Geschäftsergebnis Q1 2026:
- Operatives Ergebnis um 11 % auf Rekordwert von 1,4 Mrd. Euro und Nettoergebnis um 9 % auf 913 Mio. Euro gesteigert
- Erträge um 5 % auf 3,2 Mrd. Euro erhöht – Firmenkunden-Kreditvolumen um 16 % gesteigert
- Provisionsüberschuss wuchs um 9 % auf Allzeithoch von 1,1 Mrd. Euro
– Zinsüberschuss trotz gesunkener Leitzinsen mit 2 Mrd. Euro stabil
- Cost-Income-Ratio um 3 Prozentpunkte auf 53 % verbessert – ohne Pflichtbeiträge bei 50 %
- Risikoergebnis mit minus 142 Mio. Euro weiter auf niedrigem Niveau – NPE-Quote unverändert bei 1,1 %
- Nettoeigenkapitalrendite um 1,6 Prozentpunkte verbessert auf 12,7 %
„Momentum 2030“-Strategie mit neuen Zielen und klarem Wachstumspfad bis 2030:
- Nettoergebnisziel für 2026 auf mindestens 3,4 Mrd. Euro erhöht; Cost-Income-Ratio von rund 53 %
- Erwartungen für 2028 angehoben und neue Wachstums- und Finanzziele bis 2030 gesetzt
- Nettoeigenkapitalrendite von 21 % und Cost-Income-Ratio von 43 % bis 2030 geplant
- Attraktive Kapitalrückgabe: Ausschüttungsquote von 100 % angestrebt, bis CET-1-Zielquote von 13,5 % erreicht
Position der Commerzbank zum Angebot der UniCredit:
- Vorstand und Aufsichtsrat werden ihre begründete Stellungnahme zum Angebot zeitnah veröffentlichen
- Commerzbank veröffentlicht Präsentation
mit Zusammenfassung ihrer ausgewählten vorläufigen Anmerkungen zum
Angebot der UniCredit und ihrer Präsentation vom 20. April 2026
- UniCredit bietet keine Prämie; ihr kommunizierter Plan bleibt vage und birgt erhebliche Umsetzungsrisiken
- Commerzbank bleibt gesprächsbereit, sofern UniCredit bereit ist,
eine attraktive Prämie zu bieten und über einen Plan zu sprechen, der
wesentliche Säulen des Geschäftsmodells und der Strategie der
Commerzbank berücksichtigt
Die Commerzbank hat ihren Erfolgskurs mit einem sehr starken
ersten Quartal 2026 fortgesetzt. Das Operative Ergebnis stieg in den
ersten drei Monaten des Jahres um 11 % auf den Rekordwert von
1,4 Mrd. Euro. Auf Basis des erfolgreichen Jahresstarts hebt die
Commerzbank ihren Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 an. Sie plant nun
mit einem Nettoergebnis von mindestens 3,4 Mrd. Euro, nachdem sie zuvor
von mehr als 3,2 Mrd. Euro ausgegangen war. Auch in den kommenden Jahren
rechnet die Bank mit einer dynamischen Geschäftsentwicklung. Sie erhöht
ihre Erwartungen für 2028 und setzt sich ambitionierte Finanzziele bis
zum Jahr 2030. Mit ihrer weiterentwickelten Strategie „Momentum 2030“
skaliert die Commerzbank ihr bewährtes Geschäftsmodell weiter und
reflektiert die Potenziale künstlicher Intelligenz (KI) stärker in ihrer
Planung. So beschleunigt die Bank ihr profitables Wachstum, erhöht die
Effizienz und treibt die technologische Innovation schneller als bisher
geplant voran.
