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Sonntag, 7. Dezember 2025

Klöckner & Co SE bestätigt Gerüchte zu Verhandlungen zu einem möglichen öffentlichen Übernahmeangebot durch Worthington Steel, Inc.

Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014

Klöckner & Co SE bestätigt Gerüchte, wonach die Gesellschaft mit Worthington Steel, Inc. Verhandlungen zu einem möglichen freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot für alle Aktien der Klöckner & Co SE führt und Worthington Steel, Inc. eine Due Diligence Prüfung durchführt.

Es ist derzeit offen, ob oder unter welchen Bedingungen ein mögliches öffentliches Übernahmeangebot durchgeführt wird.

Freitag, 5. Dezember 2025

Anstehende Spruchverfahren und Strukturmaßnahmen

Die Rechtsanwaltskanzlei ARENDTS ANWÄLTE vertritt und berät voraussichtlich Minderheitsaktionäre insbesondere bei folgenden anstehenden aktienrechtlichen Spruchverfahren bzw. Strukturmaßnahmen:

  • ABOUT YOU Holding SE: Unternehmenszusammenschluss mit der Zalando SE, erfolgreiches Übernahmeangebot, verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out zugunsten der Zalando-Tochtergesellschaft ABYxZAL Holding AG zu EUR 6,50 je Aktie, (virtuelle) ao. Hauptversammlung am 22. September 2025, Eintragung am 6. November 2025 (Fristende: 6. Februar 2025)
  • artnet AG: erfolgreiches Übernahme- und Delistingangebot der Leonardo Art Holdings GmbH (Beowolff Capital), nunmehr aktienrechtlicher Squeeze-out zu EUR 11,16 je Aktie, Hauptversammlung am 20. November 2025
  • APONTIS PHARMA AG: erfolgreiches Übernahmeangebot, verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out zugunsten der Zentiva AG, Hauptversammlung am 29. Juli 2025, Eintragung durch Anfechtungsklage verzögert, am 13. November 2025 in das Handelsregister der übernehmenden Gesellschaft eingetragen (Fristende: 13. Februar 2026)
  • CECONOMY AG: Delisting geplant

  • Covestro AG: erfolgreiches Übernahmeangebot von XRG (bisher: Adnoc) zu EUR 62,- je Covestro-Aktie, zunächst Bedenken der Europäischen Kommission, folgt Squeeze-out?
  • Cumerius AG: Squeeze-out zugunsten der Schüyolo GmbH für eine Barabfindung in Höhe von EUR 5,32 je Aktie, Eintragung am 4. November 2025 (Fristende: 4. Februar 2025)

  • Encavis AG (früher: Capital Stage AG): verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out zugunsten der Elbe BidCo AG (KKR, Viessmann u.a.) zu EUR 17,23, Eintragung im Handelsregister am 10. September 2025 (Fristende: 10. Dezember 2025)

  • Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA): erfolgreiches Übernahmeangebot der Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft SE, Tochtergesellschaft der MSC Mediterranean Shipping Company S.A., ggf. Squeeze-out
  • HORNBACH Baumarkt AG: Die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA hat ihren Anteil auf 95,3 % erhöht, folgt Squeeze-out?

  • InVision AG: aktienrechtlicher Squeeze-out zugunsten der Acme 42 GmbH zu EUR 5,63 je Aktie, Eintragung im Handelsregister am 8. Oktober 2025 (Fristende: 8. Januar 2026)

  • KATEK SE: Squeeze-out zugunsten der Kontron Acquisition GmbH zu EUR 18,12 je Aktie

  • NanoFocus AG: aktienrechtlicher Squeeze-out zugunsten der Carl Mahr Holding GmbH zu EUR 1,76 je Aktie, Hauptversammlung am 12. November 2025

  • Nexus AG: erfolgreiches Übernahmeangebot der Project Neptune Bidco GmbH (TA), nunmehr Squeeze-out zu EUR 70,- je Aktie, Eintragung im Handelsregister am 24. November 2025

  • OTRS AG: Squeeze-out zugunsten der Optimus BidCo AG, eine Akquisitionsgesellschaft der EasyVista SAS, Hauptversammlung am 12. November 2025
  • PharmaSGP Holding SE: Delisting-Vereinbarung mit FUTRUE GmbH, Delisting, am 24. Juli 2025 verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out gefordert, außerordentliche Hauptversammlung am 31. Oktober 2025

