem Abschlussprüfer weitere Untersuchungen durch eine zweite Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Umsatzerfassung und Bilanzierung in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 beauftragt.
Nach bisherigen Erkenntnissen der vom Unternehmen eingeleiteten neuen Untersuchungen haben einzelne Mitarbeitende gegen interne Richtlinien und IFRS-Regelungen verstoßen. Die daraus resultierenden Korrekturen im Konzernabschluss betreffen im Wesentlichen die Erfassung von Umsatzerlösen und die Bilanzierung und Bewertung von Vorräten. Gerresheimer prüft weiter Ursachen und Verantwortlichkeiten und hat bereits erste personelle und organisatorische Konsequenzen gezogen.
Auf Basis der derzeitigen Erkenntnisse der laufenden Untersuchungen
und der Abschlussprüfungsarbeiten inklusive der bereits angekündigten
Korrekturen von Umsätzen aus Bill-and-Hold ergibt sich damit für das
Geschäftsjahr 2024 aktuell ein Korrekturbedarf von insgesamt
voraussichtlich rund -35 Mio. Euro bei den Umsatzerlösen und
voraussichtlich rund -24 Mio. Euro beim Adjusted EBITDA. Die im Rahmen
der noch laufenden Untersuchungen identifizierten fehlerhaften Buchungen
aus dem Geschäftsjahr 2025 werden korrigiert.
Auswirkungen auf die Prognose 2025 und erwartete Wertminderungen
Nach dem derzeitigen Stand der Abschlussarbeiten und unter Berücksichtigung der Erkenntnisse der laufenden Untersuchungen wird der Umsatzrückgang 2025 voraussichtlich am oberen Ende der Prognosespanne von -4 bis -2 % oder geringfügig besser ausfallen. Die Adjusted EBITDA-Marge wird im Geschäftsjahr 2025 voraussichtlich zwischen 16,5 und 17,5 % liegen (zuvor 18,5 bis 19,0 %). Das Adjusted EPS wird voraussichtlich im hohen zweistelligen Prozentbereich zurückgehen und kann auch negativ werden (zuvor: Rückgang im mittleren zweistelligen Prozentbereich).
Nach den bislang vorliegenden Ergebnissen der Impairment-Tests erwartet Gerresheimer im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2025 nicht-zahlungswirksame Wertminderungen in Höhe von rund 220 bis 240 Mio. EUR. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Wertminderungen von Technologie- und Entwicklungsprojekten der Sensile Medical AG sowie unter anderem um Wertminderungen der Vermögenswerte der Gerresheimer Moulded Glass Chicago Inc., Chicago, USA. Das Moulded-Glass-Werk in Chicago Heights wird als eine der Maßnahmen der Transformationsinitiative zum Ende des Geschäftsjahres 2026 geschlossen.
Verkauf von Centor zur Optimierung der Kapital- und Finanzierungsstruktur
Aufgrund des starken Interesses von potenziellen Käufern hat
Gerresheimer den Verkauf der 100-%-Tochter Centor Inc., USA, initiiert
und plant diesen noch in diesem Jahr abzuschließen. Centor ist ein
führender Anbieter von Verpackungssystemen für die Abgabe
verschreibungspflichtiger Medikamente in den USA. Mit dem Verkauf, für
den bereits die Investmentbank Morgan Stanley & Co. International
plc mandatiert ist, will das Unternehmen seine Kapital- und
Finanzierungsstruktur optimieren. Auch die Separierung des
Moulded-Glass-Geschäfts wird weiter vorangetrieben, der beabsichtigte
anschließende Verkaufsprozess wird jedoch nicht im Geschäftsjahr 2026,
sondern zu einem späteren Zeitpunkt initiiert werden.
Transformationsprogramm gto erfolgreich gestartet
Um das Unternehmen auf einen profitablen Wachstumskurs zu führen,
setzt Gerresheimer derzeit ein umfassendes Transformationsprogramm zur
Kostensenkung, Performance-Steigerung und Verbesserung des Free Cashflow
um. Das Programm beinhaltet unter anderem eine selektivere
Investitionsplanung, ein verbessertes Working-Capital-Management,
Maßnahmen zur Steigerung der operativen und vertrieblichen Performance
und die Optimierung des Einkaufs sowie des globalen
Produktionsnetzwerkes. So wird Gerresheimer beispielsweise das
Type-1-Moulded-Glass-Werk in Chicago Heights, USA, bis zum Ende des
Geschäftsjahres 2026 schließen und das Geschäft auf die drei weiteren
Type-1-Moulded-Glass-Werke in Italien und Indien verlagern.
Ausblick 2026: Positiver Free Cashflow
Gerresheimer sieht für den Pharma- und Kosmetikmarkt im Geschäftsjahr 2026 ein stabiles bis leicht wachsendes Marktumfeld. Das Unternehmen erwartet trotz eines voraussichtlich schwächeren ersten Halbjahres, vor M&A-Aktivitäten Umsatzerlöse von rund 2,3 bis 2,4 Mrd. Euro, eine Adjusted EBITDA-Marge von rund 18 bis 19 % sowie einen moderat positiven Free Cashflow.
