Corporate News
- Operatives Ergebnis im Geschäftsjahr 2025 um 18 % auf 4,5 Mrd. Euro gesteigert
- Nettoergebnis bei 2,6 Mrd. Euro – trotz Restrukturierungsaufwendungen von 562 Mio. Euro
- Erträge um 10 % auf 12,2 Mrd. Euro erhöht – Firmenkunden-Kreditvolumen um 10 % gesteigert
- Provisionsüberschuss wie angestrebt deutlich um 7 % auf 4 Mrd. Euro gewachsen
- Zinsüberschuss trotz gesunkener Leitzinsen mit 8,2 Mrd. Euro nahezu auf hohem Niveau des Vorjahres
- Cost-Income-Ratio um 2 Prozentpunkte auf Jahresziel von 57 % verbessert
- Stabiles Risikoergebnis von minus 722 Mio. Euro – NPE-Ratio unverändert bei 1,1 %
- Nettoeigenkapitalrendite mit 8,7 % deutlich über Ziel – vor Restrukturierungsaufwendungen bei 10,0 %
- Kapitalrückgabe für 2025 um knapp 1 Mrd. Euro auf 2,7 Mrd. Euro erhöht – deutlich erhöhte Dividende von 1,10 Euro je Aktie (2024: 0,65 Euro) geplant
- Ausblick 2026: Nettoergebnis über ursprünglichem Ziel von 3,2 Mrd. Euro erwartet Die Commerzbank hat im Geschäftsjahr 2025 das beste Operative
Ergebnis in ihrer Geschichte erzielt: Im Vergleich zum Vorjahr stieg es
um 18 % auf 4,5 Mrd. Euro. Das Nettoergebnis belief sich auf
2,6 Mrd. Euro und liegt damit über dem angestrebten Ziel von
2,5 Mrd. Euro – trotz Restrukturierungsaufwendungen für die
Transformation der Bank in Höhe von insgesamt 562 Mio. Euro. Bereinigt
um diese Restrukturierungsaufwendungen erhöhte sich das Nettoergebnis um
rund 13 % auf einen Rekordwert von 3 Mrd. Euro. Grundlage für diese
starke Performance waren vor allem die um 10 % höheren Erträge. Dazu
trugen maßgeblich die starke Entwicklung des Provisionsüberschusses und
das sehr gute Abschneiden der polnischen Tochtergesellschaft mBank bei.
Ebenso lag der Zinsüberschuss trotz deutlich gesunkener Leitzinsen
nahezu stabil auf Vorjahresniveau. Das Geschäft mit Privat- und
Unternehmerkunden in Deutschland profitierte vor allem von einem Anstieg
des Wertpapiergeschäfts um rund 11 %. Im Segment Firmenkunden erhöhte
sich das Kreditvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 10 %. Das
Risikoergebnis lag in einem wirtschaftlich weiterhin herausfordernden
Umfeld mit minus 722 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Ihre
Cost-Income-Ratio hat die Bank um weitere 2 Prozentpunkte auf 57 %
verbessert.
„Wir haben unsere ehrgeizigen Wachstumsziele für 2025 nicht nur
erreicht, sondern an vielen Stellen sogar übertroffen. Und unser
Aktienkurs hat sich mehr als verdoppelt. Das zeigt: Die Commerzbank
spielt heute in einer anderen Liga“, sagte Bettina Orlopp,
Vorstandsvorsitzende der Commerzbank. „Wir sind überzeugt, dass wir in
den kommenden Jahren noch viel Potenzial heben können.“
Im ersten Jahr der Umsetzung der Strategie „Momentum“ wurden wichtige
Weichen für die Transformation der Bank gestellt. Ihr Geschäftsmodell
richtet die Bank noch stärker an ihren Kundinnen und Kunden aus, um noch
mehr Wert für sie zu schaffen. Das Segment Privat- und
Unternehmerkunden in Deutschland legte mit seinem weiterentwickelten
Betreuungsmodell im Oktober 2025 die Grundlage für weiteres Wachstum.
Durch die Neuausrichtung schafft die Bank mehr Zeit für die
qualifizierte Beratung ihrer Kundinnen und Kunden und stärkt zudem die
Filialen.
