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Mittwoch, 20. Mai 2026

Commerzbank Aktiengesellschaft: Commerzbank-Hauptversammlung stimmt allen Tagesordnungspunkten zu

20. Mai 2026  17:46

- Aktionärinnen und Aktionäre stimmen Dividende von 1,10 Euro pro Aktie und Ermächtigung über weitere Aktienrückkäufe zu

- Vorstand und Aufsichtsrat von Hauptversammlung entlastet

Die Hauptversammlung der Commerzbank hat am heutigen Mittwoch allen Tagesordnungspunkten mit jeweils großer Mehrheit zugestimmt. Die Aktionärinnen und Aktionäre würdigten die erzielten Erfolge und stellten sich klar hinter die „Momentum 2030“ Strategie und den eigenständigen Kurs der Bank. Sie billigten den Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2025 in Höhe von 1,10 Euro je Aktie (2024: 0,65 Euro) mit einer Mehrheit von 99,88 % (TOP 2). Insgesamt beläuft sich die Dividendenzahlung damit auf rund 1,2 Mrd. Euro.

Zusammen mit zwei bereits abgeschlossenen Aktienrückkäufen im Gesamtvolumen von rund 1,5 Mrd. Euro gibt die Commerzbank für das Geschäftsjahr 2025 insgesamt rund 2,7 Mrd. Euro an ihre Aktionärinnen und Aktionäre zurück. Das entspricht 100 % des Nettoergebnisses vor Restrukturierungsaufwendungen und nach Abzug der AT-1-Kuponzahlungen.

Für die kommenden Jahre plant die Bank, die Kapitalrückgabe kontinuierlich zu steigern. Dabei setzt die Commerzbank weiterhin auf eine Kombination aus Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufen, wobei der Anteil der Dividende auf mindestens 50 % wachsen soll. Die Aktienrückkäufe stehen unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Europäische Zentralbank und die Finanzagentur.

Die Hauptversammlung stimmte den erforderlichen Ermächtigungen zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien zu (TOP 7 und 8) – mit Mehrheiten von 96,25 % beziehungsweise 97,79 %. Damit kann die Commerzbank erneut eigene Aktien im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals über die Börse oder multilaterale Handelssysteme erwerben.

Die Aktionärinnen und Aktionäre stimmten über die weiteren wesentlichen Tagesordnungspunkte wie folgt ab:

Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat (TOP 3 und 4)

Die Mitglieder des Vorstands wurden mit einer Mehrheit zwischen 99,58 % und 99,64 % von der Hauptversammlung entlastet. Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden mit einer Mehrheit zwischen 98,36 % und 99,64 % entlastet.

Vergütungsbericht für Vorstand und Aufsichtsrat (TOP 6)

Die Hauptversammlung billigte den Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2025 mit einer Mehrheit von 91,28 %.

Spruchverfahren zum Squeeze-out bei der comdirect bank Aktiengesellschaft: Nichtabhilfebeschluss des LG Itzehoe - Spruchverfahren geht vor dem Schleswig-Holsteinischen OLG weiter

von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG

In dem Spruchverfahren zu dem 2020 erfolgten Ausschluss der Minderheitsaktionäre bei der früheren comdirect bank Aktiengesellschaft zugunsten der COMMERZBANK AG hatte das Landgericht Itzehoe mit Beschluss vom 16. März 2026 die Spruchanträge auf Festsetzung einer höheren Abfindung als die von der Antragsgegnerin angebotenen EUR 12,75 je comdirect-Aktie zurückgewiesen. Mehrere Antragsteller hielten dies nicht für überzeugend und haben gegen den Beschluss Beschwerden eingelegt. Das Landgericht hat diesen mit Beschluss vom 8. Mai 2026 nicht abgeholfen (mit einem kurzen Verweis auf die in dem angefochtenen Beschluss genannten Gründe). Die Akten werden nunmehr dem Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht (9. Zivilsenat) vorgelegt.

LG Itzehoe, Beschluss vom 16. März 2026, Az. 8 HKO 29/20
Coriolix Capital GmbH u.a. ./. COMMERZBANK AG
100 Antragsteller
gemeinsamer Vertreter: Rechtsanwalt Dr. Dirk Unrau, 24114 Kiel
Verfahrensbevollmächtigte der Antragsgegnerin:
Rechtsanwälte Hengeler Mueller, 40213 Düsseldorf (RA Dr. Hartwin Bungert, RA´in Dr. Petra Mennicke)

Spruchverfahren zum Squeeze-out bei der Bastfaserkontor AG: Verhandlung am 29. September 2026

von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG

In dem Spruchverfahren zu dem Squeeze-out bei der Bastfaserkontor AG zugunsten der Hauptaktionärin AGIB Real Estate S.A. hat das LG Berlin II einen Anhörungstermin bestimmt auf den 29. September 2026, 10:00 Uhr. Das Landgericht hat mitgeteilt, eine Anhörung der Barabfindungsprüferin PKF durchführen zu wollen. 
 
LG Berlin II, Az. 102 O 108/24 SpruchG
Lüdemann u.a. ./. AGIB Real Estate S.A.
23 Antragsteller
gemeinsamer Vertreter: RA Dr. Peter Dreier, Rechtsanwälte Dreier Riedel, 40213 Düsseldorf
Verfahrensbevollmächtigte der Antragsgegnerin:
Rechtsanwälte SMS Hasche Sigle Partnerschaft, 10785 Berlin

Dienstag, 19. Mai 2026

Spruchverfahren zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der First Sensor AG: Anhörungstermin vor dem LG Berlin II am 13. Oktober 2026

von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG

In dem seit 2020 laufenden Spruchverfahren zu dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag der First Sensor AG (als beherrschter Gesellschaft) mit der TE-Tochtergesellschaft TE Connectivity Sensors Germany Holding AG hat das LG Berlin II nunmehr einen Anhörungstermin auf Dienstag, den 13. Oktober 2026, 10:00 Uhr, angesetzt. Bei diesem Termin soll der gerichtlich bestellte Gutachter, Herr WP/StB Dipl.-Kfm. Andreas Creutzmann, c/o IVA Valuation & Advisory AG, angehört werden.

TE Connectivity hat eine Ausgleichszahlung für jedes volle Geschäftsjahr der First Sensor in Höhe von brutto EUR 0,56 und eine Barabfindung in Höhe von EUR 33,27 je First Sensor-Aktie angeboten, siehe: https://spruchverfahren.blogspot.com/2020/07/abfindungsangebot-die-auenstehenden.html

LG Berlin II, Az. 102 O 54/20 SpruchG
Coriolix Capital GmbH u.a. ./. TE Connectivity Sensors Germany Holding AG
51 Antragsteller
gemeinsamer Vertreter: Rechtsanwalt Dr. Johannes Deiß, NEUWERK Rechtsanwälte, 20354 Hamburg
Verfahrensbevollmächtigte der Antragsgegnerin: Freshfields PartG mbB, 60322 Frankfurt am Main

Interview mit Rechtsanwalt Martin Arendts zu Spruchverfahren

Zum Video auf YouTube:

https://www.youtube.com/watch?v=fv_4kN6cRxE&t=10s

Für eine schnelle Hintergrundinformation siehe die Präsentation für den Vortrag vor dem Aktienclub München: https://spruchverfahren.blogspot.com/2018/03/vortrag-vor-dem-aktienclub-munchen.html

Ein verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out ist bereits ab einer Beteiligung von mehr als 90 % möglich, ein aktienrechtlicher Squeeze-out ab 95 %. Für einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag benötigt man 75 % der Stimmen in der Hauptversammlung. 

Die Verzinsung für die Nachbesserung ist in § 327b Abs. 2 AktG geregelt: "Die Barabfindung ist von der Bekanntmachung der Eintragung des Übertragungsbeschlusses in das Handelsregister an mit jährlich 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz nach § 247 des Bürgerlichen Gesetzbuchs zu verzinsen (...)". 

Montag, 18. Mai 2026

Spruchverfahren zur Verschmelzung der Beta Systems Software AG

Landgericht Berlin II

102 O 74/25 SpruchG
Beta Systems Software AG, Berlin

In dem aus Anlass der Verschmelzung der (ehemaligen) Beta Systems Software AG, Berlin, auf die SPARTA AG, Heidelberg, hier anhängig gemachten Spruchverfahren hat das Gericht zum gemeinsamen Vertreter gemäß § 6 Abs. 1 SpruchG bestimmt:

Rechtsanwalt Dr. Martin Weimann, Prenzlauer Allee 8, 10405 Berlin

Quelle: Bundesanzeiger vom 15. Mai 2026

Delivery Hero begrüßt zusätzliches Investment von Uber

Pressemitteilung

18. Mai 2026, Berlin – Delivery Hero SE („Delivery Hero“ oder “das Unternehmen”), die weltweit führende lokale Lieferplattform, nimmt zur Kenntnis, dass Uber zusätzliche Aktien und Instrumente an Delivery Hero erworben hat und nun 19,5 % des ausgegebenen Kapitals von Delivery Hero hält, sowie weitere 5,6 % in Form von Optionen.

Delivery Hero begrüßt die zusätzliche Investition von Uber als eine weitere Bestätigung seiner Plattform und seiner Everyday-App-Strategie. Das Unternehmen konzentriert sich weiterhin auf seine Performance im operativen Geschäft sowie auf die Prüfung strategischer Optionen, um langfristigen Wert für alle Aktionäre zu schaffen.“

ÜBER DELIVERY HERO

Delivery Hero ist die weltweit führende lokale Lieferplattform, die ihren Dienst in rund 65 Ländern in Asien, Europa, Lateinamerika, dem Nahen Osten und Afrika anbietet. Das Unternehmen startete 2011 als Lieferdienst für Essen und betreibt heute seine eigene Logistik auf vier Kontinenten. Darüber hinaus leistet Delivery Hero Pionierarbeit im Bereich des Quick-Commerce, der nächsten Generation des E-Commerce, mit dem Ziel, Lebensmittel und Haushaltswaren in weniger als einer Stunde - häufig in 20 bis 30 Minuten - zum Kunden zu bringen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin, Deutschland, ist seit 2017 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und Teil des Börsenindex MDAX. Weitere Informationen: www.deliveryhero.com

ecotel communication ag beschließt Vorbereitung des Wechsels vom regulierten Markt (Prime Standard) in das Börsensegment Scale an der Frankfurter Wertpapierbörse

Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014

Düsseldorf, 18.05.2026 – Der Vorstand der ecotel communication ag (ISIN: DE0005854343) hat heute mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, den Wechsel der Börsennotierung der Aktien der Gesellschaft vom regulierten Markt (Prime Standard) in das Freiverkehrssegment Scale an der Frankfurter Wertpapierbörse vorzubereiten und die entsprechenden Anträge einzureichen.

Mit diesem Segmentwechsel verfolgt die Gesellschaft das Ziel, den mit einer Notierung im regulierten Markt verbundenen regulatorischen sowie administrativen Aufwand zu verringern und gleichzeitig ihre Präsenz am Kapitalmarkt weiterhin über die Frankfurter Wertpapierbörse sicherzustellen. Die Gesellschaft trägt dabei dem Umstand Rechnung, dass das Scale-Segment angesichts der Größe und Kapitalmarktausrichtung der Gesellschaft als besser geeignet erscheint. Bei Scale handelt es sich um ein Segment des Freiverkehrs (Open Market) der Frankfurter Wertpapierbörse, das sich insbesondere an Wachstumsunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) richtet.

Der Vorstand beabsichtigt, bei der Frankfurter Wertpapierbörse den Widerruf der Zulassung der Aktien zum regulierten Markt zu beantragen und parallel dazu die Einbeziehung der Aktien in das Segment Scale zu veranlassen, vorbehaltlich der Erfüllung sämtlicher hierfür relevanter Einbeziehungsvoraussetzungen.

Auf Grundlage der gesetzlichen Änderungen durch das Standortförderungsgesetz, das in wesentlichen Teilen am 10. Februar 2026 in Kraft getreten ist, ist dieser Wechsel vom regulierten Markt in das Scale-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse auch ohne ein begleitendes Delisting-Erwerbsangebot zulässig.

Die Gesellschaft wird den Kapitalmarkt über den weiteren Verlauf des Verfahrens im Einklang mit den rechtlichen Vorgaben informieren.

UniCredit hält bereits 38,87 % an der Commerzbank

Nach einer heute veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung der Commerzbank hält die UniCredit S.p.A.nach einem zuletzt zuletzt gemeldeten Stimmrechtsanteil von 32,64 % nunmehr 38,87 %, davon 26,77 % direkt über Aktien und 12,10 % über Instrumente (Total return swaps).

__________

Anmerkung der Redaktion:

Bereits ein Stimmrechtsanteil von knapp 40 % dürfte ausreichen, die Hauptversammlungsmehrheit bei der Commerzbank zu erreichen.