Über Gerresheimer
Gerresheimer ist als innovativer System- und Lösungsanbieter der globale
Partner für die Pharma-, Biotech- und Kosmetikbranche. Die Gruppe
bietet ein umfassendes Portfolio an Drug-Containment-Lösungen inklusive
Verschlüsse und Zubehör, sowie Drug-Delivery-Systemen, Medizinprodukten
und Lösungen für die Gesundheitsbranche an. Das Leistungsspektrum
umfasst unter anderem digitale Lösungen für die Therapiebegleitung,
On-Body Devices, Spritzen, Pens, Autoinjektoren und Inhalatoren sowie
Injektionsfläschchen, Karpulen, Ampullen, Tablettenbehälter, Infusions-,
Tropf- und Sirupflaschen. Gerresheimer sorgt dafür, dass Medikamente
sicher zum Patienten gelangen und zuverlässig verabreicht werden können.
Gerresheimer unterstützt seine Kunden mit umfassenden Dienstleistungen
entlang der Wertschöpfungskette und der Adressierung der wachsenden
Nachfrage nach mehr Nachhaltigkeit. Mit über 40 Produktionsstandorten in
16 Ländern in Europa, Amerika und Asien ist Gerresheimer weltweit
präsent und produziert vor Ort für die regionalen Märkte. Die Gruppe
erwirtschaftete zusammen mit Bormioli Pharma 2024 einen Umsatz von rund
2,4 Mrd. Euro und beschäftigt aktuell rund 13.600 Mitarbeitende. Die
Gerresheimer AG notiert im SDAX an der Frankfurter Wertpapierbörse
(ISIN: DE000A0LD6E6).
www.gerresheimer.com
Spruchverfahren zum Squeeze-out bei der KROMI Logistik AG: Verhandlungstermin nunmehr am 5. Juni 2026
von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG
In dem Spruchverfahren zu dem Squeeze-out bei der KROMI Logistik AG hat das LG Hamburg nach zwei Verschiebungen einen Verhandlungstermin auf den 5. Juni 2026, 10:00 bis 15:00 Uhr, angesetzt. In dem Termin sollen die sachverständigen Prüfer zu ihrem Prüfungsbericht vom 10. Januar 2023 angehört werden. Hintergrund der nunmehrigen Ansetzung eines Termins ist der Umstand, dass sich die Antragsgegnerin seit letztem Jahr offenbar im Stadium der Abwicklung befindet.
LG Hamburg, Az. 415 HKO 42/23Götz, K. u.a. ./. Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV i.L.
29 Antragsteller
gemeinsamer Vertreter: RA Dr. Johannes Deiß, c/o NEUWERK Partnerschaft von Rechtsanwält:innen mbH
Verfahrensbevollmächtigte der Antragsgegnerin:
Spruchverfahren zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Deutsche Wohnen SE: Rechtsanwalt Jahn neuer gemeinsamer Vertreter
von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG
In dem Spruchverfahren zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag der Vonovia SE als herrschender Gesellschaft und der Deutsche Wohnen SE als beherrschte Gesellschaft hat das LG Berlin II den zunächst zum gemeinsamen Vertreter bestellten Herrn Rechtsanwalt Dr. Martin Weimann mit Beschluss vom 3. Februar 2026 wieder entpflichtet und Herrn Rechtsanwalt Wolfgang Jahn, 14558 Nuthetal, zum neuen gemeinsamen Vertreter bestellt.
Im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags hatte sich die Vonovia SE dazu verpflichtet, auf Verlangen eines jeden außenstehenden Aktionärs der Deutsche Wohnen SE dessen Aktien gegen Gewährung von Aktien der Vonovia SE zu erwerben (im Verhältnis von 1,00 ST : 0,795 ST). Da ein Spruchverfahren eingeleitet worden ist, können die Aktionäre der Deutsche Wohnen SE gemäß § 305 Abs. 4 Satz 3 AktG noch bis zwei Monate nach Bekanntmachung der letzten Entscheidung des Spruchverfahrens im Bundesanzeiger ihre Aktien der Deutsche Wohnen SE gemäß den Bedingungen des Angebots bzw. der Entscheidung des Spruchverfahrens oder einer in diesem Zusammenhang gefundenen gütlichen Einigung in Aktien der Vonovia SE umtauschen.
Susvent GmbH u.a. ./. Vonovia SE
Verfahrensbevollmächtigte der Antragsgegnerin Vonovia SE:
Rechtsanwälte Freshfields PartG mbB, 40545 Düsseldorf
Spruchverfahren zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der SNP Schneider-Neureither & Partner SE: Verbindungsbeschluss des LG Mannheim
von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG
Das LG Mannheim hat mit Beschluss vom 1. Februar 2026 die Spruchverfahren zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (BuG) der Succession German Bidco GmbH mit der SNP Schneider-Neureither & Partner SE, Heidelberg, als beherrschter Gesellschaft zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung verbunden. Es führt das Verfahren 23 O 45/25. Das Gericht hat mitgeteilt, Herrn Rechtsanwalt Dr. Georg Lauber, 53639 Königswinter, zum gemeinsamen Vertreter bestellen zu wollen.
Die Antragsgegnerin hat in einer Stellungnahme ausgeführt, dass nach Ihrer Auffassung die Antragsfrist erst mit Wirksamwerden des BuG, d.h. am 1. Januar 2026, zu laufen begonnen habe. Insoweit könnten noch Spruchanträge gestellt werden.
