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Dienstag, 7. April 2026

Geplante Commerzbank-Übernahme: Außerordentliche Hauptversammlung der Unicredit am 4. Mai 2026

Der Verwaltungsrat der Unicredit hat letzte Woche beschlossen, am 4. Mai eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen. Auf dieser sollen die Aktionäre ihre Zustimmung für die nötige Kapitalerhöhung geben, was der nächste Schritt zur Übernahme der Commerzbank wäre. Geplant ist die Ausgabe von maximal 470 Millionen Stammaktien.

Die Unicredit, die direkt über Aktien und indirekt über Finanzinstrumente bereits mehr als 29 Prozent an der Commerzbank hält, hatte Mitte März ein freiwilliges Übernahmeangebot für den DAX-Konzern angekündigt. Demnach will die italienische Großbank in einem freiwilligen Tauschangebot für sämtliche Commerzbank-Aktien je 0,485 neue Unicredit-Papiere bieten. Das entspricht den Angaben zufolge einem Preis von 30,80 Euro je Commerzbank-Anteil oder einem Aufschlag von vier Prozent zum Schlusskurs vom 13. März. Damit bewertet die Unicredit die Commerzbank mit knapp 35 Milliarden Euro. Unicredit-Chef Andrea Orcel wirbt seit dem Einstieg seines Instituts im September 2024 für eine Commerzbank-Übernahme. Europa brauche im Wettlauf mit starken US-Geldhäusern größere Banken.

Die Commerzbank hat das Angebot bislang als unzureichend zurückgewiesen. Sie will Anfang Mai neue Finanzziele verkünden. Auf Grundlage der jüngsten Verlautbarungen der italienischen Großbank sei "eine einvernehmliche Lösung aus Sicht der Commerzbank aktuell nicht erkennbar", teilte die Commerzbank mit.

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