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Mittwoch, 11. Februar 2026

Commerzbank Aktiengesellschaft Wachstumsziel für 2025 übertroffen: Commerzbank mit operativem Rekordergebnis

Corporate News

- Operatives Ergebnis im Geschäftsjahr 2025 um 18 % auf 4,5 Mrd. Euro gesteigert

- Nettoergebnis bei 2,6 Mrd. Euro – trotz Restrukturierungsaufwendungen von 562 Mio. Euro

- Erträge um 10 % auf 12,2 Mrd. Euro erhöht – Firmenkunden-Kreditvolumen um 10 % gesteigert

- Provisionsüberschuss wie angestrebt deutlich um 7 % auf 4 Mrd. Euro gewachsen

- Zinsüberschuss trotz gesunkener Leitzinsen mit 8,2 Mrd. Euro nahezu auf hohem Niveau des Vorjahres

- Cost-Income-Ratio um 2 Prozentpunkte auf Jahresziel von 57 % verbessert

- Stabiles Risikoergebnis von minus 722 Mio. Euro – NPE-Ratio unverändert bei 1,1 %

- Nettoeigenkapitalrendite mit 8,7 % deutlich über Ziel – vor Restrukturierungsaufwendungen bei 10,0 %

- Kapitalrückgabe für 2025 um knapp 1 Mrd. Euro auf 2,7 Mrd. Euro erhöht – deutlich erhöhte Dividende von 1,10 Euro je Aktie (2024: 0,65 Euro) geplant

- Ausblick 2026: Nettoergebnis über ursprünglichem Ziel von 3,2 Mrd. Euro erwartet

Die Commerzbank hat im Geschäftsjahr 2025 das beste Operative Ergebnis in ihrer Geschichte erzielt: Im Vergleich zum Vorjahr stieg es um 18 % auf 4,5 Mrd. Euro. Das Nettoergebnis belief sich auf 2,6 Mrd. Euro und liegt damit über dem angestrebten Ziel von 2,5 Mrd. Euro – trotz Restrukturierungsaufwendungen für die Transformation der Bank in Höhe von insgesamt 562 Mio. Euro. Bereinigt um diese Restrukturierungsaufwendungen erhöhte sich das Nettoergebnis um rund 13 % auf einen Rekordwert von 3 Mrd. Euro. Grundlage für diese starke Performance waren vor allem die um 10 % höheren Erträge. Dazu trugen maßgeblich die starke Entwicklung des Provisionsüberschusses und das sehr gute Abschneiden der polnischen Tochtergesellschaft mBank bei. Ebenso lag der Zinsüberschuss trotz deutlich gesunkener Leitzinsen nahezu stabil auf Vorjahresniveau. Das Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland profitierte vor allem von einem Anstieg des Wertpapiergeschäfts um rund 11 %. Im Segment Firmenkunden erhöhte sich das Kreditvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 10 %. Das Risikoergebnis lag in einem wirtschaftlich weiterhin herausfordernden Umfeld mit minus 722 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Ihre Cost-Income-Ratio hat die Bank um weitere 2 Prozentpunkte auf 57 % verbessert.

„Wir haben unsere ehrgeizigen Wachstumsziele für 2025 nicht nur erreicht, sondern an vielen Stellen sogar übertroffen. Und unser Aktienkurs hat sich mehr als verdoppelt. Das zeigt: Die Commerzbank spielt heute in einer anderen Liga“, sagte Bettina Orlopp, Vorstandsvorsitzende der Commerzbank. „Wir sind überzeugt, dass wir in den kommenden Jahren noch viel Potenzial heben können.“

Im ersten Jahr der Umsetzung der Strategie „Momentum“ wurden wichtige Weichen für die Transformation der Bank gestellt. Ihr Geschäftsmodell richtet die Bank noch stärker an ihren Kundinnen und Kunden aus, um noch mehr Wert für sie zu schaffen. Das Segment Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland legte mit seinem weiterentwickelten Betreuungsmodell im Oktober 2025 die Grundlage für weiteres Wachstum. Durch die Neuausrichtung schafft die Bank mehr Zeit für die qualifizierte Beratung ihrer Kundinnen und Kunden und stärkt zudem die Filialen.