LG Mannheim, Az. 23 O 45/25Manthey, S. ./. Succession German Bidco GmbH
Verfahrensbevollmächtigte der Antragsgegnerin:
Rechtsanwälte Kirkland & Ellis International LLP
artec technologies AG: artec technologies begrüßt Standortfördergesetz und bekennt sich zur Börsennotierung im Scale-Segment
Diepholz, 10. Februar 2026: Die artec technologies AG (ISIN DE0005209589), Spezialist für intelligente videobasierte Sicherheitslösungen und OSINT-gestützte Informationsanalyse, begrüßt das heute in Kraft tretende Standortfördergesetz (StoFöG) und bekennt sich zur Börsennotierung im Scale-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse. Mit dieser Entscheidung unterstreicht artec ihr langfristiges Bekenntnis zum Kapitalmarkt sowie zu den Prinzipien von Transparenz, Verlässlichkeit und einer aktiven Weiterentwicklung als börsennotiertes Technologieunternehmen.
„Wir wollen unseren Aktionärinnen und Aktionären Sicherheit geben. artec bleibt ein verlässlicher und transparenter Kapitalmarktteilnehmer. Das Scale-Segment bietet für artec als wachstumsorientiertes Unternehmen ein geeignetes Umfeld, um unsere strategischen Ziele und die nächsten Schritte unserer Unternehmensentwicklung optimal zu begleiten“, erklärt Thomas Hoffmann, Vorstand der artec technologies AG.
Scale als verlässliche Plattform für die artec-Aktie
Die Notierung im Scale-Segment trägt zur Stabilität sowie Reputation der artec-Aktie bei. Zudem bietet sie wichtige strukturelle Vorteile im Hinblick auf künftige Finanzierungsoptionen. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen im deutschen Kapitalmarktrecht und der künftig strengeren Anforderungen bei einem Rückzug aus registrierten KMU-Wachstumsmärkten sieht artec die Notierung im Scale als sinnvollen Schritt im Interesse aller Aktionärinnen und Aktionäre.
Fokus auf strategische Weiterentwicklung und Unternehmenswachstum
artec arbeitet konsequent an der Umsetzung ihrer Wachstumsstrategie in den Bereichen sicherheitskritische Videoanwendungen, Behördenlösungen sowie cloudbasierte Media-Monitoring-Services. Die Gesellschaft sieht sich damit gut positioniert, um in den kommenden Jahren Umsatz und Ertrag nachhaltig zu steigern.
Über die artec technologies AG
Die börsennotierte artec technologies AG (ISIN DE0005209589) aus Diepholz (Deutschland) entwickelt und produziert innovative Software- und Systemlösungen für die Übertragung, Aufzeichnung und Auswertung von Video-, Audio- und Metadaten in Netzwerken und Internet. Dabei wird zunehmend künstliche Intelligenz eingesetzt. artec bietet seinen Kunden einen Komplettservice (Projektierung, Inbetriebnahme, Service & Support) sowohl für die Standardprodukte als auch die Sonderentwicklungen und Cloud-Dienste an. Kunden sind nationale und internationale Broadcastunternehmen, Medienhäuser, Sicherheitsbehörden und Industrieunternehmen.
>> www.artec.de
>> www.xentaurix.com
Montag, 9. Februar 2026
MOBOTIX AG: Gerichtliche Bestellung von Herrn Holger Schmidt als neues Mitglied des Aufsichtsrats
Das Amtsgericht Kaiserslautern hat Herrn Holger Schmidt mit Wirkung zum 9. Februar 2026 zum Mitglied des Aufsichtsrats der MOBOTIX AG bestellt. Herr Holger Schmidt ist Managing Partner der CERTINA Group und verantwortlich für die Bereiche Consumer Goods & Services. Er hat seinen Dienst- und Wohnsitz in München und bringt mehr als 25 Jahre Management- und Restrukturierungserfahrung mit.
Herr Tobias Meier hatte mit Wirkung zum 22. Dezember 2025 sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. Vorstand und Aufsichtsrat bedanken sich bei Herrn Tobias Meier für sein Engagement und wünschen Herrn Holger Schmidt für seine Tätigkeit im Aufsichtsrat viel Erfolg.
Encavis GmbH: Encavis 2025 mit Rekordjahr: Durch 854 MW zusätzliche Kapazität nun 3,3 GW am Netz
Corporate News
Hamburg, 9. Februar 2026 – Encavis, ein führender
paneuropäischer Anbieter von Erneuerbaren Energien (IPP) mit Hauptsitz
in Hamburg, blickt auf ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr 2025
zurück. Insgesamt hat das Unternehmen im vergangenen Jahr 854 MW
zusätzliche Erzeugungskapazität ans Netz gebracht, davon 403 MW durch
neu erworbene Parks. Damit erhöht Encavis seine gesamte
Erzeugungskapazität aus grünem Strom auf 3,3 Gigawatt (GW). Zusätzlich
managt Encavis 1,6 GW für institutionelle Investoren.