  • Pulsion Medical Systems SE: Squeeze-out zugunsten der MAQUET Medical Systems AG (Tochtergesellschaft der Getinge AB) zu EUR 20,57, Hauptversammlung am 17. Oktober 2025, Eintragung im Handelsregister am 19. November 2025 (Fristende: 19. Februar 2026)

  • SHS VIVEON AG: Delisting, verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out zugunsten der Sidetrade AG, Hauptversammlung am 27. August 2025, maßgebliche Eintragung im Handelsregister am 28. Oktober 2025 (Fristende: 28. Januar 2026) 

  • SNP Schneider-Neureither & Partner SE: Investorenvereinbarung mit Carlyle, BuG mit der Succession German Bidco GmbH als herrschender Gesellschaft, virtuelle Hauptversammlung am 30. Juni 2025, Eintragung im Handelsregister am 22. Oktober 2025 (Fristende: 22. Januar 2026)

  • Tele Columbus AG: Squeeze-out zugunsten der Kublai GmbH 
  • VIB Vermögen AG: Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der DIC Real Estate Investments GmbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien als herrschendem und der VIB als beherrschtem Unternehmen angekündigt
  • Vivanco Gruppe AG: Rechtsformwechsel in eine GmbH, Hauptversammlung am 31. Juli 2025, Widerspruch zum Protokoll des Notars erforderlich, Eintragung im Handelsregister am 9. Oktober 2025, nunmehr Insolvenzantrag der GmbH
  • VOQUZ Labs AG: Squeeze-out zugunsten der Blitz 24-250 GmbH (Investmentgesellschaft Main Capital Partners), Barabfindung von ursprünglich EUR 10,57 auf EUR 11,08 je Aktie erhöht, Eintragung des Squeeze-out-Beschlusses am 23. Oktober 2025 (Fristende: 23. Januar 2026)

(Angaben ohne Gewähr) 
 
Weitere Informationen: kanzlei@anlageanwalt.de

Mittwoch, 3. Dezember 2025

Unseriöses Kaufangebot für Aktien der PharmaSGP Holding SE durch eine angebliche "Brockhaus Private Equity"

von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG

Ende November 2025 wurde im Bundesanzeiger (und damit mit ganz offiziellem Anstrich) ein "Freiwilliges öffentliches Kaufangebot" an die Aktionäre der Pharma SGP Holding SE (WKN A2P4LJ, ISIN: DE000A2P4LJ5) veröffentlicht. Geboten werden darin EUR 34,30 je PharmaSGP-Aktie, deutlich mehr als die für den anstehenden Squeeze-out angebotene Barabfindung in Höhe von EUR 30,64 je Aktie und höher als die aktuellen Börsenkurse.

Neben der fragwürdigen wirtschaftlichen Sinnhaftigkeit des Angebots irritiert die unübliche E-Mail-Adresse "mail.de". Das Angebot stammt angeblich von der Brockhaus Private Equity GmbH, die das allerdings deutlich dementiert hat. Es dürfte sich daher wohl um einen Identitätsdiebstahl handeln (eine in derartigen Fällen recht häufige Betrugsmasche).

In der letzten Zeit gab es eine ganze Reihe ähnlicher unseriöser Kaufangebote. Zum Teil wird versucht, Interessenten zu weiteren Käufen und zu Einzahlungen zu überreden. Zum Teil werden auch vertrauliche Daten (Bankverbindungen und Depotnummer) abgegriffen.

___________

Hintergrund:

In der letzten Zeit gab es zahlreiche unseriöse Kaufangebote für Aktien, vor denen wir gewarnt hatten:

Zur Warnung vor einem Kaufangebot für Linde-Aktien:
https://spruchverfahren.blogspot.com/2024/01/dubioses-kaufangebot-fur-linde-aktien.html

Zum unseriösen Kaufangebot für Aktien der Vantage Towers AG: https://spruchverfahren.blogspot.com/2023/12/dubioses-kaufangebot-fur-aktien-der_84.html

Zum Kaufangebot für Aktien der Zapf Creation AG: https://spruchverfahren.blogspot.com/2023/12/dubioses-kaufangebot-fur-aktien-der.html

Zum Kaufangebot für Aktien der Aareal Bank AG: https://spruchverfahren.blogspot.com/2023/12/dubioses-kaufangebot-fur-aktien-der_7.html

Eine Firma Deeland hatte 2022/´23 für Aktien u.a. der TLG Immobilien AG, der Lotto24 AG und der EASY SOFTWARE AG ähnliche unseriöse Übernahmeangebote mit ebenfalls sehr hohen Mindestannahmesummen und den gleichen Rechtschreibfehlern ("Ag" statt "AG") veröffentlicht.