Commerzbank Aktiengesellschaft: Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank empfehlen Aktionären, das Umtauschangebot der UniCredit nicht anzunehmen – mehr Wert durch erfolgreiche eigenständige Strategie

Corporate News  18.05.2026 / 12:39 CET/CEST

Vorstand und Aufsichtsrat veröffentlichen gemeinsame begründete Stellungnahme

Angebot bietet keine angemessene Prämie und spiegelt fundamentalen Wert der Commerzbank nicht wider

Plan der UniCredit ist vage und birgt erhebliche Risiken

UniCredit unterschätzt Ertragsverluste erheblich, überschätzt Synergien und rechnet mit unrealistischer Umsetzungsdauer

Commerzbank Strategie „Momentum 2030“ schafft mehr Wert bei geringem Umsetzungsrisiko – Aktionäre, die investiert bleiben, partizipieren daran

Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank AG haben heute ihre gemeinsame begründete Stellungnahme gemäß § 27 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) zum freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot in Form eines Umtauschangebots der UniCredit S.p.A. veröffentlicht. Nach sorgfältiger Prüfung der Angebotsunterlage vom 5. Mai 2026 kommen sie zu einem eindeutigen Ergebnis: UniCredit bietet den Aktionären der Commerzbank keine angemessene Prämie und hat keinen nachvollziehbaren und belastbaren strategischen Plan für einen Zusammenschluss vorgelegt. Beide Gremien sind überzeugt, dass die eigenständige Umsetzung der „Momentum 2030“-Strategie mehr Wert schafft als das Vorhaben der UniCredit. Sie empfehlen den Aktionärinnen und Aktionären der Commerzbank daher, das Angebot nicht anzunehmen.

Angebot spiegelt fundamentalen Wert und Potenzial der Commerzbank nicht angemessen wider

Vorstand und Aufsichtsrat haben die Angemessenheit der Angebotsgegenleistung umfassend geprüft. Dabei wurden unter anderem die historische Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie, der gesetzliche Mindestpreis, Analysten-Kursziele, marktübliche Übernahmeprämien bei öffentlichen Übernahmen, Bewertungsmultiplikatoren europäischer Banken sowie das Wertpotenzial der Commerzbank auf Basis ihres aktuellen Geschäftsplans und ihrer Strategie „Momentum 2030“ berücksichtigt.

Das Ergebnis ist eindeutig: Der rechnerische Angebotswert weist einen erheblichen Abschlag gegenüber dem langfristigen Wertschöpfungspotenzial und den aktuellen Handelskennzahlen der Commerzbank auf. Die Commerzbank-Aktie notierte nach der Ankündigung des Angebots zu jedem Schlusskurs oberhalb des Angebotswerts. Auch am 15. Mai 2026, dem letzten Handelstag vor der Veröffentlichung der begründeten Stellungnahme, lag der rechnerische Angebotswert mit 34,56 Euro unter dem Schlusskurs der Commerzbank-Aktie von 36,48 Euro. Unabhängige Analysten beziffern den Zielkurs für die Commerzbank-Aktie schon heute im Median auf rund 41,50 Euro.

Vorstand und Aufsichtsrat bewerten das unabgestimmte Angebot der UniCredit auf dieser Grundlage als finanziell nicht angemessen. Es orientiert sich lediglich an der gesetzlichen Mindestgegenleistung und ist damit ein opportunistischer Versuch, Kontrolle zu erwerben. Es reflektiert nicht den fundamentalen Wert der Commerzbank und bietet keine angemessene Prämie für die Aktionärinnen und Aktionäre der Commerzbank. Mit dem Angebot verschafft sich UniCredit die Möglichkeit, die Kontrolle über die Commerzbank zu erlangen – ohne die Commerzbank-Aktionäre dafür angemessen zu kompensieren.

„Das Übernahmeangebot der UniCredit bietet unseren Aktionären keine adäquate Prämie. Was die UniCredit als Zusammenschluss bezeichnet, erweist sich als Restrukturierungsvorschlag, der massiv in unser bewährtes und profitables Geschäftsmodell eingreifen würde“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, Bettina Orlopp. „Wir haben bei der Commerzbank eine klare und erfolgreiche Strategie mit einer für unsere Aktionäre attraktiven Wachstumsperspektive. Das ist der Maßstab.“

Plan der UniCredit für die Commerzbank ist vage und birgt erhebliche Risiken

Aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat schätzt die UniCredit Ertragsverluste, Kostensenkungspotenzial und Restrukturierungsaufwendungen sowie die Umsetzungsdauer der von ihr geplanten Maßnahmen unzutreffend ein. Das betrifft insbesondere den von der UniCredit geplanten Personalabbau, die komplexe IT-Integration sowie Ertragsverluste aus den Überschneidungen im Firmenkundengeschäft. Die von der UniCredit erwarteten Synergieannahmen sind in Summe weder belastbar noch überzeugend und werden von der UniCredit selbst als „spekulativ“ bezeichnet. Darüber hinaus würde die geplante Reduzierung des internationalen Netzwerks der Commerzbank ihre Fähigkeit, den exportstarken Mittelstand weltweit zu begleiten, empfindlich schwächen. Der vorgesehene Rückbau bestehender Geschäftsaktivitäten hätte erhebliche negative Auswirkungen auf Kundenbeziehungen, Marktposition und Ertragsströme der Commerzbank.

Das Erreichen von Synergien und jede realistische nach vorn gerichtete Ertragsplanung erfordern nach Auffassung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Commerzbank eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Basis für eine solche ist bei Stakeholdern durch das andauernd unabgestimmte Vorgehen der UniCredit und ihre wiederholt irreführende Kommunikation erheblich erschüttert.

„Die unausgereiften Vorstellungen der UniCredit bergen erhebliche Risiken und gefährden die auf Vertrauen und Verlässlichkeit aufgebauten Kundenbeziehungen der Commerzbank ebenso wie die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Da es sich um ein Aktientauschangebot in UniCredit-Aktien handelt, müssten die Aktionäre der Commerzbank diese Risiken als zukünftige UniCredit-Aktionäre mittragen, wenn sie das Angebot annehmen. Auch deshalb kann die Annahme des Angebots nicht empfohlen werden“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Jens Weidmann.

Commerzbank-Aktionäre sollen Risiken bei unklarem Ausgang des Angebots mittragen

Der Ausgang des UniCredit-Angebots ist für die Commerzbank-Aktionäre offen und ungewiss. Es fehlt an Klarheit darüber, welche Beteiligungsschwellen am Ende tatsächlich erreicht werden, und es bleibt offen, ob die in Aussicht gestellten Synergien realisiert werden können.

Anders als bei einem Barangebot ist der tatsächliche Wert der Gegenleistung bis zum Vollzug ungewiss und hängt von der Wertentwicklung der UniCredit-Aktie ab. Den Vollzug erwartet UniCredit erst 2027 – als spätestmöglichen Zeitpunkt nennt die Angebotsunterlage den 2. Juli 2027.

Mit „Momentum 2030“ verfügt die Commerzbank über einen klar definierten Wachstumspfad und schafft mehr Wert aus eigener Kraft bei geringem Umsetzungsrisiko

Die Commerzbank befindet sich heute in der stärksten Position seit vielen Jahren. Nach einem Rekordergebnis im Jahr 2025 ist sie sehr erfolgreich ins Jahr 2026 gestartet. Mit ihrer weiterentwickelten „Momentum 2030“-Strategie setzt die Bank konsequent auf Wachstum und Transformation, mit künstlicher Intelligenz als einem wesentlichen Katalysator für steigende Profitabilität. Dadurch schafft sie eigenständig Wert für ihre Aktionärinnen und Aktionäre, bei geringem Umsetzungsrisiko. Daran muss sich jede Alternative messen lassen.

Unter „Momentum 2030“ plant die Commerzbank, ihre Erträge bis 2030 auf 16,8 Mrd. Euro und den Konzerngewinn auf 5,9 Mrd. Euro zu steigern, die Cost-Income-Ratio inklusive Pflichtbeiträge auf 43 % und ohne Pflichtbeiträge auf 41 % zu verbessern sowie eine Nettoeigenkapitalrendite von 21 % zu erreichen. Die Aktionäre der Commerzbank profitieren direkt vom Erfolg dieser Strategie: Bis 2030 beabsichtigt die Commerzbank, rund die Hälfte ihrer aktuellen Marktkapitalisierung über Dividenden und Aktienrückkäufe an ihre Aktionärinnen und Aktionäre zurückzugeben. Dabei strebt die Bank eine Ausschüttungsquote von 100 % an, bis ihre CET-1-Zielquote von 13,5 % erreicht ist. Für das Geschäftsjahr 2025 hat die Commerzbank der Hauptversammlung die Zahlung einer Rekorddividende von 1,10 Euro je Aktie vorgeschlagen.

Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank sind überzeugt: Die eigenständige Umsetzung der „Momentum 2030“-Strategie bietet ein deutlich höheres und nachhaltigeres Wertschöpfungspotenzial als die von UniCredit skizzierte Alternative. Aktionärinnen und Aktionäre, die investiert bleiben, behalten die unmittelbare Teilhabe an dieser Wertschöpfung.

Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank waren, sind und bleiben gesprächsbereit, sofern UniCredit bereit ist, den Aktionären der Commerzbank eine attraktive Prämie zu bieten und über einen Plan zu sprechen, der auf den Stärken des Geschäftsmodells und der Strategie der Commerzbank aufbaut. Damit handelt die Commerzbank weiterhin im besten Interesse ihrer Aktionäre, Kunden und Mitarbeitenden.

Veröffentlichung der begründeten Stellungnahme

Die gemeinsame begründete Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat ist in deutscher Sprache sowie in einer unverbindlichen englischen Übersetzung auf der Website der Commerzbank abrufbar.

Diese Pressemitteilung stellt keine Ergänzung, Erläuterung oder Zusammenfassung der gemeinsamen begründeten Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 27 WpÜG dar. Den Aktionärinnen und Aktionären der Commerzbank wird empfohlen, vor ihrer Entscheidung, ob sie das Übernahmeangebot annehmen oder nicht, die Angebotsunterlage von UniCredit, die gemeinsame begründete Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank sowie alle weiteren im Zusammenhang mit dem Angebot veröffentlichten Unterlagen sorgfältig und vollständig zu lesen.

Mitteilung an Anleger / Investoreninformation: Erfolgreiche Beendigung des Spruchverfahrens Generali Deutschland

Mitteilung der GREIFF capital management AG

Mit Beschluss vom 6. Mai 2026 hat das Oberlandesgericht Düsseldorf die Barabfindung im Spruchverfahren auf 130,67 Euro je Aktie festgesetzt. Damit liegt die Nachbesserung zwar leicht unter dem zuvor vom Landgericht Köln festgelegten Wert von 135,99 Euro, aber weiterhin deutlich über der ursprünglich angebotenen Barabfindung von 107,77 Euro je Aktie. Für ehemalige Minderheitsaktionäre ergibt sich somit eine zusätzliche Nachbesserung von 22,90 Euro je Aktie.

Der GREIFF „special situations“ Fund wird aus der Nachbesserung voraussichtlich rund 370 TEUR vereinnahmen. Die Auszahlung wird nach Eintritt der Rechtskraft und anschließender Veröffentlichung im Bundesanzeiger erwartet. Nach Angaben der Gesellschaft dürfte dies in etwa sechs Wochen erfolgen; Details zur Auszahlung sollen anschließend separat bekannt gemacht werden.

Die Entscheidung unterstreicht erneut die Attraktivität deutscher Spruchverfahren als wesentlicher Bestandteil unserer Strategie und nebenbei auch die Werthaltigkeit des Nachbesserungsportfolios. Mit einem Referenzvolumen aus Beteiligungen an Spruchverfahren von über 150 Millionen Euro, was über 200 Prozent des aktuellen Fondsvolumens entspricht, wird dieser Baustein einen steigenden Beitrag zur künftigen Performance des Fonds beisteuern. Begünstigt wird diese Entwicklung einerseits durch eine Vielzahl an Spruchverfahren, die sich zunehmend im Stadium einer finaler Entscheidung befinden als auch der Tatsache, dass sämtliche Nachbesserungsrechte unverändert ohne Wertansatz bilanziert werden.

Rechtliche Hinweise: Diese Mitteilung dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung, keine Empfehlung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Anteilen dar. Maßgeblich für eine Anlageentscheidung sind ausschließlich die jeweils gültigen Verkaufsunterlagen (z. B. Prospekt/KID und Jahres-/Halbjahresberichte). Kapitalanlagen unterliegen Risiken; der Wert von Anteilen kann schwanken.

Samstag, 16. Mai 2026

Medigene AG: Widerruf der Zulassung der Aktien der Medigene AG zum Handel im regulierten Markt

Veröffentlichung von Insiderinformationen gemäß Artikel 17 MAR

Planegg/Martinsried (15.05.2026/17:25 UTC+2)

Der Insolvenzverwalter über das Vermögen der Medigene AG, Rechtsanwalt Axel W. Bierbach, teilt mit, dass er den Widerruf der Zulassung der Aktien der Medigene AG zum Handel im regulierten Markt (ISIN: DE000A40ESG2) gemäß § 39 Abs. 2 Nr. 4 BörsG beantragt hat.