Akquisitionen von Wind- und Solarparks bzw. -projekten (am Netz, im Bau
oder baureif) wurden insgesamt in der Größenordnung von 754 MW getätigt,
was einer zusätzlichen Stromerzeugung von 1,7 TWh entspricht –
ebenfalls absolute Rekordwerte. Unter den vielen Erwerbungen des Jahres
sticht besonders das italienische Giotto-Portfolio mit 265 MW hervor,
von denen bereits 248 MW grünen Strom produzieren. Auch das
Aragón-Portfolio mit Wind- und Solarparks in Nordspanien ist mit seinen
199 MW bemerkenswert.
Diese beiden Akquisitionen, für die Encavis Finanzierungen in Höhe von
200 Millionen Euro (Giotto) und 135 Millionen Euro (Aragón) arrangieren
konnte, zeigen deutlich: Encavis ist seit 2025 in der Lage, sogar
mehrere große Portfolien innerhalb eines Jahres zu erwerben und
erfolgreich zu finanzieren. Zudem konnten 2025 zahlreiche hochwertige
Wind- und Solarparks in Deutschland und Frankreich übernommen werden.
Ein weiterer Erfolg wurde in der jüngsten FER-X Auktionsrunde im
italienischen Markt erzielt, wo sich alle eingereichten Projekte
durchsetzen konnten. Die Encavis-Angebote erzielten einige der höchsten
Vergütungssätze des gesamten Verfahrens. Vier Solarprojekte aus der
italienischen Entwicklungspipeline, von denen einige bereits genehmigt
sind und andere kurz vor der finalen Genehmigung stehen, wurden
ausgewählt. Gemeinsam bringen sie 140 MW neue Kapazität in Mittel- und
Süditalien an den Start. Dieses außergewöhnliche Ergebnis stärkt die
Position von Encavis in einem der dynamischsten Solarmärkte Europas und
verleiht dem weiteren Ausbau der italienischen Entwicklungspipeline
zusätzlichen Schub.
Auch im Bereich der Batteriespeicher entwickelt sich Encavis stark
weiter. Die beiden BESS-Projekte in Hettstedt (12 MW) und Apeldoorn
(17 MW) stehen kurz vor der Inbetriebnahme und markieren wichtige
Meilensteine beim weiteren Ausbau dieses strategisch bedeutenden
Segments.
Zusätzlich gelang es Encavis, mehrere weitere wegweisende
Stromabnahmeverträge (PPAs) mit namhaften Unternehmen abzuschließen.
Besonders hervorzuheben ist das PPA mit der Carlsberg-Tochter
Sinebrychoff in Finnland, welches das wachsende Portfolio langfristiger
Lieferverträge weiter festigt. Darüber hinaus zählen globale
Technologiekonzerne wie Amazon, Google und Microsoft sowie europäische
Industrieunternehmen wie Aliaxis und Schouw &Co. zu den
verlässlichen Partnern. Diese breite Aufstellung unterstreicht die
Attraktivität des Erzeugungsportfolios und die starke Nachfrage nach
grüner Energie aus Encavis-Anlagen.
Auch Stern Energy überzeugte 2025 und stärkte seine
Systemintegrationskompetenz mit wichtigen EPC- und EPCm-Projekten,
darunter ein EPCm-Auftrag in Deutschland mit 65 MW sowie zwei
schlüsselfertige EPC-Projekte in Italien mit insgesamt 70 MW
einschließlich Netzanschlussarbeiten. Des Weiteren realisierte Stern
Energy in den letzten drei Jahren erfolgreiche Revamping-Projekte mit
einem Gesamtumfang von 191 MW.
Stern Energy erweiterte sein technologisches Spektrum, indem das
Unternehmen mit der Erbringung von O&M‑Dienstleistungen für
BESS‑Systeme in Italien und Deutschland begann. Parallel dazu stellte
die Gründung von Stern Engineering einen strategischen Schritt dar, um
das technische Know-how entlang der gesamten Service‑Wertschöpfungskette
zu vertiefen. Weitere betriebliche Innovationen umfassten den Start
eines Pilotprojekts für vollständig automatisiertes
Vegetationsmanagement mit autonomen Fahrzeugen. Darüber hinaus baute
Stern Energy seine europäische Präsenz durch die Eröffnung eines neuen
Büros in Dänemark aus und setzte sein Wachstum in allen operativen
Märkten fort.
Mario Schirru, CEO von Encavis, betont: „Was Encavis besonders
auszeichnet, ist die konsequent auf Kundenbedürfnisse ausgerichtete
Ausbau- und Vermarktungsstrategie in unseren europäischen Märkten. Wir
schaffen es, immer mehr hochwertige Wind- und Solarprojekte zu erwerben,
zu finanzieren und erfolgreich ans Netz zu bringen. Gleichzeitig
behalten wir den richtigen Länderfokus, eine ausgewogene Mischung aus
Wind- und Solarparks sowie einen ausgeglichenen Mix aus subventionierten
Assets und PPAs im Blick. Auf das, was unser gesamtes Team im Jahr 2025 erreicht hat, bin ich ausgesprochen stolz.“
_________________
Anmerkung der Redaktion:
Das Landgericht Hamburg hat die eingegangenen Spruchanträge zu dem kürzlich durchgeführten verschmelzungsrechtlichen Squeeze-out bei der ENCAVIS AG mit Beschluss
vom 5. Januar 2026 zu dem führenden Verfahren mit dem Aktenzeichen 403
HKO 140/25 verbunden.