Den Einsatz von Anwendungen, die auf künstlicher Intelligenz (KI) basieren, hat die Bank deutlich ausgeweitet. Damit werden nicht nur erste Produktivitätssteigerungen realisiert, sondern auch das Kundenerlebnis und die Unterstützung der Mitarbeitenden verbessert. Im Kunden- und Beratungscenter führt die Commerzbank derzeit einen neuen digitalen und KI-basierten Assistenten ein, der die Effizienz und Qualität der Beratungsleistung erhöht. Dieser „Agent Assist“ entlastet Beraterinnen und Berater von administrativen Tätigkeiten. Kundengespräche werden in Echtzeit zusammengefasst, und basierend auf Wissensdatenbanken werden rasch passende Lösungen vorgeschlagen. Zudem steht mehr als 30.000 Mitarbeitenden der Commerzbank im In- und Ausland der Chatbot „cobaGPT“ zur Verfügung. Er macht den Arbeitsalltag leichter und steigert die Produktivität.

Das selbst entwickelte Tool „Fraud AI“ hilft, betrügerische Aktivitäten automatisiert zu erkennen und schneller darauf zu reagieren, wodurch Verluste für die Bank effektiv reduziert werden. Gleichzeitig trägt das Tool zur Einhaltung regulatorischer Anforderungen bei. Auch im Bereich der Kundenüberprüfung zur Geldwäscheprävention („Know Your Customer“, KYC) optimiert und automatisiert die Commerzbank ihre Prozesse. Dies gewährleistet eine effiziente Anwendung neuer Vorschriften und minimiert Kosten.

Nutzerinnen und Nutzer der Commerzbank-Banking-App können seit April vergangenen Jahres ebenfalls KI-Funktionen für ihre Bankgeschäfte nutzen. Mit der virtuellen Assistentin „Ava“ hat die Commerzbank als eine der ersten Banken eine Kundenanwendung eingeführt, die generative KI und Avatar-Technologie miteinander verbindet. Ava hilft bei Serviceanliegen und Kontoverwaltung und beantwortet Fragen zu Commerzbank-Produkten.

Diese KI-Anwendungen plant die Bank im laufenden Geschäftsjahr weiter auszubauen. Zusätzlich sollen neue generative KI-Anwendungsfälle wie etwa die Erstellung von Verträgen eingeführt werden. Dabei wird auch die Pilotierung agentischer KI gemeinsam mit strategischen Partnern vorangetrieben.

Personal: Hohe Teilnahmequote bei Mitarbeiteraktienprogramm

Die Bank hat ihr Mitarbeiteraktienprogramm in der AG Deutschland und an den internationalen Standorten im vierten Quartal 2025 erfolgreich eingeführt. Rund 90 % der berechtigten Mitarbeitenden nahmen an dem Programm teil. Die Bank plant, das Programm im zweiten Quartal 2026 fortzusetzen. Ziel ist es, die Belegschaft noch stärker am Erfolg der Bank zu beteiligen.

Bei der Umsetzung ihrer personalwirtschaftlichen Ziele kommt die Commerzbank weiterhin sehr gut voran. Für den Stellenabbau setzt die Bank auf bewährte Sozialplaninstrumente, insbesondere Altersteilzeit und Vorruhestand. Ein vorgezogenes freiwilliges Altersteilzeit-Programm mit einer Zusatzprämie stieß bereits auf positive Resonanz. Auch die anderen Sozialplaninstrumente werden rege nachgefragt.

Geschäftsentwicklung: Provisionsüberschuss erreicht Wachstumsziel von 7 %

Die Commerzbank steigerte ihre Erträge im Geschäftsjahr 2025 um rund 10 % auf 12.171 Mio. Euro (2024: 11.106 Mio. Euro). Mit einem Wachstum von 7 % auf 4.029 Mio. Euro trug dazu maßgeblich der Provisionsüberschuss bei (2024: 3.762 Mio. Euro). Den Zinsüberschuss hielt die Bank trotz gesunkener Leitzinsen mit 8.226 Mio. Euro nahezu auf dem hohen Niveau des Vorjahres (2024: 8.331 Mio. Euro). Auch die deutlich gesunkene Vorsorge für Rechtsrisiken bei Fremdwährungskrediten in Polen wirkte sich sehr positiv auf die Ertragsentwicklung aus.