Den Einsatz von Anwendungen, die auf künstlicher Intelligenz (KI)
basieren, hat die Bank deutlich ausgeweitet. Damit werden nicht nur
erste Produktivitätssteigerungen realisiert, sondern auch das
Kundenerlebnis und die Unterstützung der Mitarbeitenden verbessert. Im
Kunden- und Beratungscenter führt die Commerzbank derzeit einen neuen
digitalen und KI-basierten Assistenten ein, der die Effizienz und
Qualität der Beratungsleistung erhöht. Dieser „Agent Assist“ entlastet
Beraterinnen und Berater von administrativen Tätigkeiten.
Kundengespräche werden in Echtzeit zusammengefasst, und basierend auf
Wissensdatenbanken werden rasch passende Lösungen vorgeschlagen. Zudem
steht mehr als 30.000 Mitarbeitenden der Commerzbank im In- und Ausland
der Chatbot „cobaGPT“ zur Verfügung. Er macht den Arbeitsalltag leichter
und steigert die Produktivität.
Das selbst entwickelte Tool „Fraud AI“ hilft, betrügerische
Aktivitäten automatisiert zu erkennen und schneller darauf zu reagieren,
wodurch Verluste für die Bank effektiv reduziert werden. Gleichzeitig
trägt das Tool zur Einhaltung regulatorischer Anforderungen bei. Auch im
Bereich der Kundenüberprüfung zur Geldwäscheprävention („Know Your
Customer“, KYC) optimiert und automatisiert die Commerzbank ihre
Prozesse. Dies gewährleistet eine effiziente Anwendung neuer
Vorschriften und minimiert Kosten.
Nutzerinnen und Nutzer der Commerzbank-Banking-App können seit April
vergangenen Jahres ebenfalls KI-Funktionen für ihre Bankgeschäfte
nutzen. Mit der virtuellen Assistentin „Ava“ hat die Commerzbank als
eine der ersten Banken eine Kundenanwendung eingeführt, die generative
KI und Avatar-Technologie miteinander verbindet. Ava hilft bei
Serviceanliegen und Kontoverwaltung und beantwortet Fragen zu
Commerzbank-Produkten.
Diese KI-Anwendungen plant die Bank im laufenden Geschäftsjahr weiter
auszubauen. Zusätzlich sollen neue generative KI-Anwendungsfälle wie
etwa die Erstellung von Verträgen eingeführt werden. Dabei wird auch die
Pilotierung agentischer KI gemeinsam mit strategischen Partnern
vorangetrieben.
Personal: Hohe Teilnahmequote bei Mitarbeiteraktienprogramm
Die Bank hat ihr Mitarbeiteraktienprogramm in der AG Deutschland und
an den internationalen Standorten im vierten Quartal 2025 erfolgreich
eingeführt. Rund 90 % der berechtigten Mitarbeitenden nahmen an dem
Programm teil. Die Bank plant, das Programm im zweiten Quartal 2026
fortzusetzen. Ziel ist es, die Belegschaft noch stärker am Erfolg der
Bank zu beteiligen.
Bei der Umsetzung ihrer personalwirtschaftlichen Ziele kommt die
Commerzbank weiterhin sehr gut voran. Für den Stellenabbau setzt die
Bank auf bewährte Sozialplaninstrumente, insbesondere Altersteilzeit und
Vorruhestand. Ein vorgezogenes freiwilliges Altersteilzeit-Programm mit
einer Zusatzprämie stieß bereits auf positive Resonanz. Auch die
anderen Sozialplaninstrumente werden rege nachgefragt.
Geschäftsentwicklung: Provisionsüberschuss erreicht Wachstumsziel von 7 %
Die Commerzbank steigerte ihre Erträge im Geschäftsjahr 2025 um rund
10 % auf 12.171 Mio. Euro (2024: 11.106 Mio. Euro). Mit einem Wachstum
von 7 % auf 4.029 Mio. Euro trug dazu maßgeblich der
Provisionsüberschuss bei (2024: 3.762 Mio. Euro). Den Zinsüberschuss
hielt die Bank trotz gesunkener Leitzinsen mit 8.226 Mio. Euro nahezu
auf dem hohen Niveau des Vorjahres (2024: 8.331 Mio. Euro). Auch die
deutlich gesunkene Vorsorge für Rechtsrisiken bei Fremdwährungskrediten
in Polen wirkte sich sehr positiv auf die Ertragsentwicklung aus.
