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Mittwoch, 11. Februar 2026

Commerzbank Aktiengesellschaft Wachstumsziel für 2025 übertroffen: Commerzbank mit operativem Rekordergebnis

Corporate News

- Operatives Ergebnis im Geschäftsjahr 2025 um 18 % auf 4,5 Mrd. Euro gesteigert

- Nettoergebnis bei 2,6 Mrd. Euro – trotz Restrukturierungsaufwendungen von 562 Mio. Euro

- Erträge um 10 % auf 12,2 Mrd. Euro erhöht – Firmenkunden-Kreditvolumen um 10 % gesteigert

- Provisionsüberschuss wie angestrebt deutlich um 7 % auf 4 Mrd. Euro gewachsen

- Zinsüberschuss trotz gesunkener Leitzinsen mit 8,2 Mrd. Euro nahezu auf hohem Niveau des Vorjahres

- Cost-Income-Ratio um 2 Prozentpunkte auf Jahresziel von 57 % verbessert

- Stabiles Risikoergebnis von minus 722 Mio. Euro – NPE-Ratio unverändert bei 1,1 %

- Nettoeigenkapitalrendite mit 8,7 % deutlich über Ziel – vor Restrukturierungsaufwendungen bei 10,0 %

- Kapitalrückgabe für 2025 um knapp 1 Mrd. Euro auf 2,7 Mrd. Euro erhöht – deutlich erhöhte Dividende von 1,10 Euro je Aktie (2024: 0,65 Euro) geplant

- Ausblick 2026: Nettoergebnis über ursprünglichem Ziel von 3,2 Mrd. Euro erwartet

Die Commerzbank hat im Geschäftsjahr 2025 das beste Operative Ergebnis in ihrer Geschichte erzielt: Im Vergleich zum Vorjahr stieg es um 18 % auf 4,5 Mrd. Euro. Das Nettoergebnis belief sich auf 2,6 Mrd. Euro und liegt damit über dem angestrebten Ziel von 2,5 Mrd. Euro – trotz Restrukturierungsaufwendungen für die Transformation der Bank in Höhe von insgesamt 562 Mio. Euro. Bereinigt um diese Restrukturierungsaufwendungen erhöhte sich das Nettoergebnis um rund 13 % auf einen Rekordwert von 3 Mrd. Euro. Grundlage für diese starke Performance waren vor allem die um 10 % höheren Erträge. Dazu trugen maßgeblich die starke Entwicklung des Provisionsüberschusses und das sehr gute Abschneiden der polnischen Tochtergesellschaft mBank bei. Ebenso lag der Zinsüberschuss trotz deutlich gesunkener Leitzinsen nahezu stabil auf Vorjahresniveau. Das Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland profitierte vor allem von einem Anstieg des Wertpapiergeschäfts um rund 11 %. Im Segment Firmenkunden erhöhte sich das Kreditvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 10 %. Das Risikoergebnis lag in einem wirtschaftlich weiterhin herausfordernden Umfeld mit minus 722 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Ihre Cost-Income-Ratio hat die Bank um weitere 2 Prozentpunkte auf 57 % verbessert.

„Wir haben unsere ehrgeizigen Wachstumsziele für 2025 nicht nur erreicht, sondern an vielen Stellen sogar übertroffen. Und unser Aktienkurs hat sich mehr als verdoppelt. Das zeigt: Die Commerzbank spielt heute in einer anderen Liga“, sagte Bettina Orlopp, Vorstandsvorsitzende der Commerzbank. „Wir sind überzeugt, dass wir in den kommenden Jahren noch viel Potenzial heben können.“

Im ersten Jahr der Umsetzung der Strategie „Momentum“ wurden wichtige Weichen für die Transformation der Bank gestellt. Ihr Geschäftsmodell richtet die Bank noch stärker an ihren Kundinnen und Kunden aus, um noch mehr Wert für sie zu schaffen. Das Segment Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland legte mit seinem weiterentwickelten Betreuungsmodell im Oktober 2025 die Grundlage für weiteres Wachstum. Durch die Neuausrichtung schafft die Bank mehr Zeit für die qualifizierte Beratung ihrer Kundinnen und Kunden und stärkt zudem die Filialen.

Den Einsatz von Anwendungen, die auf künstlicher Intelligenz (KI) basieren, hat die Bank deutlich ausgeweitet. Damit werden nicht nur erste Produktivitätssteigerungen realisiert, sondern auch das Kundenerlebnis und die Unterstützung der Mitarbeitenden verbessert. Im Kunden- und Beratungscenter führt die Commerzbank derzeit einen neuen digitalen und KI-basierten Assistenten ein, der die Effizienz und Qualität der Beratungsleistung erhöht. Dieser „Agent Assist“ entlastet Beraterinnen und Berater von administrativen Tätigkeiten. Kundengespräche werden in Echtzeit zusammengefasst, und basierend auf Wissensdatenbanken werden rasch passende Lösungen vorgeschlagen. Zudem steht mehr als 30.000 Mitarbeitenden der Commerzbank im In- und Ausland der Chatbot „cobaGPT“ zur Verfügung. Er macht den Arbeitsalltag leichter und steigert die Produktivität.

Das selbst entwickelte Tool „Fraud AI“ hilft, betrügerische Aktivitäten automatisiert zu erkennen und schneller darauf zu reagieren, wodurch Verluste für die Bank effektiv reduziert werden. Gleichzeitig trägt das Tool zur Einhaltung regulatorischer Anforderungen bei. Auch im Bereich der Kundenüberprüfung zur Geldwäscheprävention („Know Your Customer“, KYC) optimiert und automatisiert die Commerzbank ihre Prozesse. Dies gewährleistet eine effiziente Anwendung neuer Vorschriften und minimiert Kosten.

Nutzerinnen und Nutzer der Commerzbank-Banking-App können seit April vergangenen Jahres ebenfalls KI-Funktionen für ihre Bankgeschäfte nutzen. Mit der virtuellen Assistentin „Ava“ hat die Commerzbank als eine der ersten Banken eine Kundenanwendung eingeführt, die generative KI und Avatar-Technologie miteinander verbindet. Ava hilft bei Serviceanliegen und Kontoverwaltung und beantwortet Fragen zu Commerzbank-Produkten.

Diese KI-Anwendungen plant die Bank im laufenden Geschäftsjahr weiter auszubauen. Zusätzlich sollen neue generative KI-Anwendungsfälle wie etwa die Erstellung von Verträgen eingeführt werden. Dabei wird auch die Pilotierung agentischer KI gemeinsam mit strategischen Partnern vorangetrieben.

Personal: Hohe Teilnahmequote bei Mitarbeiteraktienprogramm

Die Bank hat ihr Mitarbeiteraktienprogramm in der AG Deutschland und an den internationalen Standorten im vierten Quartal 2025 erfolgreich eingeführt. Rund 90 % der berechtigten Mitarbeitenden nahmen an dem Programm teil. Die Bank plant, das Programm im zweiten Quartal 2026 fortzusetzen. Ziel ist es, die Belegschaft noch stärker am Erfolg der Bank zu beteiligen.

Bei der Umsetzung ihrer personalwirtschaftlichen Ziele kommt die Commerzbank weiterhin sehr gut voran. Für den Stellenabbau setzt die Bank auf bewährte Sozialplaninstrumente, insbesondere Altersteilzeit und Vorruhestand. Ein vorgezogenes freiwilliges Altersteilzeit-Programm mit einer Zusatzprämie stieß bereits auf positive Resonanz. Auch die anderen Sozialplaninstrumente werden rege nachgefragt.

Geschäftsentwicklung: Provisionsüberschuss erreicht Wachstumsziel von 7 %

Die Commerzbank steigerte ihre Erträge im Geschäftsjahr 2025 um rund 10 % auf 12.171 Mio. Euro (2024: 11.106 Mio. Euro). Mit einem Wachstum von 7 % auf 4.029 Mio. Euro trug dazu maßgeblich der Provisionsüberschuss bei (2024: 3.762 Mio. Euro). Den Zinsüberschuss hielt die Bank trotz gesunkener Leitzinsen mit 8.226 Mio. Euro nahezu auf dem hohen Niveau des Vorjahres (2024: 8.331 Mio. Euro). Auch die deutlich gesunkene Vorsorge für Rechtsrisiken bei Fremdwährungskrediten in Polen wirkte sich sehr positiv auf die Ertragsentwicklung aus.

Die Gesamtkosten der Bank lagen im Geschäftsjahr 2025 bei 6.940 Mio. Euro (2024: 6.526 Mio. Euro). Dahinter steht ein Anstieg des Verwaltungsaufwands um rund 7 % auf 6.666 Mio. Euro (2024: 6.244 Mio. Euro). Dabei wirkten sich maßgeblich zwei Sondereffekte aus: Zum einen führte der Anstieg des Aktienkurses zu einer im Vergleich zum Vorjahr rund 90 Mio. Euro höheren Bewertung der aktienbasierten variablen Vergütung. Zum anderen trug eine vorgezogene Abschreibung auf den erworbenen Kundenstamm der Aquila Capital Investmentgesellschaft (ACI) in Höhe von 117 Mio. Euro zu den erhöhten Kosten bei. Die ACI sieht sich aktuell in einzelnen Märkten schwierigen Rahmenbedingungen gegenüber. Insbesondere Vorhaben im Bereich der erneuerbaren Energien, die noch in einer frühen Realisierungsphase sind, stehen vor makroökonomischen Herausforderungen. Ohne diese Einmalaufwände belief sich der Kostenanstieg auf rund 3 % im Vergleich zum Vorjahr. Dieser resultierte vor allem aus allgemeinen Gehaltserhöhungen, Investitionen und dem Personalaufbau im Zusammenhang mit Shoring- und Sourcing-Aktivitäten der Bank. Bei der polnischen Tochter mBank führten die anhaltenden Wachstumsinvestitionen zu einem Kostenanstieg. Aktives Kostenmanagement sowie der leichte Rückgang der Pflichtbeiträge auf 274 Mio. Euro (2024: 283 Mio. Euro) konnten den Kostenanstieg im Konzern jedoch teilweise ausgleichen. Ihre Cost-Income-Ratio verbesserte die Commerzbank wie angestrebt um 2 Prozentpunkte auf 57 % im Gesamtjahr (2024: 59 %).

Das Risikoergebnis lag trotz des weiterhin herausfordernden Marktumfeldes mit minus 722 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres (2024: minus 743 Mio. Euro). Enthalten sind Anpassungen von Methoden und Modellen aufgrund makroökonomischer Risiken sowie eine turnusgemäße Neukalibrierung ausgewählter Risikoparameter. Nach Auflösung des Sekundäreffekte-Top-Level-Adjustments (TLA) im zweiten Quartal 2025 umfasst die Risikovorsorge zur Abdeckung von Unsicherheiten durch makroökonomische Entwicklungen und Novel Risks wie Klima- und Umweltrisiken weiterhin Overlays von 147 Mio. Euro. Die Non-Performing-Exposure-Quote (NPE-Quote) betrug zum Jahresende 1,1 %, was die Resilienz des Kreditbuches der Bank belegt (2024: 1,1 %).

Ihr Operatives Ergebnis steigerte die Commerzbank um 18 % auf den Rekordwert von 4.509 Mio. Euro (2024: 3.837 Mio. Euro). Das Konzernergebnis nach Steuern und Minderheiten belief sich auf 2.625 Mio. Euro (2024: 2.677 Mio. Euro). Für die Transformation der Bank fielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 562 Mio. Euro an, die zum Großteil im zweiten Quartal gebucht wurden. Ohne diesen Sonderaufwand hätte die Commerzbank ihr Nettoergebnis um rund 13 % auf 3.010 Mio. Euro gesteigert.

Die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) lag zum Stichtag 31. Dezember 2025 bei 14,7 % (Q3 2025: 14,7 %; Q4 2024: 15,1 %). Der Abstand zur regulatorischen Mindestanforderung (MDA-Schwelle) von derzeit rund 10,4 % betrug damit 438 Basispunkte. Die Nettoeigenkapitalrendite (Net RoTE) der Bank belief sich im Gesamtjahr auf 8,7 % (2024: 9,2 %). Vor Restrukturierungsaufwendungen beträgt sie 10,0 %. Damit hat die Bank ihr selbstgestecktes Profitabilitätsziel übertroffen und den höchsten Net RoTE seit der Finanzkrise erzielt.

Auf Basis ihrer starken Ergebnisse wird die Commerzbank für das Geschäftsjahr 2025 insgesamt rund 2,7 Mrd. Euro und damit 100 % ihres Nettoergebnisses vor Restrukturierungsaufwendungen und nach Abzug von Additional-Tier-1-(AT-1-)Kupons an ihre Aktionärinnen und Aktionäre zurückgeben. Das ist fast 1 Mrd. Euro mehr als im Vorjahr. Die Kapitalrückgabe setzt sich aus zwei Aktienrückkäufen sowie einer Dividendenzahlung zusammen. Neben dem im Dezember 2025 abgeschlossenen Aktienrückkauf über rund 1 Mrd. Euro hat der Vorstand einen weiteren Rückkauf über bis zu 540 Mio. Euro beschlossen. Dieser startet nach der Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2025 und soll spätestens bis zum 26. März 2026 abgeschlossen sein. Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, der Hauptversammlung eine auf 1,10 Euro (2024: 0,65 Euro) erhöhte Dividende je Aktie vorzuschlagen. Für die Jahre 2022 bis 2025 wird die Bank damit in Summe rund 5,8 Mrd. Euro an ihre Aktionärinnen und Aktionäre zurückgeben.