Die Gesamtkosten der Bank lagen im Geschäftsjahr 2025 bei 6.940 Mio. Euro (2024: 6.526 Mio. Euro). Dahinter steht ein Anstieg des Verwaltungsaufwands um rund 7 % auf 6.666 Mio. Euro (2024: 6.244 Mio. Euro). Dabei wirkten sich maßgeblich zwei Sondereffekte aus: Zum einen führte der Anstieg des Aktienkurses zu einer im Vergleich zum Vorjahr rund 90 Mio. Euro höheren Bewertung der aktienbasierten variablen Vergütung. Zum anderen trug eine vorgezogene Abschreibung auf den erworbenen Kundenstamm der Aquila Capital Investmentgesellschaft (ACI) in Höhe von 117 Mio. Euro zu den erhöhten Kosten bei. Die ACI sieht sich aktuell in einzelnen Märkten schwierigen Rahmenbedingungen gegenüber. Insbesondere Vorhaben im Bereich der erneuerbaren Energien, die noch in einer frühen Realisierungsphase sind, stehen vor makroökonomischen Herausforderungen. Ohne diese Einmalaufwände belief sich der Kostenanstieg auf rund 3 % im Vergleich zum Vorjahr. Dieser resultierte vor allem aus allgemeinen Gehaltserhöhungen, Investitionen und dem Personalaufbau im Zusammenhang mit Shoring- und Sourcing-Aktivitäten der Bank. Bei der polnischen Tochter mBank führten die anhaltenden Wachstumsinvestitionen zu einem Kostenanstieg. Aktives Kostenmanagement sowie der leichte Rückgang der Pflichtbeiträge auf 274 Mio. Euro (2024: 283 Mio. Euro) konnten den Kostenanstieg im Konzern jedoch teilweise ausgleichen. Ihre Cost-Income-Ratio verbesserte die Commerzbank wie angestrebt um 2 Prozentpunkte auf 57 % im Gesamtjahr (2024: 59 %).

Das Risikoergebnis lag trotz des weiterhin herausfordernden Marktumfeldes mit minus 722 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres (2024: minus 743 Mio. Euro). Enthalten sind Anpassungen von Methoden und Modellen aufgrund makroökonomischer Risiken sowie eine turnusgemäße Neukalibrierung ausgewählter Risikoparameter. Nach Auflösung des Sekundäreffekte-Top-Level-Adjustments (TLA) im zweiten Quartal 2025 umfasst die Risikovorsorge zur Abdeckung von Unsicherheiten durch makroökonomische Entwicklungen und Novel Risks wie Klima- und Umweltrisiken weiterhin Overlays von 147 Mio. Euro. Die Non-Performing-Exposure-Quote (NPE-Quote) betrug zum Jahresende 1,1 %, was die Resilienz des Kreditbuches der Bank belegt (2024: 1,1 %).

Ihr Operatives Ergebnis steigerte die Commerzbank um 18 % auf den Rekordwert von 4.509 Mio. Euro (2024: 3.837 Mio. Euro). Das Konzernergebnis nach Steuern und Minderheiten belief sich auf 2.625 Mio. Euro (2024: 2.677 Mio. Euro). Für die Transformation der Bank fielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 562 Mio. Euro an, die zum Großteil im zweiten Quartal gebucht wurden. Ohne diesen Sonderaufwand hätte die Commerzbank ihr Nettoergebnis um rund 13 % auf 3.010 Mio. Euro gesteigert.

