Corporate News
- Ablehnung des feindlichen Vorgehens: Commerzbank weist anhaltend feindliche Taktik und irreführende Darstellungen von UniCredit zurück, die das für das Bankgeschäft notwendige Vertrauen und die Interessen aller Stakeholder untergraben
- Mehrwert der eigenständigen Strategie: Commerzbank bekräftigt Potenzial der eigenen Strategie, die nachweislich Wert bei begrenztem Umsetzungsrisiko schafft
- Spekulatives versus greifbares, erfolgreiches Modell: Der „Restrukturierungsvorschlag“ von UniCredit ist ein Versuch, das erfolgreiche Geschäftsmodell der Commerzbank aufzubrechen, jedoch kein glaubwürdiger Plan zur Wertsteigerung
- Fehlende Prämie: Trotz des aggressiv verfolgten Ziels, die Kontrolle zu übernehmen, hat UniCredit erneut keine angemessene Prämie für die Aktionäre der Commerzbank vorgeschlagen
- Strategisches Update: Die Commerzbank wird aktualisierte Finanzziele und Strategie bis 2030 gemeinsam mit den Ergebnissen des ersten Quartals am 8. Mai 2026 vorstellen
Die Commerzbank hat die Präsentation der UniCredit S.p.A. vom 20. April 2026 zur Kenntnis genommen. Wie in der Stellungnahme vom 7. April 2026 ausgeführt, hat die Commerzbank versucht, einen konstruktiven Austausch mit der UniCredit zu führen. Bislang hat die UniCredit jedoch weder einen konkreten Plan für einen einvernehmlichen und wertschaffenden Zusammenschluss noch verlässliche Indikationen für eine angemessene Kontrollprämie übermittelt. Die heutige Kommunikation der UniCredit hat diese grundlegenden Diskrepanzen erneut bestätigt sowie einige Details über das Vorgehen in Bezug auf die Commerzbank offengelegt.
„Was UniCredit heute präsentiert hat, ist kein wertschaffender Unternehmenszusammenschluss. Es handelt sich um einen Restrukturierungsvorschlag, der sich mit unserer bestehenden Strategie messen lassen muss. Unsere Strategie schafft nachweislich und verlässlich Wert bei begrenztem Umsetzungsrisiko. Es ist erstaunlich, dass UniCredit über 18 Monate benötigt hat, um einen unabgestimmten Plan vorzulegen, der trotz regelmäßiger Investorenmeetings in diesem Zeitraum ein grundlegendes Verständnis für die Treiber unseres Geschäftsmodells vermissen lässt“, sagte Bettina Orlopp, Vorstandsvorsitzende der Commerzbank.
Weitere Eskalation des aggressiven und feindlichen Vorgehens
Die heutige Kommunikation bestätigt erneut, dass bei der UniCredit keine Bereitschaft erkennbar ist, einen konstruktiven Vorschlag zu unterbreiten. Stattdessen folgt sie einem seit über 18 Monaten erkennbaren Muster: beginnend mit einem unabgestimmten Aufbau einer Beteiligung über Finanzinstrumente, wiederholten Angriffen auf das Geschäftsmodell und das Management der Commerzbank sowie der Ankündigung eines unabgestimmten öffentlichen Übernahmeangebots. Gleichzeitig wird der Commerzbank vorgeworfen, sie sei nicht zu einem konstruktiven Austausch bereit. Ein auf diese Weise verfolgter Übernahmeversuch geht zulasten der Wertsteigerung für Aktionäre und untergräbt das Vertrauen der Stakeholder, das für das Bankgeschäft besonders wichtig ist.
Weiter kein wertschaffender Plan für einen Zusammenschluss
Was UniCredit heute vorgelegt hat, ist kein überzeugender Plan für einen Unternehmenszusammenschluss. Es handelt sich um einen Restrukturierungsvorschlag eines direkten Wettbewerbers, der in die Wertschöpfungskette des deutschen Mittelstands eingreifen würde – insbesondere im internationalen Geschäft und Außenhandel. Der Plan der UniCredit umfasst unter anderem eine starke Reduzierung der Kostenbasis der Commerzbank nach dem Vorbild der HypoVereinsbank und eine Neuausrichtung weg vom Mittelstandsgeschäft, das elementarer Bestandteil des Geschäftsmodells der Commerzbank ist. Gleichzeitig hat die UniCredit keine wesentlichen neuen Details zu einem tatsächlichen Plan für einen Zusammenschluss offengelegt – weder zu konkreten Maßnahmen noch zu notwendigen Umsetzungskosten oder einem Zeitplan. Die Commerzbank hat diese Informationen wiederholt eingefordert; sie wurden bislang nicht geliefert. Sämtliche heute präsentierten vermeintlichen Vorteile eines Zusammenschlusses bleiben vage und liegen weit in der Zukunft: Die Umsetzung soll erst ab 2029/2030 beginnen und „mehrere Jahre“ in Anspruch nehmen.
Nach wie vor keine Prämie für die Aktionäre der Commerzbank
UniCredit hat erneut ihre Absicht bekräftigt, die Kontrolle über die Commerzbank erlangen zu wollen. Anstatt den Aktionären der Commerzbank jedoch eine angemessene Prämie für die angestrebte Kontrolle zu bieten, verfolgt UniCredit den gegenteiligen Weg und greift die aktuelle Performance und Bewertung der Commerzbank an. Dies ist aus Governance-, Regulierungs- und Aktionärs-Perspektive höchst bedenklich. Die Commerzbank betont erneut, dass jedes Übernahmeangebot eine marktübliche Prämie enthalten und auf einem Konzept für einen Zusammenschluss beruhen muss, welches für alle Stakeholder Wert schafft.
Unsere Momentum-Strategie funktioniert – Update folgt am 8. Mai
Die eigenständige Momentum-Strategie der Commerzbank ist erfolgreich. Die Bank hat im Geschäftsjahr 2025 das beste Operative Ergebnis ihrer Geschichte erzielt mit einem Anstieg um 18 % auf 4,5 Milliarden Euro. Alle selbst gesetzten Wachstumsziele hat die Bank erreicht oder übertroffen – ohne den Abbau der internationalen Präsenz und den Umsetzungsrisiken, die mit einer grenzüberschreitenden Bankfusion verbunden wären.
Am 8. Mai 2026 wird die Commerzbank aktualisierte Finanzziele und ihre Strategie bis 2030 vorstellen. Zudem wird sie eine umfassende Stellungnahme zu den spezifischen Behauptungen von UniCredit geben, sobald UniCredit die vollständigen Details des angekündigten Übernahmeangebots an die Commerzbank-Aktionäre veröffentlicht hat. Die Entwicklungen der vergangenen 18 Monate haben gezeigt, dass UniCredit ihre kommunizierten Pläne und Absichten innerhalb kurzer Zeiträume opportunistisch anpasst. Die Commerzbank empfindet Art und Ausmaß der aggressiven Vorstöße, die UniCredit gegenüber einem Wettbewerber und einer systemrelevanten Bank gewählt hat, als befremdlich.
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