Scout24 SE: Scout24 SE beschließt, neues Rückkaufprogramm im Volumen von bis zu 500 Millionen Euro aufzusetzen und Rückkaufphase des laufenden Aktienrückkaufprogramms zu verkürzen

Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014

München, 3. Dezember 2025

Der Vorstand der Scout24 SE hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats heute beschlossen, ein neues Rückkaufprogramm aufzusetzen und eigene Aktien mit einem Kaufpreisvolumen von insgesamt bis zu 500 Millionen Euro in einer oder mehreren selbstständigen Tranchen über die Börse zurückzukaufen. Hierfür macht die Gesellschaft von der Ermächtigung Gebrauch, die die ordentliche Hauptversammlung 2025 erteilt hat. Der Aktienrückkauf soll voraussichtlich in den nächsten Wochen beginnen und bis spätestens im zweiten Quartal 2028 durchgeführt werden.

Der Vorstand der Scout24 SE hat in diesem Zusammenhang mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch beschlossen, die am 3. April 2025 angekündigte weitere Tranche unter dem laufenden Aktienrückkaufprogramm durch Konzentration der Rückkaufphase durch Vorverlegung des spätestmöglichen Erwerbszeitpunkts auf den 23. Januar 2026 zu verkürzen. Das Rückkaufvolumen bleibt unverändert. Die Gesamtzahl der im Rahmen der zweiten Tranche des Aktienrückkaufprogramms im Zeitraum vom 7. April 2025 bis einschließlich 2. Dezember 2025 erworbenen Aktien beläuft sich auf 721.570 Stückaktien.

Weitere Einzelheiten werden im Verlauf der kommenden Wochen vor Beginn des Aktienrückkaufprogramms veröffentlicht. Die Scout24 SE behält sich das Recht vor, das Aktienrückkaufprogramm jederzeit zu modifizieren oder einzustellen.

Der Vorstand

JD.com sichert sich erfolgreich 59.8 % von CECONOMY als Endergebnis nach Ablauf der weiteren Annahmefrist

Pressemitteilung

- Gesamtbeteiligung von 85.2 % in Kombination mit der verbleibenden Beteiligung des zukünftigen Partners von JD.com, Convergenta, nach Vollzug des Angebots

- Der Vollzug des Angebots unterliegt weiterhin den üblichen regulatorischen Freigaben und wird in der ersten Hälfte des Jahres 2026 erwartet

- Gemeinsam mit Convergenta wollen JD.com und CECONOMY die weitere Transformation von CECONOMY beschleunigen und das langfristige Wachstum von CECONOMY als führender europäischer Omnichannel-Einzelhändler stärken

Beijing / Düsseldorf – 2. Dezember 2025: JINGDONG HOLDING GERMANY GMBH (die „Bieterin“), eine hundertprozentige, indirekte Tochtergesellschaft von JD.com, Inc. (zusammen mit der Bieterin und weiteren Gesellschaften der JD.com Gruppe „JD.com“), hat das Endergebnis ihres freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots (das „Angebot“) für alle Aktien der CECONOMY AG („CECONOMY“ oder das „Unternehmen“; die „CECONOMY-Aktien“, ISIN: DE0007257503) veröffentlicht. JD.com hat sich nach Ablauf der weiteren Annahmefrist erfolgreich 59.8 % des Grundkapitals und der Stimmrechte von CECONOMY gesichert. Zusammen mit der verbleibenden Beteiligung des zukünftigen Partners von JD.com, Convergenta, ergibt sich damit eine Gesamtbeteiligung von 85.2 % an CECONOMY.

Dieser Meilenstein spiegelt das langfristige Engagement von JD.com in Europa wider und unterstreicht das Vertrauen des Unternehmens in die starke Position von CECONOMY als ein europäischer Marktführer im Bereich Unterhaltungselektronik.