Die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) lag zum Stichtag 31. Dezember 2025 bei 14,7 % (Q3 2025: 14,7 %; Q4 2024: 15,1 %). Der Abstand zur regulatorischen Mindestanforderung (MDA-Schwelle) von derzeit rund 10,4 % betrug damit 438 Basispunkte. Die Nettoeigenkapitalrendite (Net RoTE) der Bank belief sich im Gesamtjahr auf 8,7 % (2024: 9,2 %). Vor Restrukturierungsaufwendungen beträgt sie 10,0 %. Damit hat die Bank ihr selbstgestecktes Profitabilitätsziel übertroffen und den höchsten Net RoTE seit der Finanzkrise erzielt.

Auf Basis ihrer starken Ergebnisse wird die Commerzbank für das Geschäftsjahr 2025 insgesamt rund 2,7 Mrd. Euro und damit 100 % ihres Nettoergebnisses vor Restrukturierungsaufwendungen und nach Abzug von Additional-Tier-1-(AT-1-)Kupons an ihre Aktionärinnen und Aktionäre zurückgeben. Das ist fast 1 Mrd. Euro mehr als im Vorjahr. Die Kapitalrückgabe setzt sich aus zwei Aktienrückkäufen sowie einer Dividendenzahlung zusammen. Neben dem im Dezember 2025 abgeschlossenen Aktienrückkauf über rund 1 Mrd. Euro hat der Vorstand einen weiteren Rückkauf über bis zu 540 Mio. Euro beschlossen. Dieser startet nach der Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2025 und soll spätestens bis zum 26. März 2026 abgeschlossen sein. Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, der Hauptversammlung eine auf 1,10 Euro (2024: 0,65 Euro) erhöhte Dividende je Aktie vorzuschlagen. Für die Jahre 2022 bis 2025 wird die Bank damit in Summe rund 5,8 Mrd. Euro an ihre Aktionärinnen und Aktionäre zurückgeben.

„Die geplante Erhöhung der Dividende auf 1,10 Euro je Aktie und unsere umfangreichen Aktienrückkäufe zeigen, dass wir nachhaltig Wert für unsere Investorinnen und Investoren schaffen“, sagte Finanzvorstand Carsten Schmitt. „Wir wollen den Anteil der Dividende an der Kapitalrückgabe in Zukunft weiter steigern und die Commerzbank somit auch als attraktiven Dividendentitel fest am Markt etablieren.“

Entwicklung der Segmente: Kreditvolumen bei Firmenkunden deutlich erhöht

Das Firmenkundensegment erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr Erträge in Höhe von 4.865 Mio. Euro (2024: 4.973 Mio. Euro). Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um rund 5 % auf 1.421 Mio. Euro (2024: 1.355 Mio. Euro). Das Segment profitierte von einer sehr guten Entwicklung im Kredit- und Garantiegeschäft, insbesondere bei Konsortialkrediten. Das Kreditvolumen wuchs im Durchschnitt des vierten Quartals deutlich um 10 % auf 115 Mrd. Euro (Q4 2024: 104 Mrd. Euro). Der Zinsüberschuss legte um rund 8 % zu, auf 2.498 Mio. Euro (2024: 2.312 Mio. Euro). Diesem Zuwachs stand jedoch ein Rückgang im Fair-Value-Ergebnis aufgrund von Bewertungseffekten bei Derivaten gegenüber. Begünstigt durch ein niedrigeres Risikoergebnis lag das Operative Ergebnis des Firmenkundensegments mit 2.151 Mio. Euro nahezu auf dem hohen Niveau des Vorjahres (2024: 2.174 Mio. Euro).