„Wir sind mit Ergebnissen auf Rekordniveau ins Jahr gestartet. Das
beweist: Unsere Strategie funktioniert – und hat mehr Potenzial als
ursprünglich geplant“, sagte Bettina Orlopp, Vorstandsvorsitzende der
Commerzbank. „Wir wachsen stärker als geplant, und unsere neuen Ziele
bis 2030 spiegeln das wider – ehrgeizig und gleichzeitig verlässlich in
der Umsetzung. Daran muss sich jede Alternative messen lassen.“
Die eigenständige Strategie „Momentum“ ist seit knapp 15 Monaten die
Basis für die starke Ergebnisentwicklung der Commerzbank, die sich im
Aktienkurs widerspiegelt. Alle Wachstumsziele hat die Bank erreicht oder
übertroffen und damit ihre Umsetzungsstärke unter Beweis gestellt. Auf
dieser Erfolgsbilanz aufbauend hebt die Commerzbank nun ihre
strategischen Ambitionen auf die nächste Stufe und erweitert den
Planungshorizont über das Jahr 2028 hinaus bis 2030.
Ziele bis 2030: Künstliche Intelligenz als wichtiger Treiber für Effizienz und Wachstum
Die Commerzbank beschleunigt das Wachstum und treibt die
Transformation der Bank weiter konsequent voran. Bis zum Jahr 2028
strebt die Bank eine Nettoeigenkapitalrendite von rund 17 % an, nachdem
sie bislang 15 % in Aussicht gestellt hatte. Bis zum Jahr 2030 geht sie
von einer weiteren Steigerung auf rund 21 % aus. Ihr Nettoergebnis will
sie bis 2028 auf 4,6 Mrd. Euro und bis 2030 auf 5,9 Mrd. Euro erhöhen.
Die Erträge sollen bis 2028 auf 15,0 Mrd. Euro und bis 2030 auf
16,8 Mrd. Euro wachsen. Dabei geht die Bank von einer durchschnittlichen
jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 6 % aus. Für 2028 hatte sie
ursprünglich mit Erträgen in Höhe von 14,2 Mrd. Euro gerechnet. Treiber
des zusätzlichen Ertragswachstums sind der Provisions- und der
Zinsüberschuss gleichermaßen. Die Bank geht davon aus, dass der
Provisionsüberschuss sein dynamisches Wachstum fortsetzt. Auf Basis des
anhaltenden Einlagen- und Kreditwachstums sowie begünstigt durch aktives
Einlagenmanagement soll der Zinsüberschuss im Jahr 2028 insgesamt
9,8 Mrd. Euro zu den Erträgen beisteuern. Für 2030 kalkuliert die Bank,
dass der Beitrag auf 11,2 Mrd. Euro anwächst. Für die Kosten auf
Konzernebene wird in den kommenden Jahren insgesamt ein stabiles Niveau
erwartet. Bereinigt um die mBank ist ein Rückgang der Kosten vorgesehen.
Entsprechend soll sich die Cost-Income-Ratio weiter verbessern: statt
der ursprünglich geplanten 50 % auf 48 % im Jahr 2028 und auf 43 % im
Jahr 2030. Ohne Berücksichtigung der Pflichtbeiträge wird die
Cost-Income-Ratio dann bei 46 % beziehungsweise 41 % liegen.
Basis für die höheren Ziele ist das bewährte Geschäftsmodell mit
klarem Kundenfokus, das die Bank in den kommenden Jahren gezielt
weiterentwickelt. So wird das Privat- und Unternehmerkundensegment in
Deutschland seine hochwertigen Beratungsleistungen und das
Brokerage-Geschäft weiter ausbauen, um noch stärker vom Trend hin zu
Wertpapieren zu profitieren. Das Firmenkundensegment strebt an, im
deutschen Heimatmarkt weitere Marktanteile zu gewinnen. Zugleich treibt
es den gezielten Ausbau des internationalen Geschäfts vor dem
Hintergrund der sich geografisch diversifizierenden deutschen Wirtschaft
voran. Darüber hinaus wird das Segment seinen Kapitaleinsatz
kontinuierlich verbessern und damit die Grundlage für weiteres
profitables Wachstum schaffen. Die polnische Tochter mBank setzt ihr
dynamisches Wachstum im Rahmen ihrer Strategie „Full Speed Ahead!“ fort
und wird damit wesentlich zum Erreichen der Konzernziele beitragen.