„Die geplante Erhöhung der Dividende auf 1,10 Euro je Aktie und unsere umfangreichen Aktienrückkäufe zeigen, dass wir nachhaltig Wert für unsere Investorinnen und Investoren schaffen“, sagte Finanzvorstand Carsten Schmitt. „Wir wollen den Anteil der Dividende an der Kapitalrückgabe in Zukunft weiter steigern und die Commerzbank somit auch als attraktiven Dividendentitel fest am Markt etablieren.“

Entwicklung der Segmente: Kreditvolumen bei Firmenkunden deutlich erhöht

Das Firmenkundensegment erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr Erträge in Höhe von 4.865 Mio. Euro (2024: 4.973 Mio. Euro). Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um rund 5 % auf 1.421 Mio. Euro (2024: 1.355 Mio. Euro). Das Segment profitierte von einer sehr guten Entwicklung im Kredit- und Garantiegeschäft, insbesondere bei Konsortialkrediten. Das Kreditvolumen wuchs im Durchschnitt des vierten Quartals deutlich um 10 % auf 115 Mrd. Euro (Q4 2024: 104 Mrd. Euro). Der Zinsüberschuss legte um rund 8 % zu, auf 2.498 Mio. Euro (2024: 2.312 Mio. Euro). Diesem Zuwachs stand jedoch ein Rückgang im Fair-Value-Ergebnis aufgrund von Bewertungseffekten bei Derivaten gegenüber. Begünstigt durch ein niedrigeres Risikoergebnis lag das Operative Ergebnis des Firmenkundensegments mit 2.151 Mio. Euro nahezu auf dem hohen Niveau des Vorjahres (2024: 2.174 Mio. Euro).

Im Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland steigerte die Bank ihre Erträge im Geschäftsjahr um rund 4 % auf 4.607 Mio. Euro (2024: 4.433 Mio. Euro). Der Anstieg kam zu großen Teilen aus dem Provisionsüberschuss, der um 7 % auf 2.101 Mio. Euro wuchs (2024: 1.963 Mio. Euro). Treiber der guten Performance war das starke Wertpapiergeschäft, dessen Erträge um rund 11 % zulegten. Von der Volatilität an den Aktienmärkten profitierte insbesondere das Brokerage-Geschäft der comdirect, deren Kundinnen und Kunden besonders viel handelten. Das Wertpapiervolumen profitierte von der positiven Marktentwicklung und erhöhte sich per Ende Dezember 2025 auf 266 Mrd. Euro (Ende 2024: 243 Mrd. Euro). Im Zahlungsverkehr trug das neue Preismodell für das Girokonto zum Ertragsanstieg bei. In einem wettbewerbsintensiven Umfeld stiegen die Einlagen von Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland dank attraktiver Sonderaktionen im Durchschnitt des vierten Quartals deutlich auf 179 Mrd. Euro (Q4 2024: 173 Mrd. Euro). Das Kreditvolumen blieb stabil bei durchschnittlich 125 Mrd. Euro (Q4 2024: 125 Mrd. Euro), wovon 96 Mrd. Euro auf Baufinanzierungen entfielen (Q4 2024: 96 Mrd. Euro). Der Zinsüberschuss im Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland stieg trotz gesunkener Leitzinsen auf 2.417 Mio. Euro (2024: 2.378 Mio. Euro). Dabei wirkten sich die positive Entwicklung in der Baufinanzierung und die steigenden Beiträge aus dem Replikationsportfolio aus. Das Operative Ergebnis lag mit 1.276 Mio. Euro unter dem Vorjahr (2024: 1.355 Mio. Euro). Gründe dafür sind ein im Vergleich zum Vorjahr höheres Risikoergebnis sowie die vorgezogene Abschreibung auf den erworbenen Kundenstamm der ACI.

Die polnische Tochter mBank steigerte ihre Erträge im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich um 37 % auf 2.329 Mio. Euro (2024: 1.702 Mio. Euro). Dabei profitierte sie vor allem von der deutlich gesunkenen Vorsorge für Rechtsrisiken aus Fremdwährungskrediten, die sich im Vergleich zum Vorjahr auf 483 Mio. Euro halbierte (2024: 1.002 Mio. Euro). Ein weiterer Wachstumstreiber war der Provisionsüberschuss, der durch starke transaktionsbasierte Geschäftstätigkeiten, insbesondere im Zahlungsverkehr, sowie Sondereffekte im Zusammenhang mit Partnerschaften um 13 % auf 536 Mio. Euro zulegte (2024: 472 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss lag aufgrund deutlich gesunkener Leitzinsen mit 2.296 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahres (2024: 2.382 Mio. Euro). Dennoch blieb das Einlagen- und Kreditgeschäft dank gestiegener Volumen robust. Zusätzlich wirkten Erträge aus Zinsabsicherungsinstrumenten, die im Fair-Value-Ergebnis abgebildet werden, kompensierend. Insgesamt steuerte die polnische Tochtergesellschaft 1.050 Mio. Euro zum Operativen Ergebnis des Konzerns bei; 75 % mehr als im Vorjahr (2024: 599 Mio. Euro).

Ausblick 2026: Nettoergebnis über ursprünglichem Ziel von 3,2 Mrd. Euro erwartet

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet die Commerzbank ein Nettoergebnis über dem ursprünglichen Ziel ihrer „Momentum“-Strategie von 3,2 Mrd. Euro. Die Grundlage des verbesserten Gewinnausblicks ist unter anderem die von rund 8,4 Mrd. Euro auf rund 8,5 Mrd. Euro erhöhte Prognose für den Zinsüberschuss. Für den Provisionsüberschuss wird abermals ein Wachstum von rund 7 % angestrebt. Die Bank wird ihr striktes Kostenmanagement auch im Jahr 2026 fortsetzen und plant angesichts der angehobenen Ertragserwartungen mit einer Cost-Income-Ratio von rund 54 %. Dies sind 2 Prozentpunkte weniger als das ursprüngliche Ziel von 56 %. Das Risikoergebnis wird bei rund 850 Mio. Euro erwartet. Die CET-1-Quote erwartet die Commerzbank nach der geplanten Kapitalrückgabe an die Aktionärinnen und Aktionäre zum Jahresende bei mehr als 14 %. Für die Nettoeigenkapitalrendite strebt sie einen Wert von mehr als 11,2 % an.

Die Kapitalrückgabe an die Aktionärinnen und Aktionäre soll weiterhin kontinuierlich steigen. Für das Geschäftsjahr 2026 strebt die Bank an, 100 % des Nettoergebnisses nach Abzug von AT-1-Kuponzahlungen an ihre Aktionärinnen und Aktionäre zurückzugeben. Auch für die nachfolgenden Jahre 2027 und 2028 plant die Commerzbank eine entsprechende Ausschüttungsquote von 100 % – abhängig von der erfolgreichen Umsetzung der Strategie, dem makroökonomischen Umfeld sowie der Zustimmung von Europäischer Zentralbank und Finanzagentur zu entsprechenden Aktienrückkäufen.

Zudem bekräftigt die Commerzbank ihre Finanzziele für das Jahr 2028 im Rahmen der Umsetzung ihrer Strategie „Momentum“: eine Nettoeigenkapitalrendite von 15 %, eine Cost-Income-Ratio von 50 %, eine harte Kernkapitalquote von 13,5 % sowie ein Nettoergebnis in Höhe von 4,2 Mrd. Euro.

Übersicht über wesentliche Finanzkennzahlen

   in Mio. Euro 2025 2024 2025
vs. 2024
(in %)
Q4
2025
Q4
2024
Q4 2025
vs. Q4 2024
(in %)
Q3
2025
Zinsüberschuss 8.226 8.331 – 1,3 2.049 2.080 – 1,5 2.044
Provisionsüberschuss 4.029 3.762 + 7,1 1.029 976 + 5,4 985
Fair-Value-Ergebnis1 14 – 170   74 47 + 56,1 – 35
Sonstige Erträge – 98 – 817 + 88,0 – 11 – 148 + 92,6 – 55
Erträge 12.171 11.106 + 9,6 3.141 2.956 + 6,3 2.939
Erträge ohne Sondereffekte 12.283 11.160 + 10,1 3.132 2.874 + 9,0 2.940
Risikoergebnis – 722 – 743 + 2,9 – 207 – 214 + 3,1 – 215
Verwaltungsaufwendungen 6.666 6.244 + 6,8 1.809 1.693 + 6,8 1.624
Pflichtbeiträge 274 283 – 3,1 59 53 + 11,2 53
Operatives Ergebnis 4.509 3.837 + 17,5 1.067 996 + 7,2 1.047
Restrukturierungsaufwendungen 562 3 - 9     20
Ergebnis vor Steuern 3.947 3.833 + 3,0 1.059 996 + 6,3 1.027
Steuern 1.089 989 + 10,1 259 181 + 42,6 375
Minderheiten 234 168 + 39,2 63 64 – 2,7 61
Konzernergebnis2 2.625 2.677  1,9 737 750  1,7 591
Cost-Income-Ratio im operativen Geschäft inkl. Pflichtbeiträgen (%) 57,0 58,8   59,4 59,1   57,1
Operativer RoTE (%) 13,9 12,3   13,4 12,5   13,0
Netto-RoTE (%) 8,7 9,2   10,1 10,1   7,8
Netto-RoTE (%) vor Restrukturierungsaufwendungen 10,0 9,2          
Netto-RoE (%) 8,3 8,8   9,6 9,7   7,4
CET-1-Quote (%) 14,7 15,1   14,7 15,1   14,7
Leverage Ratio 4,3 4,8   4,3 4,8   4,3
Bilanzsumme (Mrd. Euro) 590 555   590 555   593

1 Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
2 Den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbares Konzernergebnis.

Die in dieser Pressemitteilung enthaltenen Zahlen für das Jahr 2025 sind vorläufig und untestiert.
 

Die Veranstaltungen des Tages im Überblick:

  • 09.00 Uhr MEZ: Onlinetelefonkonferenz für Analystinnen und Analysten zu den Geschäftszahlen
    („listen-only“, in englischer Sprache)
  • 10.30 Uhr MEZ: Hybride Bilanzpressekonferenz für Journalistinnen und Journalisten zu den Geschäftszahlen des Jahres 2025 (in deutscher Sprache)

Commerzbank Aktiengesellschaft: Aktienrückkauf

Bekanntmachung nach Art. 5 Abs. 1 lit. a) der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und Art. 2 Abs. 1 der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 2016/1052 / Aktienrückkaufprogramm 2026/I / Aktienrückkauf Mitarbeiteraktien 2026/I

Frankfurt am Main, 11. Februar 2026

Nach Erhalt der regulatorischen Zustimmungen hat der Vorstand der Commerzbank AG am 10. Februar 2026 beschlossen, einen Aktienrückkauf zu einem Gesamtkaufpreis (mit Erwerbsnebenkosten) von bis zu EUR 540 Mio. ("Aktienrückkaufprogramm 2026/I") vorzunehmen (vgl. Ad hoc-Mitteilung vom 10. Februar 2026). Zweck des Aktienrückkaufprogramms 2026/I ist die Verringerung des Grundkapitals der Commerzbank AG. Die im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms 2026/I zurückgekauften Aktien der Commerzbank AG werden daher eingezogen.

Zuzüglich dazu hat der Vorstand der Commerzbank AG nach Erhalt der regulatorischen Zustimmungen ebenfalls am 10. Februar 2026 beschlossen, eigene Aktien zu einem Gesamtkaufpreis (mit Erwerbsnebenkosten) von bis zu EUR 1 Mio. zu erwerben, um sie Mitarbeitenden im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms anzubieten („Aktienrückkauf Mitarbeiteraktien 2026/I“).

Der Rückkauf der eigenen Aktien (ISIN: DE000CBK1001) über den Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse und ggf. zusätzlich über die multilateralen Handelssysteme Cboe, Turquoise und Aquis innerhalb der Europäischen Union beginnt am 12. Februar 2026 und erfolgt innerhalb des Zeitraums bis spätestens zum 26. März 2026.

Das Aktienrückkaufprogramm 2026/I und der Aktienrückkauf Mitarbeiteraktien 2026/I werden auf der Grundlage der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung der Commerzbank AG vom 15. Mai 2025 durchgeführt. Danach ist die Commerzbank AG gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 14. Mai 2030 eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Ermächtigung bestehenden Grundkapitals oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Commerzbank AG zu erwerben. Gemäß dieser Ermächtigung können derzeit bis zu Stück 81.776.929 Aktien zurückgekauft werden. Beim Erwerb der Aktien der Commerzbank AG über die Börse und die multilateralen Handelssysteme darf der gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise der Commerzbank-Aktie im Xetra-Handel bzw. in einem vergleichbaren Nachfolgesystem an der Frankfurter Wertpapierbörse) an den dem jeweiligen Erwerb vorangehenden drei Handelstagen um nicht mehr als 10% überschreiten und um nicht mehr als 20% unterschreiten.

Der Erwerb eigener Aktien im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms 2026/I und des Aktienrückkaufs Mitarbeiteraktien 2026/I erfolgt unter Beauftragung eines Kreditinstituts, wobei das Kreditinstitut die erworbenen Aktien an die Commerzbank AG weiterverkauft. Es ist vorgesehen, dass das beauftragte Kreditinstitut seine Entscheidungen über den Zeitpunkt des Erwerbs von Aktien der Commerzbank AG entsprechend Art. 4 Abs. 2 lit. b) der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 der Kommission vom 8. März 2016 („Delegierte Verordnung (EU) 2016/1052“) unabhängig und unbeeinflusst von der Commerzbank AG trifft. Die Commerzbank AG wird insoweit keinen Einfluss auf die Entscheidungen des Kreditinstituts nehmen.