Die Gesamtkosten der Bank lagen im Geschäftsjahr 2025 bei
6.940 Mio. Euro (2024: 6.526 Mio. Euro). Dahinter steht ein Anstieg des
Verwaltungsaufwands um rund 7 % auf 6.666 Mio. Euro (2024:
6.244 Mio. Euro). Dabei wirkten sich maßgeblich zwei Sondereffekte aus:
Zum einen führte der Anstieg des Aktienkurses zu einer im Vergleich zum
Vorjahr rund 90 Mio. Euro höheren Bewertung der aktienbasierten
variablen Vergütung. Zum anderen trug eine vorgezogene Abschreibung auf
den erworbenen Kundenstamm der Aquila Capital Investmentgesellschaft
(ACI) in Höhe von 117 Mio. Euro zu den erhöhten Kosten bei. Die ACI
sieht sich aktuell in einzelnen Märkten schwierigen Rahmenbedingungen
gegenüber. Insbesondere Vorhaben im Bereich der erneuerbaren Energien,
die noch in einer frühen Realisierungsphase sind, stehen vor
makroökonomischen Herausforderungen. Ohne diese Einmalaufwände belief
sich der Kostenanstieg auf rund 3 % im Vergleich zum Vorjahr. Dieser
resultierte vor allem aus allgemeinen Gehaltserhöhungen, Investitionen
und dem Personalaufbau im Zusammenhang mit Shoring- und
Sourcing-Aktivitäten der Bank. Bei der polnischen Tochter mBank führten
die anhaltenden Wachstumsinvestitionen zu einem Kostenanstieg. Aktives
Kostenmanagement sowie der leichte Rückgang der Pflichtbeiträge auf
274 Mio. Euro (2024: 283 Mio. Euro) konnten den Kostenanstieg im Konzern
jedoch teilweise ausgleichen. Ihre Cost-Income-Ratio verbesserte die
Commerzbank wie angestrebt um 2 Prozentpunkte auf 57 % im Gesamtjahr
(2024: 59 %).
Das Risikoergebnis lag trotz des weiterhin herausfordernden
Marktumfeldes mit minus 722 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres
(2024: minus 743 Mio. Euro). Enthalten sind Anpassungen von Methoden und
Modellen aufgrund makroökonomischer Risiken sowie eine turnusgemäße
Neukalibrierung ausgewählter Risikoparameter. Nach Auflösung des
Sekundäreffekte-Top-Level-Adjustments (TLA) im zweiten Quartal 2025
umfasst die Risikovorsorge zur Abdeckung von Unsicherheiten durch
makroökonomische Entwicklungen und Novel Risks wie Klima- und
Umweltrisiken weiterhin Overlays von 147 Mio. Euro. Die
Non-Performing-Exposure-Quote (NPE-Quote) betrug zum Jahresende 1,1 %,
was die Resilienz des Kreditbuches der Bank belegt (2024: 1,1 %).
Ihr Operatives Ergebnis steigerte die Commerzbank um 18 % auf den
Rekordwert von 4.509 Mio. Euro (2024: 3.837 Mio. Euro). Das
Konzernergebnis nach Steuern und Minderheiten belief sich auf
2.625 Mio. Euro (2024: 2.677 Mio. Euro). Für die Transformation der Bank
fielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 562 Mio. Euro an, die
zum Großteil im zweiten Quartal gebucht wurden. Ohne diesen
Sonderaufwand hätte die Commerzbank ihr Nettoergebnis um rund 13 % auf
3.010 Mio. Euro gesteigert.
Die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) lag zum Stichtag
31. Dezember 2025 bei 14,7 % (Q3 2025: 14,7 %; Q4 2024: 15,1 %). Der
Abstand zur regulatorischen Mindestanforderung (MDA-Schwelle) von
derzeit rund 10,4 % betrug damit 438 Basispunkte. Die
Nettoeigenkapitalrendite (Net RoTE) der Bank belief sich im Gesamtjahr
auf 8,7 % (2024: 9,2 %). Vor Restrukturierungsaufwendungen beträgt sie
10,0 %. Damit hat die Bank ihr selbstgestecktes Profitabilitätsziel
übertroffen und den höchsten Net RoTE seit der Finanzkrise erzielt.