Mit „Momentum 2030“ schöpft die Bank die Potenziale von KI noch
stärker aus. Im Zeitraum von 2026 bis 2030 wird sie kumuliert rund
600 Mio. Euro in diesem Bereich investieren. Bereits heute steigern die
laufenden KI-Anwendungen die Produktivität und Servicequalität der Bank –
und liefern damit einen messbaren Nutzen für Kundinnen und Kunden sowie
Mitarbeitende. Ein aktuelles Beispiel aus dem Privatkundengeschäft ist
der Start eines Prozesses für optimiertes Beschwerdemanagement – unter
Einsatz agentischer KI. Im Risikomanagement nutzt die Bank mit „Hawk AI“
ein KI‑Modell, das große Datenmengen analysiert, um Geldwäsche und
Finanzkriminalität präziser zu erkennen. Auch ihre Kreditrisikoprozesse
digitalisiert die Bank. Eine KI-gestützte Auswertung von
Geschäftsberichten unterstützt dabei die Kreditanalyse und hilft so,
Risiken frühzeitig zu identifizieren.
Im nächsten Entwicklungsschritt wird die Commerzbank konsequent
KI-Agenten einsetzen. Diese unterstützen komplette Prozesse – vom
Kontowechsel über Know-your-Customer-(KYC-) und Dokumentenprüfungen bis
hin zur Vertragserstellung. Das reduziert arbeitsintensive Tätigkeiten
deutlich. Ab 2030 erwartet die Commerzbank aus ihren KI-Initiativen
einen Wertbeitrag von rund 500 Mio. Euro pro Jahr. Gleichzeitig erwartet
die Bank, dass KI es ihr ermöglicht, rund 10 % ihrer Kapazitäten
freizusetzen und teilweise neu einzusetzen, sodass Mitarbeitende im
Vertrieb mehr Zeit für eine hochwertige Kundenberatung aufwenden können.
KI-gestützte Services sorgen darüber hinaus für ein verbessertes
Kundenerlebnis.
Die fortgesetzte Transformation der Bank geht mit einem konzernweiten
Abbau von weiteren rund 3.000 Stellen brutto einher. Dem stehen
gezielte Aufbauten in Wachstums- und Zukunftsfeldern gegenüber. Um
diesen Transformationsprozess sozialverträglich zu gestalten, setzt die
Commerzbank unter anderem auf bewährte Altersprogramme, natürliche
Fluktuation und Demografie. Dazu hat die Bank mit den
Arbeitnehmervertretungen bereits eine Transformationsvereinbarung
getroffen, die die Eckpunkte regelt.
„Unsere heute vorgestellten neuen Ziele sind das Ergebnis der
disziplinierten Umsetzung unserer Strategie ‚Momentum‘. Wir zeigen den
Wachstumspfad der Commerzbank planbar und konkret bis 2030 – mit klar
definierten Zielen und Zwischenzielen“, sagte Bettina Orlopp. „Hohe
Wertschöpfung und geringe Umsetzungsrisiken zeichnen unser bewährtes
Geschäftsmodell aus. Das wollen wir konsequent fortsetzen.“
Kapitalrückgabe: Ausschüttungsquote von 100 % soll bis CET-1-Zielquote von 13,5 % fortgeführt werden
Auf Grundlage des angestrebten Wachstums bleibt das
Kapitalrückgabepotenzial der Commerzbank in den kommenden Jahren weiter
hoch. Die Bank plant, die Ausschüttungsquote von 100 % ihres
Nettoergebnisses vor außerordentlichen Einmalposten und nach Abzug von
Additional-Tier-1-(AT-1-)Kuponzahlungen fortzuführen, bis ihre
CET-1-Quote die angestrebte Zielmarke von 13,5 % erreicht. Die
Kapitalrückgabe soll weiterhin über eine Kombination aus Dividenden und
Aktienrückkäufen erfolgen.
Bereits für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 will die Commerzbank
in Summe rund 2,7 Mrd. Euro an ihre Aktionärinnen und Aktionäre
zurückgeben. Dies entspricht 100 % des Nettoergebnisses vor
Restrukturierungsaufwendungen und nach Abzug der AT-1-Kuponzahlungen.