Die Commerzbank AG wird den Erwerb im Einklang mit Art. 5 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 sowie den Bestimmungen der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 und auf Grundlage der zuvor genannten Ermächtigung der Hauptversammlung der Commerzbank AG vom 15. Mai 2025 durchführen. Das mit dem Erwerb von Aktien der Commerzbank AG beauftragte Kreditinstitut wurde von der Commerzbank AG entsprechend verpflichtet.

Die Aktien der Commerzbank AG werden zu Marktpreisen im Einklang mit den Handelsbedingungen gemäß Art. 3 der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 erworben. Insbesondere werden die Aktien der Commerzbank AG nicht zu einem Kurs erworben, der über dem des letzten unabhängig getätigten Abschlusses oder (sollte dieser höher sein) über dem des derzeit höchsten unabhängigen Angebots auf dem Handelsplatz, auf dem der Kauf stattfindet, liegt. Darüber hinaus wird die Commerzbank AG an einem Handelstag nicht mehr als 25% des durchschnittlichen täglichen Aktienumsatzes auf dem Handelsplatz, auf dem der Kauf erfolgt, erwerben. Der durchschnittliche tägliche Aktienumsatz wird berechnet auf Basis des durchschnittlichen täglichen Handelsvolumens während der 20 Börsentage vor dem jeweiligen Kauftermin.

Das Aktienrückkaufprogramm 2026/I bzw. der Aktienrückkauf Mitarbeiteraktien 2026/I können, soweit erforderlich und rechtlich zulässig, jederzeit ausgesetzt und auch wieder aufgenommen werden.

Informationen zu den mit dem Aktienrückkaufprogramm 2026/I bzw. dem Aktienrückkauf Mitarbeiteraktien 2026/I zusammenhängenden Geschäften werden spätestens am Ende des siebten Handelstages nach dem Tag der Ausführung solcher Geschäfte gemäß Art. 2 Abs. 3 der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 angemessen bekanntgegeben. Darüber hinaus wird die Commerzbank AG die bekanntgegebenen Geschäfte auf ihrer Website im Bereich "Investor Relations" (www.investor-relations.commerzbank.com) veröffentlichen und dafür sorgen, dass die Informationen ab dem Tag der Bekanntgabe mindestens fünf Jahre öffentlich zugänglich bleiben.

All for One Group SE: beschließt öffentliches Aktienrückkaufangebot für bis zu 2,3 % des Grundkapitals und schlägt Hauptversammlung eine geänderte Verwendung des Bilanzgewinns vor

Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014

Filderstadt, 10. Februar 2026 - Der Vorstand der All for One Group SE hat heute mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, den Aktionären der Gesellschaft ein öffentliches Aktienrückkaufangebot für bis zu 115.000 auf den Namen lautende Stückaktien der All for One Group SE (ISIN DE0005110001) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils EUR 3,00 je Aktie und von insgesamt bis zu EUR 4.439.000,00 zu unterbreiten. Dies entspricht einem Anteil von bis zu 2,3 % des derzeitigen Grundkapitals der Gesellschaft von EUR 14.946.000,00.

Der Erwerb soll im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Aktienrückkaufangebots gegen Zahlung einer Geldleistung von EUR 38,60 je Aktie erfolgen (ohne Erwerbsnebenkosten). Aktionäre können Aktien zum Rückkauf in der Zeit vom 18. Februar 2026, 00:00 Uhr bis 4. März 2026, 24:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) einreichen. Das Rückkaufangebot kann von der Gesellschaft, soweit erforderlich und rechtlich zulässig, jederzeit angepasst, verlängert, ausgesetzt und auch wiederaufgenommen werden. Die rückgekauften Aktien können für alle gesetzlichen Verwendungsoptionen wie die Einziehung, die Verwendung zur Finanzierung von Unternehmensübernahmen und auch für Mitarbeiterbeteiligungsprogramme verwendet werden.

Sofern im Rahmen des Rückkaufangebots mehr als 115.000 Aktien zum Rückkauf eingereicht werden, werden die Annahmeerklärungen verhältnismäßig berücksichtigt, wobei Angebote mit Stückzahlen bis zu 100 Aktien bevorrechtigt angenommen werden.

Die weiteren Einzelheiten des freiwilligen Rückkaufangebots sind in der Angebotsunterlage enthalten, die in den kommenden Tagen, voraussichtlich am 17. Februar 2026, auf der Internetseite der Gesellschaft (https://www.all-for-one.com/de/company/investoren/aktie/aktienruckkaufprogramme/) und im Bundesanzeiger (www.bundesanzeiger.de) veröffentlicht werden wird.

Vor dem Hintergrund des freiwilligen Rückkaufangebots hat der Vorstand der All for One Group SE heute mit Zustimmung des Aufsichtsrats ferner beschlossen, das aktuelle Aktienrückkaufprogramm 2025, in dessen Rahmen bis zu insgesamt 100.000 eigene Aktien (dies entspricht bis zu ca. 2% des derzeitigen Grundkapitals) zu einem Gesamtkaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) von maximal EUR 7 Mio. bis zum 6. Juli 2026 über die Börse zurückgekauft werden, zunächst auszusetzen.

In diesem Zusammenhang hat der Vorstand der All for One Group SE zudem heute beschlossen, seinen Vorschlag für den Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres vom 1. Oktober 2024 bis zum 30. September 2025 in Höhe von EUR 49.278.851,90 zu ändern. Der Aufsichtsrat unterstützt diesen Vorschlag.

Die Ausschüttung einer Dividende von EUR 1,20 je dividendenberechtigter Stückaktie soll unverändert bleiben. Der darüberhinausgehende Bilanzgewinn soll nunmehr nicht vollständig auf neue Rechnung vorgetragen werden. Vielmehr werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vorschlagen, einen Betrag in Höhe von EUR 20.000.000,00 in die Gewinnrücklagen einzustellen. Der angepasste Gewinnverwendungsvorschlag berücksichtigt weiterhin, dass die Gesellschaft eigene Aktien hält, die nicht dividendenberechtigt sind. Sollte sich die Zahl der dividendenberechtigten Aktien zwischen dem heutigen Tag und dem Tag der Hauptversammlung ändern, wird in der Hauptversammlung ein angepasster Vorschlag zur Gewinnverwendung zur Abstimmung gestellt, der unverändert eine Dividende von EUR 1,20 pro dividendenberechtigter Stückaktie für das abgelaufene Geschäftsjahr vorsehen wird. In diesem Fall wird der Gewinnvortrag wie folgt entsprechend angepasst: Sofern sich die Zahl der dividendenberechtigten Stückaktien und damit die Dividendensumme erhöht, vermindert sich der auf neue Rechnung vorzutragende Betrag entsprechend.

Mit dem Vorschlag, einen Teil des Bilanzgewinns in die Gewinnrücklagen einzustellen, soll sichergestellt werden, dass der Gesellschaft auch künftig in ausreichendem Umfang ausschüttungsfähiges und nicht gebundenes Vermögen zur Verfügung steht, um Aktien der Gesellschaft von ihren Aktionären zu erwerben. Das kann sowohl eine etwaige Fortführung des ausgesetzten Aktienrückkaufprogramms 2025, in dessen Rahmen weitere Aktien über die Börse zurückgekauft werden könnten, als auch die Durchführung weiterer künftiger Rückkaufangebote betreffen.

Dienstag, 10. Februar 2026

Gerresheimer AG: Gerresheimer verschiebt Veröffentlichung von Jahres- und Konzernabschluss 2025 und initiiert Verkauf von Centor Inc.

Corporate News

- Vom Unternehmen eingeleitete noch laufende Untersuchungen erfordern mehr Zeit für die Aufstellung und Abschlussprüfung

- Verkauf der US-Tochter Centor zur Optimierung der Kapital- und Finanzierungsstruktur noch in diesem Jahr

- Transformationsprogramm erfolgreich gestartet

- Ausblick 2026: Umsatz von 2,3 - 2,4 Mrd. Euro und moderat positiver Free Cashflow erwartet


Düsseldorf, 10. Februar 2026. Gerresheimer, innovativer System- und Lösungsanbieter und globaler Partner für die Pharma-, Biotech- und Kosmetikbranche, verschiebt die Veröffentlichung des Jahres- und des Konzernabschlusses 2025. Ein neuer Veröffentlichungstermin wird in Absprache mit dem Abschlussprüfer festgelegt werden. Gerresheimer hat aufgrund interner Hinweise in Abstimmung mit dem Abschlussprüfer weitere Untersuchungen durch eine zweite Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Erfassung von Umsatzerlösen und Bilanzierung in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 beauftragt. Damit will das Unternehmen sicherstellen, dass die Vorjahreszahlen, unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der Untersuchung einer unabhängigen Rechtsanwaltskanzlei im Zusammenhang mit dem laufenden BaFin-Verfahren, umfassend korrigiert werden und der Jahres- und der Konzernabschluss 2025 den qualitativen Ansprüchen vollumfänglich gerecht werden. Da die Untersuchungen derzeit noch andauern, besteht ein höherer zeitlicher Bedarf für die Erstellung und Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses 2025 einschließlich der Korrektur der Vorjahreszahlen. Um die Kapital- und Finanzierungsstruktur zu optimieren, hat Gerresheimer den Verkauf der US-Tochter Centor Inc. initiiert. Centor ist ein führender Anbieter von Verpackungssystemen für die Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente in den USA. Für den Verkauf wurde die Investmentbank Morgan Stanley & Co. International plc mandatiert. Parallel dazu treibt Gerresheimer die Umsetzung des umfassenden Transformationsprogramms gto voran, um das Unternehmen zurück auf einen profitablen Wachstumskurs zu führen. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Gerresheimer einen Umsatz von rund 2,3 bis 2,4 Mrd. Euro Umsatz, eine Adjusted EBITDA-Marge von rund 18 bis 19 % und einen moderat positiven Free Cashflow.

„Als neu formiertes Vorstandsteam wollen wir sicherstellen, dass der Jahres- und der Konzernabschluss 2025 unseren Ansprüchen an Qualität, Konformität und Transparenz vollumfänglich entspricht“, so Wolf Lehmann, CFO der Gerresheimer AG. „Aufgrund der noch laufenden Untersuchungen dauert der Prozess länger als erwartet. Wir arbeiten die bislang identifizierten Sachverhalte aus den Untersuchungen strukturiert und in enger Abstimmung mit dem Abschlussprüfer auf.“

„Der Fokus auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden und die konsequente Umsetzung unseres Transformationsprogramms werden Gerresheimer zurück in die Erfolgsspur bringen“, so Uwe Röhrhoff, CEO der Gerresheimer AG. „Die Optimierung unserer Kapital- und Finanzierungsstruktur durch den geplanten Verkauf von Centor verschafft uns die Möglichkeit, erforderliche Maßnahmen umzusetzen und damit das vorhandene Potenzial unseres Unternehmens zu heben.“ 

Untersuchungen dauern an

Gerresheimer hat aufgrund interner Hinweise in Abstimmung mit dem Abschlussprüfer weitere Untersuchungen durch eine zweite Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Umsatzerfassung und Bilanzierung in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 beauftragt.

Nach bisherigen Erkenntnissen der vom Unternehmen eingeleiteten neuen Untersuchungen haben einzelne Mitarbeitende gegen interne Richtlinien und IFRS-Regelungen verstoßen. Die daraus resultierenden Korrekturen im Konzernabschluss betreffen im Wesentlichen die Erfassung von Umsatzerlösen und die Bilanzierung und Bewertung von Vorräten. Gerresheimer prüft weiter Ursachen und Verantwortlichkeiten und hat bereits erste personelle und organisatorische Konsequenzen gezogen.

Auf Basis der derzeitigen Erkenntnisse der laufenden Untersuchungen und der Abschlussprüfungsarbeiten inklusive der bereits angekündigten Korrekturen von Umsätzen aus Bill-and-Hold ergibt sich damit für das Geschäftsjahr 2024 aktuell ein Korrekturbedarf von insgesamt voraussichtlich rund -35 Mio. Euro bei den Umsatzerlösen und voraussichtlich rund -24 Mio. Euro beim Adjusted EBITDA. Die im Rahmen der noch laufenden Untersuchungen identifizierten fehlerhaften Buchungen aus dem Geschäftsjahr 2025 werden korrigiert. 

Auswirkungen auf die Prognose 2025 und erwartete Wertminderungen

Nach dem derzeitigen Stand der Abschlussarbeiten und unter Berücksichtigung der Erkenntnisse der laufenden Untersuchungen wird der Umsatzrückgang 2025 voraussichtlich am oberen Ende der Prognosespanne von -4 bis -2 % oder geringfügig besser ausfallen. Die Adjusted EBITDA-Marge wird im Geschäftsjahr 2025 voraussichtlich zwischen 16,5 und 17,5 % liegen (zuvor 18,5 bis 19,0 %). Das Adjusted EPS wird voraussichtlich im hohen zweistelligen Prozentbereich zurückgehen und kann auch negativ werden (zuvor: Rückgang im mittleren zweistelligen Prozentbereich). 

Nach den bislang vorliegenden Ergebnissen der Impairment-Tests erwartet Gerresheimer im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2025 nicht-zahlungswirksame Wertminderungen in Höhe von rund 220 bis 240 Mio. EUR. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Wertminderungen von Technologie- und Entwicklungsprojekten der Sensile Medical AG sowie unter anderem um Wertminderungen der Vermögenswerte der Gerresheimer Moulded Glass Chicago Inc., Chicago, USA. Das Moulded-Glass-Werk in Chicago Heights wird als eine der Maßnahmen der Transformationsinitiative zum Ende des Geschäftsjahres 2026 geschlossen. 