Ein ordnungsgemäßer Börsenhandel mit den Wertpapieren der Gesellschaft ist auf Dauer nicht mehr gewährleistet. Der operative Geschäftsbetrieb der Medigene AG wurde bereits kurz nach Verfahrenseröffnung vollständig eingestellt. Die Gesellschaft verfügt über keine operative Geschäftstätigkeit mehr und befindet sich in der laufenden Liquidation. Vor diesem Hintergrund wurde der Antrag auf Widerruf der Börsenzulassung zum Schutz der Marktteilnehmer und zur Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Börsenhandels gestellt.

AUSTRIACARD HOLDINGS AG: Beteiligungsmeldung gem. §§ 130 bis 134 BörseG 2018

Veröffentlichung gemäß § 135 Abs. 2 BörseG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

Wien, 15. Mai 2026

AUSTRIACARD HOLDINGS AG (die 'Gesellschaft') gibt gemäß §§ 130 ff BörseG 2018 bekannt, dass der Gesellschaft am 13.05.2026 eine Meldung ('Meldung') der Dai Nippon Printing Co., Ltd., Tokio, Japan ('DNP') zugegangen ist. Der Meldung zufolge hat die Beteiligung von DNP an Stimmrechten der Gesellschaft über Finanz-/sonstige Instrumente 27.114.422 Stimmrechte erreicht, was 74,58 % der gesamten Stimmrechte der Gesellschaft entspricht. Laut Meldung haben Nikolaos Lykos als Verkäufer und Dai Nippon Printing Co., Ltd. als Käufer am 13. Mai 2026 eine unwiderrufliche Verpflichtungserklärung betreffend 74,58 % der Aktien an der AUSTRIACARD HOLDINGS AG abgeschlossen, die eine Laufzeit von 10 Monaten aufweist. Gemäß der Meldung erwartet DNP derzeit den Vollzug der Transaktion sowie die Übertragung der Aktien im dritten Quartal 2026, im Rahmen und vorbehaltlich der Bedingungen eines öffentlichen Übernahmeangebots. Weiters wird festgehalten, dass DNP gemäß der Meldung weder von einer natürlichen noch von einer juristischen Person kontrolliert wird und ihrerseits keine anderen Unternehmen kontrolliert, die direkt oder indirekt eine Beteiligung an der Gesellschaft halten.

Die Meldung von DNP ist dieser Mitteilung als Anlage beigefügt.

ÜBER AUSTRIACARD HOLDINGS AG


Die AUSTRIACARD HOLDINGS AG verfügt über mehr als 130 Jahre Erfahrung in den Bereichen Informationsmanagement, Druck und Kommunikation und bietet ihren Kunden sichere und transparente Lösungen. Das Unternehmen stellt ein umfassendes Portfolio an Produkten und Dienstleistungen bereit, darunter Zahlungslösungen, Identifikationslösungen, Smart Cards, Kartenpersonalisierung, Digitalisierungslösungen sowie sicheres Datenmanagement.

Die Gruppe beschäftigt weltweit rund 2.360 Mitarbeiter und ist an der Euronext Athen sowie an der Wiener Börse unter dem Kürzel ACAG börsennotiert.

Freitag, 15. Mai 2026

Anstehende Spruchverfahren und Strukturmaßnahmen

Die Rechtsanwaltskanzlei ARENDTS ANWÄLTE vertritt und berät voraussichtlich Minderheitsaktionäre insbesondere bei folgenden anstehenden aktienrechtlichen Spruchverfahren bzw. Strukturmaßnahmen:

  • capsensixx AG: PEH Wertpapier AG fordert verschmelzungsrechtlichen Squeeze-out, Barabfindung auf EUR 20,23 festgelegt, Hauptversammlung der capsensixx AG am 18. Juni 2026
  • CECONOMY AG: Delisting geplant
  • centrotherm international AG: verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out zugunsten der Centrotherm AcquiCo AG zu EUR 8,74 je Aktie, Hauptversammlung am 30. Juni 2026

  • Commerzbank AG: Übernahmeangebot der UniCredit 

  • Covestro AG: erfolgreiches Übernahmeangebot von XRG (bisher: Adnoc) zu EUR 62,- je Covestro-Aktie, XRG fordert aktienrechtlichen Squeeze-out zu EUR 59,46, Hauptversammlung am 19. Mai 2026
  • Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA): erfolgreiches Übernahmeangebot der Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft SE, Tochtergesellschaft der MSC Mediterranean Shipping Company S.A., Squeeze-out zu EUR 21,16 je Aktie, Hauptversammlung am 11. Juni 2026

  • HORNBACH Baumarkt AG: Die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA hat ihren Anteil auf 95,3 % erhöht, folgt Squeeze-out?

  • KATEK SE: Squeeze-out zugunsten der Kontron Acquisition GmbH zu EUR 18,12 je Aktie, Eintragung am 6. März 2026 (Fristende am 8. Juni 2026)
  • Klöckner & Co SE: erfolgreiches Übernahmeangebot, Worthington Steel will Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abschließen
  • Kontron AG: Mögliches öffentliches Übernahmeangebot durch die Ennoconn Corporation
  • OTRS AG: Squeeze-out zugunsten der Optimus BidCo AG (jetzt: GmbH), eine Akquisitionsgesellschaft der EasyVista SAS, Hauptversammlung am 12. November 2025, Eintragung im Handelsregister am 23. Februar 2026 (Fristende: 25. Mai 2026)
  • Tele Columbus AG: Squeeze-out zugunsten der Kublai GmbH 

  • VIB Vermögen AG: Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der DIC Real Estate Investments GmbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien als herrschendem und der VIB als beherrschtem Unternehmen, ao. Hauptversammlung am 12. Februar 2026, Eintragung durch Anfechtungsklage verzögert

(Angaben ohne Gewähr) 
 
Weitere Informationen: kanzlei@anlageanwalt.de

Spruchverfahren zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der SNP Schneider-Neureither & Partner SE: LG Mannheim bestellt gemeinsamen Vertreter

von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG

In dem Spruchverfahren zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag der Succession German Bidco GmbH (von The Carlyle Group Inc. verwaltete bzw. beratene Fonds) mit der SNP Schneider-Neureither & Partner SE, Heidelberg, als beherrschter Gesellschaft hat das LG Mannheim mit Beschluss vom 8. Mai 2026 Herrn Rechtsanwalt Dr. Georg Lauber, 53639 Königswinter, zum gemeinsamen Vertreter bestellt.

Der Antragsgegnerin war eine Frist zur Antragserwiderung bis zum 29. Mai 2026 gesetzt worden. 

LG Mannheim, Az. 23 O 45/25
Manthey, S. ./. Succession German Bidco GmbH
33 Antragsteller
gemeinsamer Vertreter: RA Dr. Georg Lauber, 53639 Königswinter
Verfahrensbevollmächtigte der Antragsgegnerin:
Rechtsanwälte Kirkland & Ellis International LLP

centrotherm international AG: Centrotherm AcquiCo AG übermittelt konkretisiertes Verlangen zur Durchführung eines Ausschlusses der Minderheitsaktionäre der centrotherm international AG

Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014

Blaubeuren, 15. Mai 2026 – Die Centrotherm AcquiCo AG, Frankfurt am Main („Hauptaktionärin“), hat der centrotherm international AG („Gesellschaft“) heute ihr konkretisiertes Verlangen zur Durchführung eines Ausschlusses der Minderheitsaktionäre der Gesellschaft nach § 62 Abs. 5 Satz 1, 8 UmwG i.V.m. §§ 327a ff. AktG übermittelt.

Bereits mit Schreiben vom 17. Dezember 2025 hatte die Hauptaktionärin das Verlangen an den Vorstand der Gesellschaft gerichtet, im Zusammenhang mit einer Konzernverschmelzung der Gesellschaft als übertragendender Gesellschaft auf die Hauptaktionärin als übernehmender Gesellschaft über die Übertragung der Aktien der übrigen Aktionäre der Gesellschaft („Minderheitsaktionäre“) an die Hauptaktionärin gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung nach § 62 Abs. 5 Satz 1, 8 UmwG i.V.m. §§ 327a ff. AktG in einer noch einzuberufenden Hauptversammlung der Gesellschaft beschließen zu lassen ("Squeeze-Out")..

Mit ihrem heutigen Schreiben vom 15. Mai 2026 hat die Hauptaktionärin mitgeteilt, dass ihr weiterhin Aktien an der Gesellschaft in Höhe von 90,00 % des Grundkapitals der Gesellschaft gehören und sie die Höhe der angemessenen Barabfindung für die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Gesellschaft auf EUR 8,74 je auf den Inhaber lautende Stückaktie der Gesellschaft festgelegt hat. Der gerichtlich bestellte sachverständige Prüfer hat bereits in Aussicht gestellt, dass er nach derzeitigem Stand die Angemessenheit der festgelegten Barabfindung bestätigen wird.

Der Abschluss und die notarielle Beurkundung des Verschmelzungsvertrags zwischen der Gesellschaft als übertragender Gesellschaft und der Hauptaktionärin als übernehmender Gesellschaft werden noch am heutigen Tag stattfinden. Die Beschlussfassung der Hauptversammlung der Gesellschaft über den Squeeze-Out soll in der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft erfolgen, die am 30. Juni 2026 stattfinden wird.

Das Wirksamwerden des Squeeze-Out hängt von dem zustimmenden Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft und der Eintragung dieses Beschlusses und der Verschmelzung in das Handelsregister der Gesellschaft sowie der Eintragung der Verschmelzung in das Handelsregister der Hauptaktionärin ab. Erst mit der Eintragung der Verschmelzung in das Handelsregister der Hauptaktionärin gehen die Aktien der Minderheitsaktionäre an der Gesellschaft auf die Hauptaktionärin über.

Donnerstag, 14. Mai 2026

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Mittwoch, 13. Mai 2026

Fonterelli SPAC 4 AG: Hauptversammlung beschließt Kapitalerhöhung - Einbringung der Aqarios GmbH im Zuge einer Sacheinlage

Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014

Die außerordentliche Hauptversammlung der Fonterelli SPAC 4 AG („Gesellschaft“) hat heute eine Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft um EUR 2.250.000,00 durch Ausgabe von 2.250.000 neuen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Wege einer Sacheinlage beschlossen. Gegenstand der Kapitalerhöhung ist die Einbringung von sämtlichen Geschäftsanteilen an der Aqarios GmbH („Aqarios“) mit Sitz in München.

Aqarios ist ein Münchner Softwareunternehmen, das sich auf Quantencomputing und fortgeschrittene Optimierungsmethoden für industrielle Anwendungen spezialisiert hat. Kern des Angebots ist die proprietäre Software-Plattform Luna, die Unternehmen in Bereichen wie Produktion, Logistik und Energie einen einfachen Zugang zu klassischen, hybriden und quantenbasierten Optimierungsalgorithmen bietet und damit komplexe Planungs- und Entscheidungsprobleme löst. Konkrete Anwendung finden die Technologien von Aqarios auch in einem gemeinsamen Produkt mit dem Fintech-Unternehmen Divizend, das in Kürze auf den Markt kommt.

Aqarios hat bereits zahlreiche erfolgreiche Projekte mit DAX-Unternehmen und anderen renommierten Gesellschaften wie BASF, E.ON und MTU Aero Engines durchgeführt. Im Rahmen weiterer Kooperationen beschäftigte sich Aqarios auch mit Anwendungsfällen bei BMW, SAP, Siemens und anderen Konzernen. Das Unternehmen verbindet wissenschaftliche Tiefe mit industrieller Anwendungsorientierung und bringt Quantencomputing-Methoden direkt in die Praxis führender Unternehmen.

Mit der Einbringung der Aqarios entsteht nach Kenntnis der Gesellschaft das erste in Deutschland gelistete Unternehmen, das im Zukunftsmarkt Quantumcomputing tätig ist.

Die Firmierung der Gesellschaft lautet künftig „Aqarios Quantum Technologies AG“.

Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft werden im Zuge der Neuausrichtung mit Branchenexperten neu besetzt.