Neben zwei abgeschlossenen Aktienrückkäufen im Gesamtvolumen von rund
1,5 Mrd. Euro plant die Bank die Zahlung einer Rekorddividende in Höhe
von 1,10 Euro je Aktie (2024: 65 Cent je Aktie), über die die
Hauptversammlung am 20. Mai 2026 entscheiden wird. Daraus ergibt sich
eine Dividendenzahlung von insgesamt rund 1,2 Mrd. Euro.
Position der Commerzbank zum Angebot der UniCredit
Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank werden ihre begründete
Stellungnahme einschließlich einer Empfehlung an die Aktionäre nach
Abschluss der umfassenden Prüfung der Angebotsunterlage von UniCredit
abgeben. Unabhängig davon hat die Bank heute eine Präsentation
veröffentlicht, in der sie ausgewählte vorläufige Anmerkungen zum
Angebot der UniCredit und ihrer Präsentation vom 20. April 2026 darlegt.
Aus Sicht der Commerzbank bleibt der Plan, den die UniCredit
kommuniziert hat, vage und birgt erhebliche Umsetzungsrisiken.
Gleichzeitig bedient sich die UniCredit dabei irreführender
Darstellungen, die die Commerzbank diskreditieren. Die Aktionäre der
Commerzbank werden von der UniCredit aufgefordert, einen völlig offenen
Ausgang des Angebots zu akzeptieren und gleichzeitig
Wertsteigerungspotenzial und Kontrolle ohne jegliche Prämie abzugeben.
Die Commerzbank handelt weiterhin im besten Interesse ihrer Aktionäre
und weiteren Stakeholder und bleibt auf nachhaltige Wertschöpfung
fokussiert. Die Bank bleibt gesprächsbereit, sofern UniCredit bereit
ist, eine attraktive Prämie zu bieten und offen über einen Plan zu
diskutieren, der die Säulen des Geschäftsmodells und der Strategie der
Commerzbank berücksichtigt.
Geschäftsentwicklung im ersten Quartal: Provisionsüberschuss legt um 9 % zu
Im ersten Quartal 2026 steigerte die Bank ihre Erträge um 5 % auf
3.219 Mio. Euro (Q1 2025: 3.072 Mio. Euro). Treiber war dabei einmal
mehr das dynamische Wachstum des Provisionsüberschusses, der um 9 % auf
1.102 Mio. Euro (Q1 2025: 1.012 Mio. Euro) zulegte. Dazu trugen vor
allem das wachsende Anleiheemissionsgeschäft mit Firmenkunden sowie das
anhaltend starke Wertpapiergeschäft mit Privatkunden bei. Der
Zinsüberschuss lag mit 2.047 Mio. Euro trotz gesunkener Leitzinsen
nahezu auf dem hohen Niveau des ersten Quartals 2025 (Q1 2025:
2.071 Mio. Euro). Hier spiegelt sich im Vergleich zum Vorjahresquartal
ein Rückgang des Zinsüberschusses der mBank infolge der gesunkenen
Leitzinsen in Polen wider, während das Ergebnis in Deutschland vom
Kreditwachstum und steigenden Erträgen aus dem Replikationsportfolio
profitierte.
Die Gesamtkosten des Konzerns waren mit 1.719 Mio. Euro im ersten
Quartal stabil (Q1 2025: 1.722 Mio. Euro). Die Verwaltungsaufwendungen,
auf die der Großteil entfiel, gingen leicht auf 1.594 Mio. Euro zurück
(Q1 2025: 1.618 Mio. Euro). Bei den Personalaufwendungen wirkten ein
geringerer Bewertungseffekt aus der aktienbasierten variablen Vergütung
und Effizienzmaßnahmen entlastend. Dem gegenüber standen allgemeine
Gehaltsanpassungen sowie Rekrutierungsmaßnahmen an den Shoring- und
Sourcing-Standorten der Commerzbank. Bei der mBank stiegen die Kosten im
Rahmen ihres Wachstumskurses, zudem erhöhten sich die Pflichtbeiträge
zum polnischen Abwicklungsfonds. Bereinigt um die mBank sanken die
Kosten im Konzern um rund 3 % auf 1.390 Mio. Euro (Q1 2025:
1.430 Mio. Euro). Das erfolgreiche Kostenmanagement der Bank spiegelt
sich in der Cost-Income-Ratio, die sich im ersten Quartal um
3 Prozentpunkte auf 53 % (Q1 2025: 56 %) verbesserte. Ohne
Berücksichtigung der Pflichtbeiträge verbesserte sich die
Cost-Income-Ratio auf 50 % (Q1 2025: 53 %).