Verkauf von Centor zur Optimierung der Kapital- und Finanzierungsstruktur

Aufgrund des starken Interesses von potenziellen Käufern hat Gerresheimer den Verkauf der 100-%-Tochter Centor Inc., USA, initiiert und plant diesen noch in diesem Jahr abzuschließen. Centor ist ein führender Anbieter von Verpackungssystemen für die Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente in den USA. Mit dem Verkauf, für den bereits die Investmentbank Morgan Stanley & Co. International plc mandatiert ist, will das Unternehmen seine Kapital- und Finanzierungsstruktur optimieren. Auch die Separierung des Moulded-Glass-Geschäfts wird weiter vorangetrieben, der beabsichtigte anschließende Verkaufsprozess wird jedoch nicht im Geschäftsjahr 2026, sondern zu einem späteren Zeitpunkt initiiert werden.

Transformationsprogramm gto erfolgreich gestartet

Um das Unternehmen auf einen profitablen Wachstumskurs zu führen, setzt Gerresheimer derzeit ein umfassendes Transformationsprogramm zur Kostensenkung, Performance-Steigerung und Verbesserung des Free Cashflow um. Das Programm beinhaltet unter anderem eine selektivere Investitionsplanung, ein verbessertes Working-Capital-Management, Maßnahmen zur Steigerung der operativen und vertrieblichen Performance und die Optimierung des Einkaufs sowie des globalen Produktionsnetzwerkes. So wird Gerresheimer beispielsweise das Type-1-Moulded-Glass-Werk in Chicago Heights, USA, bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026 schließen und das Geschäft auf die drei weiteren Type-1-Moulded-Glass-Werke in Italien und Indien verlagern. 

Ausblick 2026: Positiver Free Cashflow

Gerresheimer sieht für den Pharma- und Kosmetikmarkt im Geschäftsjahr 2026 ein stabiles bis leicht wachsendes Marktumfeld. Das Unternehmen erwartet trotz eines voraussichtlich schwächeren ersten Halbjahres, vor M&A-Aktivitäten Umsatzerlöse von rund 2,3 bis 2,4 Mrd. Euro, eine Adjusted EBITDA-Marge von rund 18 bis 19 % sowie einen moderat positiven Free Cashflow.

Über Gerresheimer 

Gerresheimer ist als innovativer System- und Lösungsanbieter der globale Partner für die Pharma-, Biotech- und Kosmetikbranche. Die Gruppe bietet ein umfassendes Portfolio an Drug-Containment-Lösungen inklusive Verschlüsse und Zubehör, sowie Drug-Delivery-Systemen, Medizinprodukten und Lösungen für die Gesundheitsbranche an. Das Leistungsspektrum umfasst unter anderem digitale Lösungen für die Therapiebegleitung, On-Body Devices, Spritzen, Pens, Autoinjektoren und Inhalatoren sowie Injektionsfläschchen, Karpulen, Ampullen, Tablettenbehälter, Infusions-, Tropf- und Sirupflaschen. Gerresheimer sorgt dafür, dass Medikamente sicher zum Patienten gelangen und zuverlässig verabreicht werden können. Gerresheimer unterstützt seine Kunden mit umfassenden Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette und der Adressierung der wachsenden Nachfrage nach mehr Nachhaltigkeit. Mit über 40 Produktionsstandorten in 16 Ländern in Europa, Amerika und Asien ist Gerresheimer weltweit präsent und produziert vor Ort für die regionalen Märkte. Die Gruppe erwirtschaftete zusammen mit Bormioli Pharma 2024 einen Umsatz von rund 2,4 Mrd. Euro und beschäftigt aktuell rund 13.600 Mitarbeitende. Die Gerresheimer AG notiert im SDAX an der Frankfurter Wertpapierbörse (ISIN: DE000A0LD6E6).
www.gerresheimer.com

Spruchverfahren zum Squeeze-out bei der KROMI Logistik AG: Verhandlungstermin nunmehr am 5. Juni 2026

von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG

In dem Spruchverfahren zu dem Squeeze-out bei der KROMI Logistik AG hat das LG Hamburg nach zwei Verschiebungen einen Verhandlungstermin auf den 5. Juni 2026, 10:00 bis 15:00 Uhr, angesetzt. In dem Termin sollen die sachverständigen Prüfer zu ihrem Prüfungsbericht vom 10. Januar 2023 angehört werden. Hintergrund der nunmehrigen Ansetzung eines Termins ist der Umstand, dass sich die Antragsgegnerin seit letztem Jahr offenbar im Stadium der Abwicklung befindet. 

LG Hamburg, Az. 415 HKO 42/23
Götz, K. u.a. ./. Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV i.L.
29 Antragsteller
gemeinsamer Vertreter: RA Dr. Johannes Deiß, c/o NEUWERK Partnerschaft von Rechtsanwält:innen mbH
Verfahrensbevollmächtigte der Antragsgegnerin: 
Rechtsanwälte Flick Gocke Schaumburg, 20354 Hamburg

Spruchverfahren zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Deutsche Wohnen SE: Rechtsanwalt Jahn neuer gemeinsamer Vertreter

von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG

In dem Spruchverfahren zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag der Vonovia SE als herrschender Gesellschaft und der Deutsche Wohnen SE als beherrschte Gesellschaft hat das LG Berlin II den zunächst zum gemeinsamen Vertreter bestellten Herrn Rechtsanwalt Dr. Martin Weimann mit Beschluss vom 3. Februar 2026 wieder entpflichtet und Herrn Rechtsanwalt Wolfgang Jahn, 14558 Nuthetal, zum neuen gemeinsamen Vertreter bestellt.

Im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags hatte sich die Vonovia SE dazu verpflichtet, auf Verlangen eines jeden außenstehenden Aktionärs der Deutsche Wohnen SE dessen Aktien gegen Gewährung von Aktien der Vonovia SE zu erwerben (im Verhältnis von 1,00 ST : 0,795 ST). Da ein Spruchverfahren eingeleitet worden ist, können die Aktionäre der Deutsche Wohnen SE gemäß § 305 Abs. 4 Satz 3 AktG noch bis zwei Monate nach Bekanntmachung der letzten Entscheidung des Spruchverfahrens im Bundesanzeiger ihre Aktien der Deutsche Wohnen SE gemäß den Bedingungen des Angebots bzw. der Entscheidung des Spruchverfahrens oder einer in diesem Zusammenhang gefundenen gütlichen Einigung in Aktien der Vonovia SE umtauschen. 

LG Berlin II, Az. 102 O 58/25 SpruchG
Susvent GmbH u.a. ./. Vonovia SE
63 Antragsteller
gemeinsamer Vertreter: Rechtsanwalt Wolfgang Jahn, 14558 Nuthetal
Verfahrensbevollmächtigte der Antragsgegnerin Vonovia SE:
Rechtsanwälte Freshfields PartG mbB, 40545 Düsseldorf

Spruchverfahren zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der SNP Schneider-Neureither & Partner SE: Verbindungsbeschluss des LG Mannheim

von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG

Das LG Mannheim hat mit Beschluss vom 1. Februar 2026 die Spruchverfahren zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (BuG) der Succession German Bidco GmbH mit der SNP Schneider-Neureither & Partner SE, Heidelberg, als beherrschter Gesellschaft zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung verbunden. Es führt das Verfahren 23 O 45/25. Das Gericht hat mitgeteilt, Herrn Rechtsanwalt Dr. Georg Lauber, 53639 Königswinter, zum gemeinsamen Vertreter bestellen zu wollen. 

Die Antragsgegnerin hat in einer Stellungnahme ausgeführt, dass nach Ihrer Auffassung die Antragsfrist erst mit Wirksamwerden des BuG, d.h. am 1. Januar 2026, zu laufen begonnen habe. Insoweit könnten noch Spruchanträge gestellt werden.

LG Mannheim, Az. 23 O 45/25
Manthey, S. ./. Succession German Bidco GmbH
Verfahrensbevollmächtigte der Antragsgegnerin:
Rechtsanwälte Kirkland & Ellis International LLP

artec technologies AG: artec technologies begrüßt Standortfördergesetz und bekennt sich zur Börsennotierung im Scale-Segment

Corporate News

Diepholz, 10. Februar 2026: Die artec technologies AG (ISIN DE0005209589), Spezialist für intelligente videobasierte Sicherheitslösungen und OSINT-gestützte Informationsanalyse, begrüßt das heute in Kraft tretende Standortfördergesetz (StoFöG) und bekennt sich zur Börsennotierung im Scale-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse. Mit dieser Entscheidung unterstreicht artec ihr langfristiges Bekenntnis zum Kapitalmarkt sowie zu den Prinzipien von Transparenz, Verlässlichkeit und einer aktiven Weiterentwicklung als börsennotiertes Technologieunternehmen.

„Wir wollen unseren Aktionärinnen und Aktionären Sicherheit geben. artec bleibt ein verlässlicher und transparenter Kapitalmarktteilnehmer. Das Scale-Segment bietet für artec als wachstumsorientiertes Unternehmen ein geeignetes Umfeld, um unsere strategischen Ziele und die nächsten Schritte unserer Unternehmensentwicklung optimal zu begleiten“, erklärt Thomas Hoffmann, Vorstand der artec technologies AG.

Scale als verlässliche Plattform für die artec-Aktie

Die Notierung im Scale-Segment trägt zur Stabilität sowie Reputation der artec-Aktie bei. Zudem bietet sie wichtige strukturelle Vorteile im Hinblick auf künftige Finanzierungsoptionen. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen im deutschen Kapitalmarktrecht und der künftig strengeren Anforderungen bei einem Rückzug aus registrierten KMU-Wachstumsmärkten sieht artec die Notierung im Scale als sinnvollen Schritt im Interesse aller Aktionärinnen und Aktionäre.

Fokus auf strategische Weiterentwicklung und Unternehmenswachstum

artec arbeitet konsequent an der Umsetzung ihrer Wachstumsstrategie in den Bereichen sicherheitskritische Videoanwendungen, Behördenlösungen sowie cloudbasierte Media-Monitoring-Services. Die Gesellschaft sieht sich damit gut positioniert, um in den kommenden Jahren Umsatz und Ertrag nachhaltig zu steigern.

Über die artec technologies AG

Die börsennotierte artec technologies AG (ISIN DE0005209589) aus Diepholz (Deutschland) entwickelt und produziert innovative Software- und Systemlösungen für die Übertragung, Aufzeichnung und Auswertung von Video-, Audio- und Metadaten in Netzwerken und Internet. Dabei wird zunehmend künstliche Intelligenz eingesetzt. artec bietet seinen Kunden einen Komplettservice (Projektierung, Inbetriebnahme, Service & Support) sowohl für die Standardprodukte als auch die Sonderentwicklungen und Cloud-Dienste an. Kunden sind nationale und internationale Broadcastunternehmen, Medienhäuser, Sicherheitsbehörden und Industrieunternehmen.

>> www.artec.de
>> www.xentaurix.com

Montag, 9. Februar 2026

MOBOTIX AG: Gerichtliche Bestellung von Herrn Holger Schmidt als neues Mitglied des Aufsichtsrats

Langmeil, Februar 2026

Das Amtsgericht Kaiserslautern hat Herrn Holger Schmidt mit Wirkung zum 9. Februar 2026 zum Mitglied des Aufsichtsrats der MOBOTIX AG bestellt. Herr Holger Schmidt ist Managing Partner der CERTINA Group und verantwortlich für die Bereiche Consumer Goods & Services. Er hat seinen Dienst- und Wohnsitz in München und bringt mehr als 25 Jahre Management- und Restrukturierungserfahrung mit.

Herr Tobias Meier hatte mit Wirkung zum 22. Dezember 2025 sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. Vorstand und Aufsichtsrat bedanken sich bei Herrn Tobias Meier für sein Engagement und wünschen Herrn Holger Schmidt für seine Tätigkeit im Aufsichtsrat viel Erfolg.

Encavis GmbH: Encavis 2025 mit Rekordjahr: Durch 854 MW zusätzliche Kapazität nun 3,3 GW am Netz

Corporate News

Hamburg, 9. Februar 2026 – Encavis, ein führender paneuropäischer Anbieter von Erneuerbaren Energien (IPP) mit Hauptsitz in Hamburg, blickt auf ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Insgesamt hat das Unternehmen im vergangenen Jahr 854 MW zusätzliche Erzeugungskapazität ans Netz gebracht, davon 403 MW durch neu erworbene Parks. Damit erhöht Encavis seine gesamte Erzeugungskapazität aus grünem Strom auf 3,3 Gigawatt (GW). Zusätzlich managt Encavis 1,6 GW für institutionelle Investoren.

Akquisitionen von Wind- und Solarparks bzw. -projekten (am Netz, im Bau oder baureif) wurden insgesamt in der Größenordnung von 754 MW getätigt, was einer zusätzlichen Stromerzeugung von 1,7 TWh entspricht – ebenfalls absolute Rekordwerte. Unter den vielen Erwerbungen des Jahres sticht besonders das italienische Giotto-Portfolio mit 265 MW hervor, von denen bereits 248 MW grünen Strom produzieren. Auch das Aragón-Portfolio mit Wind- und Solarparks in Nordspanien ist mit seinen 199 MW bemerkenswert.

Diese beiden Akquisitionen, für die Encavis Finanzierungen in Höhe von 200 Millionen Euro (Giotto) und 135 Millionen Euro (Aragón) arrangieren konnte, zeigen deutlich: Encavis ist seit 2025 in der Lage, sogar mehrere große Portfolien innerhalb eines Jahres zu erwerben und erfolgreich zu finanzieren. Zudem konnten 2025 zahlreiche hochwertige Wind- und Solarparks in Deutschland und Frankreich übernommen werden.