Auf Basis ihrer starken Ergebnisse wird die Commerzbank für das
Geschäftsjahr 2025 insgesamt rund 2,7 Mrd. Euro und damit 100 % ihres
Nettoergebnisses vor Restrukturierungsaufwendungen und nach Abzug von
Additional-Tier-1-(AT-1-)Kupons an ihre Aktionärinnen und Aktionäre
zurückgeben. Das ist fast 1 Mrd. Euro mehr als im Vorjahr. Die
Kapitalrückgabe setzt sich aus zwei Aktienrückkäufen sowie einer
Dividendenzahlung zusammen. Neben dem im Dezember 2025 abgeschlossenen
Aktienrückkauf über rund 1 Mrd. Euro hat der Vorstand einen weiteren
Rückkauf über bis zu 540 Mio. Euro beschlossen. Dieser startet nach der
Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2025 und soll spätestens bis zum
26. März 2026 abgeschlossen sein. Vorstand und Aufsichtsrat
beabsichtigen, der Hauptversammlung eine auf 1,10 Euro (2024: 0,65 Euro)
erhöhte Dividende je Aktie vorzuschlagen. Für die Jahre 2022 bis 2025
wird die Bank damit in Summe rund 5,8 Mrd. Euro an ihre Aktionärinnen
und Aktionäre zurückgeben.
„Die geplante Erhöhung der Dividende auf 1,10 Euro je Aktie und
unsere umfangreichen Aktienrückkäufe zeigen, dass wir nachhaltig Wert
für unsere Investorinnen und Investoren schaffen“, sagte Finanzvorstand
Carsten Schmitt. „Wir wollen den Anteil der Dividende an der
Kapitalrückgabe in Zukunft weiter steigern und die Commerzbank somit
auch als attraktiven Dividendentitel fest am Markt etablieren.“
Entwicklung der Segmente: Kreditvolumen bei Firmenkunden deutlich erhöht
Das Firmenkundensegment erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr
Erträge in Höhe von 4.865 Mio. Euro (2024: 4.973 Mio. Euro). Der
Provisionsüberschuss erhöhte sich um rund 5 % auf 1.421 Mio. Euro (2024:
1.355 Mio. Euro). Das Segment profitierte von einer sehr guten
Entwicklung im Kredit- und Garantiegeschäft, insbesondere bei
Konsortialkrediten. Das Kreditvolumen wuchs im Durchschnitt des vierten
Quartals deutlich um 10 % auf 115 Mrd. Euro (Q4 2024: 104 Mrd. Euro).
Der Zinsüberschuss legte um rund 8 % zu, auf 2.498 Mio. Euro (2024:
2.312 Mio. Euro). Diesem Zuwachs stand jedoch ein Rückgang im
Fair-Value-Ergebnis aufgrund von Bewertungseffekten bei Derivaten
gegenüber. Begünstigt durch ein niedrigeres Risikoergebnis lag das
Operative Ergebnis des Firmenkundensegments mit 2.151 Mio. Euro nahezu
auf dem hohen Niveau des Vorjahres (2024: 2.174 Mio. Euro).
Im Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland
steigerte die Bank ihre Erträge im Geschäftsjahr um rund 4 % auf
4.607 Mio. Euro (2024: 4.433 Mio. Euro). Der Anstieg kam zu großen
Teilen aus dem Provisionsüberschuss, der um 7 % auf 2.101 Mio. Euro
wuchs (2024: 1.963 Mio. Euro). Treiber der guten Performance war das
starke Wertpapiergeschäft, dessen Erträge um rund 11 % zulegten. Von der
Volatilität an den Aktienmärkten profitierte insbesondere das
Brokerage-Geschäft der comdirect, deren Kundinnen und Kunden besonders
viel handelten. Das Wertpapiervolumen profitierte von der positiven
Marktentwicklung und erhöhte sich per Ende Dezember 2025 auf
266 Mrd. Euro (Ende 2024: 243 Mrd. Euro). Im Zahlungsverkehr trug das
neue Preismodell für das Girokonto zum Ertragsanstieg bei. In einem
wettbewerbsintensiven Umfeld stiegen die Einlagen von Privat- und
Unternehmerkunden in Deutschland dank attraktiver Sonderaktionen im
Durchschnitt des vierten Quartals deutlich auf 179 Mrd. Euro (Q4 2024:
173 Mrd. Euro). Das Kreditvolumen blieb stabil bei durchschnittlich
125 Mrd. Euro (Q4 2024: 125 Mrd. Euro), wovon 96 Mrd. Euro auf
Baufinanzierungen entfielen (Q4 2024: 96 Mrd. Euro). Der Zinsüberschuss
im Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland stieg trotz
gesunkener Leitzinsen auf 2.417 Mio. Euro (2024: 2.378 Mio. Euro).