Das Risikoergebnis lag im ersten Quartal bei minus 142 Mio. Euro
(Q4 2025: minus 207 Mio. Euro; Q1 2025: minus 123 Mio. Euro). In einem
nach wie vor herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld unterstreicht das
Ergebnis die anhaltend hohe Qualität des Kreditbuches der Commerzbank.
Die Non-Performing-Exposure-Quote (NPE-Quote) betrug unverändert 1,1 %
(Q4 2025: 1,1 %).
Die Commerzbank steigerte ihr Operatives Ergebnis in den ersten drei
Monaten dieses Jahres um 11 % und erzielte mit 1.358 Mio. Euro (Q1 2025:
1.227 Mio. Euro) das beste Quartalsergebnis ihrer Geschichte. Das
Nettoergebnis nach Steuern und Minderheiten verbesserte die Bank
ebenfalls deutlich um mehr als 9 % auf 913 Mio. Euro (Q1 2025:
834 Mio. Euro) und setzte damit ihre Rekordserie fort. Damit war es der
beste Jahresauftakt und zugleich das beste Nettoergebnis im Quartal seit
2011 (Q1 2011: 985 Mio. Euro).
Die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank lag zum Stichtag
31. März 2026 bei 14,5 % (31. Dezember 2025: 14,7 %; 31. März 2025:
15,1 %) und bietet damit einen komfortablen Puffer von 417 Basispunkten
zur regulatorischen Mindestanforderung (MDA-Schwelle) von derzeit rund
10,3 %. Ihre Nettoeigenkapitalrendite (Net RoTE) verbesserte die Bank im
ersten Quartal deutlich auf 12,7 % (Q1 2025: 11,1 %).
„Die Steigerung der Nettoeigenkapitalrendite auf 12,7 % unterstreicht
unsere wachsende Profitabilität. Die Grundlage dafür sind das
anhaltende Ertragswachstum und die weiter verbesserte Effizienz“, sagte
Finanzvorstand Carsten Schmitt. „Damit sind wir optimal aufgestellt, um
unsere Renditeziele bis 2030 zuverlässig zu erreichen und gleichzeitig
eine attraktive Kapitalrückgabe für unsere Investoren zu liefern.“
Entwicklung der Segmente: Starkes Kreditwachstum bei Firmenkunden setzt sich fort
Das Firmenkundensegment erzielte im ersten Quartal Erträge von
1.252 Mio. Euro (Q1 2025: 1.234 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss stieg um
7 % auf 638 Mio. Euro (Q1 2025: 596 Mio. Euro) und profitierte dabei von
der anhaltend hohen Kreditnachfrage. Das Kreditvolumen wuchs im
Vergleich zum Vorjahresquartal um 16 % auf 120 Mrd. Euro (Q1 2025:
104 Mrd. Euro). Wachstumstreiber waren erneut die Investitionen
deutscher und internationaler Firmenkunden im Ausland. Auch der
Provisionsüberschuss entwickelte sich sehr gut mit einem Anstieg um 8 %
auf 377 Mio. Euro (Q1 2025: 350 Mio. Euro). Maßgebliche Treiber waren
das gute Anleiheemissionsgeschäft mit einer deutlich gestiegenen Zahl an
Transaktionen sowie höhere Erträge aus dem Konsortialkreditgeschäft mit
international tätigen Kunden. Das Operative Ergebnis lag mit 567 Mio.
Euro dennoch unter dem Vorjahreswert (Q1 2025: 603 Mio. Euro), bedingt
durch gestiegene Kosten sowie ein höheres Risikoergebnis.