Rumble Inc: Rumble gibt erste Ergebnisse des Tauschangebots für Northern Data bekannt

Corporate News

- 5.708.665 Aktien wurden innerhalb der ersten Annahmefrist angedient, wodurch sich der Anteil der gesicherten Aktien auf etwa 81,3 % der ausstehenden Northern-Data-Aktien erhöht

- Weitere Annahmefrist beginnt am 15. Mai 2026 und endet am 1. Juni 2026 – letzte Chance für Northern-Data-Aktionäre, vor dem Delisting der Northern-Data-Aktien am Tauschangebot teilzunehmen

- Bestes und endgültiges Angebot mit einem Tauschverhältnis von 2,0281 Rumble Class A Common Stock im Tausch gegen jede Northern-Data-Aktie bleibt unverändert

- Vorstand und Aufsichtsrat von Northern Data empfehlen einstimmig die Annahme des Angebots

- Abschluss des Angebots voraussichtlich Mitte Juni 2026 mit unmittelbar danach zu erfolgendem Delisting der Northern-Data-Aktien

Longboat Key (Florida), USA – 13. Mai 2026 – Rumble Inc. (NASDAQ: RUM) („Rumble“), die „Freedom-First“-Technologieplattform, gab heute die Ergebnisse der ersten Annahmefrist für ihr Tauschangebot zum Erwerb aller ausstehenden Aktien der Northern Data AG („Northern Data“) bekannt. Insgesamt wurden innerhalb der ersten Annahmefrist, die am 9. Mai 2026 endete, 5.708.665 Aktien angedient. Einschließlich der im Rahmen von Transaktionsunterstützungsvereinbarungen zugesagten Aktien hat sich Rumble nun etwa 81,3 % der ausstehenden Aktien von Northern Data gesichert.

Wie bereits angekündigt, haben die verbleibenden Aktionäre von Northern Data eine letzte Gelegenheit, das Tauschangebot während einer begrenzten weiteren Annahmefrist anzunehmen. Diese beginnt am 15. Mai 2026 und endet am 1. Juni 2026 um 06:01 Uhr (Ortszeit in Frankfurt am Main) / 00:01 Uhr (Ortszeit in New York). Nach Ablauf der weiteren Annahmefrist kann das Tauschangebot nicht mehr angenommen werden.

Jeder Northern-Data-Aktionär, der seine Aktien im Rahmen des Tauschangebots wirksam andient, erhält nach Abschluss – vorbehaltlich der Erfüllung der oder des Verzichts auf die verbleibenden Bedingungen des Tauschangebots – 2,0281 neu ausgegebene Rumble Class A Common Stock im Tausch gegen jede Northern-Data-Aktie (mit üblichen Abwicklungsmechanismen für Aktienspitzen). Dies ist Rumbles bestes und endgültiges Angebot, das nicht erhöht wird. Darüber hinaus wurden alle behördlichen Genehmigungen erteilt und das Angebot steht nicht unter der Bedingung der Erfüllung einer Mindestannahmeschwelle.

Das Tauschangebot bietet den Aktionären von Northern Data die Möglichkeit, direkt Aktionäre von Rumble zu werden und so am Ziel des kombinierten Unternehmens teilzuhaben, sich zu einer führenden, unabhängigen Kraft in den Bereichen KI-Rechenleistung, Cloud-Infrastruktur und digitale Videoinnovation zu entwickeln. Gemeinsam würde das fusionierte Unternehmen die Grundlage für eine vollständig integrierte, unabhängige KI- und Cloud-Plattform bilden, die über die Größe, die Technologie und die Bilanzstärke verfügt, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. Der Vorstand und der Aufsichtsrat von Northern Data empfehlen den Aktionären einstimmig, das Angebot anzunehmen.

Der Abschluss des Tauschangebots wird, vorbehaltlich der Erfüllung oder des Verzichts auf die verbleibenden Angebotsbedingungen, für Mitte Juni 2026 erwartet. Der Vorstand von Northern Data wird die Einbeziehung der Northern-Data-Aktien in den Handel im Freiverkehr unmittelbar nach Abschluss des Angebots beenden. Ein gesondertes Delisting-Angebot ist nicht erforderlich. Northern-Data-Aktionäre, die ihre Aktien im Rahmen des Tauschangebots nicht andienen, werden auch nach Vollzug weiterhin Aktien von Northern Data halten. Sie sollten sich jedoch bewusst sein, dass das Delisting voraussichtlich zu einer erheblichen Verringerung der Liquidität und Preistransparenz der Northern-Data-Aktien führen wird und sie ihre Aktien möglicherweise nicht mehr verkaufen können. Rumble wird für einen Zeitraum von mindestens drei Jahren nach dem Abschluss keinen Beherrschungs- und/oder Gewinnabführungsvertrag abschließen.

Weitere Informationen sind unter www.rumble-offer.com zu finden.

Über Rumble Inc.

Rumble ist ein wachstumsstarker Anbieter einer neutralen Videoplattform und von Cloud-Diensten. Zu den Plattformprodukten von Rumble gehören Rumble Video, eine kostenlose und abonnementbasierte Plattform für Video-Sharing und Livestreaming; Rumble Studio, ein plattformübergreifender Livestreaming- und Monetarisierungsdienst für Content-Ersteller; Rumble Advertising Center (RAC), ein unternehmenseigener Werbemarktplatz; Rumble Wallet, eine in die Plattform integrierte, nicht-verwahrende Krypto-Wallet; sowie Rumble Cloud, ein Infrastructure-as-a-Service-Angebot, das Rechen-, Speicher-, Sicherheits- und Netzwerklösungen umfasst. Rumble wurde 2013 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Longboat Key, Florida.

Über die Northern Data Group

Die Northern Data AG (ETR: NB2) ist ein führender Anbieter von Full-Stack-Lösungen für KI und High Performance Computing (HPC) und nutzt ein Netzwerk aus hochdichter, flüssigkeitsgekühlter, GPU-basierter Technologie, um die innovativsten Unternehmen der Welt zu unterstützen. Northern Data verfügt durch sein Taiga-Cloud-Geschäft über einen der größten GPU-Cluster für HPC in Europa, während das Ardent‑Data‑Centers‑Geschäft bis 2027 über rund 250MW Leistung verfügt, die in zehn globalen Rechenzentren bereits im Einsatz sind oder in Betrieb genommen werden. Northern Data hat Zugang zu modernsten Chips und Hardware für maximale Leistung und Effizienz. Weitere Informationen finden Sie unter northerndata.de.

Wichtige Informationen für Investoren und Aktionäre

Diese Pressemitteilung stellt weder ein Angebot zum Verkauf oder Tausch noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder Tausch von Wertpapieren dar, noch darf ein Verkauf von Wertpapieren in einer Rechtsordnung erfolgen, in der ein solches Angebot, ein solcher Verkauf oder Tausch vor der Registrierung oder Qualifizierung gemäß den Wertpapiergesetzen dieser Rechtsordnung unzulässig wäre. Ein Angebot von Wertpapieren darf nur mittels eines Prospekts erfolgen, der den Anforderungen des Securities Act von 1933 in seiner jeweils gültigen Fassung (der „Securities Act“) und/oder eines Prospekts gemäß der Verordnung (EU) 2017/1129 in ihrer jeweils gültigen Fassung (die „EU-Prospektverordnung“) entspricht.  (...)

Kaufangebot für Nachbesserungsrechte zum Squeeze-out bei der conwert Immobilien Invest SE

Gehaltenes Wertpapier
Wertpapiername: CONWERT IMM. -ANSPR.NZ.-
WKN: A2JAK6
Art des Angebots: Kaufangebot
Anbieter: Small & Mid Cap Investmentbank AG
Abfindungspreis: 0,70 EUR je Wertpapier

Der Anbieter bietet an, bis zu 500.000 Stück Nachbesserungen zu übernehmen. Wenn die Aktionäre insgesamt mehr Aktien einreichen, kann es zu einer sogenannten Pro-Rata-Zuteilung kommen. In diesem Fall würde der Anbieter von den Aktionären, die das Angebot angenommen haben, jeweils nur einen Teil der Aktien übernehmen.

Nachprüfungsverfahren zum Squeeze-out bei der S IMMO AG

von RA Martin Arendts, M.B.L.-HSG

In dem Nachprüfungsverfahren zu dem auf der Hauptversammlung am 14. Oktober 2024 beschlossenen Ausschluss der Minderheitsaktionäre der S IMMO AG, Wien, gemäß GesAusG (sog. Squeeze-out) zugunsten der IMMOFINANZ AG (nunmehr: CPI Europe AG) hat das Handelsgericht mit Beschluss vom 30. April 2026 beschlossen, gemäß § 225g Abs. 1 österreichisches AktG mit dem Verfahren auf unbestimmte Zeit innezuhalten und das Gremium zur Überprüfung des Umtauschverhältnisses ("Gremium") zu beauftragen. Das Gremium soll auf eine gütliche Beilegung des Streits durch Herbeiführung eines Vergleichs hinwirken.

Handelsgericht Wien, Az. 75 Fr 66943/24 f
Firmenbuch-Nr. (FN): 58358 x
Kozlik u.a. ./. IMMOFINANZ AG
46 Anträge (z.T. mit mehreren Antragstellern)
gemeinsamer Vertreter: GARGER SPALLINGER Rechtsanwälte GmbH, Wien
Verfahrensbevollmächtigte der Antragsgegnerin: bpv Hügel Rechtsanwälte GmbH

Raiffeisen Bank International AG: RBI beabsichtigt eine Preiserhöhung auf EUR 26,50 je Addiko-Aktie für das geplante freiwillige öffentliche Übernahmeangebot

Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014

Wien, 13. Mai 2026. Die Raiffeisen Bank International AG (RBI) hat am 8. April die Absicht bekannt gegeben, ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche ausgegebenen und ausstehenden Aktien der Wiener Addiko Bank AG (Addiko), die nicht von Addiko selbst gehalten werden, zu unterbreiten (Ad-hoc-Mitteilung 8. April). Die Angebotsunterlage wurde am 27. April bei der Übernahmekommission eingereicht und wird derzeit geprüft. Der ursprünglich kommunizierte Barpreis in Höhe von EUR 23,05 wird auf EUR 26,50 je Addiko-Aktie (cum Dividende 2025) erhöht.

Der erfolgreiche Abschluss des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots hätte einen anfänglichen Effekt von rund minus 46 Basispunkten (bei einer Annahmequote von 75 Prozent) auf die harte Kernkapitalquote des RBI-Konzerns ohne Russland, vorbehaltlich der Eröffnungsbilanz. Im Fall des erfolgreichen Abschlusses des geplanten Carve-out hinsichtlich der Addiko Bank a.d. Beograd (Serbien), der Addiko Bank d.d. Sarajevo und der Addiko Bank d.d. Banja Luka (beide Bosnien und Herzegowina) sowie der Addiko Bank A.D. Podgorica (Montenegro) wird der endgültige Effekt insgesamt voraussichtlich bei rund minus 11 Basispunkten liegen. 

Spruchverfahren zum Squeeze-out bei der PharmaSGP Holding SE

von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG 

Das Landgericht München I hat die Spruchanträge für insgesamt 66 ausgeschlossene Minderheitsaktionäre zum Squeeze-out bei der PharrmaSGP Holding SE zugunsten der FUTRUE GmbH verbunden zu dem Verfahren mit dem Az. 5 HK O 670/26. Ein gemeinsamer Vertreter ist bislang noch nicht bestellt worden.

Die außerordentliche Hauptversammlung der PharmaSGP Holding SE mit Sitz in Gräfelfing, Landkreis München, vom 31. Oktober 2025 hatte die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die FUTRUE GmbH gemäß §§ 327a ff. AktG beschlossen. Gemäß Übertragungsbeschluss erhielten die ausgeschiedenen Minderheitsaktionäre eine von der FUTRUE GmbH zu zahlende Barabfindung in Höhe von EUR 30,64 je Stückaktie der PharmaSGP Holding SE.

LG München I, Az. 5 HK O 670/26
Hoppe, M. u.a. ./. FUTRUE GmbH
66 Antragsteller
Verfahrensbevollmächtigte der Antragsgegnerin: Rechtsanwälte Milbank LLP, 80539 München

Dienstag, 12. Mai 2026

Spruchverfahren zum Squeeze-out bei der Nexus AG: LG Mannheim bestellt gemeinsamen Vertreter

von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.- HSG

In dem Spruchverfahren zum Squeeze-out der Minderheitsaktionäre der Nexus AG zugunsten der Hauptaktionärin Project Neptune Bidco GmbH hat das LG Mannheim mit Beschluss vom 8. Mai 2026 Herrn Rechtsanwalt Prof. Dr. Andreas Pentz von der Kanzlei Rowedder Zimmermann Hass Rechtsanwälte PartmbB zum gemeinsamen Vertreter bestellt. 

Der Antragsgegnerin wurde zur Stellungnahme zu den Spruchanträgen eine Frist bis zum 29. Mai 2026 gesetzt.

Bei der Project Neptune Bidco GmbH handelt es sich um ein Transaktionsvehikel, das von Investmentfonds kontrolliert wird, die von verbundenen Unternehmen der TA Associates Management, L.P. beraten und verwaltet werden. Die Nexus-Minderheitsaktionäre erhielten für den Squeeze-out eine Barabfindung in Höhe von EUR 70,00 je Stückaktie. 