Ein weiterer Erfolg wurde in der jüngsten FER-X Auktionsrunde im italienischen Markt erzielt, wo sich alle eingereichten Projekte durchsetzen konnten. Die Encavis-Angebote erzielten einige der höchsten Vergütungssätze des gesamten Verfahrens. Vier Solarprojekte aus der italienischen Entwicklungspipeline, von denen einige bereits genehmigt sind und andere kurz vor der finalen Genehmigung stehen, wurden ausgewählt. Gemeinsam bringen sie 140 MW neue Kapazität in Mittel- und Süditalien an den Start. Dieses außergewöhnliche Ergebnis stärkt die Position von Encavis in einem der dynamischsten Solarmärkte Europas und verleiht dem weiteren Ausbau der italienischen Entwicklungspipeline zusätzlichen Schub.

Auch im Bereich der Batteriespeicher entwickelt sich Encavis stark weiter. Die beiden BESS-Projekte in Hettstedt (12 MW) und Apeldoorn (17 MW) stehen kurz vor der Inbetriebnahme und markieren wichtige Meilensteine beim weiteren Ausbau dieses strategisch bedeutenden Segments.

Zusätzlich gelang es Encavis, mehrere weitere wegweisende Stromabnahmeverträge (PPAs) mit namhaften Unternehmen abzuschließen. Besonders hervorzuheben ist das PPA mit der Carlsberg-Tochter Sinebrychoff in Finnland, welches das wachsende Portfolio langfristiger Lieferverträge weiter festigt. Darüber hinaus zählen globale Technologiekonzerne wie Amazon, Google und Microsoft sowie europäische Industrieunternehmen wie Aliaxis und Schouw &Co. zu den verlässlichen Partnern. Diese breite Aufstellung unterstreicht die Attraktivität des Erzeugungsportfolios und die starke Nachfrage nach grüner Energie aus Encavis-Anlagen.

Auch Stern Energy überzeugte 2025 und stärkte seine Systemintegrationskompetenz mit wichtigen EPC- und EPCm-Projekten, darunter ein EPCm-Auftrag in Deutschland mit 65 MW sowie zwei schlüsselfertige EPC-Projekte in Italien mit insgesamt 70 MW einschließlich Netzanschlussarbeiten. Des Weiteren realisierte Stern Energy in den letzten drei Jahren erfolgreiche Revamping-Projekte mit einem Gesamtumfang von 191 MW.

Stern Energy erweiterte sein technologisches Spektrum, indem das Unternehmen mit der Erbringung von O&M‑Dienstleistungen für BESS‑Systeme in Italien und Deutschland begann. Parallel dazu stellte die Gründung von Stern Engineering einen strategischen Schritt dar, um das technische Know-how entlang der gesamten Service‑Wertschöpfungskette zu vertiefen. Weitere betriebliche Innovationen umfassten den Start eines Pilotprojekts für vollständig automatisiertes Vegetationsmanagement mit autonomen Fahrzeugen. Darüber hinaus baute Stern Energy seine europäische Präsenz durch die Eröffnung eines neuen Büros in Dänemark aus und setzte sein Wachstum in allen operativen Märkten fort.

Mario Schirru, CEO von Encavis, betont: „Was Encavis besonders auszeichnet, ist die konsequent auf Kundenbedürfnisse ausgerichtete Ausbau- und Vermarktungsstrategie in unseren europäischen Märkten. Wir schaffen es, immer mehr hochwertige Wind- und Solarprojekte zu erwerben, zu finanzieren und erfolgreich ans Netz zu bringen. Gleichzeitig behalten wir den richtigen Länderfokus, eine ausgewogene Mischung aus Wind- und Solarparks sowie einen ausgeglichenen Mix aus subventionierten Assets und PPAs im Blick. Auf das, was unser gesamtes Team im Jahr 2025 erreicht hat, bin ich ausgesprochen stolz.“

_________________ 

 Anmerkung der Redaktion:

Das Landgericht Hamburg hat die eingegangenen Spruchanträge zu dem kürzlich durchgeführten verschmelzungsrechtlichen Squeeze-out bei der ENCAVIS AG mit Beschluss vom 5. Januar 2026 zu dem führenden Verfahren mit dem Aktenzeichen 403 HKO 140/25 verbunden.

Samstag, 7. Februar 2026

TAG Immobilien AG: BNP PARIBAS ASSET MANAGEMENT Europe SAS hält nunmehr 22 % der Stimmrechte

Entsprechend der Stimmrechtsmitteilung der TAG Immobilien AG vom 6. Februar 2026 hält die BNP PARIBAS ASSET MANAGEMENT Europe SAS nunmehr 22 % der Stimmrechte, alle direkt über Aktien.

Freitag, 6. Februar 2026

Worthington Steel kündigt Beginn der Annahmefrist für freiwilliges Barangebot über 11,00 € je Aktie an die Aktionäre der Klöckner & Co SE an

NICHT ZUR TEILWEISEN ODER VOLLSTÄNDIGEN VERÖFFENTLICHUNG ODER VERTEILUNG IN ODER AUS LÄNDERN, IN DENEN DIES GEGEN GESETZLICHE VORSCHRIFTEN VERSTOSSEN WÜRDE

Highlights:

- Nach der Gestattung durch die BaFin hat Worthington Steel GmbH die Angebotsunterlage für ihr freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für die Klöckner & Co SE veröffentlicht

- Aktionäre von Klöckner & Co können ihre Aktien gegen eine Bargegenleistung von 11,00 € je Aktie andienen; die Annahmefrist beginnt heute und endet am 12. März 2026

- Das Angebot bietet den Aktionären von Klöckner & Co eine attraktive Möglichkeit, den Wert von Klöckner & Co bereits heute mit einer signifikanten Prämie von rund 98 % gegenüber dem unbeeinflussten volumengewichteten durchschnittlichen Aktienkurs der letzten drei Monate bis einschließlich 5. Dezember 2025 zu realisieren, vorbehaltlich der in der Angebotsunterlage dargelegten Bestimmungen und Bedingungen

- Vorstand und Aufsichtsrat von Klöckner & Co begrüßen das Angebot und beabsichtigen, vorbehaltlich der Prüfung der Angebotsunterlage, den Aktionären von Klöckner & Co die Annahme des Angebots zu empfehlen

- SWOCTEM GmbH, der größte Aktionär von Klöckner & Co, hat sich unwiderruflich verpflichtet, seine Aktien in das Angebot anzudienen, und stellt damit eine starke Unterstützung auf Aktionärsseite sicher


COLUMBUS, OHIO (5. Februar 2026) – Worthington Steel, Inc. (NYSE: WS) hat heute den Beginn der Annahmefrist für das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot durch ihre mittelbare, hundertprozentige Tochtergesellschaft Worthington Steel GmbH („Worthington Steel“ oder die „Bieterin“) für alle ausstehenden Aktien der Klöckner & Co SE („Klöckner & Co“) bekannt gegeben. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) hat die Veröffentlichung der Angebotsunterlage gemäß dem Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) gestattet.

Ab heute können Aktionäre von Klöckner & Co das Angebot annehmen, indem sie ihre Aktien zu einer Bargegenleistung von 11,00 € je Klöckner & Co-Aktie (die „Angebotsgegenleistung“) andienen. Die Annahmefrist läuft vom 5. Februar 2026 bis zum 12. März 2026, 24:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) / 19:00 Uhr (Ortszeit New York).

Die Angebotsgegenleistung entspricht einer signifikanten Prämie von rund 98 % gegenüber dem unbeeinflussten volumengewichteten durchschnittlichen Aktienkurs der letzten drei Monate bis einschließlich 5. Dezember 2025, dem letzten Handelstag vor der Veröffentlichung der Ad-hoc-Mitteilung der Gesellschaft im Zusammenhang mit dem potenziellen Übernahmeangebot. Darüber hinaus entspricht er einer Prämie von rund 81 % gegenüber dem Schlusskurs am 5. Dezember 2025.

Neben einer attraktiven Prämie haben Aktionäre, die ihre Klöckner & Co-Aktien in das Angebot andienen, weiterhin die Möglichkeit, von einer möglichen Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2025 zu profitieren. Das von beiden Unternehmen unterzeichnete Business Combination Agreement sieht vor, dass Klöckner & Co eine Dividende von bis zu 0,20 € pro Aktie auszahlen kann, vorbehaltlich geltender gesetzlicher Anforderungen, verfügbarer ausschütterbarer Gewinne und der Zustimmung der Aktionäre auf der Hauptversammlung.

Das Angebot steht unter dem Vorbehalt einer Mindestannahmeschwelle von 65 % sowie weiterer marktüblicher Vollzugsbedingungen.

Aktionäre von Klöckner & Co, die das Angebot annehmen möchten, sollten umgehend ihre Depotbank oder ihren sonstigen Wertpapierdienstleister, bei dem ihre Klöckner & Co-Aktien verwahrt werden, kontaktieren. Das Angebot unterliegt den in der von der BaFin gestatteten Angebotsunterlage festgelegten Bedingungen und weiteren Bestimmungen (die „Angebotsunterlage“).

Unser Angebot bietet den Aktionären von Klöckner & Co die Möglichkeit, Wert zu einem signifikanten Aufschlag in bar zu realisieren“, sagt Geoff Gilmore, President und CEO von Worthington Steel.

Sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat von Klöckner & Co haben erklärt, dass sie das Angebot begrüßen und beabsichtigen, vorbehaltlich der Prüfung der Angebotsunterlage und der Veröffentlichung ihrer begründeten Stellungnahme gemäß § 27 WpÜG, den Aktionären von Klöckner & Co die Annahme des Angebots zu empfehlen.

SWOCTEM GmbH, der größte Aktionär von Klöckner & Co, hat sich unwiderruflich verpflichtet, seine Aktien, die rund 42 % des Grundkapitals repräsentieren, in das Angebot anzudienen.

Die Angebotsunterlage und weitere Informationen im Zusammenhang mit dem Angebot sind ab heute auf folgender Website veröffentlicht: www.strong-for-good.com

Über Worthington Steel

Worthington Steel (NYSE: WS) ist ein Metallverarbeiter, der gemeinsam mit seinen Kunden hochtechnische und maßgeschneiderte Lösungen entwickelt. Die Expertise von Worthington Steel in der Verarbeitung von flachgewalztem Stahl, Elektrostahl-Lamellen sowie maßgeschneiderten Tailor-Welded-Lösungen trägt zur Nachhaltigkeit der Stahlindustrie bei.

Als einer der führenden Metallverarbeiter in Nordamerika nutzt Worthington Steel mit rund 6.000 Mitarbeitenden das Potenzial von Stahl, um die Visionen seiner Kunden durch wertschöpfende Verarbeitungskapazitäten voranzubringen – darunter Verzinken, Beizen, konfiguriertes Zuschnittstanzen (Configured Blanking), spezialisierte Kaltumformung, Leichtbau sowie die Fertigung elektrischer Lamellen. Mit Hauptsitz in Columbus, Ohio, betreibt Worthington Steel 37 Werke in sieben US-Bundesstaaten und zehn Ländern weltweit. Auf Basis einer People-first-Philosophie, eines klaren Bekenntnisses zu Nachhaltigkeit und eines bewährten Geschäftsmodells verfolgt Worthington Steel das Ziel, positive Erträge zu erzielen: durch verlässliche und innovative Lösungen für Kunden, Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeitende und die Stärkung seiner Gemeinschaften.

Bekanntmachung zum Squeeze-out bei der artnet AG

artnet AG
Berlin

Bekanntmachung über den Ausschluss der Minderheitsaktionäre
der artnet AG, Berlin
- ISIN DE000A1K0375, WKN A1K037 -

Die außerordentliche Hauptversammlung der artnet AG vom 20. November 2025 hat die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die Leonardo Art Holdings GmbH als Hauptaktionärin, welche mit ca. 95,42 % unmittelbar am Grundkapital der artnet AG beteiligt ist, gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung gemäß §§ 327a ff. AktG beschlossen. Der Übertragungsbeschluss wurde am 23. Januar 2026 in das Handelsregister der artnet AG beim Amtsgericht Charlottenburg (HRB 98006) eingetragen. Mit dieser Eintragung sind kraft Gesetzes alle Aktien der Minderheitsaktionäre an der artnet AG auf die Leonardo Art Holdings GmbH übergegangen.

Seit diesem Zeitpunkt verbriefen die Aktien der artnet AG keine Aktionärsrechte mehr, sondern den Anspruch auf Zahlung der von der Hauptversammlung beschlossenen Barabfindung.

Nach dem Übertragungsbeschluss erhalten die ausgeschiedenen Minderheitsaktionäre eine von der Leonardo Art Holdings GmbH zu zahlende Barabfindung in Höhe von EUR 11,16 je auf den Namen lautende Stückaktie der artnet AG. Die festgelegte Barabfindung ist gemäß § 327b Abs. 2 AktG von der Bekanntmachung der Eintragung des Übertragungsbeschlusses in das Handelsregister der artnet AG beim Amtsgericht Charlottenburg an mit jährlich fünf Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz nach § 247 BGB zu verzinsen. Die Eintragung des Übertragungsbeschlusses in das Handelsregister der artnet AG ist am 23. Januar 2026 durch die erstmalige Abrufbarkeit im Handelsregister bekannt gemacht worden.

Die wertpapiertechnische Abwicklung und die Auszahlung der Barabfindung sind bei der

ODDO BHF SE, Frankfurt am Main

zentralisiert. Die Auszahlung der Barabfindung zzgl. angefallener Zinsen an die ausgeschiedenen Minderheitsaktionäre erfolgt voraussichtlich im Februar 2026 Zug um Zug gegen Ausbuchung ihrer Aktien über die Clearstream Europe AG an die jeweilige Depotbank. Von den ausgeschiedenen Minderheitsaktionären ist hinsichtlich der Ausbuchung der Aktien und der Entgegennahme der Barabfindung, die provisions- und spesenfrei erfolgen, nichts zu veranlassen. 