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland entwickelte
sich weiter positiv und erhöhte die Erträge im Vergleich zum
Vorjahresquartal deutlich um rund 8 % auf 1.264 Mio. Euro (Q1 2025:
1.173 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss stieg um 9 % auf 658 Mio. Euro (Q1
2025: 602 Mio. Euro), unterstützt durch Effekte aus dem aktiven
Einlagenmanagement. Der Provisionsüberschuss entwickelte sich ebenfalls
sehr gut und legte um 9 % auf ein historisches Niveau von 595 Mio. Euro
zu (Q1 2025: 546 Mio. Euro). Haupttreiber waren das volumen- und
transaktionsbasierte Wachstum des Wertpapiergeschäfts sowie ein
gestiegener Beitrag aus dem Zahlungsverkehr, der vor allem auf die
Einführung des neuen Preismodells für Girokonten zurückzuführen ist.
Insbesondere das Brokerage-Geschäft der comdirect entwickelte sich
positiv. Ihre Kundinnen und Kunden handelten mehr als bereits im starken
Vorjahresquartal. Das Wertpapiervolumen erhöhte sich per Ende März im
Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich um 19 Mrd. Euro auf
261 Mrd. Euro (Q1 2025: 243 Mrd. Euro). Das durchschnittliche
Kreditvolumen blieb insgesamt stabil bei 126 Mrd. Euro (Q1 2025:
125 Mrd. Euro). Den mit Abstand größten Anteil daran hatte das
Baufinanzierungsvolumen, das mit 96 Mrd. Euro ebenfalls unverändert auf
dem Niveau des Vorjahresquartals lag (Q1 2025: 96 Mrd. Euro). Das
Neugeschäftsvolumen belief sich wie bereits im Vorquartal auf 2,1 Mrd.
Euro. Infolge der positiven Ertragsentwicklung steigerte das Geschäft
mit Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland das Operative Ergebnis
um 7 % auf 458 Mio. Euro (Q1 2025: 429 Mio. Euro).
Die polnische Tochtergesellschaft mBank erhöhte ihre Erträge im
ersten Quartal um 27 % auf 682 Mio. Euro (Q1 2025: 536 Mio. Euro).
Maßgeblich trug dazu die gesunkene Vorsorge für Rechtsrisiken aus
Fremdwährungskrediten bei, die mit 17 Mio. Euro signifikant unter dem
Niveau des Vorjahresquartals lag (Q1 2025: 158Mio.Euro). Der
Provisionsüberschuss erhöhte sich dank hoher Kundenaktivitäten, unter
anderem im Wertpapiergeschäft, um 12 % auf 139 Mio. Euro (Q1 2025:
125 Mio. Euro) und leistete damit einen erfreulichen Beitrag zur
positiven Ertragsentwicklung. Der Zinsüberschuss ging vor allem infolge
von Zinssenkungen in Polen auf 521 Mio. Euro zurück (Q1 2025:
600 Mio. Euro). Dies wurde jedoch zum überwiegenden Teil durch positive
Effekte aus Zinsabsicherungsinstrumenten kompensiert, die im
Fair-Value-Ergebnis ausgewiesen werden. Im Einlagen- und Kreditgeschäft
verzeichnete die mBank signifikante Volumensteigerungen. Insgesamt
erhöhte sich das Operative Ergebnis der mBank im ersten Quartal deutlich
um 62 % auf 329 Mio. Euro (Q1 2025: 204 Mio. Euro).
Ausblick 2026: Exzellenter Jahresauftakt als Ausgangsbasis für höhere Ziele
Der starke Auftakt gibt der Commerzbank Rückenwind für die Erhöhung
des Gewinnziels für dieses Jahr auf mindestens 3,4 Mrd. Euro von bisher
mehr als 3,2 Mrd. Euro. Darin ist unter anderem die auf rund 8,6 Mrd.
Euro (bisher: rund 8,5 Mrd. Euro) erhöhte Prognose für den
Zinsüberschuss enthalten. Für den Provisionsüberschuss strebt die Bank
weiterhin ein Wachstum von rund 7 % an. Insgesamt erwartet die Bank für
das Gesamtjahr Erträge in Höhe von rund 13,2 Mrd. Euro. Bei den Kosten
rechnet sie mit rund 7 Mrd. Euro. Dank des anhaltend aktiven
Kostenmanagements und der angehobenen Ertragserwartungen plant die Bank
nun mit einer Cost-Income-Ratio inklusive Pflichtbeiträgen von rund
53 %. Im Februar dieses Jahres war sie noch von rund 54 % ausgegangen.