Dabei wirkten sich die positive Entwicklung in der Baufinanzierung und
die steigenden Beiträge aus dem Replikationsportfolio aus. Das Operative
Ergebnis lag mit 1.276 Mio. Euro unter dem Vorjahr (2024:
1.355 Mio. Euro). Gründe dafür sind ein im Vergleich zum Vorjahr höheres
Risikoergebnis sowie die vorgezogene Abschreibung auf den erworbenen
Kundenstamm der ACI.
Die polnische Tochter mBank steigerte ihre Erträge im abgelaufenen
Geschäftsjahr deutlich um 37 % auf 2.329 Mio. Euro (2024:
1.702 Mio. Euro). Dabei profitierte sie vor allem von der deutlich
gesunkenen Vorsorge für Rechtsrisiken aus Fremdwährungskrediten, die
sich im Vergleich zum Vorjahr auf 483 Mio. Euro halbierte (2024:
1.002 Mio. Euro). Ein weiterer Wachstumstreiber war der
Provisionsüberschuss, der durch starke transaktionsbasierte
Geschäftstätigkeiten, insbesondere im Zahlungsverkehr, sowie
Sondereffekte im Zusammenhang mit Partnerschaften um 13 % auf
536 Mio. Euro zulegte (2024: 472 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss lag
aufgrund deutlich gesunkener Leitzinsen mit 2.296 Mio. Euro unter dem
Niveau des Vorjahres (2024: 2.382 Mio. Euro). Dennoch blieb das
Einlagen- und Kreditgeschäft dank gestiegener Volumen robust. Zusätzlich
wirkten Erträge aus Zinsabsicherungsinstrumenten, die im
Fair-Value-Ergebnis abgebildet werden, kompensierend. Insgesamt steuerte
die polnische Tochtergesellschaft 1.050 Mio. Euro zum Operativen
Ergebnis des Konzerns bei; 75 % mehr als im Vorjahr (2024:
599 Mio. Euro).
Ausblick 2026: Nettoergebnis über ursprünglichem Ziel von 3,2 Mrd. Euro erwartet
Im laufenden Geschäftsjahr erwartet die Commerzbank ein Nettoergebnis
über dem ursprünglichen Ziel ihrer „Momentum“-Strategie von
3,2 Mrd. Euro. Die Grundlage des verbesserten Gewinnausblicks ist unter
anderem die von rund 8,4 Mrd. Euro auf rund 8,5 Mrd. Euro erhöhte
Prognose für den Zinsüberschuss. Für den Provisionsüberschuss wird
abermals ein Wachstum von rund 7 % angestrebt. Die Bank wird ihr
striktes Kostenmanagement auch im Jahr 2026 fortsetzen und plant
angesichts der angehobenen Ertragserwartungen mit einer
Cost-Income-Ratio von rund 54 %. Dies sind 2 Prozentpunkte weniger als
das ursprüngliche Ziel von 56 %. Das Risikoergebnis wird bei rund
850 Mio. Euro erwartet. Die CET-1-Quote erwartet die Commerzbank nach
der geplanten Kapitalrückgabe an die Aktionärinnen und Aktionäre zum
Jahresende bei mehr als 14 %. Für die Nettoeigenkapitalrendite strebt
sie einen Wert von mehr als 11,2 % an.
Die Kapitalrückgabe an die Aktionärinnen und Aktionäre soll weiterhin
kontinuierlich steigen. Für das Geschäftsjahr 2026 strebt die Bank an,
100 % des Nettoergebnisses nach Abzug von AT-1-Kuponzahlungen an ihre
Aktionärinnen und Aktionäre zurückzugeben. Auch für die nachfolgenden
Jahre 2027 und 2028 plant die Commerzbank eine entsprechende
Ausschüttungsquote von 100 % – abhängig von der erfolgreichen Umsetzung
der Strategie, dem makroökonomischen Umfeld sowie der Zustimmung von
Europäischer Zentralbank und Finanzagentur zu entsprechenden
Aktienrückkäufen.