München, im Februar 2026
Leonardo Art Holdings GmbH
Die Geschäftsführung

Quelle: Bundesanzeiger vom 4. Februar 2026

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Anmerkung der Redaktion:

Die Angemessenheit der angebotenen Barabfindung wird in einem Spruchverfahren gerichtlich überprüft werden. Weitere Informationen: kanzlei@anlageanwalt.de

RM Rheiner Management AG: Jahresabschluss 2025 / Vorläufiges Ergebnis

Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014

Im Zuge der Aufstellung des Jahresabschlusses der RM Rheiner Management AG für das Geschäftsjahr 2025 zeichnet sich vorläufig ein ungeprüftes positives Ergebnis vor Steuern von rund +417 TEUR (Vorjahr: +197 TEUR) ab.

Die Feststellung des Jahresabschlusses 2025 wird - nach Durchführung der Jahresabschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer - in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates erfolgen.

Der Inventarwert je Aktie der RM Rheiner Management AG beträgt per 31.12.2025 etwa 44,20 EUR (31.12.2024: 39,60 EUR). Bei dessen Berechnung bleiben sämtliche Nachbesserungsrechte außer Ansatz.

Köln, 06. Februar 2026

Der Vorstand

NAKIKI SE beantragt Wechsel des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024

Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014,

Frankfurt am Main, 06. Februar 2026 – Der Vorstand und der Aufsichtsrat der NAKIKI SE („NAKIKI“) haben heute beschlossen, umgehend beim zuständigen Amtsgericht die gerichtliche Bestellung eines neuen Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024 sowie die Abberufung bzw. den Wechsel des derzeitigen Abschlussprüfers, KHS Audit and Valuation GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln zu beantragen.

Grund für den Antrag ist, dass aus Sicht der NAKIKI das Vertrauensverhältnis zum derzeit bestellten Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 nachhaltig zerrüttet ist. NAKIKI wird über das weitere Verfahren und den Ausgang des gerichtlichen Antrags sowie eine etwaige Neubestellung eines Abschlussprüfers gemäß den gesetzlichen Vorgaben informieren.

NAKIKI SE
Der Vorstand

Donnerstag, 5. Februar 2026

Anstehende Spruchverfahren und Strukturmaßnahmen

Die Rechtsanwaltskanzlei ARENDTS ANWÄLTE vertritt und berät voraussichtlich Minderheitsaktionäre insbesondere bei folgenden anstehenden aktienrechtlichen Spruchverfahren bzw. Strukturmaßnahmen:

  • ABOUT YOU Holding SE: Unternehmenszusammenschluss mit der Zalando SE, erfolgreiches Übernahmeangebot, verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out zugunsten der Zalando-Tochtergesellschaft ABYxZAL Holding AG zu EUR 6,50 je Aktie, (virtuelle) ao. Hauptversammlung am 22. September 2025, Eintragung am 6. November 2025 (Fristende: 6. Februar 2025)
  • artnet AG: erfolgreiches Übernahme- und Delistingangebot der Leonardo Art Holdings GmbH (Beowolff Capital), nunmehr aktienrechtlicher Squeeze-out zu EUR 11,16 je Aktie, Eintragung im Handelsregister am 23. Januar 2026 (Fristende: 23. April 2026)
  • APONTIS PHARMA AG: erfolgreiches Übernahmeangebot, verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out zugunsten der Zentiva AG, Hauptversammlung am 29. Juli 2025, Eintragung durch Anfechtungsklage verzögert, am 13. November 2025 in das Handelsregister der übernehmenden Gesellschaft eingetragen (Fristende: 13. Februar 2026)
  • CECONOMY AG: Delisting geplant
  • centrotherm international AG: verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out zugunsten der Centrotherm AcquiCo AG

  • Covestro AG: erfolgreiches Übernahmeangebot von XRG (bisher: Adnoc) zu EUR 62,- je Covestro-Aktie, nunmehr 95-%-Schwelle überschritten, XRG fordert aktienrechtlichen Squeeze-out 
  • Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA): erfolgreiches Übernahmeangebot der Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft SE, Tochtergesellschaft der MSC Mediterranean Shipping Company S.A., nunmehr Squeeze-out gefordert, Hauptversammlung voraussichtlich am 11. Juni 2026

  • HORNBACH Baumarkt AG: Die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA hat ihren Anteil auf 95,3 % erhöht, folgt Squeeze-out?

  • KATEK SE: Squeeze-out zugunsten der Kontron Acquisition GmbH zu EUR 18,12 je Aktie, ao. Hauptversammlung am 30. Dezember 2025
  • Klöckner & Co SE: Übernahmeangebot der Worthington Steel für Aktien der Klöckner & Co SE für EUR 11,- je Aktie angekündigt

  • NanoFocus AG: aktienrechtlicher Squeeze-out zugunsten der Carl Mahr Holding GmbH zu EUR 1,76 je Aktie, Eintragung im Handelsregister am 22. Dezember 2025 (Fristende: 23. März 2026)

  • Nexus AG: erfolgreiches Übernahmeangebot der Project Neptune Bidco GmbH (TA), nunmehr Squeeze-out zu EUR 70,- je Aktie, Eintragung im Handelsregister am 24. November 2025 (Fristende: 24. Februar 2026)

  • OTRS AG: Squeeze-out zugunsten der Optimus BidCo AG, eine Akquisitionsgesellschaft der EasyVista SAS, Hauptversammlung am 12. November 2025
  • PharmaSGP Holding SE: Delisting-Vereinbarung mit FUTRUE GmbH, Delisting, verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out, am 9. Dezember 2025 im Handelsregister eingetragen (Fristende: 9. März 2026)

  • Pulsion Medical Systems SE: Squeeze-out zugunsten der MAQUET Medical Systems AG (Tochtergesellschaft der Getinge AB) zu EUR 20,57, Hauptversammlung am 17. Oktober 2025, Eintragung im Handelsregister am 19. November 2025 (Fristende: 19. Februar 2026)

  • Tele Columbus AG: Squeeze-out zugunsten der Kublai GmbH 

  • VIB Vermögen AG: Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der DIC Real Estate Investments GmbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien als herrschendem und der VIB als beherrschtem Unternehmen, ao. Hauptversammlung am 12. Februar 2026

(Angaben ohne Gewähr) 
 
Weitere Informationen: kanzlei@anlageanwalt.de

Studie 2025 zur Unternehmensbewertung bei gesellschaftsrechtlichen Bewertungsanlässen veröffentlicht

Mitteilung von I-ADVISE

Düsseldorf, Januar 2026:

Die aktuelle Ausgabe der Praxisstudie zeigt die Bewertungspraxis anlässlich aktienrechtlicher Strukturmaßnahmen in den Jahren 2010 bis 2025.

In der nunmehr 12. Ausgabe der Studie konnten wir keinen Fall feststellen, in dem aufgrund der aktuellen BGH-Rechtsprechung ausschließlich der Börsenkurs zur Schätzung des Unternehmenswerts herangezogen wurde, ohne auch eine Ertragswertermittlung durchzuführen. In keinem der Fälle erfolgte die Abfindung zu einem unter dem Ertragswert liegenden Börsenkurs.

Im Jahr 2025 war ein Anstieg des Basiszinssatzes auf 3,25 % zum Jahresende zu beobachten. Die in den Bewertungen verwendete Marktrisikoprämie nach persönlichen Steuern dagegen sank ab Juli 2025 auf zuletzt 5,00 %, nachdem sie im Jahr 2024 und im ersten Halbjahr 2025 noch durchgehend mit 5,75 % angesetzt worden war.

Überwiegend wenden die Bewerter nicht angepasste (raw) Betafaktoren anstelle von adjusted Betafaktoren an. Wenn adjusted Betafaktoren in die Ableitung des Risikozuschlags einfließen, erfolgt dies meist im Rahmen einer Gesamtschau, in die auch die raw Betafaktoren einbezogen werden.

Die Berücksichtigung des sog. Debt Beta kann mittlerweile als Standard angesehen werden und erfolgte in sämtlichen betrachteten Gutachten.

Die Studie steht zum kostenlosen Download bereit und wir stehen gerne für den Austausch oder Rückfragen zur Verfügung.

Wenn Sie automatisch über Updates unserer Studien informiert werden möchten, können Sie sich dafür in unserem Studien-Alert eintragen.

Mittwoch, 4. Februar 2026

Elmos Semiconductor SE: Veröffentlichung einer Kapitalmarktinformation / Aktienrückkaufprogramm über die Börse

Elmos Semiconductor SE / Bekanntmachung nach Art. 5 Abs. 1 lit. a) der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 und Art. 2 Abs. 1 der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 2016/1052 der Kommission vom 8. März 2016 / Aktienrückkaufprogramm

Leverkusen, 04. Februar 2026: Der Vorstand der Elmos Semiconductor SE („Gesellschaft“) (FSE: ELG), Leverkusen, hat am 04. Februar 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, von der auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 11. Mai 2022 beschlossenen Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien in einem Umfang bis zu 10% des Grundkapitals teilweise Gebrauch zu machen. Gemäß Hauptversammlungsbeschluss ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 10. Mai 2027 eigene Aktien in Höhe von bis zu insgesamt 10% des Grundkapitals zu erwerben. Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, so darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Eröffnungskurs am Erwerbstag im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) in Frankfurt am Main um nicht mehr als 10% überschreiten und um nicht mehr als 20% unterschreiten.

Der Kaufpreis für den Erwerb der eigenen Aktien auf Grundlage dieser Beschlüsse darf insgesamt 10.000.000,00 Euro (ohne Erwerbsnebenkosten) nicht übersteigen.

Der Rückkauf soll zeitnah beginnen, jedoch nicht vor dem 24. Februar 2026, und am 31. März 2026 enden. Das Rückkaufprogramm kann vom Vorstand der Gesellschaft – unter Beachtung geltenden Rechts – jederzeit ausgesetzt und wieder aufgenommen sowie vorzeitig beendet werden. Über eine Beendigung, eine Aussetzung und eine Wiederaufnahme wird die Gesellschaft gesondert informieren.

Der Aktienrückkauf wird unter Einschaltung eines Kreditinstituts durchgeführt. Das für den Rückkauf eingeschaltete Kreditinstitut wird seine Entscheidung über den Zeitpunkt des Erwerbs von Aktien entsprechend Art. 4 Abs. 2 lit. b) der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 der Kommission vom 8. März 2016 („Delegierte Verordnung“) unabhängig und unbeeinflusst von der Gesellschaft treffen. Die Gesellschaft wird insoweit keinen Einfluss auf die Entscheidungen des Kreditinstituts nehmen.

Der Aktienrückkauf wird im Einklang mit Art. 5 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 („MAR“) und der Delegierten Verordnung sowie auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 11. Mai 2022 durchgeführt. Jedoch wird ein Zweck gemäß Art. 5 Abs. 2 MAR nicht festgelegt. Auch wird die Höchstzahl der zu erwerbenden Aktien nicht festgelegt. Die Gesellschaft wird das Kreditinstitut entsprechend verpflichten.

Die Aktien der Gesellschaft werden zu Marktpreisen im Einklang mit den Handelsbedingungen gemäß Art. 3 Delegierte Verordnung erworben. Insbesondere werden die Aktien der Gesellschaft nicht zu einem Kurs erworben, der über dem des letzten unabhängig getätigten Abschlusses oder (sollte dieser höher sein) über dem des derzeit höchsten unabhängigen Angebots auf dem Handelsplatz, auf dem der Kauf stattfindet, liegt. Darüber hinaus wird die Gesellschaft an einem Handelstag nicht mehr als 25 % des durchschnittlichen täglichen Aktienumsatzes auf dem Handelsplatz, auf dem der Kauf erfolgt, erwerben. Der durchschnittliche tägliche Aktienumsatz wird berechnet auf Basis des durchschnittlichen täglichen Handelsvolumens während der 20 Börsentage vor dem jeweiligen Kauftermin.

Informationen zu den mit dem Aktienrückkaufprogramm zusammenhängenden Geschäften werden spätestens am Ende des siebten Handelstages nach dem Tag der Ausführung solcher Geschäfte in aggregierter Form angemessen bekanntgegeben. Darüber hinaus wird die Gesellschaft die bekanntgegebenen Geschäfte sowohl in aggregierter als auch in detaillierter Form auf ihrer Website www.elmos.com auf der Seite „Aktie“ im Bereich „Investor“ unter „Über Elmos“ veröffentlichen und dafür sorgen, dass die Informationen ab dem Tag der Bekanntgabe mindestens fünf Jahre öffentlich zugänglich bleiben.

Spruchverfahren zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Deutschen Postbank AG: OLG Düsseldorf will neues Sachverständigengutachten

von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG

In dem Spruchverfahren zu dem von der Deutschen Postbank AG mit der zum Deutsche Bank-Konzern gehörenden DB Finanz-Holding GmbH als herrschendem Unternehmen am 30. März 2012 abgeschlossene Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag hatte das LG Köln mit Beschluss vom 1. Oktober 2020 die Abfindung auf EUR 29,74 je Postbank-Aktie festgesetzt (statt der in dem Vertrag festgesetzten EUR 21,18). Als angemessenen Ausgleich wurden vom Landgericht EUR 1,78 je Aktie festgesetzt. 

Gegen diese erstinstanzliche Entscheidung hatten zahlreiche Antragsteller und die Antragsgegnerin Beschwerden eingelegt. Die von den Antragstellern eingelegten Beschwerden wurden u.a. damit begründet, dass die Antragsgegnerin ein Übernahmeangebot zu EUR 57,25 hätte abgeben müssen. Dieses pflichtwidrig unterlassene Übernahmeangebot hätte im Spruchverfahren berücksichtigt werden müssen. 