Samstag, 7. Februar 2026
TAG Immobilien AG: BNP PARIBAS ASSET MANAGEMENT Europe SAS hält nunmehr 22 % der Stimmrechte
Freitag, 6. Februar 2026
Worthington Steel kündigt Beginn der Annahmefrist für freiwilliges Barangebot über 11,00 € je Aktie an die Aktionäre der Klöckner & Co SE an
Highlights:
- Aktionäre von Klöckner & Co können ihre Aktien gegen eine Bargegenleistung von 11,00 € je Aktie andienen; die Annahmefrist beginnt heute und endet am 12. März 2026
- Das Angebot bietet den Aktionären von Klöckner & Co eine attraktive Möglichkeit, den Wert von Klöckner & Co bereits heute mit einer signifikanten Prämie von rund 98 % gegenüber dem unbeeinflussten volumengewichteten durchschnittlichen Aktienkurs der letzten drei Monate bis einschließlich 5. Dezember 2025 zu realisieren, vorbehaltlich der in der Angebotsunterlage dargelegten Bestimmungen und Bedingungen
- Vorstand und Aufsichtsrat von Klöckner & Co begrüßen das Angebot und beabsichtigen, vorbehaltlich der Prüfung der Angebotsunterlage, den Aktionären von Klöckner & Co die Annahme des Angebots zu empfehlen
- SWOCTEM GmbH, der größte Aktionär von Klöckner & Co, hat sich unwiderruflich verpflichtet, seine Aktien in das Angebot anzudienen, und stellt damit eine starke Unterstützung auf Aktionärsseite sicher
COLUMBUS, OHIO (5. Februar 2026) – Worthington Steel, Inc. (NYSE: WS) hat heute den Beginn der Annahmefrist für das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot durch ihre mittelbare, hundertprozentige Tochtergesellschaft Worthington Steel GmbH („Worthington Steel“ oder die „Bieterin“) für alle ausstehenden Aktien der Klöckner & Co SE („Klöckner & Co“) bekannt gegeben. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) hat die Veröffentlichung der Angebotsunterlage gemäß dem Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) gestattet.
Ab heute können Aktionäre von Klöckner & Co das Angebot annehmen, indem sie ihre Aktien zu einer Bargegenleistung von 11,00 € je Klöckner & Co-Aktie (die „Angebotsgegenleistung“) andienen. Die Annahmefrist läuft vom 5. Februar 2026 bis zum 12. März 2026, 24:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) / 19:00 Uhr (Ortszeit New York).
Die Angebotsgegenleistung entspricht einer signifikanten Prämie von rund 98 % gegenüber dem unbeeinflussten volumengewichteten durchschnittlichen Aktienkurs der letzten drei Monate bis einschließlich 5. Dezember 2025, dem letzten Handelstag vor der Veröffentlichung der Ad-hoc-Mitteilung der Gesellschaft im Zusammenhang mit dem potenziellen Übernahmeangebot. Darüber hinaus entspricht er einer Prämie von rund 81 % gegenüber dem Schlusskurs am 5. Dezember 2025.
Neben einer attraktiven Prämie haben Aktionäre, die ihre Klöckner & Co-Aktien in das Angebot andienen, weiterhin die Möglichkeit, von einer möglichen Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2025 zu profitieren. Das von beiden Unternehmen unterzeichnete Business Combination Agreement sieht vor, dass Klöckner & Co eine Dividende von bis zu 0,20 € pro Aktie auszahlen kann, vorbehaltlich geltender gesetzlicher Anforderungen, verfügbarer ausschütterbarer Gewinne und der Zustimmung der Aktionäre auf der Hauptversammlung.
Das Angebot steht unter dem Vorbehalt einer Mindestannahmeschwelle von 65 % sowie weiterer marktüblicher Vollzugsbedingungen.
Aktionäre von Klöckner & Co, die das Angebot annehmen möchten, sollten umgehend ihre Depotbank oder ihren sonstigen Wertpapierdienstleister, bei dem ihre Klöckner & Co-Aktien verwahrt werden, kontaktieren. Das Angebot unterliegt den in der von der BaFin gestatteten Angebotsunterlage festgelegten Bedingungen und weiteren Bestimmungen (die „Angebotsunterlage“).
„Unser Angebot bietet den Aktionären von Klöckner & Co die Möglichkeit, Wert zu einem signifikanten Aufschlag in bar zu realisieren“, sagt Geoff Gilmore, President und CEO von Worthington Steel.
Sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat von Klöckner & Co haben erklärt, dass sie das Angebot begrüßen und beabsichtigen, vorbehaltlich der Prüfung der Angebotsunterlage und der Veröffentlichung ihrer begründeten Stellungnahme gemäß § 27 WpÜG, den Aktionären von Klöckner & Co die Annahme des Angebots zu empfehlen.
SWOCTEM GmbH, der größte Aktionär von Klöckner & Co, hat sich unwiderruflich verpflichtet, seine Aktien, die rund 42 % des Grundkapitals repräsentieren, in das Angebot anzudienen.
Die Angebotsunterlage und weitere Informationen im Zusammenhang mit dem Angebot sind ab heute auf folgender Website veröffentlicht: www.strong-for-good.com
Über Worthington Steel
Worthington Steel (NYSE: WS) ist ein Metallverarbeiter, der gemeinsam mit seinen Kunden hochtechnische und maßgeschneiderte Lösungen entwickelt. Die Expertise von Worthington Steel in der Verarbeitung von flachgewalztem Stahl, Elektrostahl-Lamellen sowie maßgeschneiderten Tailor-Welded-Lösungen trägt zur Nachhaltigkeit der Stahlindustrie bei.