Das Risikoergebnis sieht die Bank trotz des schwierigen Umfeldes
weiterhin bei rund 850 Mio. Euro. Die CET-1-Quote erwartet die
Commerzbank zum Jahresende unverändert bei mehr als 14 %. Unter dem
Strich strebt die Bank damit eine Nettoeigenkapitalrendite von rund 12 %
an. Zuvor hatte sie mit mehr als 11,2 % gerechnet.
Übersicht über wesentliche Finanzkennzahlen
| in Mio. Euro |
Q1 2026 |
Q1 2025 |
Q1 2026 vs. Q1 2025 (in %) |
Q4 2025 |
Q1 2026 vs. Q4 2025 (in %) |
GJ 2025 |
| Zinsüberschuss |
2.047 |
2.071 |
– 1,1 |
2.049 |
– 0,1 |
8.226 |
| Provisionsüberschuss |
1.102 |
1.012 |
+ 8,9 |
1.029 |
+ 7,1 |
4.029 |
| Fair-Value-Ergebnis1 |
33 |
14 |
|
74 |
– 54,8 |
14 |
| Sonstige Erträge |
36 |
– 24 |
|
– 11 |
|
– 98 |
| Erträge |
3.219 |
3.072 |
+ 4,8 |
3.141 |
+ 2,5 |
12.171 |
| Erträge ohne Sondereffekte |
3.200 |
3.125 |
+ 2,4 |
3.132 |
+ 2,2 |
12.283 |
| Risikoergebnis |
– 142 |
– 123 |
– 15,0 |
– 207 |
+ 31,5 |
– 722 |
| Verwaltungsaufwendungen |
1.594 |
1.618 |
– 1,5 |
1.809 |
– 11,9 |
6.666 |
| Pflichtbeiträge |
125 |
104 |
+ 20,1 |
59 |
|
274 |
| Operatives Ergebnis |
1.358 |
1.227 |
+ 10,7 |
1.067 |
+ 27,3 |
4.509 |
| Restrukturierungsaufwendungen |
1 |
40 |
– 97,6 |
9 |
– 88,9 |
562 |
| Ergebnis vor Steuern |
1.357 |
1.187 |
+ 14,4 |
1.059 |
+ 28,2 |
3.947 |
| Steuern |
373 |
306 |
+ 22,1 |
259 |
+ 44,5 |
1.089 |
| Minderheiten |
71 |
46 |
+ 53,5 |
63 |
+ 13,5 |
234 |
| Konzernergebnis2 |
913 |
834 |
+ 9,4 |
737 |
+ 23,8 |
2.625 |
| Cost-Income-Ratio im operativen Geschäft exkl. Pflichtbeiträge (%) |
49,5 |
52,7 |
|
57,6 |
|
54,8 |
| Cost-Income-Ratio im operativen Geschäft inkl. Pflichtbeiträgen (%) |
53,4 |
56,1 |
|
59,4 |
|
57,0 |
| Operativer RoTE (%) |
17,0 |
14,9 |
|
13,4 |
|
13,9 |
| Netto-RoTE (%) |
12,7 |
11,1 |
|
10,0 |
|
8,7 |
| Netto-RoE (%) |
12,0 |
10,6 |
|
9,6 |
|
8,3 |
| CET-1-Quote (%)3 |
14,5 |
15,1 |
|
14,7 |
|
14,7 |
| Leverage Ratio |
4,3 |
4,6 |
|
4,3 |
|
4,3 |
| Bilanzsumme (Mrd. Euro) |
603 |
574 |
|
590 |
|
590 |
1 Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
2 Den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbares Konzernergebnis.
3
Die Berücksichtigung von Zwischengewinnen im CET 1 steht im Einklang
mit dem Ziel einer Ausschüttungsquote von 100 % und bedarf der
Zustimmung der EZB.