Der Vollzug des Angebots unterliegt weiterhin den üblichen regulatorischen Freigaben, einschließlich außenwirtschaftsrechtlicher und EU-subventionskontrollrechtlicher Freigaben, wie sie in den Angebotsunterlage dargelegt sind und soweit diese noch nicht erteilt wurden. Vorbehaltlich der Erfüllung dieser Bedingungen wird der Vollzug des Angebots in der ersten Jahreshälfte 2026 erwartet.

JD.com würde dann zum neuen Mehrheitsaktionär von CECONOMY werden. Ein Widerruf der Börsenzulassung (Delisting) könnte kurz nach Abschluss des Angebots erfolgen.

Gemeinsam mit Convergenta wollen JD.com und CECONOMY die weitere Transformation von CECONOMY durch JD.com‘s Technologie-, Omnichannel-Handel- und Logistik-Expertise beschleunigen und das langfristige Wachstum von CECONOMY als führender europäischer Omnichannel-Einzelhändler stärken. JD.com, bekannt für eine hervorragende Kundenerfahrung und branchenführende Service-Standards im Bereich E-Commerce-Logistik, wird seine fortschrittliche Technologie, seine führende Omnichannel-Handelsexpertise sowie seine Logistik- und Lagerkapazitäten sukzessive in die Partnerschaft einbringen. Dies wird die bestehenden Kompetenzen von CECONOMY stärken, das Kerngeschäft weiterentwickeln und den weiteren Ausbau der Marktposition unterstützen. Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung wird CECONOMY ein eigenständiges Unternehmen in Europa mit einer lokalen und unabhängigen Technologieplattform bleiben. Es sind keine Veränderungen bei Belegschaft, Arbeitsverträgen und Standorten geplant.

Die Angebotsunterlage und weitere das Angebot betreffende Informationen (jeweils in englischer und deutscher Sprache) sind unter www.green-offer.com verfügbar.

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Über JD.com

JD.com ist ein weltweit führender Anbieter von Technologie und Dienstleistungen in der Supply Chain. Die hochmoderne Einzelhandelsinfrastruktur des Unternehmens ermöglicht es Verbrauchern, jederzeit und überall zu kaufen, was sie möchten. Das Unternehmen stellt seine Technologie und Infrastruktur Partnern, Marken und andere Sektoren zur Verfügung, um im Rahmen seines „Retail as a Service“-Angebots Produktivität und Innovation in einer Vielzahl von Branchen voranzutreiben.

JD.com hat seine Geschäftstätigkeiten inzwischen auf die Bereiche Einzelhandel, Technologie, Logistik, Gesundheit, Immobilienentwicklung, Industrie, Handelsmarken, Versicherungen und internationales Geschäft ausgeweitet. JD.com rangiert auf Platz 44 der Fortune Global 500 und ist gemessen am Umsatz Chinas größter Einzelhändler. Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2024 einen Umsatz von 158,8 Milliarden US-Dollar (152,8 Milliarden Euro). In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres, die am 30. September 2025 endeten, meldete JD.com einen Umsatz von 134,4 Milliarden US-Dollar (114,5 Milliarden Euro). JD.com ist seit 2014 an der NASDAQ und seit 2020 an der Hongkonger Börse notiert.

Pressebilder finden Sie unter www.jdcorporateblog.com/media-resources/.

Über CECONOMY

Die CECONOMY AG vereinfacht das Leben in der digitalen Welt. Die Gesellschaft ist führend für Konzepte und Marken wie MediaMarkt, MediaWorld und Saturn im Bereich Consumer Electronics in Europa. Die Unternehmen im CECONOMY-Portfolio haben Milliarden Verbraucherkontakte pro Jahr und bieten Produkte, Dienstleistungen und Lösungen, die das Leben in der digitalen Welt so einfach und angenehm wie möglich machen. MediaMarktSaturn ist eine führende Marke im Bereich Unterhaltungselektronik in Europa. So schaffen sie Mehrwert für Kunden ebenso wie für Investoren.