Das OLG Düsseldorf hat nunmehr mit Beweisbeschluss vom 4. Februar 2026 ein ergänzendes Sachverständigengutachten angefordert:

" Es soll – worauf der Senat schon mit Beschluss vom 11.12.2025 hingewiesen hat - ein ergänzendes Sachverständigengutachten eines weiteren Sachverständigen zur Ermittlung des Unternehmenswerts der Postbank AG zum Stichtag 05.06.2012 nach der Ertragswertmethode anhand des IDW S 1 (2008) und der hieraus abzuleitenden angemessenen Barabfindung eingeholt werden."

Dem neuen Gutachten soll ein Basiszinssatz von gerundet 2,5 %, eine Marktrisikoprämie von 5 % nach Steuern und ein Betafaktor von 1,0 zugrunde gelegt werden. Die in der Planung erfassten unechten Synergien sollen berücksichtigt werden, "dagegen sind die vom Sachverständigen Prof. Dr. Aders auf der Grundlage der Best-Practice-Empfehlungen Unternehmensbewertung der Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) von Dezember 2012 in die Planungsrechnung hineingenommenen echten Synergieeffekte aus der Schließung zentraler Stabsabteilungen nicht zu berücksichtigen".

Nach Wunsch des OLG soll der Sachverständige u.a. die in der ewigen Rente zu erzielende Eigenkapitalrendite und die nachhaltige Wachstumsrate in den Blick nehmen und den Unternehmenswert mithilfe des aus dem Kapitalisierungszins abgeleiteten sog. Mittelwertansatzes neu berechnen. 

Das OLG teilte mit, dass vorgesehen sei, mit der Begutachtung den Wirtschaftsprüfer Dr. Tim Laas, Alvarez & Marsal, zu beauftragen.

Spruchverfahren zu dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag:
OLG Düsseldorf, Az. I-26 W 5/21 AktE
LG Köln, Beschluss vom 1. Oktober 2020, Az. 82 O 77/12
Meilicke u.a. ./. DB Beteiligungs-Holding GmbH (früher: DB Finanz-Holding GmbH)

Spruchverfahren zu dem Squeeze-out:
LG Köln, Az. 82 O 2/16
Krystofiak u.a. ./. Deutsche Bank AG

jeweils gemeinsamer Vertreter: Rechtsanwalt Dr. Klocke, Köln

Verfahrensbevollmächtigte der jeweiligen Antragsgegnerin:
Rechtsanwälte Hengeler Mueller, 60323 Frankfurt am Main

Spruchverfahren zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Studio Babelsberg AG: LG Potsdam holt Stellungnahme der Prüfer ein

von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L-HSG 

In dem seit 2023 laufenden Spruchverfahren zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Studio Babelsberg AG als beherrschter Gesellschaft hat das LG Potsdam eine Stellungnahme der Prüfer angefordert. Auszug aus dem Beschluss vom 14. Januar 2026:

"Es soll gem. § 7 Abs. 6 SpruchG eine schriftliche Stellungnahme der Prüfer Dr. Nils Mengen und Jörg Neis (Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Holzmark 1, 50676 Köln) zu den jeweiligen Einwendungen der Antragsteller und des gemeinsamen Vertreters gegen die Höhe der vertraglichen Ausgleichszahlung sowie der je Stückaktie festgelegten Abfindung eingeholt werden.

Die schriftliche Stellungnahme soll dem Gericht bis zum Ablauf des 30.04.2026 vorgelegt werden."

LG Potsdam, Az. 51 O 63/23
Arendts, F. ./. Kino BidCo GmbH
41 Antragsteller
gemeinsamer Vertreter: Rechtsanwalt Dr. Peter Dreier, 40213 Düsseldorf
Verfahrensbevollmächtigte der Antragsgegnerin:
Rechtsanwälte Gleiss Lutz Hootz Hirsch PartmbB, 70173 Stuttgart

Dienstag, 3. Februar 2026

Squeeze-out Intercell/Valneva: Anhebung der Barabfindung von EUR 1,69 auf EUR 5,21 durch das Handelsgericht Wien

Aus IVA-News Nr. 01 / Februar 2026

Das Handelsgericht hat das Verfahren zur Überprüfung der Barabfindung abgeschlossen und folgenden Beschluss erlassen: Die angebotene Barabfindung von 1,69 EUR je Aktie der Intercell ist nicht angemessen. Die Barabfindung wird mit 5,21 EUR je Aktie festgesetzt. In der damit verbundenen Frage, ob das Umtauschverhältnis von Intercell-Aktien zu Valenva Aktien unter gewissen Nebenbedingungen angemessen war, wurde bejaht. Eine Kostenentscheidung bleibt bis zur rechtskräftigen Erledigung des Verfahrens vorbehalten.

Falkenstein Nebenwerte AG: Jahresabschluss 2025 / Vorläufiges Ergebnis

Hamburg, den 3. Februar 2026

Die Falkenstein Nebenwerte AG hat das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 mit einem vorläufigen Ergebnis von rund EUR 0,77 Mio. abgeschlossen (Vorjahr EUR -0,13 Mio.). Das bilanzielle Eigenkapital liegt damit bei rund EUR 1,98 Mio. (Vorjahr EUR 1,21 Mio.).

Das Wertpapiervermögen der Falkenstein Nebenwerte AG entwickelte sich im Geschäftsjahr 2025 sehr positiv. Die Veränderung des wirtschaftlichen Reinvermögens im Geschäftsjahr 2025 belief sich gegenüber dem Vorjahr auf + 68,2%. Zum Jahresende 2025 wurden Kredite in Höhe von EUR 0,14 Mio. in Anspruch genommen. Zum Bilanzstichtag hielt die Gesellschaft Aktien von 11 Unternehmen. Die Beteiligungen an Verbio, Dt. Rohstoff und Allgeier repräsentierten dabei rund zwei Drittel des Gesamtportfolios.

Primäre Zielgröße der Falkenstein Nebenwerte AG ist die langfristige Steigerung des wirtschaftlichen Reinvermögens. Wir schauen hierbei vorrangig auf Fünfjahreszeiträume. Für den laufenden Zeitraum 2021 bis 2025 lag die durchschnittliche Fünfjahres-Rendite nach vorläufiger Rechnung bei 4,4 % p.a. und damit trotz des guten Jahresergebnisses 2025 noch leicht unterhalb der langfristig angestrebten durchschnittlichen Steigerung des wirtschaftlichen Reinvermögens von mehr als 5 % p.a. Ursächlich hierfür sind die negativen Ergebnisse der Geschäftsjahre 2022 und 2023.

Die vorläufigen Zahlen unterliegen dem Vorbehalt der Abschlussprüfung und der Feststellung des nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat. Aus heutiger Sicht ist die Gesellschaft zuversichtlich, die endgültigen Zahlen und den vom Wirtschaftsprüfer geprüften Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 bis Ende Mai 2026 veröffentlichen zu können.

Das Kapital der Gesellschaft ist im Verhältnis zu den laufenden Kosten unverändert niedrig. In der gegebenen Struktur und Kapitalausstattung sind die Entwicklungsmöglichkeiten der Gesellschaft beschränkt. Die Mehrheitsaktionärin hat der Falkenstein Nebenwerte AG zur Kenntnis gegeben, dass sie grundsätzlich und in Abhängigkeit der Konditionen an einem Verkauf ihrer Aktienmehrheit interessiert ist. Gespräche mit potentiellen Interessenten sind angabegemäß in einem sehr frühen Stadium und lassen aktuell keine überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine kurzfristige Transaktion erkennen.

Die Falkenstein Nebenwerte AG ist gut in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Unter Berücksichtigung kalkulatorischer Kosten konnten seit Jahresbeginn Wertzuwächse von ca. 11 % erzielt werden. Die Kapitalmärkte im laufenden Geschäftsjahr sind erneut von hohen Schwankungen gekennzeichnet. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass aus der positiven Entwicklung seit Jahresbeginn keine aussagekräftigen Rückschlüsse für Prognosen zum Jahresergebnis 2026 gezogen werden können.

Der Vorstand

ams-OSRAM AG: ams OSRAM veräußert Teilbereich seines Sensorgeschäfts für 570 Mio. Euro an Infineon, senkt Pro-forma-Verschuldungsgrad auf 2,5 und formt den führenden Anbieter in Digital Photonics

Ad-hoc-Mitteilung gemäß Art. 53 Kotierungsreglement der SIX Swiss Exchange

Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 MAR der Verordnung (EU) Nr. 596/2014


Bilanz-Entschuldung

- Verkauf des nicht-optischen Analog-/Mixed-Signal-Sensorgeschäfts für Automotive, Industrie und Medizin an Infineon für 570 Mio. Euro in bar; Closing der Transaktion wird für Q2/2026 erwartet.

- Das veräußerte Geschäft erwirtschaftete rund 220 Mio. Euro Umsatz und etwa 60 Mio. Euro bereinigtes EBITDA im Jahr 2025.

- Der Verkauf betrifft auch Gesellschaften, die rund 130 Mio. Euro an Vermögenswerten halten, welche die Wandelanleihen und Senior Notes der Gruppe besichern; die entsprechenden Erlöse werden für einen anteiligen Rückkauf bzw. die Rückzahlung dieser Instrumente verwendet.

- In Summe bringen die Teilverkäufe im Rahmen des Entschuldungsplans von ams OSRAM rund 670 Mio. Euro ein. Damit sinkt der Pro‑forma‑Verschuldungsgrad von 3,3 auf 2,5 (inkl. OSRAM-Put-Optionen).

Strategische Neuausrichtung

- Die Transaktion erweitert die finanzielle und strategische Flexibilität und positioniert das Unternehmen klar als führenden Anbieter im Bereich Digital Photonics – mit Fokus auf intelligente optische Halbleiter für Lichtemission und Sensorik.

- Digital Photonics steht für die Digitalisierung der Lichterzeugung durch Pixel-Emitter und Sensoren, kombiniert mit intelligenter Elektronik. Dieser Zukunftsbereich eröffnet eine Reihe mittelfristiger Wachstumschancen, die den neuen finanziellen Zielen für 2030 zugrunde liegen.

- ams OSRAM verfügt über das breiteste Portfolio modernster optischer Halbleitertechnologien, von optischen Emittern samt spezialisierter Treiber- und Power‑Management‑ICs bis hin zu einem vollständigen Spektrum an optischen Sensoren und Sensormodulen.

- Das stabile traditionelle Automobil-Lampengeschäft inklusive des Ersatzlampengeschäfts verbleibt im Konzern, um mit seinem stetigen Free-Cash-Flow das Wachstum im Halbleitergeschäft gezielt zu unterstützen.

- Neue Finanzziele 2030 (über den Halbleiterzyklus): Semiconductors: Umsatz-CAGR im mittleren bis hohen einstelligen Bereich, ≥ 25% bereinigtes EBITDA; Gruppe: Free-Cash-Flow > 200 Mio. Euro, Verschuldungsgrad < 2.


Premstätten, Österreich, und München, Deutschland (3. Februar 2026) -- ams OSRAM veräußert Teilbereich seines Sensorgeschäfts für 570 Mio. Euro an Infineon, senkt Pro-forma-Verschuldungsgrad auf 2,5 und formt den führenden Anbieter in Digital Photonics

Mit dem gezielten Verkauf unseres nichtoptischen Automotive-, Industrie- und Medizinsensorgeschäfts an Infineon für 570 Millionen Euro in bar schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Wir reduzieren unsere Verschuldung deutlich schneller als geplant und formen den führenden Anbieter in Digital Photonics. Wir sind das Photonics Powerhouse mit dem breitesten Portfolio modernster Halbleiter-Technologie-Plattformen für Lichtemission und Sensorik. Damit sind wir optimal positioniert, um von entscheidenden Marktdurchbrüchen in Digital Photonics zu profitieren – in der Automobilindustrie, bei Augmented-Reality Brillen, in der Biosensorik, in der Robotik, bei optischen Datenverbindungen für KI-Rechenzentren und vielleicht sogar in visionären Anwendungen wie der lasergestützten Kernfusion“, sagte Aldo Kamper, CEO von ams OSRAM.

Verkauf des nicht‑optischen Analog-/Mixed-Signal-Sensorgeschäfts an Infineon

ams OSRAM veräußert sein nicht‑optisches Analog-/Mixed‑Signal‑Sensorgeschäft für Automotive-, Industrie- und medizinische Anwendungen auf schulden- und bargeldfreier Basis für 570Mio.Euro in bar an Infineon. Das zu veräußernde Portfolio erzielte rund 220Mio.Euro Jahresumsatz und 60Mio.Euro bereinigtes EBITDA im Jahr 2025. Die Transaktion umfasst sämtliche Geschäftsaktivitäten und relevante Patente. Rund 230 hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wechseln – überwiegend an vier Standorten – zum Käufer. Produktionsstätten sind nicht Teil der Transaktion; ams OSRAM wird Infineon jedoch über mehrere Jahre hinweg Fertigungsdienstleistungen bereitstellen. Vorbehaltlich der üblichen regulatorischen Genehmigungen wird der Abschluss der Transaktion für das zweite Kalenderquartal 2026 erwartet.

Schaffung des führenden Unternehmens im Bereich Digital Photonics

Mit Abschluss der Transaktion entwickelt sich ams OSRAM zu einem fokussierten, hochspezialisierten Photonics‑Halbleiterunternehmen weiter. Das Unternehmen vereint das breiteste Portfolio an hochmodernen, differenzierten Emitter- und Sensortechnologien in der Branche, ergänzt durch Kompetenzen für leistungsstarke Treiber‑ und Power‑Management‑ICs. Zudem bietet ams OSRAM seinen Kunden geopolitisch robuste, vertikal integrierte Lieferketten in vielen Segmenten.