LG Mannheim, Az. 23 O 23/26
Coriolix Capital GmbH u.a. ./. Project Neptune Bidco GmbH
27 Antragsteller
gemeinsamer Vertreter: RA Prof. Dr. Andreas Pentz, Rowedder Zimmermann Hass Rechtsanwälte PartmbB, 68165 Mannheim
Verfahrensbevollmächtigte der Antragsgegnerin: Rechtsanwälte Kirkland & Ellis International LLP, 80529 München

Evotec SE platziert erfolgreich Wandelanleihen im Volumen von 116,1 Mio. €

NICHT ZUR VERTEILUNG, VERÖFFENTLICHUNG ODER VERBREITUNG IN DIE ODER IN DEN VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA, AUSTRALIEN, KANADA, JAPAN, SÜDAFRIKA ODER IN EINER ANDEREN RECHTSORDNUNG, IN DER ODER AN PERSONEN IN EINER RECHTSORDNUNG, FÜR DIE EINE SOLCHE VERTEILUNG, VERÖFFENTLICHUNG ODER VERBREITUNG NACH GELTENDEM RECHT VERBOTEN WÄRE.

Hamburg, 12. Mai 2026 – Evotec SE (die „Gesellschaft” oder „Evotec”) (NASDAQ: EVO; Frankfurt Prime Standard: EVT) hat heute nicht nachrangige, unbesicherte Wandelanleihen mit Fälligkeit im Jahr 2033 platziert, die in neue und/oder bestehende nennwertlose Inhaberaktien der Gesellschaft (die „Aktien”) wandelbar sind, mit einem Gesamtnennbetrag von 116,1 Mio. € (die „Schuldverschreibungen”). Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen.

Die Schuldverschreibungen haben eine Laufzeit von sieben Jahren, wobei den Anlegern nach fünf Jahren ein Kündigungsrecht (Put-Option) zusteht, und werden zu 100 % des Nennbetrags in einer Stückelung von jeweils 100.000 € ausgegeben. Die Schuldverschreibungen werden mit einem Zinssatz von 2,625% p.a. verzinst, der halbjährlich nachträglich zahlbar ist. Die Rückzahlung bei Fälligkeit erfolgt zum aufgezinsten Rückzahlungsbetrag (Accreted Redemption Amount) von 110% des Nennbetrags, was einer Endfälligkeitsrendite (Yield to Maturity) von 3,882 % entspricht. Der anfängliche Wandlungspreis von 6,5313 € entspricht einer Wandlungsprämie von 37,5 % über dem Referenzaktienkurs von 4,75 €, welcher dem Kurs der Evotec-Aktie entspricht, der im Rahmen der Gleichzeitigen Delta-Platzierung (wie unten definiert) bestimmt wurde. Unter Berücksichtigung des Aufgezinsten Rückzahlungsbetrags beträgt der effektive Wandlungspreis der Schuldverschreibungen bei Fälligkeit ca. 7,1844 €.

Die Abwicklung wird voraussichtlich am oder um den 21. Mai 2026 erfolgen. Die Einbeziehung der Schuldverschreibungen in den Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse ist beabsichtigt. Evotec hat sich, vorbehaltlich marktüblicher Ausnahmeregelungen, zu einer 90-tägigen Lock-up Periode ab dem Emissionstag verpflichtet.

Die Gesellschaft beabsichtigt, den Nettoemissionserlös zur Finanzierung der Liquiditätsbedarfe im Zusammenhang mit dem Transformationsprogramm „Project Horizon" zu verwenden, das auf die Stärkung des operativen Modells und die Ermöglichung einer nachhaltigen langfristigen Wertschöpfung abzielt.

Darüber hinaus wurde eine gleichzeitige Platzierung bestehender Aktien der Gesellschaft (die „Gleichzeitige Delta-Platzierung”) für diejenigen Investoren der Schuldverschreibungen durchgeführt, die diese Aktien im Rahmen von Leerverkäufen zur Absicherung des Marktrisikos eines Investments in die Schuldverschreibungen zu einem Platzierungspreis verkaufen wollten, welcher im Rahmen eines beschleunigten Platzierungsverfahrens (Accelerated Bookbuilding) bestimmt wurde. Der Gesellschaft werden keine Erlöse aus dieser gleichzeitigen Platzierung bestehender Aktien zufließen.

BNP PARIBAS und Goldman Sachs Bank Europe SE agierten als Joint Global Coordinators und gemeinsam mit HSBC Continental Europe und Morgan Stanley als Joint Bookrunners.

Hauptversammlung der capsensixx AG zum Squeeze-out am 18. Juni 2026

Auf der anstehenden Hauptversammlung der capsensixx AG am 18. Juni 2026 soll die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der capsensixx AG auf die PEH Wertpapier AG im Rahmen eines sog. verschmelzungsrechtlichen Squeeze-outs beschlossen werden. Die Barabfindung wurde auf EUR 20,23 je capsenixx-Aktie festgesetzt. 

Die Beschlussvorlage zu dem unter TOP 6 zu beschließenden Squeeze-out lautet:

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, folgenden Beschluss zu fassen:

„Die auf den Inhaber lautenden Stückaktien der übrigen Aktionäre der capsensixx AG
(Minderheitsaktionäre) werden gemäß § 62 Abs. 5 Umwandlungsgesetz in Verbindung mit
§§ 327a ff. Aktiengesetz gegen Gewährung einer von der PEH Wertpapier AG mit Sitz in
Frankfurt am Main (Hauptaktionärin) zu gewährenden angemessenen Barabfindung in Höhe
von EUR 20,23 je auf den Inhaber lautende Stückaktie der capsensixx AG auf die
Hauptaktionärin übertragen.“

Die Unterlagen zu der Beschlussfassung, insbesondere Übetragungsbericht und Prüfberichte, sind auf der Webseite der Gesellschaft abrufbar: 

https://www.capsensixx.de/hauptversammlung/

Spruchverfahren zur Kapitalerhöhung bei The Naga Group AG

Landgericht Hamburg

Bekanntmachung

415 HKO 93/24

Beim Landgericht Hamburg ist ein Spruchverfahren von Aktionären der The Naga Group AG, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg, HRB 136811, gegen die The Naga Group AG zur Gewährung zusätzlicher Aktien bzw. der Gewährung einer angemessenen Zuzahlung nach einer Kapitalerhöhung gemäß §§ 255, 255 a AktG, § 1 Nr. 1 SpruchG anhängig.

Zum gemeinsamen Vertreter der nicht selbst als Antragsteller am Verfahren beteiligten Aktionäre wurde gemäß § 6 Abs. 1 SpruchG bestellt:

Dr. Peter Dreier
Dreier Riedel Rechtsanwälte Partnerschaft mbB
Graf-Adolf-Platz 1-2
40213 Düsseldorf

Kammer 15 für Handelssachen
Pätsch, Vorsitzende Richterin am Landgericht

Quelle: Bundesanzeiger vom 5. Mai 2026

Montag, 11. Mai 2026

SCHNIGGE Capital Markets SE: Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung u.a. zum Zweck der Beschlussfassung über eine Kapitalherabsetzung und Erweiterung der Unternehmenstätigkeit

Veröffentlichung von Insiderinformationen gemäß Artikel 17 MAR

Hamburg, 11.05.2026 – Der Verwaltungsrat der SCHNIGGE Capital Markets SE, Hamburg (ISIN DE000A0EKK20), hat heute beschlossen, der am 18. Juni 2026 stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung eine vereinfachte Kapitalherabsetzung nach § 229 ff. AktG im Verhältnis 5:1 durch Zusammenlegung von Aktien sowie eine Erweiterung des Unternehmensgegenstands vorzuschlagen.

Das bestehende Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 5.712.945,00 soll – nach vorangehender Einziehung von vier unentgeltlich zur Verfügung gestellten Aktien - im Rahmen einer vereinfachten Kapitalherabsetzung durch Zusammenlegung von Aktien auf dann EUR 1.142.589,00 herabgesetzt werden. Die Kapitalherabsetzung dient der Deckung von Verlusten.

Neben den bisherigen Geschäftsbereichen (Listing-Partner-Services, Corporate Finance, Handel mit Kryptowerten, Verbriefungsgeschäft sowie erlaubnisfreie Kapitalmarktberatung) soll künftig der Aufbau, die Verwaltung und die strategische Steuerung eines eigenen Treasury-Portfolios, insbesondere unter Einbeziehung von Kryptowerten und sonstigen digitalen Vermögenswerten („Crypto Treasury“), zum Unternehmensgegenstand gehören. Die vorgeschlagene Erweiterung umfasst insbesondere Erwerb, Halten, Verwalten und Veräußern von Kryptowerten, Entwicklung und Umsetzung von Treasury-Strategien, Liquiditätsmanagement, Risikomanagement sowie strukturierte Anlage- und Finanzierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit digitalen Assets, soweit diese keiner gesonderten behördlichen Erlaubnis bedürfen.

Darüber hinaus soll in der ordentlichen Hauptversammlung am 18. Juni 2026 in Hamburg auch der Verwaltungsrat auf die neue Ausrichtung der Gesellschaft sowohl strukturell als auch personell angepasst werden.

Accentro Real Estate AG gibt Planabweichung gegenüber IDW-S6-Gutachten und beabsichtigte Aufstockung der Anleihe 2025/2027 bekannt

Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014

Berlin, 11. Mai 2026 – Der Vorstand der Accentro Real Estate AG (die „Gesellschaft“) hat im Rahmen der laufenden Überwachung der Umsetzung des Restrukturierungsplans festgestellt, dass gegenüber der dem Restrukturierungsplan zugrunde liegenden Planung nach dem Sanierungsgutachten gemäß IDW S6 negative Abweichungen vorliegen (die „Planabweichung“). Die Planabweichung bezieht sich auf folgende wesentliche Sachverhalte: Die aktuellen Umsätze aus Abverkäufen von Projekten aus dem Aufteilerportfolio liegen bisher deutlich unter der IDW S6 Planung. Zudem konnten geplante Abverkäufe aus dem Bestandsportfolio nicht umgesetzt werden. Diese Sachverhalte führen zu einem zusätzlichen Liquiditätsbedarf in Höhe von rund EUR 7 Mio. bis Ende August 2026.

Zur Deckung des sich aus der Planabweichung ergebenden negativen Liquiditätseffekts hat der Vorstand heute beschlossen, von der in den Anleihebedingungen vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch zu machen und die Anleihe 2025/2027 (ISIN DE000A4DFWD1 / WKN A4DFWD) um weitere EUR 7.500.000 aufzustocken. Nach vollzogener Aufstockung wird der Gesamtnennwert der Anleihe 2025/2027 insgesamt EUR 92.000.000 betragen. 

Commerzbank Aktiengesellschaft: Position der Commerzbank zum Angebot der UniCredit

Corporate News

11.05.2026 / 19:17 CET/CEST

Wir möchten auf eine Veröffentlichung aufmerksam machen, die bereits am 08. Mai erfolgt ist.

Commerzbank hat eine Präsentation veröffentlicht, in der sie ausgewählte vorläufige Anmerkungen zum Angebot der UniCredit und ihrer Präsentation vom 20. April 2026 darlegt.

Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank werden ihre begründete Stellungnahme einschließlich einer Empfehlung an die Aktionäre nach Abschluss der umfassenden Prüfung der Angebotsunterlage von UniCredit abgeben.

Scherzer & Co. AG: Mehr als 3 Mio. Euro Ergebnis- und Wertbeitrag aus abgeschlossenem Spruchverfahren Generali Deutschland Holding AG

Corporate News

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat die Abfindung im Squeeze-out der Generali Deutschland Holding AG („Generali“) nach mehr als 12 Jahren Verfahrensdauer rechtskräftig um 22,90 Euro von ursprünglich gezahlten 107,77 Euro auf 130,67 Euro je Aktie erhöht. Die Scherzer & Co. AG war zum Zeitpunkt des Squeeze-outs signifikant an Generali beteiligt und wird daher im laufenden Jahr etwa 2,0 Mio. Euro Nachbesserung vereinnahmen. Die Nachbesserung wird über die gesamte Verfahrensdauer verzinst, was zu zusätzlichen Zinserträgen von rund 1,3 Mio. Euro führt. Eventuelle Ertragsbesteuerungen sind in beiden Beträgen nicht berücksichtigt.

Der sich daraus ergebende positive NAV-Effekt beträgt ca. 0,10 Euro je Scherzer-Aktie.

Die Scherzer & Co. AG verfügt direkt und indirekt über ein Nachbesserungsrechtevolumen von rund 137 Mio. Euro (exklusive Generali), das bilanziell und im monatlich veröffentlichten NAV nicht berücksichtigt ist. Jede zukünftig zugesprochene Nachbesserung führt daher zu Ergebnisbeiträgen und erhöht den NAV der Gesellschaft, während Beendigungen von Spruchverfahren ohne Nachbesserungen keine negativen Auswirkungen haben.

In drei laufenden Verfahren (Audi, Bank Austria, und MAN) wurden den Antragstellern – wie im Fall Generali – erstinstanzlich erhebliche Nachbesserungen zugesprochen. Würden diese von der zweiten Instanz bestätigt, erhielte die Scherzer & Co. AG Nachbesserungen von ca. 2,2 Mio. Euro (Audi) bzw. jeweils ca. 1,8 Mio. Euro (Bank Austria und MAN) zuzüglich Zinsen. Das nun beendete Generali-Spruchverfahren belegt die Werthaltigkeit des Nachbesserungsrechteportfolios der Gesellschaft.