Im Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland steigerte die Bank ihre Erträge im Geschäftsjahr um rund 4 % auf 4.607 Mio. Euro (2024: 4.433 Mio. Euro). Der Anstieg kam zu großen Teilen aus dem Provisionsüberschuss, der um 7 % auf 2.101 Mio. Euro wuchs (2024: 1.963 Mio. Euro). Treiber der guten Performance war das starke Wertpapiergeschäft, dessen Erträge um rund 11 % zulegten. Von der Volatilität an den Aktienmärkten profitierte insbesondere das Brokerage-Geschäft der comdirect, deren Kundinnen und Kunden besonders viel handelten. Das Wertpapiervolumen profitierte von der positiven Marktentwicklung und erhöhte sich per Ende Dezember 2025 auf 266 Mrd. Euro (Ende 2024: 243 Mrd. Euro). Im Zahlungsverkehr trug das neue Preismodell für das Girokonto zum Ertragsanstieg bei. In einem wettbewerbsintensiven Umfeld stiegen die Einlagen von Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland dank attraktiver Sonderaktionen im Durchschnitt des vierten Quartals deutlich auf 179 Mrd. Euro (Q4 2024: 173 Mrd. Euro). Das Kreditvolumen blieb stabil bei durchschnittlich 125 Mrd. Euro (Q4 2024: 125 Mrd. Euro), wovon 96 Mrd. Euro auf Baufinanzierungen entfielen (Q4 2024: 96 Mrd. Euro). Der Zinsüberschuss im Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland stieg trotz gesunkener Leitzinsen auf 2.417 Mio. Euro (2024: 2.378 Mio. Euro). Dabei wirkten sich die positive Entwicklung in der Baufinanzierung und die steigenden Beiträge aus dem Replikationsportfolio aus. Das Operative Ergebnis lag mit 1.276 Mio. Euro unter dem Vorjahr (2024: 1.355 Mio. Euro). Gründe dafür sind ein im Vergleich zum Vorjahr höheres Risikoergebnis sowie die vorgezogene Abschreibung auf den erworbenen Kundenstamm der ACI.

Die polnische Tochter mBank steigerte ihre Erträge im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich um 37 % auf 2.329 Mio. Euro (2024: 1.702 Mio. Euro). Dabei profitierte sie vor allem von der deutlich gesunkenen Vorsorge für Rechtsrisiken aus Fremdwährungskrediten, die sich im Vergleich zum Vorjahr auf 483 Mio. Euro halbierte (2024: 1.002 Mio. Euro). Ein weiterer Wachstumstreiber war der Provisionsüberschuss, der durch starke transaktionsbasierte Geschäftstätigkeiten, insbesondere im Zahlungsverkehr, sowie Sondereffekte im Zusammenhang mit Partnerschaften um 13 % auf 536 Mio. Euro zulegte (2024: 472 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss lag aufgrund deutlich gesunkener Leitzinsen mit 2.296 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahres (2024: 2.382 Mio. Euro). Dennoch blieb das Einlagen- und Kreditgeschäft dank gestiegener Volumen robust. Zusätzlich wirkten Erträge aus Zinsabsicherungsinstrumenten, die im Fair-Value-Ergebnis abgebildet werden, kompensierend. Insgesamt steuerte die polnische Tochtergesellschaft 1.050 Mio. Euro zum Operativen Ergebnis des Konzerns bei; 75 % mehr als im Vorjahr (2024: 599 Mio. Euro).

Ausblick 2026: Nettoergebnis über ursprünglichem Ziel von 3,2 Mrd. Euro erwartet

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet die Commerzbank ein Nettoergebnis über dem ursprünglichen Ziel ihrer „Momentum“-Strategie von 3,2 Mrd. Euro. Die Grundlage des verbesserten Gewinnausblicks ist unter anderem die von rund 8,4 Mrd. Euro auf rund 8,5 Mrd. Euro erhöhte Prognose für den Zinsüberschuss. Für den Provisionsüberschuss wird abermals ein Wachstum von rund 7 % angestrebt. Die Bank wird ihr striktes Kostenmanagement auch im Jahr 2026 fortsetzen und plant angesichts der angehobenen Ertragserwartungen mit einer Cost-Income-Ratio von rund 54 %. Dies sind 2 Prozentpunkte weniger als das ursprüngliche Ziel von 56 %. Das Risikoergebnis wird bei rund 850 Mio. Euro erwartet. Die CET-1-Quote erwartet die Commerzbank nach der geplanten Kapitalrückgabe an die Aktionärinnen und Aktionäre zum Jahresende bei mehr als 14 %. Für die Nettoeigenkapitalrendite strebt sie einen Wert von mehr als 11,2 % an.