Als einer der führenden Metallverarbeiter in Nordamerika nutzt Worthington Steel mit rund 6.000 Mitarbeitenden das Potenzial von Stahl, um die Visionen seiner Kunden durch wertschöpfende Verarbeitungskapazitäten voranzubringen – darunter Verzinken, Beizen, konfiguriertes Zuschnittstanzen (Configured Blanking), spezialisierte Kaltumformung, Leichtbau sowie die Fertigung elektrischer Lamellen. Mit Hauptsitz in Columbus, Ohio, betreibt Worthington Steel 37 Werke in sieben US-Bundesstaaten und zehn Ländern weltweit. Auf Basis einer People-first-Philosophie, eines klaren Bekenntnisses zu Nachhaltigkeit und eines bewährten Geschäftsmodells verfolgt Worthington Steel das Ziel, positive Erträge zu erzielen: durch verlässliche und innovative Lösungen für Kunden, Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeitende und die Stärkung seiner Gemeinschaften.
Bekanntmachung zum Squeeze-out bei der artnet AG
Anmerkung der Redaktion:
Die Angemessenheit der angebotenen Barabfindung wird in einem Spruchverfahren gerichtlich überprüft werden. Weitere Informationen: kanzlei@anlageanwalt.de
RM Rheiner Management AG: Jahresabschluss 2025 / Vorläufiges Ergebnis
Im Zuge der Aufstellung des Jahresabschlusses der RM Rheiner Management AG für das Geschäftsjahr 2025 zeichnet sich vorläufig ein ungeprüftes positives Ergebnis vor Steuern von rund +417 TEUR (Vorjahr: +197 TEUR) ab.
Die Feststellung des Jahresabschlusses 2025 wird - nach Durchführung der Jahresabschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer - in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates erfolgen.
Der Inventarwert je Aktie der RM Rheiner Management AG beträgt per 31.12.2025 etwa 44,20 EUR (31.12.2024: 39,60 EUR). Bei dessen Berechnung bleiben sämtliche Nachbesserungsrechte außer Ansatz.
Köln, 06. Februar 2026
Der Vorstand
NAKIKI SE beantragt Wechsel des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024
Frankfurt am Main, 06. Februar 2026 – Der Vorstand und der Aufsichtsrat der NAKIKI SE („NAKIKI“) haben heute beschlossen, umgehend beim zuständigen Amtsgericht die gerichtliche Bestellung eines neuen Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024 sowie die Abberufung bzw. den Wechsel des derzeitigen Abschlussprüfers, KHS Audit and Valuation GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln zu beantragen.
Grund für den Antrag ist, dass aus Sicht der NAKIKI das Vertrauensverhältnis zum derzeit bestellten Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 nachhaltig zerrüttet ist. NAKIKI wird über das weitere Verfahren und den Ausgang des gerichtlichen Antrags sowie eine etwaige Neubestellung eines Abschlussprüfers gemäß den gesetzlichen Vorgaben informieren.
NAKIKI SE
Der Vorstand
Donnerstag, 5. Februar 2026
Anstehende Spruchverfahren und Strukturmaßnahmen
Die Rechtsanwaltskanzlei ARENDTS ANWÄLTE vertritt und berät voraussichtlich Minderheitsaktionäre insbesondere bei folgenden anstehenden aktienrechtlichen Spruchverfahren bzw. Strukturmaßnahmen:
- ABOUT YOU Holding SE: Unternehmenszusammenschluss mit der Zalando SE, erfolgreiches Übernahmeangebot, verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out zugunsten der Zalando-Tochtergesellschaft ABYxZAL Holding AG zu EUR 6,50 je Aktie, (virtuelle) ao. Hauptversammlung am 22. September 2025, Eintragung am 6. November 2025 (Fristende: 6. Februar 2025)
- artnet AG: erfolgreiches Übernahme- und Delistingangebot der Leonardo Art Holdings GmbH (Beowolff Capital), nunmehr aktienrechtlicher Squeeze-out zu EUR 11,16 je Aktie, Eintragung im Handelsregister am 23. Januar 2026 (Fristende: 23. April 2026)
- APONTIS PHARMA AG: erfolgreiches Übernahmeangebot, verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out zugunsten der Zentiva AG, Hauptversammlung am 29. Juli 2025, Eintragung durch Anfechtungsklage verzögert, am 13. November 2025 in das Handelsregister der übernehmenden Gesellschaft eingetragen (Fristende: 13. Februar 2026)
- CECONOMY AG: Delisting geplant
- centrotherm international AG: verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out zugunsten der Centrotherm AcquiCo AG
- Covestro AG: erfolgreiches Übernahmeangebot von XRG (bisher: Adnoc) zu EUR 62,- je Covestro-Aktie, nunmehr 95-%-Schwelle überschritten, XRG fordert aktienrechtlichen Squeeze-out
- Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA): erfolgreiches Übernahmeangebot der Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft SE, Tochtergesellschaft der MSC Mediterranean Shipping Company S.A., nunmehr Squeeze-out gefordert, Hauptversammlung voraussichtlich am 11. Juni 2026
- HORNBACH Baumarkt AG: Die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA hat ihren Anteil auf 95,3 % erhöht, folgt Squeeze-out?