Köln, 11. Mai 2026

Der Vorstand

Samstag, 9. Mai 2026

Cliq Digital AG: Annahmefrist für öffentliches Teilrückerwerbsangebot hat begonnen

NICHT ZUR VOLLSTÄNDIGEN ODER TEILWEISEN VERBREITUNG, VERÖFFENTLICHUNG ODER WEITERGABE, DIREKT ODER INDIREKT, IN ODER INNERHALB DER VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA, KANADA, AUSTRALIEN, JAPAN ODER ANDEREN LÄNDERN, IN DENEN DIE VERBREITUNG ODER VERÖFFENTLICHUNG RECHTSWIDRIG SEIN KÖNNTE. ES BESTEHEN WEITERE BESCHRÄNKUNGEN. BITTE BEACHTEN SIE DIE WICHTIGEN HINWEISE AM ENDE DIESER MITTEILUNG.

DIESE MITTEILUNG DIENT NUR ZU INFORMATIONSZWECKEN UND STELLT KEIN ANGEBOT VON WERTPAPIEREN IN IRGENDEINER RECHTSORDNUNG DAR.

Düsseldorf, 8. Mai 2026. Die Cliq Digital AG („CLIQ“ oder die „Gesellschaft“) (ISIN DE000A35JS40) verweist auf ihre Bekanntmachung vom 29. April 2026 zum öffentlichen Teilrückerwerbsangebot für bis zu 2.987.012 CLIQ-Aktien gegen Zahlung einer Gegenleistung von EUR 3,85 je Aktie („Rückerwerbsangebot“).

Die Frist zur Annahme des Rückerwerbsangebots hat begonnen und läuft, vorbehaltlich einer Verlängerung, bis zum 15. Juni 2026 um 24:00 Uhr (MESZ).

Die Angebotsunterlage sowie weitere Informationen für Aktionäre sind auf der Internetseite der Gesellschaft verfügbar:

https://cliqdigital.com/investors/

im Bereich „News & Aktionärsinformationen“ unter der Rubrik „Aktienrückkaufangebot“.

WICHTIGE HINWEISE:

DIESE MITTEILUNG UND DIE DARIN ENTHALTENEN INFORMATIONEN SIND NICHT ZUR VERBREITUNG ODER VERÖFFENTLICHUNG IN DEN ODER IN DIE VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA (EINSCHLIESSLICH IHRER TERRITORIEN UND BESITZUNGEN, DER BUNDESSTAATEN DER VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA UND DES DISTRICTS OF COLUMBIA) („VEREINIGTE STAATEN“), IN KANADA, IN AUSTRALIEN, IN JAPAN UND ANDEREN LÄNDERN BESTIMMT, IN DENEN DIE VERBREITUNG ODER VERÖFFENTLICHUNG RECHTSWIDRIG SEIN KÖNNTE. (...)

Cliq Digital AG beschließt Durchführung eines öffentlichen Teilrückerwerbsangebots für bis zu 51 % des Grundkapitals der Gesellschaft

Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014

NICHT ZUR VOLLSTÄNDIGEN ODER TEILWEISEN VERBREITUNG, VERÖFFENTLICHUNG ODER WEITERGABE, DIREKT ODER INDIREKT, IN ODER INNERHALB DER VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA, KANADA, AUSTRALIEN, JAPAN ODER ANDEREN LÄNDERN, IN DENEN DIE VERBREITUNG ODER VERÖFFENTLICHUNG RECHTSWIDRIG SEIN KÖNNTE. ES BESTEHEN WEITERE BESCHRÄNKUNGEN. BITTE BEACHTEN SIE DIE WICHTIGEN HINWEISE AM ENDE DIESER MITTEILUNG.

DIESE MITTEILUNG DIENT NUR ZU INFORMATIONSZWECKEN UND STELLT KEIN ANGEBOT VON WERTPAPIEREN IN IRGENDEINER RECHTSORDNUNG DAR.

- Auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 24. April 2026 erfolgt Beschluss zur Durchführung des öffentlichen Teilrückerwerbsangebots zum Erwerb von bis zu ca. 51 % des Grundkapitals gegen Zahlung einer Gegenleistung von EUR 3,85 je Aktie

- Annahmefrist läuft voraussichtlich vom 5. Mai 2026 bis zum 15. Juni 2026

Düsseldorf, 29. April 2026. Der Vorstand der Cliq Digital AG („CLIQ“ oder die „Gesellschaft“) (ISIN DE000A35JS40) hat heute mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Gesellschaft auf der Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 24. April 2026 beschlossen, ein öffentliches Teilrückerwerbsangebot für bis zu 2.987.012 Aktien der Gesellschaft („CLIQ-Aktien“) zu unterbreiten („Rückerwerbsangebot“). Die im Rahmen des Rückerwerbsangebots angebotene Gegenleistung beträgt, entsprechend den Vorgaben des dem Rückerwerbsangebot zugrundeliegenden Hauptversammlungsbeschlusses, EUR 3,85 je CLIQ-Aktie. Damit hat das Rückerwerbsangebot ein Gesamtvolumen von bis zu EUR 11.499.996,20.

Die Frist zur Annahme des Rückerwerbsangebots beginnt am 5. Mai 2026, 0:00 Uhr (MESZ) und endet, vorbehaltlich einer Verlängerung, voraussichtlich am 15. Juni 2026 um 24:00 Uhr (MESZ). Sofern im Rahmen des Rückerwerbsangebots mehr als 2.987.012 CLIQ-Aktien eingereicht werden, werden die Annahmeerklärungen verhältnismäßig berücksichtigt, d.h. nach dem Verhältnis der angedienten Aktien.

Die Gesellschaft wird die von ihr auf Grundlage dieses Rückerwerbsangebots erworbenen CLIQ-Aktien zwecks Kapitalherabsetzung unverzüglich nach Erwerb und Erfüllung aller insoweit maßgeblichen Voraussetzungen einziehen. 

Die weiteren Einzelheiten des Rückerwerbsangebots sind der Angebotsunterlage der Gesellschaft zu entnehmen. Die Angebotsunterlage wird vor Beginn der Annahmefrist auf der Internetseite der Gesellschaft (https://cliqdigital.com/investors/) im Bereich „News & Aktionärsinformationen“ unter der Rubrik „Aktienrückkaufangebot“ sowie im Bundesanzeiger (https://www.bundesanzeiger.de) veröffentlicht werden.

WICHTIGE HINWEISE:

DIESE MITTEILUNG UND DIE DARIN ENTHALTENEN INFORMATIONEN SIND NICHT ZUR VERBREITUNG ODER VERÖFFENTLICHUNG IN DEN ODER IN DIE VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA (EINSCHLIESSLICH IHRER TERRITORIEN UND BESITZUNGEN, DER BUNDESSTAATEN DER VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA UND DES DISTRICTS OF COLUMBIA) („VEREINIGTE STAATEN“), IN KANADA, IN AUSTRALIEN, IN JAPAN UND ANDEREN LÄNDERN BESTIMMT, IN DENEN DIE VERBREITUNG ODER VERÖFFENTLICHUNG RECHTSWIDRIG SEIN KÖNNTE. (...)

Freitag, 8. Mai 2026

Spruchverfahren zu dem Squeeze-out bei der Generali Deutschland Holding AG abgeschlossen: Erhöhung der Barabfindung auf EUR 130,67 (+ 21,25 %)

von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG

Das seit 2014 laufende Spruchverfahren zu dem Squeeze-out der Minderheitsaktionäre bei der Generali Deutschland Holding AG konnte nunmehr mit einer deutlichen Erhöhung der Barabfindung abgeschlossen werden. Das OLG Düsseldorf hat mit Beschluss vom 6. Mai 2026 die Barabfindung auf EUR 130,67 je Generali-Deutschland-Aktie festgesetzt (+ 21,25 %). Die den Squeeze-out zu ihren Gunsten betreibende Antragsgegnerin, die Assicurazioni Generali S.p.A., hatte eine Barabfindung in Höhe von lediglich EUR 107,77 je Generali-Deutschland-Aktie angeboten. Der Nachbesserungsbetrag in Höhe von EUR 22,90 je Stückaktie ist mit 5%-Punkten über den Basiszinssatz zu verzinsen (was bei mehr als 12 Jahren einen erheblichen Betrag ausmacht). 

Das OLG folgt im Wesentlichen den Feststellungen des Landgerichts und des von diesem gerichtlich bestellten Sachverständige, Wirtschaftsprüfer StB Dipl.-Kfm. Andreas Creutzmann (c/o IVA VALUATION & ADVISORY AG). Mit Berücksichtigung differenzierter Gewinnzuweisungen bei den Beteiligungen DVAG und GFM Generali Fund Management kam er auf den nunmehr vom OLG festgesetzten Betrag von EUR 130,67, während sich ohne Berücksichtigung der Unterschiede ein Wert von EUR 135,99 je Aktie ergibt (der vom LG Köln für richtig gehaltene, etwas höhere Betrag).

OLG Düsseldorf, Beschluss vom 6. Mai 2026, Az. I-26 W 8/23 AktE
LG Köln, Az. 82 O 49/14
Leasing und Handelsservice Heinrich GmbH i.L. u.a. ./. Assicurazioni Generali S.p.A.
131 Antragsteller
gemeinsamer Vertreter: Rechtsanwalt Dr. Klocke, Köln
Verfahrensbevollmächtigte der Antragsgegnerin, Assicurazioni Generali S.p.A.:
Rechtsanwälte Hengeler Mueller, 40213 Düsseldorf

Commerzbank Aktiengesellschaft: Commerzbank liefert starkes erstes Quartal und strebt Nettoeigenkapitalrendite von 21 % bis 2030 an

Geschäftsergebnis Q1 2026:

  • Operatives Ergebnis um 11 % auf Rekordwert von 1,4 Mrd. Euro und Nettoergebnis um 9 % auf 913 Mio. Euro gesteigert
  • Erträge um 5 % auf 3,2 Mrd. Euro erhöht – Firmenkunden-Kreditvolumen um 16 % gesteigert
  • Provisionsüberschuss wuchs um 9 % auf Allzeithoch von 1,1 Mrd. Euro – Zinsüberschuss trotz gesunkener Leitzinsen mit 2 Mrd. Euro stabil
  • Cost-Income-Ratio um 3 Prozentpunkte auf 53 % verbessert – ohne Pflichtbeiträge bei 50 %
  • Risikoergebnis mit minus 142 Mio. Euro weiter auf niedrigem Niveau – NPE-Quote unverändert bei 1,1 %
  • Nettoeigenkapitalrendite um 1,6 Prozentpunkte verbessert auf 12,7 %

„Momentum 2030“-Strategie mit neuen Zielen und klarem Wachstumspfad bis 2030:

  • Nettoergebnisziel für 2026 auf mindestens 3,4 Mrd. Euro erhöht; Cost-Income-Ratio von rund 53 %
  • Erwartungen für 2028 angehoben und neue Wachstums- und Finanzziele bis 2030 gesetzt
  • Nettoeigenkapitalrendite von 21 % und Cost-Income-Ratio von 43 % bis 2030 geplant
  • Attraktive Kapitalrückgabe: Ausschüttungsquote von 100 % angestrebt, bis CET-1-Zielquote von 13,5 % erreicht
Position der Commerzbank zum Angebot der UniCredit:
  • Vorstand und Aufsichtsrat werden ihre begründete Stellungnahme zum Angebot zeitnah veröffentlichen
  • Commerzbank veröffentlicht Präsentation mit Zusammenfassung ihrer ausgewählten vorläufigen Anmerkungen zum Angebot der UniCredit und ihrer Präsentation vom 20. April 2026
  • UniCredit bietet keine Prämie; ihr kommunizierter Plan bleibt vage und birgt erhebliche Umsetzungsrisiken
  • Commerzbank bleibt gesprächsbereit, sofern UniCredit bereit ist, eine attraktive Prämie zu bieten und über einen Plan zu sprechen, der wesentliche Säulen des Geschäftsmodells und der Strategie der Commerzbank berücksichtigt

Die Commerzbank hat ihren Erfolgskurs mit einem sehr starken ersten Quartal 2026 fortgesetzt. Das Operative Ergebnis stieg in den ersten drei Monaten des Jahres um 11 % auf den Rekordwert von 1,4 Mrd. Euro. Auf Basis des erfolgreichen Jahresstarts hebt die Commerzbank ihren Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 an. Sie plant nun mit einem Nettoergebnis von mindestens 3,4 Mrd. Euro, nachdem sie zuvor von mehr als 3,2 Mrd. Euro ausgegangen war. Auch in den kommenden Jahren rechnet die Bank mit einer dynamischen Geschäftsentwicklung. Sie erhöht ihre Erwartungen für 2028 und setzt sich ambitionierte Finanzziele bis zum Jahr 2030. Mit ihrer weiterentwickelten Strategie „Momentum 2030“ skaliert die Commerzbank ihr bewährtes Geschäftsmodell weiter und reflektiert die Potenziale künstlicher Intelligenz (KI) stärker in ihrer Planung. So beschleunigt die Bank ihr profitables Wachstum, erhöht die Effizienz und treibt die technologische Innovation schneller als bisher geplant voran.