Die Kapitalrückgabe an die Aktionärinnen und Aktionäre soll weiterhin kontinuierlich steigen. Für das Geschäftsjahr 2026 strebt die Bank an, 100 % des Nettoergebnisses nach Abzug von AT-1-Kuponzahlungen an ihre Aktionärinnen und Aktionäre zurückzugeben. Auch für die nachfolgenden Jahre 2027 und 2028 plant die Commerzbank eine entsprechende Ausschüttungsquote von 100 % – abhängig von der erfolgreichen Umsetzung der Strategie, dem makroökonomischen Umfeld sowie der Zustimmung von Europäischer Zentralbank und Finanzagentur zu entsprechenden Aktienrückkäufen.

Zudem bekräftigt die Commerzbank ihre Finanzziele für das Jahr 2028 im Rahmen der Umsetzung ihrer Strategie „Momentum“: eine Nettoeigenkapitalrendite von 15 %, eine Cost-Income-Ratio von 50 %, eine harte Kernkapitalquote von 13,5 % sowie ein Nettoergebnis in Höhe von 4,2 Mrd. Euro.

Übersicht über wesentliche Finanzkennzahlen

   in Mio. Euro 2025 2024 2025
vs. 2024
(in %)
Q4
2025
Q4
2024
Q4 2025
vs. Q4 2024
(in %)
Q3
2025
Zinsüberschuss 8.226 8.331 – 1,3 2.049 2.080 – 1,5 2.044
Provisionsüberschuss 4.029 3.762 + 7,1 1.029 976 + 5,4 985
Fair-Value-Ergebnis1 14 – 170   74 47 + 56,1 – 35
Sonstige Erträge – 98 – 817 + 88,0 – 11 – 148 + 92,6 – 55
Erträge 12.171 11.106 + 9,6 3.141 2.956 + 6,3 2.939
Erträge ohne Sondereffekte 12.283 11.160 + 10,1 3.132 2.874 + 9,0 2.940
Risikoergebnis – 722 – 743 + 2,9 – 207 – 214 + 3,1 – 215
Verwaltungsaufwendungen 6.666 6.244 + 6,8 1.809 1.693 + 6,8 1.624
Pflichtbeiträge 274 283 – 3,1 59 53 + 11,2 53
Operatives Ergebnis 4.509 3.837 + 17,5 1.067 996 + 7,2 1.047
Restrukturierungsaufwendungen 562 3 - 9     20
Ergebnis vor Steuern 3.947 3.833 + 3,0 1.059 996 + 6,3 1.027
Steuern 1.089 989 + 10,1 259 181 + 42,6 375
Minderheiten 234 168 + 39,2 63 64 – 2,7 61
Konzernergebnis2 2.625 2.677  1,9 737 750  1,7 591
Cost-Income-Ratio im operativen Geschäft inkl. Pflichtbeiträgen (%) 57,0 58,8   59,4 59,1   57,1
Operativer RoTE (%) 13,9 12,3   13,4 12,5   13,0
Netto-RoTE (%) 8,7 9,2   10,1 10,1   7,8
Netto-RoTE (%) vor Restrukturierungsaufwendungen 10,0 9,2          
Netto-RoE (%) 8,3 8,8   9,6 9,7   7,4
CET-1-Quote (%) 14,7 15,1   14,7 15,1   14,7
Leverage Ratio 4,3 4,8   4,3 4,8   4,3
Bilanzsumme (Mrd. Euro) 590 555   590 555   593

1 Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
2 Den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbares Konzernergebnis.

Die in dieser Pressemitteilung enthaltenen Zahlen für das Jahr 2025 sind vorläufig und untestiert.
 

Die Veranstaltungen des Tages im Überblick:

  • 09.00 Uhr MEZ: Onlinetelefonkonferenz für Analystinnen und Analysten zu den Geschäftszahlen
    („listen-only“, in englischer Sprache)
  • 10.30 Uhr MEZ: Hybride Bilanzpressekonferenz für Journalistinnen und Journalisten zu den Geschäftszahlen des Jahres 2025 (in deutscher Sprache)

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