MAX Automation SE plant Wechsel in den General Standard zur effizienteren Kapitalmarktkommunikation und stärkeren Fokussierung auf das operative Geschäft

PRESSEMITTEILUNG

- Reduktion administrativer Anforderungen und damit verbundener Kosten

- Konzentration auf die operative Weiterentwicklung und strategische Wachstumsinitiativen

- Fortführung der quartalsweisen Kapitalmarktkommunikation

Hamburg, 1. Dezember 2025 – Die im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierte MAX Automation SE (ISIN DE000A2DA588) beabsichtigt, ihre Börsennotierung innerhalb des regulierten Marktes der Frankfurter Wertpapierbörse vom Prime Standard in den General Standard zu verlagern. Mit diesem Schritt verfolgt die Gesellschaft das Ziel, ihre Kapitalmarktpräsenz effizienter zu gestalten und gleichzeitig den hohen Anspruch an Transparenz und Kontinuität in der Kapitalmarktkommunikation beizubehalten. Die MAX Automation SE wird weiterhin freiwillig quartalsweise und im Hinblick auf ihre Aktionärsstruktur in deutscher Sprache über ihre Geschäftsentwicklung informieren.

Der geplante Wechsel in den General Standard soll die Kosten und den administrativen Aufwand reduzieren und damit Ressourcen freisetzen, die bislang durch die zusätzlichen Anforderungen des Prime Standard gebunden waren. Diese können künftig gezielt in die operative Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe und strategische Wachstumsinitiativen einfließen.

Der Verwaltungsrat der MAX Automation SE wird in diesem Zusammenhang bei der Geschäftsführung der Frankfurter Wertpapierbörse den Antrag auf Widerruf der Zulassung der Aktien der Gesellschaft zum Teilbereich des regulierten Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) stellen. Die Zulassung der Aktien zum regulierten Markt (General Standard) bleibt dabei weiterhin bestehen.

Guido Mundt, Verwaltungsratsvorsitzender der MAX Automation SE: „Mit dem geplanten Wechsel schaffen wir eine ausgewogene Balance zwischen operativer Effizienz und Anforderung des gewählten Börsensegments. Wir konzentrieren uns stärker auf die operative Weiterentwicklung unserer Unternehmensgruppe und gewährleisten gleichzeitig eine verlässliche und kontinuierliche Kommunikation gegenüber dem Kapitalmarkt.“

Dienstag, 2. Dezember 2025

RWE Aktiengesellschaft: Bekanntmachung nach Art. 5 Abs. 1 lit. a) der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und Art. 2 Abs. 1 der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052

Die RWE Aktiengesellschaft hat mit Ad-hoc-Mitteilung vom 12. November 2024 ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 1,5 Mrd. EUR angekündigt, das innerhalb von 18 Monaten abgeschlossen werden soll. Das Aktienrückkaufprogramm dient ausschließlich dem Zweck, das Kapital der RWE Aktiengesellschaft zu reduzieren. Die zurückerworbenen Aktien sollen daher eingezogen werden. Die erste Tranche des Rückkaufprogramms über 500 Mio. EUR wurde bereits am 28. Mai 2025 abgeschlossen. Am 2. Dezember 2025 wurde auch die zweite Tranche des Rückkaufprogramms planmäßig abgeschlossen. Im Rahmen der zweiten Tranche wurden 12.918.709 Aktien zu einem Gesamtkaufpreis von 500 Mio. EUR zurückgekauft.

Hinsichtlich der Durchführung der dritten Tranche wird Folgendes bekanntgemacht:

Der Rückkauf der dritten Tranche beginnt am 3. Dezember 2025. Im Zeitraum bis spätestens zum 3. Juni 2026 sollen Aktien der Gesellschaft für bis zu 500.000.000,00 EUR (ohne Erwerbsnebenkosten), maximal jedoch 45.629.815 Aktien, über den elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (Xetra) und über ausgewählte multilaterale Handelssysteme innerhalb der Europäischen Union zurückgekauft werden.

Der Rückkauf wird auf Grundlage und im Einklang mit der von der Hauptversammlung der RWE Aktiengesellschaft am 30. April 2025 beschlossenen Ermächtigung durchgeführt. Danach ist die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 des Aktiengesetzes ermächtigt, eigene Aktien im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals im Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Ermächtigung oder – falls dieser Wert geringer ist – im Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung zu erwerben. Der von der Gesellschaft im Rahmen des vorliegenden Rückkaufprogramms gezahlte Erwerbspreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den arithmetischen Mittelwert der Schlussauktionspreise der RWE-Aktie im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten drei Börsenhandelstagen an der Frankfurter Wertpapierbörse vor dem Erwerb oder – falls dieser Zeitpunkt früher liegt – der Eingehung der Verpflichtung zum Erwerb um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.