„Wir sind mit Ergebnissen auf Rekordniveau ins Jahr gestartet. Das beweist: Unsere Strategie funktioniert – und hat mehr Potenzial als ursprünglich geplant“, sagte Bettina Orlopp, Vorstandsvorsitzende der Commerzbank. „Wir wachsen stärker als geplant, und unsere neuen Ziele bis 2030 spiegeln das wider – ehrgeizig und gleichzeitig verlässlich in der Umsetzung. Daran muss sich jede Alternative messen lassen.“

Die eigenständige Strategie „Momentum“ ist seit knapp 15 Monaten die Basis für die starke Ergebnisentwicklung der Commerzbank, die sich im Aktienkurs widerspiegelt. Alle Wachstumsziele hat die Bank erreicht oder übertroffen und damit ihre Umsetzungsstärke unter Beweis gestellt. Auf dieser Erfolgsbilanz aufbauend hebt die Commerzbank nun ihre strategischen Ambitionen auf die nächste Stufe und erweitert den Planungshorizont über das Jahr 2028 hinaus bis 2030.

Ziele bis 2030: Künstliche Intelligenz als wichtiger Treiber für Effizienz und Wachstum

Die Commerzbank beschleunigt das Wachstum und treibt die Transformation der Bank weiter konsequent voran. Bis zum Jahr 2028 strebt die Bank eine Nettoeigenkapitalrendite von rund 17 % an, nachdem sie bislang 15 % in Aussicht gestellt hatte. Bis zum Jahr 2030 geht sie von einer weiteren Steigerung auf rund 21 % aus. Ihr Nettoergebnis will sie bis 2028 auf 4,6 Mrd. Euro und bis 2030 auf 5,9 Mrd. Euro erhöhen.

Die Erträge sollen bis 2028 auf 15,0 Mrd. Euro und bis 2030 auf 16,8 Mrd. Euro wachsen. Dabei geht die Bank von einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 6 % aus. Für 2028 hatte sie ursprünglich mit Erträgen in Höhe von 14,2 Mrd. Euro gerechnet. Treiber des zusätzlichen Ertragswachstums sind der Provisions- und der Zinsüberschuss gleichermaßen. Die Bank geht davon aus, dass der Provisionsüberschuss sein dynamisches Wachstum fortsetzt. Auf Basis des anhaltenden Einlagen- und Kreditwachstums sowie begünstigt durch aktives Einlagenmanagement soll der Zinsüberschuss im Jahr 2028 insgesamt 9,8 Mrd. Euro zu den Erträgen beisteuern. Für 2030 kalkuliert die Bank, dass der Beitrag auf 11,2 Mrd. Euro anwächst. Für die Kosten auf Konzernebene wird in den kommenden Jahren insgesamt ein stabiles Niveau erwartet. Bereinigt um die mBank ist ein Rückgang der Kosten vorgesehen. Entsprechend soll sich die Cost-Income-Ratio weiter verbessern: statt der ursprünglich geplanten 50 % auf 48 % im Jahr 2028 und auf 43 % im Jahr 2030. Ohne Berücksichtigung der Pflichtbeiträge wird die Cost-Income-Ratio dann bei 46 % beziehungsweise 41 % liegen.

Basis für die höheren Ziele ist das bewährte Geschäftsmodell mit klarem Kundenfokus, das die Bank in den kommenden Jahren gezielt weiterentwickelt. So wird das Privat- und Unternehmerkundensegment in Deutschland seine hochwertigen Beratungsleistungen und das Brokerage-Geschäft weiter ausbauen, um noch stärker vom Trend hin zu Wertpapieren zu profitieren. Das Firmenkundensegment strebt an, im deutschen Heimatmarkt weitere Marktanteile zu gewinnen. Zugleich treibt es den gezielten Ausbau des internationalen Geschäfts vor dem Hintergrund der sich geografisch diversifizierenden deutschen Wirtschaft voran. Darüber hinaus wird das Segment seinen Kapitaleinsatz kontinuierlich verbessern und damit die Grundlage für weiteres profitables Wachstum schaffen. Die polnische Tochter mBank setzt ihr dynamisches Wachstum im Rahmen ihrer Strategie „Full Speed Ahead!“ fort und wird damit wesentlich zum Erreichen der Konzernziele beitragen.

Mit „Momentum 2030“ schöpft die Bank die Potenziale von KI noch stärker aus. Im Zeitraum von 2026 bis 2030 wird sie kumuliert rund 600 Mio. Euro in diesem Bereich investieren. Bereits heute steigern die laufenden KI-Anwendungen die Produktivität und Servicequalität der Bank – und liefern damit einen messbaren Nutzen für Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeitende. Ein aktuelles Beispiel aus dem Privatkundengeschäft ist der Start eines Prozesses für optimiertes Beschwerdemanagement – unter Einsatz agentischer KI. Im Risikomanagement nutzt die Bank mit „Hawk AI“ ein KI‑Modell, das große Datenmengen analysiert, um Geldwäsche und Finanzkriminalität präziser zu erkennen. Auch ihre Kreditrisikoprozesse digitalisiert die Bank. Eine KI-gestützte Auswertung von Geschäftsberichten unterstützt dabei die Kreditanalyse und hilft so, Risiken frühzeitig zu identifizieren.

Im nächsten Entwicklungsschritt wird die Commerzbank konsequent KI-Agenten einsetzen. Diese unterstützen komplette Prozesse – vom Kontowechsel über Know-your-Customer-(KYC-) und Dokumentenprüfungen bis hin zur Vertragserstellung. Das reduziert arbeitsintensive Tätigkeiten deutlich. Ab 2030 erwartet die Commerzbank aus ihren KI-Initiativen einen Wertbeitrag von rund 500 Mio. Euro pro Jahr. Gleichzeitig erwartet die Bank, dass KI es ihr ermöglicht, rund 10 % ihrer Kapazitäten freizusetzen und teilweise neu einzusetzen, sodass Mitarbeitende im Vertrieb mehr Zeit für eine hochwertige Kundenberatung aufwenden können. KI-gestützte Services sorgen darüber hinaus für ein verbessertes Kundenerlebnis.

Die fortgesetzte Transformation der Bank geht mit einem konzernweiten Abbau von weiteren rund 3.000 Stellen brutto einher. Dem stehen gezielte Aufbauten in Wachstums- und Zukunftsfeldern gegenüber. Um diesen Transformationsprozess sozialverträglich zu gestalten, setzt die Commerzbank unter anderem auf bewährte Altersprogramme, natürliche Fluktuation und Demografie. Dazu hat die Bank mit den Arbeitnehmervertretungen bereits eine Transformationsvereinbarung getroffen, die die Eckpunkte regelt.

„Unsere heute vorgestellten neuen Ziele sind das Ergebnis der disziplinierten Umsetzung unserer Strategie ‚Momentum‘. Wir zeigen den Wachstumspfad der Commerzbank planbar und konkret bis 2030 – mit klar definierten Zielen und Zwischenzielen“, sagte Bettina Orlopp. „Hohe Wertschöpfung und geringe Umsetzungsrisiken zeichnen unser bewährtes Geschäftsmodell aus. Das wollen wir konsequent fortsetzen.“

Kapitalrückgabe: Ausschüttungsquote von 100 % soll bis CET-1-Zielquote von 13,5 % fortgeführt werden

Auf Grundlage des angestrebten Wachstums bleibt das Kapitalrückgabepotenzial der Commerzbank in den kommenden Jahren weiter hoch. Die Bank plant, die Ausschüttungsquote von 100 % ihres Nettoergebnisses vor außerordentlichen Einmalposten und nach Abzug von Additional-Tier-1-(AT-1-)Kuponzahlungen fortzuführen, bis ihre CET-1-Quote die angestrebte Zielmarke von 13,5 % erreicht. Die Kapitalrückgabe soll weiterhin über eine Kombination aus Dividenden und Aktienrückkäufen erfolgen.

Bereits für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 will die Commerzbank in Summe rund 2,7 Mrd. Euro an ihre Aktionärinnen und Aktionäre zurückgeben. Dies entspricht 100 % des Nettoergebnisses vor Restrukturierungsaufwendungen und nach Abzug der AT-1-Kuponzahlungen. Neben zwei abgeschlossenen Aktienrückkäufen im Gesamtvolumen von rund 1,5 Mrd. Euro plant die Bank die Zahlung einer Rekorddividende in Höhe von 1,10 Euro je Aktie (2024: 65 Cent je Aktie), über die die Hauptversammlung am 20. Mai 2026 entscheiden wird. Daraus ergibt sich eine Dividendenzahlung von insgesamt rund 1,2 Mrd. Euro.

Position der Commerzbank zum Angebot der UniCredit

Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank werden ihre begründete Stellungnahme einschließlich einer Empfehlung an die Aktionäre nach Abschluss der umfassenden Prüfung der Angebotsunterlage von UniCredit abgeben. Unabhängig davon hat die Bank heute eine Präsentation veröffentlicht, in der sie ausgewählte vorläufige Anmerkungen zum Angebot der UniCredit und ihrer Präsentation vom 20. April 2026 darlegt.

Aus Sicht der Commerzbank bleibt der Plan, den die UniCredit kommuniziert hat, vage und birgt erhebliche Umsetzungsrisiken. Gleichzeitig bedient sich die UniCredit dabei irreführender Darstellungen, die die Commerzbank diskreditieren. Die Aktionäre der Commerzbank werden von der UniCredit aufgefordert, einen völlig offenen Ausgang des Angebots zu akzeptieren und gleichzeitig Wertsteigerungspotenzial und Kontrolle ohne jegliche Prämie abzugeben.

Die Commerzbank handelt weiterhin im besten Interesse ihrer Aktionäre und weiteren Stakeholder und bleibt auf nachhaltige Wertschöpfung fokussiert. Die Bank bleibt gesprächsbereit, sofern UniCredit bereit ist, eine attraktive Prämie zu bieten und offen über einen Plan zu diskutieren, der die Säulen des Geschäftsmodells und der Strategie der Commerzbank berücksichtigt.

Geschäftsentwicklung im ersten Quartal: Provisionsüberschuss legt um 9 % zu

Im ersten Quartal 2026 steigerte die Bank ihre Erträge um 5 % auf 3.219 Mio. Euro (Q1 2025: 3.072 Mio. Euro). Treiber war dabei einmal mehr das dynamische Wachstum des Provisionsüberschusses, der um 9 % auf 1.102 Mio. Euro (Q1 2025: 1.012 Mio. Euro) zulegte. Dazu trugen vor allem das wachsende Anleiheemissionsgeschäft mit Firmenkunden sowie das anhaltend starke Wertpapiergeschäft mit Privatkunden bei. Der Zinsüberschuss lag mit 2.047 Mio. Euro trotz gesunkener Leitzinsen nahezu auf dem hohen Niveau des ersten Quartals 2025 (Q1 2025: 2.071 Mio. Euro). Hier spiegelt sich im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Rückgang des Zinsüberschusses der mBank infolge der gesunkenen Leitzinsen in Polen wider, während das Ergebnis in Deutschland vom Kreditwachstum und steigenden Erträgen aus dem Replikationsportfolio profitierte.

Die Gesamtkosten des Konzerns waren mit 1.719 Mio. Euro im ersten Quartal stabil (Q1 2025: 1.722 Mio. Euro). Die Verwaltungsaufwendungen, auf die der Großteil entfiel, gingen leicht auf 1.594 Mio. Euro zurück (Q1 2025: 1.618 Mio. Euro). Bei den Personalaufwendungen wirkten ein geringerer Bewertungseffekt aus der aktienbasierten variablen Vergütung und Effizienzmaßnahmen entlastend. Dem gegenüber standen allgemeine Gehaltsanpassungen sowie Rekrutierungsmaßnahmen an den Shoring- und Sourcing-Standorten der Commerzbank. Bei der mBank stiegen die Kosten im Rahmen ihres Wachstumskurses, zudem erhöhten sich die Pflichtbeiträge zum polnischen Abwicklungsfonds. Bereinigt um die mBank sanken die Kosten im Konzern um rund 3 % auf 1.390 Mio. Euro (Q1 2025: 1.430 Mio. Euro). Das erfolgreiche Kostenmanagement der Bank spiegelt sich in der Cost-Income-Ratio, die sich im ersten Quartal um 3 Prozentpunkte auf 53 % (Q1 2025: 56 %) verbesserte. Ohne Berücksichtigung der Pflichtbeiträge verbesserte sich die Cost-Income-Ratio auf 50 % (Q1 2025: 53 %).