Nach einer Übergangsphase, in der Organisation, Infrastruktur und Kostenbasis an den neuen Fokus angepasst werden, erwartet das Unternehmen starke mittel- und langfristige Wachstumsmöglichkeiten, getragen durch den globalen Megatrend Digital Photonics.

Um diese Entwicklung weiter voranzutreiben, wird ams OSRAM seine Investitionen in wichtige Wachstumsbereiche verstärken: Dazu gehören hochauflösende Frontlichtlösungen für den Bereich Automotive aus der EVIYOS™ Familie, Projektions-Mikro-Emitter‑Arrays für AR‑Brillen und optische Datenverbindungen für KI‑Rechenzentren. Im Bereich Sensorik stehen Spektralsensorik, Biosensorik und Multi‑Zone Time-of-Flight Entfernungsmessung – insbesondere für Robotik-Anwendungen – im Fokus.

Parallel dazu wird das Unternehmen seine CMOS‑Fähigkeiten entlang zweier strategischer Achsen erweitern: Ausbau des Produktportfolios rund um Emitter‑Treiber und zugehörige Power‑Management‑ICs und Erweiterung der 200‑mm‑Mixed‑Signal‑Foundry‑Kapazitäten in Premstätten, um vom rasch steigenden globalen Bedarf in diesen Technologien zu profitieren.

Finanzziele 2030 (über den Halbleiterzyklus)


Auf vorläufiger Basis strebt das Unternehmen für das Jahr 2030 folgende Ziele über den Halbleiterzyklus hinweg an:

2030SemiconductorsGruppe2)
Umsatzwachstum mittlere bis hohe einstellige CAGR-
EBITDA Marge (bereinigt)≥ 25 %-
CAPEX-~8 % der Erlöse
Free-Cash-Flow-> 200 Mio. EUR
Verschuldungsgrad (Nettoschulden1) / ber. EBITDA)-< 2

1) Nettoschulden = (langfristige Verbindlichkeiten + kurzfristige Verbindlichkeiten + Kulim-II Sale-and-Lease-Back + OSRAM Minderheitsanteile) abzüglich liquider Barmittel

2) Konzernziele beinhalten das traditionelle Autolampen Geschäft (stabile Umsätze und 13 % bis 15 % adj. EBITDA erwartet)

Digital Photonics als Wachstumstreiber der Zukunft

Digital Photonics ist der Motor unseres zukünftigen Wachstums – die umfassende Digitalisierung von Lichtemission und optischer Sensorik durch die Kombination modernster Emitter, Sensoren und intelligenter Elektronik. Diese Technologie ermöglicht dynamische Beleuchtung, lichtbasiertes Design, Projektion als Display, lichtbasierte Sensorik, Materialbearbeitung, gerichtete Energieübertragung und Hochgeschwindigkeits-Datenkommunikation. Diese Technologien bilden die Grundlage für wichtige globale Megatrends wie Fahrassistenzsysteme, autonomes Fahren, Virtual und Augmented Reality, Künstliche Intelligenz, Robotik, Wearables und fortschrittliche Medizinanwendungen.

Die von ams OSRAM entwickelte „Digital Light“-Technologie, die 2024 mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet wurde, markiert nach einem Jahrzehnt Entwicklungsarbeit einen Durchbruch. Die erste kommerzielle Anwendung fand sie in hochauflösenden Frontscheinwerfern unter der Marke EVIYOS™. Mit bereits gesicherten Design-Wins mit einem Volumen von mehr als 500 Mio. Euro hat diese Technologie eine klare Wachstumsperspektive. Mit der Verkleinerung der Pixel und der Erweiterung des Farbspektrums wird „Digital Light“ zu einem überzeugenden Mikro-Projektor für alltagstaugliche AR-Brillen. In Zukunft könnten weiter optimierte Mikro-Emitter diese Technologie zu einer führenden Lösung für optische Datenverbindungen mit hoher Bandbreite, geringem Stromverbrauch und niedrigen Kosten in KI-Rechenzentren machen. „Digital Light“ bietet somit ein erhebliches mittel- und langfristiges Wachstumspotenzial.

ams OSRAM hat sich auch eine Führungsposition bei digitalisierten optischen Sensoren aufgebaut, die bereits heute einen dreistelligen Millionen-Euro-Umsatz erzielt. Das breite Portfolio, das Umgebungslicht-, Näherungs-, Flicker-, Time-of-Flight-, Bio-, Spektral-, Ultraviolett-, Infrarot-, Temperatur- und Force-Touch-Sensoren umfasst, setzt Maßstäbe in der Branche in den Bereichen Display-Management, Kameraoptimierung und zahlreichen angrenzenden Anwendungen. Dieser Geschäftsbereich bietet substanzielle Wachstumschancen über die kommenden Jahre hinaus.

Die einzigartige Expertise des Unternehmens im Bereich der Optischen Sensorik wurde 2025 erneut durch die Förderung von 215 Mio. Euro im Rahmen des European Chips Act durch die österreichische Bundesregierung gewürdigt – für die Errichtung einer einzigartigen Produktionsstätte, die CMOS, TSV („Through-Silicon-Via“) und spezialisierte optische Filtertechnologien erstmals in dieser Form kombiniert.

Traditionelles Automotive-Lampengeschäft als interne Finanzquelle für das Wachstum im Halbleitergeschäft

Das traditionelle Automotive‑Lampen- und Ersatzteilgeschäft bleibt ein fester Bestandteil des Konzernportfolios. Dieses Segment soll in den kommenden Jahren umsatzstabil gehalten und konsequent auf Profitabilität optimiert werden – typischerweise mit einer bereinigten EBITDA‑Marge von 13 % bis 15 % pro Jahr. Mit einem stabilen jährlichen Cashflow von rund 90Mio.Euro dient es als zuverlässige interne Finanzierungsquelle, die die Transformation und das Wachstum des Halbleitergeschäfts unterstützt und gleichzeitig zum Schuldendienst und zum weiteren Schuldenabbau beiträgt.

Umsetzung des Plans zur Stärkung der Bilanz


Am 30. April 2025 gab das Unternehmen einen beschleunigten, umfassenden Plan zur Entschuldung seiner Bilanz bekannt. Neben operativen Verbesserungen im Rahmen des Programms „Re-establish the Base“ (RtB) umfasst der Plan die Bewertung von Veräußerungen von Vermögenswerten im Wert von weit über 500Mio. Euro.

Seitdem hat das Unternehmen Vereinbarungen zum Verkauf seines Geschäftsbereichs Entertainment & Industrial („Specialty“) Lamps an Ushio Inc. für einen Nettoerlös von rund 100 Mio. Euro unterzeichnet. Einschließlich der heute bekannt gegebenen Transaktion werden diese Teilverkäufe eine Barsumme von rund 670 Mio. Euro erlösen, die für die Reduzierung der Verschuldung vorgesehen sind. Das Unternehmen beabsichtigt, rund 130 Mio. Euro an Erlösen, die sich auf Vermögenswerte, welche die Wandelanleihen und Senior Notes der Gruppe besichern, zur Reduzierung dieser finanziellen Verbindlichkeiten zu verwenden – in Übereinstimmung mit und vorbehaltlich der Bedingungen dieser Finanzierungsinstrumente.

Zum 31. Dezember 2025 verfügte das Unternehmen über Barmittel von 1.483Mio. Euro, was zu einer Nettoverschuldung von 1.518Mio. Euro ohne die ausstehenden OSRAM‑Put‑Optionen bzw. 2.023Mio. Euro einschließlich der Put‑Optionen führte. Basierend auf einem veranschlagten bereinigten EBITDA von 600Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2025 (berichtetes Q1 bis Q3 plus Mittelwert der Q4-Prognose) lag das Verhältnis Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA der letzten zwölf Monate bei 2,5 bzw. 3,3.

Konzernbilanz

IFRS Buchwerte [in Mio. EUR] 31.12.2025Verschuldungsgrad1)
 
Pro-forma
nach Abschluss
Verschuldungsgrad2)
(pro-forma)
bereinigtes EBITDA ca. 600 pro-forma 525
Barmittel(1.483) (1.283) 
Transaktionserlös (nach Abschluss)5)  (670) 
Sonstige Finanzverbindlichkeiten167 167 
Wandelanleihe 2027 in EUR (2,125%)715 5154) 
Unbesicherte vorrangige Anleihe 2029 in EUR (10,50%)1.031 1.031 
Unbesicherte vorrangige Anleihe 2029 in USD (12,25%)648 648 
SLB-Malaysia-Transaktion440 440 
Gesamtverschuldung3.001 2.801 
Nettoverschuldung1.5182,58481,6
ausstehende OSRAM-Put-Optionen3)505 505 
Gesamtnettoverschuldung (inkl. OSRAM-Put-Optionen)2.0233,31.3532,5

1) Verschuldungsgrad: Nettoverschuldung / ber. EBITDA der letzten zwölf Monate, unter der Annahme eines ber. EBITDA von ca. 600 Mio. EUR für 2025 (Q1/25 bis Q3/25 plus Prognosemittelwert für Q4/25).

2) Verschuldungsgrad: Pro-forma-Nettoverschuldung / ber. EBITDA der letzten zwölf Monate, unter der Annahme eines ber. EBITDA von ca. 525 Mio. EUR (ca. 2025 abzüglich veräußertes ber. EBITDA).

3) Unter der Annahme, einer 100 %igen Ausübung der ausstehenden OSRAM-Put-Optionen nach dem endgültigen Urteil.

4) Einschließlich 199,9 Mio. EUR Rückkauf von Wandelanleihen im Januar 2026.

5) Gesamtverkaufserlös von 670 Mio. EUR = 570 Mio. EUR aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Nicht-optische Mixed-Signal-Produkte + ca. 100 Mio. EUR aus dem Verkauf des Specialty-Lamps-Geschäfts.

Einschließlich der Transaktionserlöse in Höhe von 670Mio. Euro wird sich die Pro-forma-Verschuldungsquote (Verhältnis von Pro‑forma Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA der letzten zwölf Monate) auf 2,5 verringern (einschließlich der OSRAM‑Put‑Optionen) und reduziert gleichzeitig den künftigen Refinanzierungsbedarf signifikant.

Das Unternehmen arbeitet zudem weiter an einer Lösung für die Sale‑and‑Lease‑Back (SLB) Finanzierung der Kulim-II Fabrik. Sobald dieses Thema gelöst ist, wird erwartet, dass der Pro‑forma‑Leverage unter die Zielgröße von 2 sinkt.

Im Jahr 2026 wird das bereinigte EBITDA des Konzerns vorübergehend niedriger ausfallen – aufgrund der Veräußerungen und eines zeitweisen Kostenüberhangs.

Während dieser Übergangsphase bis zur finalen Refinanzierung der verbleibenden Verbindlichkeiten erwartet das Unternehmen jährliche Finanzierungskosten von rund 250 bis 300Mio.Euro.

Die verbleibenden Finanzierungselemente sollen anschließend zu besseren Konditionen refinanziert werden. ams OSRAM hat das klare Ziel, die Finanzierungskosten im Jahr 2028 durch die geringere Schuldenlast und attraktivere Refinanzierungsbedingungen auf unter 150Mio.Euro pro Jahr zu senken und damit den operativen Cashflow nachhaltig zu stärken.

Berater

Morgan Stanley & Co. International plc fungierte als finanzieller Berater und Linklaters LLP als Rechtsbeistand von ams OSRAM im Zusammenhang mit der Transaktion.

Zusätzliche Informationen


Eine ausführliche Präsentation ‘Creating the leader in Digital Photonics’ für Investoren steht auf der Unternehmenswebsite bereit.

ams OSRAM wird zudem kurzfristig eine Analysten- und Investorenkonferenzschaltung abhalten – morgen, den 4. Februar 2026, um 8:45 Uhr MEZ. Die Teilnahme ist per Webcast möglich.

Zudem findet eine Online‑Pressekonferenz morgen um 9:45Uhr MEZ statt: [Link].

Über ams OSRAM

Die ams OSRAM Gruppe (SIX: AMS) ist ein weltweit führender Anbieter von innovativen Licht- und Sensorlösungen.

Mit mehr als 110 Jahren Branchenerfahrung verbinden wir Ingenieurskunst und globale Fertigungen mit Leidenschaft für bahnbrechende Innovationen. Unser Ansporn, die Grenzen der Beleuchtung, Visualisierung und Sensorik ständig zu erweitern, ermöglicht grundlegende Fortschritte in den Märkten Automobil, Industrie, Medizin und Consumer-Elektronik.

„Sense the power of light“ – unser Erfolg basiert auf dem tiefen Verständnis des Potenzials von Licht sowie unserem einzigartigen Portfolio an Emitter- und Sensortechnologien. Rund 19.700 Mitarbeiter weltweit konzentrieren sich auf wegweisende Innovationen im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Megatrends wie Digitalisierung, Smart Living und Nachhaltigkeit. Das spiegelt sich in über 13.000 erteilten und angemeldeten Patenten wider. Die Gruppe mit Hauptsitz in Premstätten/Graz (Österreich) und einem Co-Hauptsitz in München (Deutschland) erzielte 2024 einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro und ist als ams-OSRAM AG an der SIX Swiss Exchange notiert (ISIN: AT0000A3EPA4).

Mehr über uns erfahren Sie auf https://ams-osram.com.

ams und OSRAM sind eingetragene Handelsmarken der ams OSRAM Gruppe. Zusätzlich sind viele unserer Produkte und Dienstleistungen angemeldete oder eingetragene Handelsmarken der ams OSRAM Gruppe. Alle übrigen hier genannten Namen von Unternehmen oder Produkten können Handelsmarken oder eingetragene Handelsmarken ihrer jeweiligen Inhaber sein.

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