Der Rückkauf erfolgt in Einklang mit Art. 5 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 sowie der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 der Kommission vom 8. März 2016. Demnach werden die Aktien nicht zu einem Kurs erworben, der über dem des letzten unabhängig getätigten Abschlusses oder (sollte dieser höher sein) über dem des derzeit höchsten unabhängigen Angebots auf dem Handelsplatz, auf dem der Kauf stattfindet, liegt. An einem Handelstag werden nicht mehr als 25 % des durchschnittlichen täglichen Aktienumsatzes auf dem Handelsplatz, auf dem der jeweilige Kauf erfolgt, erworben. Der durchschnittliche Tagesumsatz beruht auf dem durchschnittlichen täglichen Handelsvolumen der 20 Börsentage vor dem jeweiligen Kauftermin.

Die RWE Aktiengesellschaft hat ein Kreditinstitut mit der Führung des Rückkaufprogramms beauftragt, das an die vorgenannten Regelungen gebunden ist. Das Kreditinstitut trifft seine Entscheidungen über den Zeitpunkt des Erwerbs von Aktien unabhängig von der RWE Aktiengesellschaft. Das Recht der RWE Aktiengesellschaft, das Mandat in Einklang mit den insiderrechtlichen Vorgaben der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 vorzeitig zu beenden und/oder den Auftrag auf ein oder mehrere andere Kreditinstitute zu übertragen, bleibt unberührt.

Das Rückkaufprogramm kann – soweit erforderlich und rechtlich zulässig – jederzeit gestoppt, unterbrochen und fortgesetzt werden.

Informationen zu den mit dem Rückkaufprogramm zusammenhängenden Geschäften werden entsprechend der geltenden rechtlichen Vorschriften bekannt gegeben; über die Fortschritte des Rückkaufsprogramms wird die Gesellschaft regelmäßig unter www.rwe.com/aktienrueckkauf informieren.

Essen, im Dezember 2025

RWE Aktiengesellschaft
Der Vorstand

Wacker Neuson SE bestätigt Gespräche zu Mehrheitserwerb und Übernahme durch Doosan Bobcat Inc.

Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014

München, 02.12.2025

Vor dem Hintergrund aktueller Presseberichterstattung bestätigt die Wacker Neuson SE („Wacker Neuson“), dass sich der Vorstand in fortgeschrittenen Gesprächen mit Doosan Bobcat Inc. („Doosan Bobcat“) über den möglichen Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an Wacker Neuson sowie eine öffentliche Übernahme von Wacker Neuson durch Doosan Bobcat befindet.

Doosan Bobcat erwägt, Aktien im Umfang von ca. 63 % des Grundkapitals von Großaktionären der Wacker Neuson zu erwerben und ein öffentliches Übernahmeangebot in Form eines Barangebots an alle außenstehenden Aktionäre von Wacker Neuson abzugeben.

Ob es tatsächlich zu einem Verkauf der Aktien der Großaktionäre und zu einem öffentlichen Übernahmeangebot kommt, ist für Wacker Neuson derzeit nicht abzusehen.

Wacker Neuson wird den Kapitalmarkt und die Öffentlichkeit über den Fortgang entsprechend den rechtlichen Anforderungen informieren.

Montag, 1. Dezember 2025

Spruchverfahren zum Squeeze-out bei der EQS Group AG: Entscheidungsverkündung erst am 13. Februar 2026

von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG

In dem Spruchverfahren zum Squeeze-out  bei der EQS Group AG zugunsten der Pineapple German Bidco GmbH (ein Transaktionsvehikel der IT-Investmentfirma Thoma Bravo, L.P.) hatte das LG München I die Sache am 24. Juli 2025 verhandelt und dabei die Abfindungsprüfer, Herr WP Andreas Creutzmann und Herr WP Dr. Jörn Stellbrink, IVA Valuation & Advisory AG, angehört. Der ursprünglich auf den 28. November 2025 angesetzte Termin zu Verkündung einer Entscheidung wurde nunmehr aus dienstlichen Gründen auf Freitag, den 13. Februar 2026, 10:00 Uhr, verlegt. 

LG München I, Az. 5 HK O 14435/24
Schädl, M. u.a. ./. Pineapple German Bidco GmbH
34 Antragsteller
gemeinsame Vertreterin: RA´in Daniela Bergdolt
Verfahrenbevollmächtigte der Antragsgegnerin: Rechtsanwälte Gleiss Lutz, 70173 Stuttgart