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Dienstag, 16. Juni 2026

Bund lehnt das Übernahmeangebot der UniCredit für Commerzbank-Aktien ab

Die deutsche Bundesregierung kämpft für die Eigenständigkeit der Commerzbank und lehnt das heute auslaufende Übernahmeangebot des italienischen Konkurrenten UniCredit mit deutlichen Worten ab. „Eine Annahme des Angebots kam bereits wirtschaftlich nicht infrage, da das Übernahmeangebot keine angemessene Prämie auf den aktuellen Kurs der Commerzbank-Aktie enthält“, teilte die Finanzagentur des Bundes mit.

Die Finanzagentur verwaltet das Aktienpaket des Bundes, der derzeit mit rund 13 Prozent zweitgrößter Aktionär des Frankfurter Geldhauses ist. Die Entscheidungen über den Umgang mit der Beteiligung trifft ein sogenannter Lenkungsausschuss, dem Vertreter von Kanzleramt, Finanz-, Wirtschafts- und Justizministerium angehören. Der Lenkungsausschuss unterstütze „die Strategie der Eigenständigkeit der Commerzbank und lehnt das aggressive Vorgehen der Unicredit ab“, erklärte die Finanzagentur. „Die Commerzbank spielt eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der deutschen Wirtschaft und des deutschen Mittelstands.“ Zudem sei sie als bedeutender Arbeitgeber „zentral für den Finanzstandort Frankfurt. Beides gilt es auch in Zukunft sicherzustellen.“

Die 2024 bei der Commerzbank eingestiegende UniCredit hatte im Mai eine freiwillige Offerte für die Commerzbank vorgelegt und bietet eigene Aktien zum Tausch (im Verhältnis von einer Commerzbank-Aktie gegen Gewährung von 0,485 neuen Aktien der UniCredit).

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