Zudem bekräftigt die Commerzbank ihre Finanzziele für das Jahr 2028
im Rahmen der Umsetzung ihrer Strategie „Momentum“: eine
Nettoeigenkapitalrendite von 15 %, eine Cost-Income-Ratio von 50 %, eine
harte Kernkapitalquote von 13,5 % sowie ein Nettoergebnis in Höhe von
4,2 Mrd. Euro.
Übersicht über wesentliche Finanzkennzahlen
| in Mio. Euro |
2025 |
2024 |
2025 vs. 2024 (in %) |
Q4 2025 |
Q4 2024 |
Q4 2025 vs. Q4 2024 (in %) |
Q3 2025 |
| Zinsüberschuss |
8.226 |
8.331 |
– 1,3 |
2.049 |
2.080 |
– 1,5 |
2.044 |
| Provisionsüberschuss |
4.029 |
3.762 |
+ 7,1 |
1.029 |
976 |
+ 5,4 |
985 |
| Fair-Value-Ergebnis1 |
14 |
– 170 |
|
74 |
47 |
+ 56,1 |
– 35 |
| Sonstige Erträge |
– 98 |
– 817 |
+ 88,0 |
– 11 |
– 148 |
+ 92,6 |
– 55 |
| Erträge |
12.171 |
11.106 |
+ 9,6 |
3.141 |
2.956 |
+ 6,3 |
2.939 |
| Erträge ohne Sondereffekte |
12.283 |
11.160 |
+ 10,1 |
3.132 |
2.874 |
+ 9,0 |
2.940 |
| Risikoergebnis |
– 722 |
– 743 |
+ 2,9 |
– 207 |
– 214 |
+ 3,1 |
– 215 |
| Verwaltungsaufwendungen |
6.666 |
6.244 |
+ 6,8 |
1.809 |
1.693 |
+ 6,8 |
1.624 |
| Pflichtbeiträge |
274 |
283 |
– 3,1 |
59 |
53 |
+ 11,2 |
53 |
| Operatives Ergebnis |
4.509 |
3.837 |
+ 17,5 |
1.067 |
996 |
+ 7,2 |
1.047 |
| Restrukturierungsaufwendungen |
562 |
3 |
- |
9 |
|
|
20 |
| Ergebnis vor Steuern |
3.947 |
3.833 |
+ 3,0 |
1.059 |
996 |
+ 6,3 |
1.027 |
| Steuern |
1.089 |
989 |
+ 10,1 |
259 |
181 |
+ 42,6 |
375 |
| Minderheiten |
234 |
168 |
+ 39,2 |
63 |
64 |
– 2,7 |
61 |
| Konzernergebnis2 |
2.625 |
2.677 |
– 1,9 |
737 |
750 |
– 1,7 |
591 |
| Cost-Income-Ratio im operativen Geschäft inkl. Pflichtbeiträgen (%) |
57,0 |
58,8 |
|
59,4 |
59,1 |
|
57,1 |
| Operativer RoTE (%) |
13,9 |
12,3 |
|
13,4 |
12,5 |
|
13,0 |
| Netto-RoTE (%) |
8,7 |
9,2 |
|
10,1 |
10,1 |
|
7,8 |
| Netto-RoTE (%) vor Restrukturierungsaufwendungen |
10,0 |
9,2 |
|
|
|
|
|
| Netto-RoE (%) |
8,3 |
8,8 |
|
9,6 |
9,7 |
|
7,4 |
| CET-1-Quote (%) |
14,7 |
15,1 |
|
14,7 |
15,1 |
|
14,7 |
| Leverage Ratio |
4,3 |
4,8 |
|
4,3 |
4,8 |
|
4,3 |
| Bilanzsumme (Mrd. Euro) |
590 |
555 |
|
590 |
555 |
|
593 |
1 Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
2 Den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbares Konzernergebnis.
Die in dieser Pressemitteilung enthaltenen Zahlen für das Jahr 2025 sind vorläufig und untestiert.
Die Veranstaltungen des Tages im Überblick:
- 09.00 Uhr MEZ: Onlinetelefonkonferenz für Analystinnen und Analysten zu den Geschäftszahlen
(„listen-only“, in englischer Sprache) - 10.30 Uhr MEZ: Hybride Bilanzpressekonferenz für Journalistinnen und Journalisten zu den Geschäftszahlen des Jahres 2025 (in deutscher Sprache)