- KATEK SE: Squeeze-out zugunsten der Kontron Acquisition GmbH zu EUR 18,12 je Aktie, ao. Hauptversammlung am 30. Dezember 2025
- Klöckner & Co SE: Übernahmeangebot der Worthington Steel für Aktien der Klöckner & Co SE für EUR 11,- je Aktie angekündigt
- NanoFocus AG: aktienrechtlicher Squeeze-out zugunsten der Carl Mahr Holding GmbH zu EUR 1,76 je Aktie, Eintragung im Handelsregister am 22. Dezember 2025 (Fristende: 23. März 2026)
- Nexus AG: erfolgreiches Übernahmeangebot der Project Neptune Bidco GmbH (TA), nunmehr Squeeze-out zu EUR 70,- je Aktie, Eintragung im Handelsregister am 24. November 2025 (Fristende: 24. Februar 2026)
- OTRS AG: Squeeze-out zugunsten der Optimus BidCo AG, eine Akquisitionsgesellschaft der EasyVista SAS, Hauptversammlung am 12. November 2025
PharmaSGP Holding SE: Delisting-Vereinbarung mit FUTRUE GmbH, Delisting, verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out, am 9. Dezember 2025 im Handelsregister eingetragen (Fristende: 9. März 2026)
Pulsion Medical Systems SE: Squeeze-out zugunsten der MAQUET Medical Systems AG (Tochtergesellschaft der Getinge AB) zu EUR 20,57, Hauptversammlung am 17. Oktober 2025, Eintragung im Handelsregister am 19. November 2025 (Fristende: 19. Februar 2026)
Tele Columbus AG: Squeeze-out zugunsten der Kublai GmbH
- VIB Vermögen AG: Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der DIC Real Estate Investments GmbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien als herrschendem und der VIB als beherrschtem Unternehmen, ao. Hauptversammlung am 12. Februar 2026
Studie 2025 zur Unternehmensbewertung bei gesellschaftsrechtlichen Bewertungsanlässen veröffentlicht
Düsseldorf, Januar 2026:
Die aktuelle Ausgabe der Praxisstudie zeigt die Bewertungspraxis anlässlich aktienrechtlicher Strukturmaßnahmen in den Jahren 2010 bis 2025.
In der nunmehr 12. Ausgabe der Studie konnten wir keinen Fall feststellen, in dem aufgrund der aktuellen BGH-Rechtsprechung ausschließlich der Börsenkurs zur Schätzung des Unternehmenswerts herangezogen wurde, ohne auch eine Ertragswertermittlung durchzuführen. In keinem der Fälle erfolgte die Abfindung zu einem unter dem Ertragswert liegenden Börsenkurs.
Im Jahr 2025 war ein Anstieg des Basiszinssatzes auf 3,25 % zum Jahresende zu beobachten. Die in den Bewertungen verwendete Marktrisikoprämie nach persönlichen Steuern dagegen sank ab Juli 2025 auf zuletzt 5,00 %, nachdem sie im Jahr 2024 und im ersten Halbjahr 2025 noch durchgehend mit 5,75 % angesetzt worden war.
Überwiegend wenden die Bewerter nicht angepasste (raw) Betafaktoren anstelle von adjusted Betafaktoren an. Wenn adjusted Betafaktoren in die Ableitung des Risikozuschlags einfließen, erfolgt dies meist im Rahmen einer Gesamtschau, in die auch die raw Betafaktoren einbezogen werden.
Die Berücksichtigung des sog. Debt Beta kann mittlerweile als Standard angesehen werden und erfolgte in sämtlichen betrachteten Gutachten.
Die Studie steht zum kostenlosen Download bereit und wir stehen gerne für den Austausch oder Rückfragen zur Verfügung.
Wenn Sie automatisch über Updates unserer Studien informiert werden möchten, können Sie sich dafür in unserem Studien-Alert eintragen.
Mittwoch, 4. Februar 2026
Elmos Semiconductor SE: Veröffentlichung einer Kapitalmarktinformation / Aktienrückkaufprogramm über die Börse
Leverkusen, 04. Februar 2026: Der Vorstand der Elmos Semiconductor SE („Gesellschaft“) (FSE: ELG), Leverkusen, hat am 04. Februar 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, von der auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 11. Mai 2022 beschlossenen Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien in einem Umfang bis zu 10% des Grundkapitals teilweise Gebrauch zu machen. Gemäß Hauptversammlungsbeschluss ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 10. Mai 2027 eigene Aktien in Höhe von bis zu insgesamt 10% des Grundkapitals zu erwerben. Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, so darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Eröffnungskurs am Erwerbstag im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) in Frankfurt am Main um nicht mehr als 10% überschreiten und um nicht mehr als 20% unterschreiten.
Der Kaufpreis für den Erwerb der eigenen Aktien auf Grundlage dieser Beschlüsse darf insgesamt 10.000.000,00 Euro (ohne Erwerbsnebenkosten) nicht übersteigen.