Das Risikoergebnis lag im ersten Quartal bei minus 142 Mio. Euro (Q4 2025: minus 207 Mio. Euro; Q1 2025: minus 123 Mio. Euro). In einem nach wie vor herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld unterstreicht das Ergebnis die anhaltend hohe Qualität des Kreditbuches der Commerzbank. Die Non-Performing-Exposure-Quote (NPE-Quote) betrug unverändert 1,1 % (Q4 2025: 1,1 %).

Die Commerzbank steigerte ihr Operatives Ergebnis in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 11 % und erzielte mit 1.358 Mio. Euro (Q1 2025: 1.227 Mio. Euro) das beste Quartalsergebnis ihrer Geschichte. Das Nettoergebnis nach Steuern und Minderheiten verbesserte die Bank ebenfalls deutlich um mehr als 9 % auf 913 Mio. Euro (Q1 2025: 834 Mio. Euro) und setzte damit ihre Rekordserie fort. Damit war es der beste Jahresauftakt und zugleich das beste Nettoergebnis im Quartal seit 2011 (Q1 2011: 985 Mio. Euro).

Die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank lag zum Stichtag 31. März 2026 bei 14,5 % (31. Dezember 2025: 14,7 %; 31. März 2025: 15,1 %) und bietet damit einen komfortablen Puffer von 417 Basispunkten zur regulatorischen Mindestanforderung (MDA-Schwelle) von derzeit rund 10,3 %. Ihre Nettoeigenkapitalrendite (Net RoTE) verbesserte die Bank im ersten Quartal deutlich auf 12,7 % (Q1 2025: 11,1 %).

„Die Steigerung der Nettoeigenkapitalrendite auf 12,7 % unterstreicht unsere wachsende Profitabilität. Die Grundlage dafür sind das anhaltende Ertragswachstum und die weiter verbesserte Effizienz“, sagte Finanzvorstand Carsten Schmitt. „Damit sind wir optimal aufgestellt, um unsere Renditeziele bis 2030 zuverlässig zu erreichen und gleichzeitig eine attraktive Kapitalrückgabe für unsere Investoren zu liefern.“

Entwicklung der Segmente: Starkes Kreditwachstum bei Firmenkunden setzt sich fort

Das Firmenkundensegment erzielte im ersten Quartal Erträge von 1.252 Mio. Euro (Q1 2025: 1.234 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss stieg um 7 % auf 638 Mio. Euro (Q1 2025: 596 Mio. Euro) und profitierte dabei von der anhaltend hohen Kreditnachfrage. Das Kreditvolumen wuchs im Vergleich zum Vorjahresquartal um 16 % auf 120 Mrd. Euro (Q1 2025: 104 Mrd. Euro). Wachstumstreiber waren erneut die Investitionen deutscher und internationaler Firmenkunden im Ausland. Auch der Provisionsüberschuss entwickelte sich sehr gut mit einem Anstieg um 8 % auf 377 Mio. Euro (Q1 2025: 350 Mio. Euro). Maßgebliche Treiber waren das gute Anleiheemissionsgeschäft mit einer deutlich gestiegenen Zahl an Transaktionen sowie höhere Erträge aus dem Konsortialkreditgeschäft mit international tätigen Kunden. Das Operative Ergebnis lag mit 567 Mio. Euro dennoch unter dem Vorjahreswert (Q1 2025: 603 Mio. Euro), bedingt durch gestiegene Kosten sowie ein höheres Risikoergebnis.

Das Segment Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland entwickelte sich weiter positiv und erhöhte die Erträge im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich um rund 8 % auf 1.264 Mio. Euro (Q1 2025: 1.173 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss stieg um 9 % auf 658 Mio. Euro (Q1 2025: 602 Mio. Euro), unterstützt durch Effekte aus dem aktiven Einlagenmanagement. Der Provisionsüberschuss entwickelte sich ebenfalls sehr gut und legte um 9 % auf ein historisches Niveau von 595 Mio. Euro zu (Q1 2025: 546 Mio. Euro). Haupttreiber waren das volumen- und transaktionsbasierte Wachstum des Wertpapiergeschäfts sowie ein gestiegener Beitrag aus dem Zahlungsverkehr, der vor allem auf die Einführung des neuen Preismodells für Girokonten zurückzuführen ist. Insbesondere das Brokerage-Geschäft der comdirect entwickelte sich positiv. Ihre Kundinnen und Kunden handelten mehr als bereits im starken Vorjahresquartal. Das Wertpapiervolumen erhöhte sich per Ende März im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich um 19 Mrd. Euro auf 261 Mrd. Euro (Q1 2025: 243 Mrd. Euro). Das durchschnittliche Kreditvolumen blieb insgesamt stabil bei 126 Mrd. Euro (Q1 2025: 125 Mrd. Euro). Den mit Abstand größten Anteil daran hatte das Baufinanzierungsvolumen, das mit 96 Mrd. Euro ebenfalls unverändert auf dem Niveau des Vorjahresquartals lag (Q1 2025: 96 Mrd. Euro). Das Neugeschäftsvolumen belief sich wie bereits im Vorquartal auf 2,1 Mrd. Euro. Infolge der positiven Ertragsentwicklung steigerte das Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland das Operative Ergebnis um 7 % auf 458 Mio. Euro (Q1 2025: 429 Mio. Euro).

Die polnische Tochtergesellschaft mBank erhöhte ihre Erträge im ersten Quartal um 27 % auf 682 Mio. Euro (Q1 2025: 536 Mio. Euro). Maßgeblich trug dazu die gesunkene Vorsorge für Rechtsrisiken aus Fremdwährungskrediten bei, die mit 17 Mio. Euro signifikant unter dem Niveau des Vorjahresquartals lag (Q1 2025: 158Mio.Euro). Der Provisionsüberschuss erhöhte sich dank hoher Kundenaktivitäten, unter anderem im Wertpapiergeschäft, um 12 % auf 139 Mio. Euro (Q1 2025: 125 Mio. Euro) und leistete damit einen erfreulichen Beitrag zur positiven Ertragsentwicklung. Der Zinsüberschuss ging vor allem infolge von Zinssenkungen in Polen auf 521 Mio. Euro zurück (Q1 2025: 600 Mio. Euro). Dies wurde jedoch zum überwiegenden Teil durch positive Effekte aus Zinsabsicherungsinstrumenten kompensiert, die im Fair-Value-Ergebnis ausgewiesen werden. Im Einlagen- und Kreditgeschäft verzeichnete die mBank signifikante Volumensteigerungen. Insgesamt erhöhte sich das Operative Ergebnis der mBank im ersten Quartal deutlich um 62 % auf 329 Mio. Euro (Q1 2025: 204 Mio. Euro).

Ausblick 2026: Exzellenter Jahresauftakt als Ausgangsbasis für höhere Ziele

Der starke Auftakt gibt der Commerzbank Rückenwind für die Erhöhung des Gewinnziels für dieses Jahr auf mindestens 3,4 Mrd. Euro von bisher mehr als 3,2 Mrd. Euro. Darin ist unter anderem die auf rund 8,6 Mrd. Euro (bisher: rund 8,5 Mrd. Euro) erhöhte Prognose für den Zinsüberschuss enthalten. Für den Provisionsüberschuss strebt die Bank weiterhin ein Wachstum von rund 7 % an. Insgesamt erwartet die Bank für das Gesamtjahr Erträge in Höhe von rund 13,2 Mrd. Euro. Bei den Kosten rechnet sie mit rund 7 Mrd. Euro. Dank des anhaltend aktiven Kostenmanagements und der angehobenen Ertragserwartungen plant die Bank nun mit einer Cost-Income-Ratio inklusive Pflichtbeiträgen von rund 53 %. Im Februar dieses Jahres war sie noch von rund 54 % ausgegangen. Das Risikoergebnis sieht die Bank trotz des schwierigen Umfeldes weiterhin bei rund 850 Mio. Euro. Die CET-1-Quote erwartet die Commerzbank zum Jahresende unverändert bei mehr als 14 %. Unter dem Strich strebt die Bank damit eine Nettoeigenkapitalrendite von rund 12 % an. Zuvor hatte sie mit mehr als 11,2 % gerechnet.

Übersicht über wesentliche Finanzkennzahlen

   in Mio. Euro Q1 2026 Q1 2025 Q1 2026
vs. Q1 2025
(in %)
Q4
2025
Q1 2026
vs. Q4 2025
(in %)
GJ 2025
Zinsüberschuss 2.047 2.071 – 1,1 2.049 – 0,1 8.226
Provisionsüberschuss 1.102 1.012 + 8,9 1.029 + 7,1 4.029
Fair-Value-Ergebnis1 33 14   74 – 54,8 14
Sonstige Erträge 36 – 24   – 11   – 98
Erträge 3.219 3.072 + 4,8 3.141 + 2,5 12.171
Erträge ohne Sondereffekte 3.200 3.125 + 2,4 3.132 + 2,2 12.283
Risikoergebnis – 142 – 123 – 15,0 – 207 + 31,5 – 722
Verwaltungsaufwendungen 1.594 1.618 – 1,5 1.809 – 11,9 6.666
Pflichtbeiträge 125 104 + 20,1 59   274
Operatives Ergebnis 1.358 1.227 + 10,7 1.067 + 27,3 4.509
Restrukturierungsaufwendungen 1 40 – 97,6 9 – 88,9 562
Ergebnis vor Steuern 1.357 1.187 + 14,4 1.059 + 28,2 3.947
Steuern 373 306 + 22,1 259 + 44,5 1.089
Minderheiten 71 46 + 53,5 63 + 13,5 234
Konzernergebnis2 913 834 + 9,4 737 + 23,8 2.625
Cost-Income-Ratio im operativen Geschäft exkl. Pflichtbeiträge (%) 49,5 52,7   57,6   54,8
Cost-Income-Ratio im operativen Geschäft inkl. Pflichtbeiträgen (%) 53,4 56,1   59,4   57,0
Operativer RoTE (%) 17,0 14,9   13,4   13,9
Netto-RoTE (%) 12,7 11,1   10,0   8,7
Netto-RoE (%) 12,0 10,6   9,6   8,3
CET-1-Quote (%)3 14,5 15,1   14,7   14,7
Leverage Ratio 4,3 4,6   4,3   4,3
Bilanzsumme (Mrd. Euro) 603 574   590   590

1 Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
2 Den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbares Konzernergebnis.
3 Die Berücksichtigung von Zwischengewinnen im CET 1 steht im Einklang mit dem Ziel einer Ausschüttungsquote von 100 % und bedarf der Zustimmung der EZB.

Anstehende Spruchverfahren und Strukturmaßnahmen

Die Rechtsanwaltskanzlei ARENDTS ANWÄLTE vertritt und berät voraussichtlich Minderheitsaktionäre insbesondere bei folgenden anstehenden aktienrechtlichen Spruchverfahren bzw. Strukturmaßnahmen:

  • capsensixx AG: PEH Wertpapier AG fordert verschmelzungsrechtlichen Squeeze-out, Barabfindung auf EUR 20,23 festgelegt, Hauptversammlung der capsensixx AG voraussichtlich am 19. Juni 2026
  • CECONOMY AG: Delisting geplant
  • centrotherm international AG: verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out zugunsten der Centrotherm AcquiCo AG, Hauptversammlung am 30. Juni 2026

  • Commerzbank AG: Übernahmeangebot der UniCredit 

  • Covestro AG: erfolgreiches Übernahmeangebot von XRG (bisher: Adnoc) zu EUR 62,- je Covestro-Aktie, XRG fordert aktienrechtlichen Squeeze-out zu EUR 59,46, Hauptversammlung am 19. Mai 2026
  • Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA): erfolgreiches Übernahmeangebot der Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft SE, Tochtergesellschaft der MSC Mediterranean Shipping Company S.A., Squeeze-out zu EUR 21,16 je Aktie, Hauptversammlung am 11. Juni 2026

  • HORNBACH Baumarkt AG: Die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA hat ihren Anteil auf 95,3 % erhöht, folgt Squeeze-out?

  • KATEK SE: Squeeze-out zugunsten der Kontron Acquisition GmbH zu EUR 18,12 je Aktie, Eintragung am 6. März 2026 (Fristende am 8. Juni 2026)
  • Klöckner & Co SE: erfolgreiches Übernahmeangebot, Worthington Steel will Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abschließen
  • Kontron AG: Mögliches öffentliches Übernahmeangebot durch die Ennoconn Corporation
  • OTRS AG: Squeeze-out zugunsten der Optimus BidCo AG (jetzt: GmbH), eine Akquisitionsgesellschaft der EasyVista SAS, Hauptversammlung am 12. November 2025, Eintragung im Handelsregister am 23. Februar 2026 (Fristende: 25. Mai 2026)
  • Tele Columbus AG: Squeeze-out zugunsten der Kublai GmbH 

  • VIB Vermögen AG: Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der DIC Real Estate Investments GmbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien als herrschendem und der VIB als beherrschtem Unternehmen, ao. Hauptversammlung am 12. Februar 2026, Eintragung durch Anfechtungsklage verzögert

(Angaben ohne Gewähr) 
 
Weitere Informationen: kanzlei@anlageanwalt.de