Der Rückkauf soll zeitnah beginnen, jedoch nicht vor dem 24. Februar 2026, und am 31. März 2026 enden. Das Rückkaufprogramm kann vom Vorstand der Gesellschaft – unter Beachtung geltenden Rechts – jederzeit ausgesetzt und wieder aufgenommen sowie vorzeitig beendet werden. Über eine Beendigung, eine Aussetzung und eine Wiederaufnahme wird die Gesellschaft gesondert informieren.
Der Aktienrückkauf wird unter Einschaltung eines Kreditinstituts durchgeführt. Das für den Rückkauf eingeschaltete Kreditinstitut wird seine Entscheidung über den Zeitpunkt des Erwerbs von Aktien entsprechend Art. 4 Abs. 2 lit. b) der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 der Kommission vom 8. März 2016 („Delegierte Verordnung“) unabhängig und unbeeinflusst von der Gesellschaft treffen. Die Gesellschaft wird insoweit keinen Einfluss auf die Entscheidungen des Kreditinstituts nehmen.
Der Aktienrückkauf wird im Einklang mit Art. 5 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 („MAR“) und der Delegierten Verordnung sowie auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 11. Mai 2022 durchgeführt. Jedoch wird ein Zweck gemäß Art. 5 Abs. 2 MAR nicht festgelegt. Auch wird die Höchstzahl der zu erwerbenden Aktien nicht festgelegt. Die Gesellschaft wird das Kreditinstitut entsprechend verpflichten.
Die Aktien der Gesellschaft werden zu Marktpreisen im Einklang mit den Handelsbedingungen gemäß Art. 3 Delegierte Verordnung erworben. Insbesondere werden die Aktien der Gesellschaft nicht zu einem Kurs erworben, der über dem des letzten unabhängig getätigten Abschlusses oder (sollte dieser höher sein) über dem des derzeit höchsten unabhängigen Angebots auf dem Handelsplatz, auf dem der Kauf stattfindet, liegt. Darüber hinaus wird die Gesellschaft an einem Handelstag nicht mehr als 25 % des durchschnittlichen täglichen Aktienumsatzes auf dem Handelsplatz, auf dem der Kauf erfolgt, erwerben. Der durchschnittliche tägliche Aktienumsatz wird berechnet auf Basis des durchschnittlichen täglichen Handelsvolumens während der 20 Börsentage vor dem jeweiligen Kauftermin.
Informationen zu den mit dem Aktienrückkaufprogramm zusammenhängenden Geschäften werden spätestens am Ende des siebten Handelstages nach dem Tag der Ausführung solcher Geschäfte in aggregierter Form angemessen bekanntgegeben. Darüber hinaus wird die Gesellschaft die bekanntgegebenen Geschäfte sowohl in aggregierter als auch in detaillierter Form auf ihrer Website www.elmos.com auf der Seite „Aktie“ im Bereich „Investor“ unter „Über Elmos“ veröffentlichen und dafür sorgen, dass die Informationen ab dem Tag der Bekanntgabe mindestens fünf Jahre öffentlich zugänglich bleiben.
Spruchverfahren zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Deutschen Postbank AG: OLG Düsseldorf will neues Sachverständigengutachten
von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG
In dem Spruchverfahren zu dem von der Deutschen Postbank AG mit der zum Deutsche Bank-Konzern gehörenden DB Finanz-Holding GmbH als herrschendem Unternehmen am 30. März 2012 abgeschlossene Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag hatte das LG Köln mit Beschluss vom 1. Oktober 2020 die Abfindung auf EUR 29,74 je Postbank-Aktie festgesetzt (statt der in dem Vertrag festgesetzten EUR 21,18). Als angemessenen Ausgleich wurden vom Landgericht EUR 1,78 je Aktie festgesetzt.
Dem neuen Gutachten soll ein Basiszinssatz von gerundet 2,5 %, eine Marktrisikoprämie von 5 % nach Steuern und ein Betafaktor von 1,0 zugrunde gelegt werden. Die in der Planung erfassten unechten Synergien sollen berücksichtigt werden, "dagegen sind die vom Sachverständigen Prof. Dr. Aders auf der Grundlage der Best-Practice-Empfehlungen Unternehmensbewertung der Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) von Dezember 2012 in die Planungsrechnung hineingenommenen echten Synergieeffekte aus der Schließung zentraler Stabsabteilungen nicht zu berücksichtigen".
Nach Wunsch des OLG soll der Sachverständige u.a. die in der ewigen Rente zu erzielende Eigenkapitalrendite und die nachhaltige Wachstumsrate in den Blick nehmen und den Unternehmenswert mithilfe des aus dem Kapitalisierungszins abgeleiteten sog. Mittelwertansatzes neu berechnen.
Das OLG teilte mit, dass vorgesehen sei, mit der Begutachtung den Wirtschaftsprüfer Dr. Tim Laas, Alvarez & Marsal, zu beauftragen.
Meilicke u.a. ./. DB Beteiligungs-Holding GmbH (früher: DB Finanz-Holding GmbH)
Spruchverfahren zu dem Squeeze-out:
LG Köln, Az. 82 O 2/16
Krystofiak u.a. ./. Deutsche Bank AG
jeweils gemeinsamer Vertreter: Rechtsanwalt Dr. Klocke, Köln
Verfahrensbevollmächtigte der jeweiligen Antragsgegnerin:
Rechtsanwälte Hengeler Mueller, 60323 Frankfurt am Main